
Savu South Alor
★ 4,6/5 (71 Bewertungen)
22 km entfernt Luftlinie
Alor · Indonesien · Asien
Max. Tiefe · 30 mTauche in eine sandige Bucht vor Pantar ein, wo vulkanische Hot Springs eine einzigartige Kulisse für außergewöhnliche Makrolebewesen schaffen.
Beang Abang, auch bekannt als Beangabang oder Beang Bay, liegt an der Südküste der Insel Pantar und bietet eine Taucherfahrung, die sich von den üblichen Riff- oder Wandtauchgängen abhebt. Du tauchst hier in eine weitläufige, sanft abfallende Bucht ein, deren Grund aus feinem, schwarzem Vulkansand besteht. Das Besondere sind die geothermalen Hot Springs, die direkt vom Land ins Meer sprudeln und eine einzigartige Umgebung schaffen, die das Leben am Meeresboden maßgeblich prägt. Diese vulkanische Aktivität sorgt für ein Mikroklima, das eine erstaunliche Vielfalt an spezialisierten Lebewesen anzieht, die sich perfekt an diesen Lebensraum angepasst haben.
Der Tauchplatz ist ein Paradies für Makro-Enthusiasten und Unterwasserfotografen, die geduldig die kleinen, oft gut getarnten Bewohner des Sandes suchen. Du wirst deine Augen schulen müssen, um die Meister der Tarnung zu entdecken, die sich hier verstecken. Zwischen den Ablagerungen und kleinen Substratflecken findest du zum Beispiel Geisterpfeifenfische (Solenostomus sp.), die sich kaum von ihrer Umgebung unterscheiden lassen. Ihre Fähigkeit, sich perfekt in Seegras oder Federsterne einzufügen, macht jede Sichtung zu einem Erfolgserlebnis und erfordert ein geschultes Auge.
Ein weiteres Highlight, das du hier erwarten kannst, sind die farbenprächtigen Bänder-Muränen (Rhinomuraena quaesita), die ihre Köpfe aus dem Sand strecken. Ihre leuchtenden Farben bilden einen starken Kontrast zum dunklen Sandgrund und machen sie zu beliebten Motiven. Neben diesen auffälligen Bewohnern sind die sandigen Flächen von Beang Abang auch ein Hotspot für verschiedene Tintenfischarten. Du kannst hier nach cleveren Kraken Ausschau halten, die sich in Spalten und unter kleinen Felsen verbergen oder geschickt ihre Farbe ändern, um mit ihrer Umgebung zu verschmelzen, was ihre Beobachtung zu einem faszinierenden Erlebnis macht.
Die Vielfalt an Nacktschnecken (Nudibranchia) ist ebenfalls bemerkenswert. Diese kleinen, farbenfrohen Weichtiere schlängeln sich über den Sandgrund und präsentieren eine beeindruckende Palette an Formen und Mustern. Ihre leuchtenden Farben und komplexen Zeichnungen machen sie zu begehrten Motiven für Fotografen, die sich auf die Details des Meereslebens konzentrieren. Jede Nacktschnecke ist ein kleines Kunstwerk für sich und erfordert eine genaue Betrachtung, um ihre Schönheit vollständig zu erfassen.
Einer der begehrtesten Funde in Beang Abang ist der Haarfroschfisch (Antennarius striatus). Diese Meister der Tarnung sind für ihre außergewöhnliche Fähigkeit bekannt, sich perfekt in ihre Umgebung einzufügen, oft inmitten von Schwämmen oder Korallenfragmenten. Es erfordert ein scharfes Auge und Geduld, diese faszinierenden Fische zu entdecken, aber die Belohnung ist ein seltener und unvergesslicher Anblick, der die Einzigartigkeit dieses Muck-Tauchplatzes unterstreicht. Auch der Flamboyant Cuttlefish und der Mimic Octopus sind hier zu finden, was die Artenvielfalt der Cephalopoden unterstreicht.
Die Topographie des Tauchplatzes ist geprägt von einem sanft abfallenden Sandboden, der mit verstreuten Trümmern und kleinen Substratflecken durchsetzt ist, die den Lebewesen Verstecke bieten. Die maximale Tauchtiefe liegt bei 30 Metern, wobei die meisten interessanten Begegnungen im flacheren Bereich ab 8 Metern stattfinden. Die vulkanische Aktivität und der schwarze Sand schaffen eine einzigartige Ästhetik, die diesen Tauchgang zu einem besonderen Erlebnis macht, besonders für diejenigen, die die kleinen Dinge im Ozean lieben und die Ruhe eines Muck-Tauchgangs schätzen.
Beang Abang wird oft als ein Muss für Makro-Fotografen und Critter-Jäger bezeichnet, besonders für Nachttauchgänge, da viele der hier lebenden Kreaturen in der Dunkelheit aktiver werden. Die Kombination aus vulkanischem Sand, Hot Springs und der Fülle an seltenen und bizarren Lebewesen macht diesen Platz zu einem der führenden Muck-Tauchplätze in der Alor-Pantar-Region. Die Bedingungen sind in der Regel gut handhabbar, was ihn zu einem zugänglichen Ort für Taucher macht, die sich auf die Suche nach dem Besonderen begeben möchten.
Die Tauchtiefe in Beang Abang reicht von 8 bis 30 Metern. Der Platz ist für fortgeschrittene Taucher geeignet, die Erfahrung mit Muck-Umgebungen und variablen Strömungen in Alor haben, insbesondere für Makro- und Nachttaucher. Obwohl Alor für starke Strömungen bekannt ist, sind die Bedingungen in Beang Abang meist moderat und handhabbar, da der Platz primär für Makrotauchgänge genutzt wird. Die Sichtweite liegt zwischen 15 und 30 Metern. Die besten Bedingungen herrschen generell von März/April bis November/Dezember, mit Spitzenzeiten von April bis Juni und September bis November.
2 Tauchsafari-Boote starten ab Alor eine weitere Art, die Region zu entdecken, über mehrere Tage auf See.