
Martinique Plongée
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7,8 km entfernt Luftlinie
Les Trois Ilets · Martinique · Karibik
Max. Tiefe · 60 mEin vulkanisches Kap, das flaches Plateau und eine tiefe Wand mit starkem Fischreichtum vereint.
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Pointe Burgos ist ein vulkanisches Kap, das sich als sanft abfallendes Korallenplateau weit in das Karibische Meer erstreckt. Der Einstieg erfolgt in sehr flachem Wasser zwischen drei und fünf Metern Tiefe, wo das Gelände aus felsigem Schutt, großen Blöcken und tektonischen Verwerfungen besteht. Diese Struktur bietet eine interessante Orientierung beim Schwimmen entlang des Hangs. Das Plateau dient als natürlicher Übergangsbereich, bevor das Gelände in den eigentlichen Drop-off übergeht. Hier beginnt der Übergang von der geschützteren Zone zur exponierten Wand.
Der Abstieg führt über das Plateau hinunter in eine Tiefe von etwa 12 bis 20 Metern. In diesem Bereich bricht das Gelände abrupt ab und geht in tiefe Fissuren und eine steile Wand über. Die Wand fällt in den offenen Ozean ab und erreicht Tiefen von 50 bis 60 Metern. Dieser dramatische Abhang ist das markanteste Merkmal des Tauchplatzes und prägt das gesamte Taucherlebnis. Die vertikale Struktur sorgt für eine ständige Interaktion zwischen dem flachen Riff und den Tiefen des Karibischen Meeres.
Die exponierte Lage des Kaps an der Grenze zum offenen Meer macht Pointe Burgos zu einem dynamischen Standort. Die Strömung ist hier ein entscheidender Faktor, der die Sichtweite und das Verhalten der Tiere beeinflusst. Während die Bereiche auf dem Plateau oft ruhiger sind, können die Bedingungen direkt an der Wand durch Wind, Wellengang oder Gezeiten deutlich anspruchsvoller werden. Diese Dynamik ist jedoch auch der Grund für die hohe Artenvielfalt. Die Strömung bringt Nährstoffe heran, die das Leben an der Wand begünstigen.
In den tieferen Bereichen der Wand findest du eine beeindruckende Vielfalt an sesshaften Organismen. Verschiedene Arten von Gorgonien und Schwämmen besiedeln die Felswände und bieten Lebensraum für kleinere Bewohner. Die Struktur der Wand ermöglicht es, zwischen den verschiedenen Tiefenzonen zu wechseln und dabei immer wieder neue Details zu entdecken. Das Licht spielt hier eine wesentliche Rolle, da es mit zunehmender Tiefe die Farben des Riffs verändert. Die vertikale Ausrichtung des Platzes macht ihn besonders attraktiv für Weitwinkelaufnahmen.
Die Fauna am Plateau und entlang der Wand ist dicht besiedelt. Du triffst hier regelmäßig auf Grüne Meeresschildkröten und Echte Karettschildkröten, die oft in der Nähe der Korallenstrukturen zu finden sind. Schwärme von French Grunt, Bar Jack und diverse Meerbrassen ziehen durch das Wasser. Auch kleinere Bewohner wie der gezackte Muränenfisch oder die Karibische Languste sind in den Spalten und Felsstrukturen zu entdecken. Diese Arten sind fest in der lokalen Riffstruktur etabliert.
Ein besonderes Merkmal von Pointe Burgos ist das Auftreten pelagischer Arten, die durch die exponierte Position angezogen werden. In den Strömungen kannst du oft Makrelen, Bonitos und große Barrakudas beobachten, die über das Riff ziehen. Auch Rochen wie der Südliche Stechrochen oder der Fleckmaßchen-Rochen (Spotted Eagle Ray) lassen sich hier häufig am Boden oder in der Schwebe finden. Diese Begegnungen machen den Platz zu einem Ziel für Taucher, die das Leben im offenen Wasser suchen.
Für die Beobachtung größerer Tiere bietet die Wand eine gute Ausgangslage. Gelegentlich lassen sich in der Nähe der Klippen auch Haie wie der Sandtigerhai (Nurse Shark) beobachten. Die Kombination aus der Tiefe der Wand und der Strömung sorgt dafür, dass die Sichtweite oft zwischen 20 und 30 Metern liegt. Dies ermöglicht eine klare Sicht auf die großen Strukturen und die Tiere, die im Blau oder entlang der Wand operieren. Die Kombination aus Riff und offenem Wasser macht diesen Ort zu einem der biologisch aktivsten Gebiete der Region.
Die Orientierung am Platz ist durch die klare Trennung zwischen Plateau und Wand relativ einfach, erfordert aber eine gute Tarierung. Besonders beim Verweilen an der Wand ist es wichtig, die Strömung im Blick zu behalten, die am Drop-off zunehmen kann. Wer sich am Plateau bewegt, findet eine stabilere Umgebung, während die tieferen Abschnitte mehr Erfahrung in der Tiefensteuerung verlangen. Die Topographie lädt dazu ein, die verschiedenen Ebenen systematisch zu erkunden.
Die Tiefe reicht von 3 bis 60 Metern. Das erforderliche Level ist Open Water mit guter Tarierung; für die tieferen Wandabschnitte wird das Advanced-Level empfohlen. Die Strömung ist variabel und kann an der exponierten Wand je nach Wind, Wellengang und Gezeiten von leicht bis stark sein. Die erwartete Sichtweite liegt zwischen 20 und 30 Metern.