Tauchsafaris · Indonesien
Dune Aurora – traditionelle Phinisi für Raja Ampat
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Dune Aurora verbindet den Charakter einer traditionellen Phinisi mit einem Tauchbetrieb für Raja Ampat, Kaimana und die Banda-See.
- Die Reise führt zu Putzerstationen für Mantarochen, Weichkorallengärten, Fischschwärmen und ausgesuchten Makroplätzen.
- Das Tauchdeck bietet viel Platz für Ausrüstung, getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras und mehrere Beiboote für flexible Einstiege.
- Nitrox, DIN-Adapter, Sidemount- und Rebreather-Tauchen sind an Bord möglich; Rebreather müssen angefragt werden.
- Vegetarische, vegane und glutenfreie Menüs gehören zu den Stärken der Bordküche.
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Die Einladung
Die Dune Aurora ist für Taucher interessant, die Raja Ampat nicht aus einem Hotelzimmer heraus erleben wollen. Sie fährt als traditionelle Phinisi durch den östlichen indonesischen Archipel und bringt ihre Gäste dorthin, wo Putzerstationen, Strömungsriffe und abgelegene Korallengärten liegen. Die Route kann Mantarochen bei Manta Sandy, Wobbegongs in Kaimana und winzige Tiere auf weißem Sand verbinden, ohne dass das Schiff selbst zum schwimmenden Luxusresort werden muss. Dafür gibt es ein klimatisiertes Salon, ein Sonnendeck, Kajaks und Stand-up-Paddles, aber der Mittelpunkt bleibt das Tauchdeck. Wer nach dem Tauchgang lieber lange am Kameratisch sitzt als an einer Poolbar, findet hier den passenden Rahmen. Die Reise eignet sich auch für Nichttaucher, die schnorcheln, paddeln oder an Land gehen möchten. Die hohe Bewertung für Verpflegung und Tauchen passt zu dem, was diese Phinisi ausmacht: wenig Show, viel Zeit im Wasser und eine Route mit echtem Kontrast zwischen Großfisch und Makro.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Dune Aurora nicht wie ein anonymes Kreuzfahrtschiff. Ihre traditionelle Phinisi-Form gibt ihr den Charakter eines Fahrzeugs, das für Inseln, Strömungen und lange Überfahrten gebaut wurde. Gleichzeitig ist der Ablauf an Bord klar auf Taucher zugeschnitten: Ausrüstung findet ihren Platz auf dem geräumigen Tauchdeck, die Beiboote übernehmen die kurzen Wege zu den Riffen, und nach dem Tauchgang führt der Weg direkt zurück an Bord. Im klimatisierten Salon wird es ruhig, auf dem Sonnendeck offen und windig. Während der Fahrt verändert sich der Blick ständig zwischen Inseln, Riffwasser und Horizont. Der Motor bleibt dabei Teil der Reise und erinnert daran, dass diese Unterkunft tatsächlich unterwegs ist. Wer ein völlig lautloses Boutiquehotel erwartet, sucht besser woanders. Wer morgens direkt am Tauchplatz aufwachen und abends nicht mehr ins Auto steigen möchte, versteht den Sinn dieser Phinisi schnell.
Die Stimmung an Bord
An Bord treffen höchstens so viele Menschen zusammen, dass man sich nicht nur beim Namen kennt, sondern auch weiß, wer auf kleine Schnecken wartet und wer beim Briefing immer nach der Strömung fragt. Das Verhältnis von Crew zu Gästen ist eng, und die Crew bleibt dadurch im Tagesablauf sichtbar: beim Wechsel ins Beiboot, beim Zurückkommen vom Tauchgang, beim Essen und bei kleinen Handgriffen dazwischen. Die Passagiere erleben die Dune Aurora als Schiff mit viel Platz zum Aufbauen und mit einem Ablauf, der nicht ständig um freie Ablagen kämpfen lässt. Abends sitzen Taucher im Salon oder draußen, vergleichen Aufnahmen und erzählen von dem Tier, das die andere Gruppe verpasst hat. Die Atmosphäre ist eher gemeinschaftlich als formell. Wer seine Ruhe möchte, findet sie auf dem Sonnendeck oder in der Kabine; wer Anschluss sucht, bekommt ihn meist schon beim ersten gemeinsamen Tauchgang.
Die Tauchplätze
Die Route verbindet Raja Ampat mit den Riffen von Kaimana und setzt stark auf den Wechsel zwischen Großfisch, Korallenlandschaft und Makro. Manta Sandy ist eine Putzerstation, an der sich Mantarochen unter den Augen von Tauchern und Schnorchlern sammeln. Mike’s Point reicht bis maximal 40 Meter und verbindet Fischschwärme, flache Korallen und Überhänge; hier können auch Adlerrochen und Napoleons auftauchen. Saruenus Island bringt Korallengärten im Strom, Teppichhaie und Wobbegongs. In Kaimana liegen Bo’s Rainbow bis 16 Meter, White Rock bis 14 Meter und Macro Rocks bis 20 Meter; dort geht es um Weichkorallen, Froschfische und Nudibranchien auf weißem Sand. Flasher Beach liegt bis 20 Meter und wird am späten Nachmittag wegen der Balz der Flasher-Lippfische besucht. Boulders bietet Felsformationen mit Gorgonien und Weichkorallen. Christmas Rock reicht bis 18 Meter und wird von Strömung, Fischschwärmen und Weichkorallen geprägt. Andy’s Point, Cape Kri, Melissa’s Garden bis 35 Meter, Blue Magic und Sardines ergänzen die Route mit Barrakudas, Pygmäen-Seepferdchen, Mantarochen, Wobbegongs und dichten Schwärmen. Die Fahrten reichen von sieben Tagen und sechs Nächten auf Raja Ampat Central bis zu dreizehn Tagen und zwölf Nächten auf Raja Ampat–Banda Sea; weitere Reisen führen zehn Tage und neun Nächte durch Raja Ampat Central/North, zwölf Tage und elf Nächte von Kaimana nach Sorong oder zwölf Tage und elf Nächte von Ambon nach Kaimana.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem an vielen Plätzen Rifffische, Zackenbarsche, Riffhaie, Schnapper, Süßlippen, Großmaul-Papageifische, Makrelen und Füsiliere. Nudibranchien und Pygmäen-Seepferdchen gehören zur kleinen Welt, für die man langsam werden muss; sie sind an mehreren Plätzen verzeichnet, nicht nur an einem einzelnen Riff. Der Reiz liegt in den Ausnahmen. Cape Kri ist der Platz für Weißspitzen-Riffhaie, während Blue Magic mit ozeanischen Mantarochen, Thunfischen und Hundszahn-Thunfischen lockt; die Strömung bringt dort auch große Räuber an das Riff. Saruenus Island kann mit Kastagnettenfischen überraschen. In Boulders liegen Glasfische, Muränen, Kugelfische und Rotfeuerfische zwischen den Felsblöcken. White Rock ist der gezielte Platz für Froschfische, Mike’s Point für Adlerrochen. Wer am späten Nachmittag Flasher Beach erreicht, sucht nicht einfach nach einem schönen Riff, sondern nach dem Balzritual der Flasher-Lippfische. Eine Begegnung bleibt eine Begegnung, keine Garantie.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew arbeitet lokal und international und spricht Englisch, Französisch, Chinesisch, Spanisch und Indonesisch. Das Verhältnis von Crew zu Passagieren liegt nahe bei eins zu eins, wodurch Hilfe beim Anrödeln, beim Einstieg und nach dem Auftauchen nicht zur Massenabfertigung werden muss. Die Guides organisieren die Tauchgänge über Briefings und Tauchgruppen; wie viele Taucher jeweils zusammengehen, hängt von der Route und den Bedingungen ab. Zur Sicherheitsausstattung gehören Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kästen, Funk, Satellitenkommunikation, Positionssender, Rettungsboote und Signalraketen. Die Crew ist in Erster Hilfe ausgebildet. Angaben zu einer verlangten Mindestzahl an Tauchgängen, zu einzelnen Guide-Qualifikationen oder zu einem Defibrillator liegen nicht vor. Für Anfänger ist die Begleitung wichtig, für erfahrene Taucher die Möglichkeit, über Nitrox, Sidemount oder Rebreather die eigene Ausrüstung und den eigenen Ablauf abzustimmen. Ein privater Guide kann zusätzlich gebucht werden.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist geräumig genug, um Ausrüstung aufzubauen und Zubehör zu lagern. Eine Plattform führt ins Wasser, und die Beiboote übernehmen die Einstiege an den Riffen sowie die Abholung dort, wo die Taucher auftauchen. Dafür stehen zwei sechs Meter lange Fiberboote mit Yamaha-Motoren und ein Rib mit 4,65 Metern Länge und Yamaha-Motor zur Verfügung. Nitrox ist für zertifizierte Taucher an Bord verfügbar; ein Nitrox-Brevet kann zusätzlich erforderlich sein. DIN-Adapter sind vorhanden. Rebreather können nach Anfrage berücksichtigt werden, ebenso Sidemount-Tauchen. Es gibt Spülbecken für die Tauchausrüstung und einen getrennten Spülbereich für Kameras, dazu Ladestationen und Außenduschen. Leihausrüstung ist möglich, konkrete Marken und Flaschengrößen werden jedoch nicht genannt. Sauerstoff ist als Sicherheitsausrüstung an Bord. Der praktische Vorteil liegt in den Beibooten: Der Ablauf muss nicht jedes Riff mit dem großen Schiff direkt anfahren.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf mehrere Ebenen. Im Schatten des Sonnendecks trocknen Handtücher und Anzüge, während auf dem offenen Deck Wind durch die nassen Haare geht. Wer fotografiert, kann sich an den vorgesehenen Platz zurückziehen und die Bilder sichten; für Kameras gibt es einen getrennten Spülbereich. Der klimatisierte Salon nimmt die Hitze aus dem Körper und eignet sich für ein Nickerchen, ein Gespräch oder ein paar Seiten aus der Bibliothek. Bei längeren Überfahrten bleiben Kajaks und Stand-up-Paddles eine Möglichkeit, die Inselwelt nicht nur vom Schiff aus zu sehen. Ein Nachmittag ohne Tauchgang muss hier nicht mit Programm gefüllt werden. Man kann an der Reling sitzen, die nächste Insel beobachten oder einfach die Beine hochlegen. Nach mehreren Tauchgängen ist genau das oft die wertvollste Ausstattung an Bord.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing, bevor das Wasser seinen Tagescharakter vollständig verändert hat. Danach folgen Tauchgang, Rückkehr mit dem Beiboot, Ausrüstung spülen, etwas essen und eine Pause, bevor der nächste Einstieg vorbereitet wird. Die Mahlzeiten schieben sich in diesen Ablauf, statt den Tauchbetrieb zu unterbrechen: Snacks bleiben erreichbar, größere Mahlzeiten werden zwischen den Wasserzeiten serviert. Während der Fahrt wechseln die Gäste vom Tauchdeck in den Salon oder aufs Sonnendeck; bei längeren Strecken wird aus der Oberfläche ein eigener Teil des Tages. Nach dem letzten Tauchgang werden Kameras gesichert, Logbücher ergänzt und die Sichtungen verglichen. Auf passenden Plätzen liegt ein später Nachmittagstauchgang wie bei Flasher Beach nahe, weil dann das Balzverhalten der Lippfische zu sehen ist. Ein fester Stundenplan steht nicht im Vordergrund. Der Ablauf richtet sich nach Tauchplatz, Strömung, Wetter und den Entscheidungen des Guides.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet lokale indonesische Gerichte mit westlichen Speisen und serviert die Mahlzeiten als Buffet oder à la carte. Nach den Tauchgängen gibt es Snacks über den Tag verteilt, dazu Wasser, Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke. Vegetarische, vegane und glutenfreie Menüs sind vorgesehen und werden nicht als nachträgliche Sonderlösung behandelt. Beim Abendessen können Wein und Bier dazukommen. Das ist auf einer Tauchwoche wichtiger, als es auf einer Speisekarte klingt: Wer mehrmals am Tag ins Wasser geht, braucht verlässliche Portionen, einfache Erreichbarkeit und Abwechslung, nicht kulinarische Artistik. Gegessen wird auch draußen, wenn es der Ablauf zulässt. Der Tisch wird zum Debriefing-Ort, an dem aus einzelnen Tauchgängen langsam eine gemeinsame Reise wird. Die sehr gute Bewertung der Verpflegung passt zu dieser Mischung aus Vielfalt, ordentlichen Portionen und Rücksicht auf unterschiedliche Ernährungsweisen.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Hauptdeck und haben ein eigenes Bad, Klimaanlage und Bullauge. Die Kategorien reichen von Standard- bis Superior-Kabinen; die Kabinen im Heck liegen näher am Maschinenbereich und können deshalb mehr vom Bordbetrieb mitbekommen. Nach einem langen Tauchtag ist das kein Ort für große Ansprüche an Wohnfläche, sondern ein privater Rückzugsraum mit Dusche, Handtüchern und täglicher Reinigung. Das eigentliche Raumgefühl entsteht draußen: auf dem Sonnendeck, im Salon oder an der Reling, wenn die Inseln langsam zurückbleiben. Wer nachts bei offenem Bullauge schläft, bekommt Meer und Schiff akustisch mit; wer Ruhe braucht, nutzt die Klimaanlage. Die Kabine muss vor allem zwei Dinge leisten: trockene Sachen aufnehmen und den Körper zwischen den Tauchgängen wieder in Ordnung bringen. Dafür ist die Dune Aurora zweckmäßig eingerichtet.
Standard-Kabine Mexico (#1)
Standard-Kabine Raja Ampat (#2)
Standard-Kabine Banda Sea (#3)
Standard-Kabine Bali (#4)
Standard-Kabine Alor (#5)
Standard-Kabine Komodo (#6)
Standard-Kabine Maldives (#7)
Superior-Kabine Red Sea (#8)
Superior-Kabine French Riviera (#9)
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Dune Aurora startet je nach Route in Sorong, Manokwari oder Ambon und endet in Sorong, Manokwari, Ambon oder Kaimana. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind eingeschlossen. Die genauen Transferabläufe werden vor der Reise mitgeteilt. Für die Anreise ist ein zusätzlicher Tag vorher sinnvoll, damit eine verspätete Verbindung nicht den Einstieg ins Schiff gefährdet.
Decksplan
- Baujahr
- 2007
- Jahr der Renovierung
- 2010
- Länge
- 42 m
- Breite
- 9 m
- Maximale Passagierzahl
- 18
- Anzahl Kabinen
- 9
- Anzahl Badezimmer
- 9
- Motoren
- Nissan 420 PS marinized
- Reisegeschwindigkeit
- 6-7 Knoten
- Beiboote
- 2 × 6 m GFK-Boote mit 2 × 40 PS Yamaha/Motor und 1 Rib 4,7 m mit 40 PS yamaha
- Webseite
- liveaboard.dune-world.com ↗
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