Tauchsafaris · Australien
Rodney Fox – Expeditionsschiff für Weiße Haie
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Rodney Fox fährt zu den Weißen Haien der Neptune Islands vor South Australia.
- An Bord stehen Oberflächenkäfig und der einzige Ocean-Floor-Käfig dieser Art weltweit zur Verfügung.
- Auch ohne Tauchschein ist der Einstieg in den Oberflächenkäfig möglich.
- Die Reise verbindet Käfigtauchen, Forschungsgespräche, Inselgänge und Begegnungen mit Seelöwen.
Die Einladung
Die Rodney Fox ist kein gewöhnliches Tauchsafarischiff, das nebenbei Haie ansteuert. Ihre ganze Reise ist auf die Begegnung mit Weißen Haien ausgerichtet. Dafür bleibt sie mehrere Tage bei den Neptune Islands, statt nach einem kurzen Ausflug wieder in den Hafen zurückzukehren. Der entscheidende Grund, an Bord zu gehen, ist der Ocean-Floor-Käfig: Bis zu drei zertifizierte Taucher steigen mit einem Tauchprofi etwa 20 Meter tief ab und beobachten die Haie in ihrem Lebensraum, zwischen Felsen, Sand und Seegras. Wer nicht taucht, kommt im Oberflächenkäfig ebenso nah an die Tiere heran. Gesucht wird hier nicht der schnelle Fotomoment, sondern Zeit im Wasser, um das Verhalten der Haie zu beobachten. Dazu kommen Seelöwen, Inselgänge und Gespräche über Forschung und Schutz. Diese Reise passt zu Menschen, die Haie nicht nur sehen, sondern besser verstehen wollen.
An Bord gehen
Beim Einsteigen wirkt die Rodney Fox wie das, was sie ist: ein Arbeits- und Expeditionsschiff, kein auf Hochglanz gebautes Kreuzfahrtschiff. Der Stahlrumpf und die drei Ebenen geben ihr eine robuste, zweckmäßige Erscheinung. Vom Kai aus fällt vor allem auf, dass hier alles auf das Meer und die Käfige ausgerichtet ist. Der Tender liegt bereit für Inselrundfahrten und Seelöwen-Ausflüge, während oben ein eigener Bereich zum Beobachten der Haie offensteht. Innen führt der Weg in einen offenen Salon mit angrenzender Kombüse und Bar. Dort sitzen später Taucher, Schnorchler und Nichttaucher zusammen, statt sich auf verschiedene Bereiche zu verteilen. Die Rodney Fox trägt die Spuren eines Schiffs, das nicht nur Unterkunft, sondern Plattform für Forschung und Tierbeobachtung ist.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht schnell eine kleine Expeditionsgruppe, weil alle auf dasselbe Ereignis warten: den nächsten Weißen Hai am Käfig. Die Crew führt nicht nur durch die Abläufe, sondern erklärt, was im Wasser passiert und warum die Tiere sich so bewegen. Bis zu sieben Crewmitglieder kümmern sich um die Gäste; gesprochen wird Englisch. Abends gibt es weitere Vorträge über Weiße Haie, Verhalten und Forschung, oft ergänzt durch Bilder und persönliche Erfahrungen aus Jahrzehnten auf dem Wasser. Die Atmosphäre bleibt dabei näher an einer Arbeitsgemeinschaft als an einem Unterhaltungsprogramm. Wer gerade nicht im Käfig ist, schaut von oben zu, spricht über die Sichtung oder nimmt an einem Inselgang teil. Auch Nichttaucher gehören selbstverständlich zur Gruppe. Das Schiff lebt von gemeinsamer Aufmerksamkeit, nicht von Animation.
Die Tauchplätze
Die Expedition führt von Port Lincoln zu den Neptune Islands im Neptune Islands Marine Park. Die Überfahrt wird überwiegend nachts gefahren, damit tagsüber mehr Zeit für Käfiggänge, Inselgänge und Tierbeobachtung bleibt. Am ersten Tag führt die Route durch die Thorny Passage nach Hopkins Island, wo wetterabhängig ein Aufenthalt zum Schnorcheln oder Tauchen mit Australischen Seelöwen möglich ist. Danach geht es weiter zu den Neptune Islands, wo die Käfige vorbereitet und die Ausrüstung geprüft wird. Die weiteren Tage bleiben flexibel und richten sich nach Wetter, Seegang und der Aktivität der Haie. Benannte einzelne Tauchplätze mit geprüften Tiefen liegen für diese Route nicht vor. Der Ocean-Floor-Käfig wird vor den Neptune Islands verankert und führt ungefähr 20 Meter hinab.
Was man unter Wasser trifft
Das eigentliche Schauspiel dieser Route sind die Weißen Haie, die am Oberflächenkäfig vorbeiziehen, darunter kreisen oder aus dem blauen Wasser aufsteigen. Im Ocean-Floor-Käfig öffnet sich zusätzlich ein Stück ihres Lebensraums: Felsvorsprünge, weißer Sand, Seegras, Riffische, Rochen und Große Blaue Zackenbarsche liegen in der Umgebung, bevor ein Hai aus dem offenen Wasser erscheint. Bei den Neptune Islands können außerdem Langnasen-Seebären, Australische Seelöwen und zahlreiche Seevögel beobachtet werden. Die Seelöwen lassen sich wetterabhängig bei Hopkins Island oder während eines Inselausflugs erleben; die Seebären gehören zur Tierwelt rund um die Neptune Islands. Welche Begegnung entsteht, bleibt Sache des Meeres. Genau das macht die Beobachtung glaubwürdig: Die Tiere werden nicht gefüttert, und ihr Verhalten wird nicht für einen kurzen Auftritt erzwungen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgänge werden von qualifizierten Tauchprofis begleitet und überwacht. Für den Oberflächenkäfig ist kein Tauchschein und keine Erfahrung nötig; jeder Gast wird vorher eingewiesen und kann selbst entscheiden, wann er ins Wasser geht. Die Crew drängt niemanden und sorgt dafür, dass alle Gäste ihren Anteil an der Käfigzeit bekommen. Für den Ocean-Floor-Käfig ist mindestens PADI Open Water oder eine gleichwertige Zertifizierung erforderlich. Dort steigt ein Tauchprofi mit bis zu drei Gästen ab. Die Briefings erklären den Ablauf, die Position im Käfig und das Verhalten im Wasser. Die Bordsprache ist Englisch. Eine genaue Zahl der Guides pro Tauchgruppe sowie Angaben zu Sauerstoff, Defibrillator und Rückrufsystem sind nicht genannt; festgehalten ist eine vollständige Sicherheitsausstattung an Bord.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der Mittelpunkt der Rodney Fox. Die Gäste steigen dort in den Oberflächenkäfig ein, der vier Personen bequem aufnimmt; für den Ocean-Floor-Käfig begleiten Tauchprofis bis zu drei zertifizierte Taucher in etwa 20 Meter Tiefe. Ein Tender bringt die Gäste zu Inseln und zu Seelöwen-Ausflügen und unterstützt die Tauchgänge. Für die Gerätetaucher stehen 12-Liter-Flaschen und Blei bereit. Eine Ausrüstung kann gegen Aufpreis gemietet werden. Nitrox ist nicht verfügbar, und technisches Tauchen gehört nicht zum Konzept dieser Expedition. Angaben zu Flaschenmaterial, Ventilstandard, Füllanlage, Fototisch oder Spülbecken liegen nicht vor. Die eigentliche Besonderheit ist ohnehin nicht eine lange Ausrüstungsliste, sondern die Kombination aus Oberflächenkäfig und Ocean-Floor-Käfig: Man wird nicht einfach zu einem Riff gefahren, sondern in eine geschützte Beobachtungsposition mitten im Lebensraum der Haie gebracht.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Käfiggängen verteilt sich die Zeit über das Schiff. Im offenen Salon lässt sich essen, lesen oder ein Forschungsgespräch verfolgen; an Deck bleibt der Blick bei den Haien, die unter der Oberfläche auftauchen können. Der Tender bringt die Gruppe zu den Neptune Islands, zu Seelöwen und zu Landgängen, wenn Wetter und Ablauf es erlauben. Auf Hopkins Island kann ein einstündiger Aufenthalt zum Schnorcheln oder Tauchen mit Australischen Seelöwen führen. Wer lieber an Bord bleibt, beobachtet das Wasser oder zieht sich in die Kabine zurück. Am Abend kommen weitere Gespräche über Weiße Haie hinzu. Die Pausen sind damit nicht bloß Wartezeit, sondern Teil der Beobachtung: draußen die Inseln und Tiere, drinnen Bilder, Erfahrungen und das Wissen der Crew.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit einer Einweisung, bevor der Oberflächenkäfig ins Wasser geht. Die Gäste wechseln sich dort ab, beobachten die Haie zunächst von oben und steigen ein, wenn sie bereit sind. Danach folgen weitere Käfiggänge; zertifizierte Gerätetaucher können mit einem Tauchprofi in den Ocean-Floor-Käfig absteigen. Dazwischen liegen Buffetmahlzeiten, Gespräche und Zeit auf dem Beobachtungsdeck. Je nach Wetter fährt der Tender zu den Seelöwen oder zu einem Inselgang, während das Schiff selbst vor den Neptune Islands liegt. Am Abend werden Bilder gezeigt und Vorträge über das Verhalten der Weißen Haie gehalten. Später wird es ruhiger, die Gäste ziehen sich zurück, und die Rodney Fox fährt häufig während der Nacht zum nächsten Abschnitt der Expedition. Feste Uhrzeiten für Wecken, Tauchgänge oder Nachttauchgänge sind nicht angegeben.
Was man an Bord isst
Gegessen wird in Buffetform, mit westlichen und lokalen Gerichten. Warme und kalte alkoholfreie Getränke sowie Snacks stehen über den Tag bereit; Ernährungswünsche können berücksichtigt werden. Das passt zu einer Reise, bei der die Mahlzeiten nicht lange inszeniert werden müssen. Nach dem Käfiggang oder einer Fahrt mit dem Tender nimmt man sich, was gerade passt, setzt sich in den Salon und bleibt vielleicht noch wegen des Gesprächs über den letzten Hai. Das Essen muss satt machen und den Tag tragen. Gerade auf See ist ein verlässliches Buffet wertvoller als eine komplizierte Speisekarte, weil niemand weiß, wann der nächste Einstieg in den Käfig möglich wird.
Die Nächte auf See
Die Nächte sind schlicht und funktional. Die Kabinen liegen auf dem Ober- oder Unterdeck; oben gibt es Doppel- beziehungsweise Etagenbett-Kombinationen, unten zwei Einzelbetten mit etwas mehr Bewegungsraum. Nur die Masterkabine hat ein eigenes Bad. In den übrigen Kabinen werden die sanitären Anlagen geteilt, wobei weitere Duschen am Tauchdeck zur Verfügung stehen. Heiße Duschen sind nach einem langen Tag im Wasser mehr als ein Komfortdetail. In der Kabine gibt es einen Fernseher mit DVD-Player, doch der eigentliche Abend spielt meist außerhalb: nasse Ausrüstung trocknet, Gespräche drehen sich um den letzten Hai, und durch das Schiff läuft noch der Tag. Wer absolute Ruhe und ein eigenes Bad erwartet, sollte die Masterkabine wählen. Wer mit einer zweckmäßigen Koje und gemeinschaftlichen Bädern zurechtkommt, bekommt eine Nacht näher an der Expedition als am Hotel.
Zweibettkabine
Doppelkabine Zweibett
Master-Suite
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Expedition beginnt und endet in Port Lincoln. Die geplante Gruppenbeförderung zwischen Marina beziehungsweise Marina-Hotel und dem Schiff ist eingeschlossen. Für die Einschiffung werden die Gäste im Marina Hotel in Port Lincoln um 10:15 Uhr abgeholt; um 10:30 Uhr beginnt das Boarding. Die Rückkehr nach Port Lincoln und das Ausschiffen sind bis 20:00 Uhr vorgesehen. Eine Anreise am Vortag lässt mehr Luft, falls der Flug oder die Fahrt nach Port Lincoln verspätet ist.
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Begegnungen mit den Weißen Haien folgen einem Haifisch-Ansatz: Natürlicher fischbasierter Duft lockt die Tiere an, ohne sie gezielt zu füttern oder zu verletzen. Die Expeditionen tragen außerdem zur laufenden Forschung bei, unter anderem durch Beobachtung, individuelle Identifizierung und die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. Die eingesetzten Tracker-Tags sind nicht invasiv. Konkrete Maßnahmen zu Plastik, Energie, Abwasser oder Ankern sind für dieses Schiff nicht beschrieben.
- Länge
- 32 m
- Breite
- 7,6 m
- Maximale Passagierzahl
- 18
- Anzahl Kabinen
- 10
- Beiboote
- × 1
- Webseite
- rodneyfox.com.au ↗
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