Tauchsafaris · Mikronesien
Ocean Hunter 3 – Palau mit Platz für große Tauchpläne
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Ocean Hunter 3 verbindet Palau-Liveaboard mit einer auf Fotografen und anspruchsvolle Tauchgänge ausgerichteten Infrastruktur.
- An Bord stehen acht klimatisierte Kabinen mit privatem Bad sowie Standard-, Deluxe- und Master-Kategorien zur Wahl.
- Das großzügige, beschattete Tauchdeck bietet persönliche Stauboxen, getrennte Kameraspülung, DIN- und INT-Anschlüsse sowie eine Gasfüllstation.
- Die Reisen starten und enden in Koror und dauern je nach Route acht Tage und sieben Nächte oder elf Tage und zehn Nächte.
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Die Einladung
Die Ocean Hunter 3 ist für Taucher gebaut, die Palau nicht von einem festen Hotel aus in einzelnen Tagestouren sehen wollen. Das Schiff bleibt während der Reise nahe an den Riffen, Wänden, Kanälen und Wracks, die sonst lange Anfahrten verlangen. Dazu kommen ein Tauchdeck, das auch mit großen Kameras nicht sofort unübersichtlich wird, individuell planbare Routen und eine Crew, die persönliche Betreuung ernst nimmt. Die Jahre sieht man ihr zumindest in ihrer Geschichte an: Gebaut wurde sie 1978, renoviert 2008. Wer ein makelloses Neubauschiff sucht, findet andere Optionen. Wer dagegen eine überschaubare Plattform für vier bis fünf Tauchgänge am Tag sucht, mit sehr hoher Bewertung für Crew und Verpflegung, bekommt hier genau den richtigen Schwerpunkt.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Ocean Hunter 3 nicht wie ein anonymes Hotel, sondern wie ein Schiff, das auf längere Tauchreisen zugeschnitten ist. Die Wege führen vom Boarding direkt in die Registrierung, zum Briefing und anschließend auf das Tauchdeck, wo die Ausrüstung ihren festen Platz bekommt. Darüber liegen Salon, Speisebereich und Sonnendeck; die großen offenen Bereiche verteilen die Gäste nach dem Tauchgang besser, als es ein enger Innenraum könnte. Im klimatisierten Salon gibt es eine Bibliothek, einen Computerplatz, Spiele und Bildschirme. Das Schiff fährt mit zwei Motoren und erreicht seine Reisegebiete zügig, ohne dass daraus ein Hochgeschwindigkeitsboot wird. An Bord sind höchstens 16 Gäste. Das ist klein genug, dass Gesichter und Ausrüstung schnell vertraut werden.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung entsteht weniger durch organisierte Unterhaltung als durch den gemeinsamen Takt der Tauchwoche. Mit höchstens 16 Gästen trifft man sich immer wieder am Tauchdeck, am Esstisch und im Salon, bis aus einzelnen Kabinen eine feste Gruppe wird. Die Crew arbeitet lokal und international und spricht Englisch. Ihre Rolle bleibt nicht auf das Tragen von Flaschen beschränkt: Sie führt durch Registrierung und Briefings, hilft bei der Organisation und reagiert auf persönliche Wünsche. Passagiere beschreiben das Team als freundlich, kenntnisreich und außergewöhnlich entgegenkommend. Abends kann der Tag im Salon mit Bibliothek, Spielen, Audio und Video auslaufen oder draußen in Ruhe enden. Die hohe Crew-Bewertung ist hier plausibel, weil gute Betreuung auf einem Liveaboard nicht an einem einzelnen Abend auffällt, sondern bei jedem Einstieg ins Wasser.
Die Tauchplätze
Die Ocean Hunter 3 fährt auf Best-of-Palau-Routen ab und zurück nach Koror. Die regulären Reisen dauern acht Tage und sieben Nächte, eine aufgezeichnete New-Moon-Variante elf Tage und zehn Nächte. Wetterabhängig stehen Ulong, Ngemelis, Peleliu, die Koror-Lagune und mehrere Wracks auf dem Plan. Ulong Sand Bar bietet einen ruhigen Einstieg über Korallen und Sand; Ulong Channel und Ulong Wall bringen Strömung und Riffkanten dazu. Bei Ngemelis liegen Blue Corner, Blue Holes, German Channel, Big Drop Off, German Wall, New Drop Off, Turtle Wall und Siaes Tunnel dicht beieinander: Putzerstation, Steilwand, Kaverneneinstieg und ein tiefer Tunnel sind hier verschiedene Arten von Tauchgängen, nicht bloß verschiedene Namen. Peleliu ergänzt die Route mit Wall, Cut, Expressway, Yellow Wall und Coral Garden. Dazu kommen Wracks wie Iro, Chuyo Maru, Sata, Teshio Maru und Amatsu Maru. Die längeren Fahrten führen zu den abgelegeneren Riffen von Peleliu und Ngemelis; die genaue Auswahl hängt von Wetter, Tide und Tauchbedingungen ab.
Was man unter Wasser trifft
Palau belohnt nicht nur den Blick auf Korallen, sondern die Geduld an den Stellen, an denen Strömung und Struktur Tiere zusammenführen. In German Channel können Mantarochen an den Putzerstationen erscheinen, während der nährstoffreiche Durchfluss weitere Riffbewohner und Räuber anzieht. Devil Fish City im Ngardmau Channel ist ebenfalls für seine verstreuten Manta-Putzerstationen bekannt; dort zählt der Zeitpunkt, denn die besten Chancen bestehen bei Stillstand der Hochwasserströmung. Blue Corner lebt von der Strömung über dem Riffvorsprung: Schwärme und Haie können dort am Rand des blauen Wassers auftauchen. An Turtle Wall trägt schon der Name die Erwartung, doch kein Tier lässt sich bestellen. Die Wracks bringen ein anderes Schauspiel: Metall, Geschichte und Bewuchs statt offener Riffkante. Wer zur Voll- oder Neumondzeit reist, kann bei den Spawning-Routen nach großen Fischansammlungen suchen; die Teilnahme verlangt Erfahrung und wird als eigener Programmpunkt organisiert.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchguides und die übrige Crew sprechen Englisch; das Team arbeitet lokal und international. Die Reise ist auf Palau-Tauchplätze mit sehr unterschiedlichen Anforderungen ausgelegt: Ulong Sand Bar eignet sich als ruhiger Einstieg, während Siaes Tunnel, Peleliu Expressway, Shark City und manche Wracks Erfahrung mit Tiefe, Strömung oder Overhead-Umgebung verlangen. Bei den Spawning-Touren gelten ausdrücklich mindestens 50 geloggte Tauchgänge und ein vorheriger Tauchtag mit Fish 'n Fins. Die Guides wählen den Ablauf nach Wetter und Bedingungen und geben vor jedem Tauchgang ein Briefing. Sauerstoff ist an Bord, außerdem Radar, Sonar, GPS, Funk, Rettungsboote und Schwimmwesten. Angaben zu Gruppengrößen, Guide-Qualifikationen, Defibrillator oder einem separaten Rückrufsystem liegen nicht vor; deshalb sollte niemand eine Betreuung versprechen, die nicht belegt ist.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist großzügig angelegt und so organisiert, dass jede Person eine eigene Staubox für die Ausrüstung hat. Für Luft und Nitrox stehen Flaschen bis 100 Kubikfuß bereit; DIN- und INT-Anschlüsse sind vorhanden. Eine Füllstation für das Gas-Mischen gehört zur Anlage, Nitrox ist verfügbar und wird als zusätzliche Leistung angeboten. Technisches Tauchen, Rebreather- und Sidemount-Tauchen sind möglich. Der Bereich ist beschattet und hat eine Plattform zum Einstieg. Ein 38-Fuß-Chase-Boat bringt die Taucher zu den Einstiegsstellen und nimmt sie nach dem Auftauchen wieder auf. Kameras bekommen einen eigenen Arbeitsbereich, getrennte Spülbecken und Ladestationen; das ist der Unterschied zwischen einem Fototauchgang und dem Versuch, empfindliche Ausrüstung zwischen Flaschen und Handtüchern trocken zu halten. Mietausrüstung ist verfügbar, konkrete Marken werden nicht genannt.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt sich das Leben auf das beschattete Tauchdeck, den klimatisierten Salon und das Sonnendeck. Wer die Kamera nicht sofort wieder ins Wasser bringen will, findet an den großen Kameratischen und im Fotobereich einen sinnvollen Platz für die Nacharbeit. Andere nehmen ein Buch aus der Bibliothek, ziehen sich in den Salon zurück oder bleiben draußen auf Liegen und Gartenmöbeln. Die zwei Whirlpools sind für die Stunden gedacht, in denen der nächste Sprung noch wartet. Kayaks liegen ebenfalls an Bord und können die Reise um eine ruhige Perspektive über Wasser ergänzen. Wenn das Schiff zwischen den Gebieten fährt, wird aus der Pause kein Programmpunkt: Man schaut hinaus, trocknet seine Sachen und lässt die nächste Briefing-Ansage kommen.
Ein Tag an Bord
Am ersten Tag geht es nach dem Transfer zum Tauchzentrum an Bord, zur Registrierung und zum Briefing. Nach dem Mittagessen folgt um 16:00 Uhr der Check-Tauchgang; um 18:45 Uhr kann ein Nachttauchgang stattfinden. An den folgenden Tauchtagen beginnt der Morgen mit Kaffee, Tee und süßem Gebäck zwischen 6:00 und 6:30 Uhr, bevor um 6:45 Uhr der erste Tauchgang startet. Frühstück folgt im Anschluss. Der zweite Tauchgang liegt um 10:00 Uhr, Mittagessen um 12:00 Uhr, der dritte Tauchgang um 13:00 Uhr und der vierte um 16:00 Uhr. Um 19:00 Uhr steht der Nachttauchgang auf dem Ablauf. Dazwischen wird gegessen, ausgeruht, fotografiert und gefahren. Der letzte volle Tauchtag folgt demselben Muster. Am Abreisetag gibt es um 8:00 Uhr Frühstück, danach die Ausschiffung am Vormittag.
Was man an Bord isst
Die Bordküche setzt auf frisch zubereitete Gourmetgerichte, serviert als Buffet und mit westlichen wie lokalen Einflüssen. Frühstück, Mittag- und Abendessen liegen zwischen den Tauchgängen, dazu gibt es den ganzen Tag Snacks sowie Wasser, Tee und Kaffee. Vegane und vegetarische Wünsche werden berücksichtigt; Bier und Wein sind an Bord erhältlich. Die Köche arbeiten mit einer großen Kühl- und Gefrieranlage, damit die Küche auch nach mehreren Tagen auf See nicht auf Notlösungen angewiesen ist. Das ist bei vier Tauchgängen täglich mehr als eine Komfortfrage: Zwischen dem ersten und zweiten Tauchgang braucht der Körper etwas Verlässliches, nicht nur einen Riegel. Die sehr gute Bewertung der Verpflegung passt zu einem Schiff, auf dem Essen sichtbar zum Tagesablauf gehört.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Standard-, Deluxe- oder Master-Kabinen, jeweils mit eigenem Bad, heißer Dusche, Toilettenartikeln, Handtüchern und täglicher Reinigung. Standard- und Deluxe-Kabinen sind mit zwei Einzelkojen als Etagenbetten für bis zu zwei Personen eingerichtet; die Master-Kabinen bieten mehr Wohnfläche und ein extra großes Doppelbett. Leselampen, Stauraum und ein Intercom für Essens- und Tauchaufrufe gehören zum praktischen Teil der Ausstattung. Nach einem langen Tauchtag zählt vor allem, dass man nicht erst an Land organisiert werden muss: Duschen, trockene Kleidung und die nächste Mahlzeit liegen wenige Schritte entfernt. Auf dem Sonnendeck gibt es zwei beheizte Whirlpools. Wer dort einschläft, hört allerdings weiterhin, dass er auf einem fahrenden Schiff liegt.
Standard-Kabinen
Deluxe-Kabinen
Master-Kabinen
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Reisen beginnen und enden in Koror. Der Transfer vom Hotel zum Tauchzentrum und weiter zum Schiff ist eingeschlossen; am Ende werden Transfers zum Hotel oder Flughafen arrangiert. Für die genaue Abholung erhält man die Informationen vor der Reise. Wer entspannt an Bord kommen möchte, reist am besten einen Tag vorher nach Koror an und schläft nicht erst nach dem Flug auf dem Schiff ein.
Decksplan
- Baujahr
- 1978
- Jahr der Renovierung
- 2008
- Länge
- 29 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 16
- Anzahl Kabinen
- 8
- Anzahl Badezimmer
- 8
- Motoren
- Zweimotorig, je 375 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 11 Knoten
- Beiboote
- Ja
- Webseite
- fishnfins.com ↗
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