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Jan Thiel · Curaçao · Karibik

Max. Tiefe · 40 m

Marie Pampoen, Curacao: Das Unterwasser-Autofriedhof am Riff

Tauche ein in eine einzigartige Mischung aus farbenprächtigem Riff und einem bizarren Unterwasser-Autofriedhof, wo Wrackteile und Korallen ein neues Ökosystem bilden.

Was diesen Tauchplatz besonders macht

  • Einfacher Zugang über einen geschützten Strand.
  • Lebendiges, farbenprächtiges Riff in flachen Bereichen.
  • Umfangreicher „Carpile“ aus alten Autowracks ab 15 Metern.
  • Heimat von Barrakudas, Stachelkugelfischen und Muränen.
  • Transplantierte Elchhorn- und Hirschhornkorallen am Wellenbrecher.
  • Tieferer Bereich des Carpiles ist ideal für Tec-Taucher.

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Marie Pampoen der Tauchplatz im Überblick

Dein Tauchgang in Marie Pampoen beginnt entspannt im kleinen, geschützten Hafenbereich. Der bequeme Einstieg über den Strand macht diesen Platz auch für Taucher zugänglich, die nicht vom Boot aus starten möchten. Direkt vom Ufer aus tauchst du in eine lebendige Rifflandschaft ein, die sich allmählich in den tieferen Bereich schlängelt und dir ein Gefühl von Schutz und Entdeckung gleichermaßen vermittelt. Die ersten Meter sind ideal, um sich zu akklimatisieren und die flachen Korallenformationen zu bewundern.

Sobald du den geschützten Bereich hinter dir lässt, öffnet sich ein farbenprächtiges Riff. Hier, zwischen 5 und 12 Metern, dominieren Fingerkorallen und große Gorgonien das Bild. Du gleitest über ausgedehnte Felder von Hirschhornkorallen (Acropora cervicornis) und siehst eine Vielzahl farbiger Schwämme und Schwärme von Riffbarschen. Diese Zone ist eine Korallenkinderstube, die vital und voller Leben ist – ein klares Zeichen für ein gesundes Ökosystem, das sich ständig erneuert und entwickelt.

Entlang des Wellenbrechers offenbart sich eine weitere Besonderheit: Großflächige Elchhornkorallen (Acropora palmata) und weitere Hirschhornkorallen, die hier gezielt angesiedelt wurden, dominieren das Areal. Zwischen diesen prächtigen Korallenformationen halten sich Schulen von Fischen auf, die Schutz und Nahrung suchen. Achte auf die dunkelvioletten Eigelege von Sergeants Majors (Abudefduf saxatilis), die unermüdlich von den Elterntieren verteidigt werden, während du durch die belebte Unterwasserlandschaft schwebst.

Der Platz hält jedoch mehr bereit als nur üppige Riffe. Erfahrene Taucher finden tiefer, ab etwa 15 Metern, den sogenannten „Carpile“. Dies ist eine ungewöhnliche Ansammlung alter Autowracks und Metallschrott, die absichtlich versenkt wurde, um ein künstliches Riff zu schaffen. Diese Relikte aus den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts sind heute vollständig von Korallen, Schwämmen und Anemonen überzogen und bilden einen einzigartigen Lebensraum.

Der Carpile erstreckt sich bis unterhalb von 40 Metern und ist damit auch für tiefere Erkundungen interessant. Während du die verrosteten Karosserien und Stahlträger behutsam umrundest, entdeckst du eine Fülle von Bewohnern. Kleine Barrakudas (Sphyraena barracuda) durchkreuzen das Bild, Stachelkugelfische (Diodon holocanthus) verstecken sich zwischen den Spalten, und mit etwas Glück begegnest du Tarponen (Megalops atlanticus) oder Muränen (Muraenidae), die das Wrack als Unterschlupf nutzen. Hier jagen auch die invasiven Rotfeuerfische (Pterois miles), ein häufiger Anblick in diesen Tiefen.

Dieser tiefergelegene Abschnitte ist ein Magnet für eine vielfältige Fauna. Die Strukturen bieten nicht nur Schutz, sondern auch eine große Oberfläche für die Ansiedlung sessiler Organismen, welche wiederum eine Nahrungsgrundlage für eine ganze Reihe von Riffbewohnern darstellen. Die Mischung aus natürlichem Riff und künstlichem Lebensraum schafft eine bemerkenswerte Biodiversität, die diesen Tauchgang besonders macht. Du siehst, wie die Natur selbst gemachte Strukturen der Menschen zurückerobert.

Tauchen in Marie Pampoen: die Unterwasserwelt

Tauchbedingungen

Für die flacheren Riffbereiche von Marie Pampoen, bis etwa 12 Meter Tiefe, ist der Tauchplatz schon ab dem Open Water Diver Brevet zugänglich. Möchtest du jedoch den tieferen „Carpile“ erkunden, der bei 15 Metern beginnt und bis über 40 Meter hinabreicht, ist ein Advanced Open Water Diver Niveau oder sogar eine technische Ausbildung erforderlich. Um den Carpile sicher zu betauchen, solltest du mindestens 50 geloggte Tauchgänge und Erfahrung mit tieferen Tauchgängen mitbringen. Die Strömung ist in der Regel moderat, was den Abstieg und die Erkundung der Wrackteile erleichtert.

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