
Viking Divers
★ 4,9/5 (189 Bewertungen)
36 km entfernt Luftlinie
Larnaca · Zypern · Mittelmeer
Max. Tiefe · 18 mTauche ein in die steilen Felswände des Canyons, wo sich Muränen und Kraken in den Spalten verstecken und Stachelrochen im Sand lauern.
Der Tauchplatz Canyon bei Larnaca beginnt mit einem herausfordernden Einstieg, der oft eine kleine Leiter erfordert und gute körperliche Verfassung voraussetzt. Sobald du unter Wasser bist, führen die steilen, felsigen Wände der Schlucht hinab zu einem sandigen Grund, der die eigentliche Topographie des Canyons offenbart – eine schmale, zerklüftete Spalte, die sich zum offenen Meer öffnet. Dieser Bereich bietet nicht nur dramatische Felsformationen, sondern auch schmale Durchgänge, die den Tauchgang zu einem abwechslungsreichen Erlebnis machen.
Der Tauchgang folgt einem klaren Profil: Nach dem Abstieg erreichst du eine maximale Tiefe von 18 Metern. Eine Rechtsdrehung führt dich entlang einer beeindruckenden Steilwand, reich an Verstecken und Überhängen, wo du dich umsehen solltest. Alternativ kannst du auf einem Kurs von 190 Grad einen kleinen Felsnadel erreichen, der isoliert aus dem sandigen Grund aufragt und oft ein Treffpunkt für kleinere Fischschwärme ist. Die wechselnde Topographie erlaubt es dir, sowohl die Wand als auch den sandigen Boden in einem einzigen Tauchgang zu erkunden.
Entlang der Wand findest du zahlreiche Muränen (Muraenidae), die aus ihren felsigen Unterschlüpfen lugen, und Kraken (Octopus vulgaris), die sich meisterhaft in den Spalten und Ritzen tarnen. Halte Ausschau nach den scheuen Stachelrochen (Dasyatidae), die sich oft im沙igen Bereich aufhalten und geduldig auf Beute warten. Der Canyon ist bekannt dafür, dass hier regelmäßig Stachelrochen gesichtet werden, manchmal auch bei ihrem Balzverhalten.
Neben den größeren Bewohnern beleben Schwärme von Fischmoos (Chromis chromis), Soldatenfischen (Myripristis murdjan) und Demoisellen (Dascyllus) die Unterwasserlandschaft. Zwischen den Felsformationen und Korallenköpfen suchen sie Schutz und Nahrung. Auch die farbenprächtigen Papageifische (Sparisoma cretense) und Meerpfauen (Thalassoma pavo) sind hier häufig vertreten, ihre lebhaften Farben bilden einen schönen Kontrast zur kargen Felslandschaft.
Ein besonderes Merkmal des Canyons sind drei kleine Inseln, die dicht mit Seegräsern bewachsen sind. Diese Seegraswiesen stellen ein eigenes Ökosystem dar, das voller Leben steckt und eine lohnende Erkundung verspricht. Hier kannst du neben Jungfischen auch verschiedene Arten von Goldsardinen (Spicara maena), Gebänderte Putzerlippfische (Coris julis) und mit etwas Glück auch Meeresschildkröten (Chelonioidea) beobachten, die an den Blättern der Seegräser grasen oder sich ausruhen.
Die Lichtverhältnisse im Canyon sind besonders in den Morgenstunden bemerkenswert. Wenn die Sonne in die Schlucht fällt, taucht sie die Felswände in leuchtende Farben und schafft ein dramatisches Spiel aus Licht und Schatten. Dies bietet Unterwasserfotografen motivierende Bedingungen, um die einzigartige Ästhetik des Canyons und seiner Bewohner festzuhalten, besonders im Bereich des ‚zweiten Canyons‘, der für seine intensiven Farben bekannt ist.
Die geografische Lage des Canyons, an der Küste von Ayia Napa gelegen, bedeutet auch, dass du bei diesem Tauchgang oft von den lokalen Strömungen mitgenommen wirst, die entlang der Küste in Richtung Protaras ziehen können. Dies ermöglicht oft einen entspannten Strömungstauchgang, bei dem du dich einfach treiben lassen und die vorbeiziehende Landschaft und Fauna genießen kannst, ohne aktiv gegen die Strömung schwimmen zu müssen.
Dieser Tauchgang im Canyon ist für Taucher aller Niveaus geeignet, mit einer maximalen Tiefe von 18 Metern, aber der Einstieg erfordert Fitness und kann herausfordernd sein, inklusive dem Gebrauch einer Leiter. Obwohl der Platz generell zugänglich ist, sind Taucher mit Erfahrung im Manövrieren in engen Passagen klar im Vorteil. Die beste Periode für diesen Tauchgang ist von Juni bis September. Die Wassertemperatur liegt während dieser Monate zwischen 25 °C und 27 °C. Strömungen können vorhanden sein, was oft entspannte Strömungstauchgänge ermöglicht.

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