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Martinique · Karibik

Tauchen Les Trois Ilets: Riffe, Canyons und das Wrack Nahoon

Korallenhänge, Unterwasser-Canyons und das auf 36 Metern ruhende Dreimastwrack Nahoon prägen die Tauchgänge vor Les Trois Ilets.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Das Wrack Nahoon auf 36 Metern Tiefe
  • Unterwasser-Canyons am Cap Enragé bis 25 Meter
  • Les petites et les grandes Jorasses bis 60 Meter
  • Meeresschildkröte an mehreren sanften Korallenhängen
  • Kleine Frachtschiffwrackstruktur an der Anse 3 Airs
  • Leichte Drift an der Anse Dufour
  • Ruhige Buchten wie die Crique Abricot
  • Ruhigste See von August bis Oktober

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Überblick

Les Trois Ilets verbindet flache, geschützte Buchten mit markanten Unterwasserlandschaften und einem anspruchsvolleren Wracktauchgang. Anse Dufour, Jardin de Salomon und L'arbre mort führen über sanft abfallende Korallen- und Felsbereiche, während Cap Enragé seine Canyons bis 25 Meter öffnet. Für erfahrene Taucher setzt das Wrack Nahoon auf 36 Metern einen klaren Schwerpunkt. Wer Strömung sucht, findet sie regelmäßig an Les petites et les grandes Jorasses; wer entspannt beobachten möchte, bleibt an den flacheren Plätzen.

Tauchen vor Ort

Das Gelände reicht von flachen Buchten und sandigen Plateaus bis zu Korallenhängen, Felsgeröll, Abbrüchen und tiefen Sandcirques. Anse 3 Airs verbindet diese Landschaft mit einem kleinen Frachtschiffwrack zwischen 3 und 11 Metern. Am Cap Enragé führen Unterwasser-Canyons durch einen Bereich bis 25 Meter, während Les petites et les grandes Jorasses bis 60 Meter abfallen und regelmäßige Strömungen mitbringen. Dort können die Tauchgänge dynamisch und anspruchsvoll werden. Anse Dufour bietet dagegen eine leichte Strömung für einen ruhigen Driftgang. Viele andere Plätze bleiben schwach durchströmt oder geschützt, darunter Crique Abricot, L'arbre mort und Cap Tranquille. Die Sicht kann an einzelnen Plätzen bis 25 Meter erreichen; am Nahoon werden bis zu 30 Meter genannt. Das Wrack liegt auf 36 Metern und ist als eigenständiger Tiefgang zu planen.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Meeresschildkröte gehört zu den auffälligen Begegnungen an den Korallenhängen von Anse Dufour, Pointe de la baleine, Jardin de Salomon, L'arbre mort, La pointe de la Lézarde und Cap Tranquille. In Felsgeröll, Gorgonien und Schwämmen lassen sich außerdem Krake, Papageifisch, Kaiserfisch, Muräne, Languste und Stechrochen beobachten. Spirographen, Meereswürmer und Seespinnen lohnen den genaueren Blick an den flacheren Plätzen. Im freien Wasser oder an den tieferen Reliefs treten Großer Barrakuda, Königsmakrele, Sardinen, Großaugen-Stachelmakrelen und Feder-Stachelmakrelen hinzu. Die Angaben nennen keine eigene Passagezeit für einzelne Arten. Die ruhigste See von August bis Oktober erleichtert jedoch langsames Suchen, Fotografieren und das Beobachten der residenten Fauna.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wird von August bis Oktober gemessen; für Tauchgänge mit möglichst wenig Welleneinfluss ist diese Zeit deshalb besonders schlüssig. Die geringsten Niederschläge werden von Dezember bis Mai verzeichnet. Wer zwischen ruhiger Wasseroberfläche und trockenerer Reisezeit abwägen möchte, muss daher unterschiedliche Vorteile gegeneinander stellen. Die Tauchplätze selbst sind nicht auf eine kurze Saison beschränkt: Das Nahoon wird als ganzjährig betauchbar beschrieben. Für die Planung zählt außerdem der konkrete Platz. Geschützte Buchten wie Crique Abricot oder ruhige Bereiche an Cap Enragé reagieren anders als die regelmäßig strömungsbeeinflussten Jorasses.

Diese Küste ist Sargassum-Anlandungen ausgesetzt, deren Ausmaß von Jahr zu Jahr stark schwankt. Mehr dazu im Kasten „Sargassum-Warnung“ auf dieser Seite.

Erforderliches Niveau

Die flachen Plätze sprechen auch Anfänger an: Anse 3 Airs, Jardin de Salomon, L'arbre mort, La pointe de la Lézarde und Crique Abricot reichen von einfachen Uferprofilen bis zu moderaten Tiefen. Für das Nahoon werden mindestens CMAS-Niveau 2 oder PE40 genannt; dieser Tauchgang verlangt wegen der Tiefe von 36 Metern eine passende Erfahrung. Les petites et les grandes Jorasses sind wegen regelmäßiger Strömungen eher eine Aufgabe für sichere, erfahrene Taucher. Das übrige Gebiet lässt sich je nach Platz auf unterschiedlichen Ausbildungsstufen tauchen.

Vor Ort

Für Reisende aus Frankfurt, München und Düsseldorf beginnt die Planung mit der Verbindung nach Martinique und der anschließenden Anfahrt nach Les Trois Ilets. Die drei Abflugorte sollten dabei gleich zu Beginn verglichen werden, weil Umsteigeverbindungen und Anschlusszeiten den Reisetag unterschiedlich belasten können. Für ein Tauchprogramm mit mehreren frühen Ausfahrten ist eine Unterkunft in der Nähe des örtlichen Zentrums organisatorisch sinnvoll; so bleiben Wege am Morgen kurz. Die Tauchplätze liegen vor der Küste von Les Trois Ilets und werden in der lokalen Planung den jeweiligen Bedingungen zugeordnet. Besonders bei Nahoon und Jorasses sollte der Ablauf nicht mit flachen Anfängertauchgängen verwechselt werden.

Tipps von Ortskundigen

Die Platzwahl sollte konsequent nach dem gewünschten Tauchgang erfolgen. Für einen ruhigen Einstieg passen Crique Abricot, Jardin de Salomon oder L'arbre mort; an der Anse Dufour ist die leichte Strömung Teil des Erlebnisses und kein Anlass, den Platz wie einen stehenden Rifftauchgang zu planen. Wer das Nahoon einplant, sollte den Brevetnachweis für CMAS-Niveau 2 oder PE40 bereithalten und den 36-Meter-Tauchgang nicht mit den flachen Buchten aneinanderreihen. Les petites et les grandes Jorasses verdienen einen eigenen Planungstag, weil regelmäßige Strömungen und Tiefen bis 60 Meter den Charakter bestimmen. Für Fotografie und kleine Tiere sind die flachen Korallenbereiche sinnvoller als ein tiefer Strömungstauchgang. August bis Oktober bietet die ruhigste See; wer in dieser Zeit reist, kann die bewegteren Plätze leichter in die Tagesplanung einordnen. Die Crique Abricot eignet sich zudem, wenn ein geschützter Tauchplatz für Familien oder weniger erfahrene Begleiter gebraucht wird.

Den Aufenthalt planen

Ein Aufenthalt lässt sich sinnvoll zwischen flachen Korallenplätzen, einem gezielten Wracktauchgang und einem strömungsreicheren Ausflug zu den Jorasses aufteilen. Für die ersten Tauchgänge bieten sich Anse 3 Airs, Jardin de Salomon oder L'arbre mort an. Danach folgen Nahoon, Cap Enragé oder die tieferen Bereiche von Piscine de Salomon. Ein Reservetag ist besonders hilfreich, wenn die Planung zwischen ruhigen Buchten und den regelmäßig strömenden Jorasses unterscheiden soll.

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