
ChrisDiving, Christian Demierre
★ 4,9/5 (331 Bewertungen)
2,6 km entfernt Luftlinie
Playa Flamingo · Costa Rica · Amerika
Die Catalina Islands bieten eine einzigartige Mischung aus dramatischer vulkanischer Unterwasserlandschaft und spektakulären Begegnungen mit Großfischen, insbesondere Mantarochen und Haien.
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Vor der Küste von Playa Flamingo, etwa 30 bis 45 Minuten mit dem Boot, erheben sich die Catalina Islands als ein Archipel von 17 vulkanischen Felsformationen aus dem Pazifik. Unter Wasser setzen sich diese dramatischen Strukturen fort und bilden ein komplexes Labyrinth aus Nadeln, Felsriffen, Unterwasserbergen und Canyons. Diese vulkanischen Strukturen bieten eine beeindruckende Topographie für Tauchgänge, von steilen Wänden bis hin zu geschützten Überhängen und Plateaus, die sich an jeder Ecke anders präsentiert. Die Geologie unter Wasser ist von Verwerfungen und Spalten geprägt, die Fischen und anderen Lebewesen Schutz und Jagdgründe bieten.
Das Besondere an den Catalina Islands ist die Kollision von warmen und kalten Strömungen, die nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe herauftransportieren. Dies lockt regelmäßig pelagische Arten an, die hier zur Nahrungssuche und Reinigung herkommen. Du kannst hier Mantarochen (Manta birostris) beobachten, die majestätisch über die Reinigungsstationen gleiten, manchmal in Gruppen. Auch Schulen von Mobularochen ziehen vorbei, ein beeindruckendes Schauspiel, das sich bei guten Bedingungen entfaltet. Es lohnt sich, auch ins Blauwasser zu blicken, da die Inseln als Orientierungspunkt für Wanderfische dienen. Neben den Mantas ist das Tauchen hier auch für andere pelagische Arten bekannt. Großschulen von Fisch, wie etwa die Carangidae, sind keine Seltenheit, du triffst zudem oft auf Stachelrochen und Adlerrochen (Aetobatus narinari).
Gelegentlich werden auch Walhaie (Rhincodon typus) oder Orcas (Orcinus orca) gesichtet, was stets ein Highlight ist. Die Chancen stehen gut, Delfine in den offenen Gewässern und Buckelwale (Megaptera novaeangliae) während ihrer Wanderzeit zu erleben, was den Transit zu den Tauchplätzen bereichern kann. In den Wintermonaten können in der Region sogar Buckelwale an der Oberfläche gesichtet werden.
Die Haipopulation an den Catalina Islands ist vielfältig. Während deines Tauchgangs begegnest du mit etwas Glück Weißspitzen-Riffhaien (Triaenodon obesus), die oft in den Strömungsschatten der Felsen ruhen und die Riffe patrouillieren. Auch Ammenhaie (Ginglymostoma cirratum) sind hier zu Hause und lassen sich typischerweise am Grund oder unter Überhängen finden. Seltener, aber dennoch möglich sind Sichtungen von Bullenhaien (Carcharhinus leucas), die die nährstoffreichen Gewässer ebenfalls anziehen. Jeder Tauchgang an diesem Ort birgt die Möglichkeit, diesen großen Räubern zu begegnen, die so charakteristisch für die pazifische Küste sind.
Neben den pelagischen Besuchern beherbergen die Felsriffe eine reiche Bodenfauna. Zwischen den Steinkorallen und Anemonen findest du eine Fülle von tropischen Fischen in allen Größen und Farben. Muränen (Muraenidae), Langusten (Palinuridae) und verschiedene Arten von Kugelfischen (Tetraodontidae) sind hier resident. Aber auch der ein oder andere Oktopus (Octopus vulgaris) lässt sich in den Spalten und Höhlen blicken, seine Farbe flieht schnell, sobald er bemerkt wird. Die vulkanischen Strukturen sind Heimat für eine große Anzahl von Echinodermen, darunter Seesterne (Asteroidea) und Seeigel (Echinoidea), die die Riffregion bevölkern. Zwischen den Felsen entdecken aufmerksame Taucher auch kleinere Lebewesen wie Nacktschnecken (Nudibranchia) und Harlekingarnelen, die in den Spalten und Ritzen Deckung suchen. Meeresschildkröten (Cheloniidae) sind hier ebenfalls oft anzutreffen.
Die Inseln sind ein Hotspot für marine Biodiversität und bieten vielfältige Tauchspots wie 'El Classico' und 'Pyelas', die unterschiedliche Herausforderungen und Sichtungen versprechen. Jeder Tauchgang hier ist dynamisch und hält Überraschungen bereit. Sei darauf vorbereitet, dass die Bedingungen wechseln können. Die Unterwasserlandschaft ist gezeichnet von natürlichen Reinigungsstationen und Futterplätzen, die immer wieder große Fischschulen anziehen.
Die Catalina Islands sind für Taucher ab Open Water Niveau zugänglich, wobei die variablen und teils starken Strömungen sowie die mögliche Tiefe ein gewisses Maß an Erfahrung erfordern. Es ist ratsam, mindestens 30 geloggte Tauchgänge zu haben, um die Bedingungen sicher meistern zu können, für exponiertere Spots mit starken Strömungen wird ein Advanced Open Water Diver (AOWD) mit mindestens 50 geloggten Tauchgängen empfohlen. Die Strömung kann von moderat bis stark reichen, besonders in Passagen zwischen den Inseln, an exponierten Riffkanten und während des Gezeitenwechsels. Die Sichtweite variiert saisonal, von 3 bis 30 Metern, mit den besten Bedingungen in der Trockenzeit. Die beste Periode für Tauchgänge und insbesondere für die Sichtung von Mantarochen ist von November/Dezember bis Mai, wenn die Mantasaison ihren Höhepunkt erreicht und die Chancen auf Großfischbegegnungen am größten sind. Während dieser Monate ist die Sichtweite oft ausgezeichnet und ermöglicht weite Blicke auf die Unterwasserlandschaft und die faszinierenden Meeresbewohner.

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