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Tahiti · Französisch-Polynesien · Pazifik

Max. Tiefe · 43 m

La Marado Tahiti: Wandtauchgang an der Außenwand von Tahiti Iti

Ein steiler Riffabfall mit ausgedehnten Gorgonienfeldern und charakteristischen Canyons an der Südostküste von Tahiti Iti.

Was diesen Tauchplatz besonders macht

  • Ausgedehnte Gorgonienfelder ab 20 Metern Tiefe
  • Komplexe Topographie mit Canyons und Schornsteinen
  • Sichtweite von 20 bis 30 Metern
  • Begegnungen mit Spitzenflossen-Riffhaien
  • Markanter Gipfel am Oti Point
  • Typischer Außenwand-Tauchgang für Tahiti Iti

La Marado der Tauchplatz im Überblick

La Marado liegt an der Ozeanseite von Tahiti Iti und markiert den Übergang vom Riffplateau zum steilen Abfall in den offenen Ozean. Dieser Standort ist als klassische Außenwand definiert, die sich über eine beträchtliche Länge entlang des Riffhangs erstreckt. Taucher steigen meist vom Boot aus am äußeren Riffhang ein und folgen der Wandstruktur durch das aufsteigende Wasser. Die Topographie zeichnet sich durch eine Mischung aus massiven Korallenwänden, tiefen Schluchten und kleinen natürlichen Kavernen aus. Ein markanter Gipfel, der lokal als Oti Point bekannt ist, bildet einen zentralen Orientierungspunkt während des Tauchgangs entlang des Abfalls.

Das Profil des Tauchgangs führt dich durch verschiedene Zonen des Riffhangs, wobei die Tiefe zwischen 18 und 43 Metern variiert. Du bewegst dich entlang der vertikalen Strukturen, die durch zahlreiche Spalten und Schornsteine unterbrochen werden. Diese natürlichen Formationen bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Organismen und verändern das Lichtspiel an der Wand ständig. In tieferen Abschnitten kannst du sandige Bereiche am Fuß der Wand finden, auf denen sich spezialisierte Arten aufhalten. Der Abstieg erfolgt oft in einem leichten Drift entlang der Wand, was die Navigation entlang der Strukturen erleichtert.

Die visuelle Beschaffenheit des Platzes wird maßgeblich durch die Vegetation bestimmt, insbesondere durch die ausgedehnten Felder von Gorgonien, die ab etwa 20 Metern Tiefe dominieren. Diese Farn-ähnlichen Schwämme überziehen große Teile der Wand und verleihen dem Riff ein sehr dichtes, strukturiertes Aussehen. Inmitten dieser Unterwasserwälder finden sich häufiger Nacktschnecken und verschiedene Anemonenarten. Die Struktur des Riffs mit seinen vielen Hohlräumen und Canyons bietet ideale Verstecke für Bewohner, die sich bei Bewegungen am Riffrand zurückziehen.

Die Fauna an La Marado ist geprägt durch die ständige Verbindung zum offenen Ozean. Du wirst regelmäßig auf größere Rifffische wie Trevally und Snapper treffen, die sich im Bereich der Strömung aufhalten. Auch Napoleon-Lippfische (Cheilinus undipinnatus) sind hier ein fester Bestandteil des Bildes. In den Felsspalten und Höhleneingängen lassen sich häufig Murתen beobachten, die auf die vorbeiziehenden Fischschwärme warten. Die Artenvielfalt ist für diesen Standort typisch und zeigt eine gesunde, relativ unberührte Riffstruktur.

Für die Beobachtung von größeren Meeresbewohnern ist die Lage an der Außenwand entscheidend. Du kannst hier mit Spitzenflossen-Riffhaien (Carcharhinus tipis) und Weißspitzen-Riffhaien (Hemiscyllium fleckii) begegnen, die oft in der Nähe der Wand oder über dem Abfall patrouillieren. Die Sichtweiten sind mit 20 bis 30 Metern als sehr gut einzustufen, was besonders in den Monaten von Mai bis Oktober, während der Trockenzeit, der Fall ist. Die stabilen Wetterbedingungen in diesem Zeitraum sorgen für eine verlässliche Sicht und ruhigere Bedingungen am Standort.

Ein besonderes Merkmal von La Marado ist die Kombination aus vertikaler Wand und komplexer Topographie. Im Gegensatz zu glatten Wänden bieten die hier vorhandenen Canyons und natürlichen Schornsteine ständig neue Perspektiven beim Vorbeigleiten. Diese Strukturen sorgen dafür, dass man auch bei einem langen Tauchgang immer wieder auf neue Details stößt. Die Komplexität des Geländes macht den Platz zu einem hervorragenden Ziel für Taucher, die eine strukturreiche Umgebung suchen.

Die Strömungsbedingungen an La Marado hängen stark von den Gezeiten, dem Wind und dem aufkommenden Wellengang des offenen Ozeans ab. Im Normalfall ist die Strömung moderat und lässt sich gut kontrollieren. Bei stärkerem Wellengang an der Südwestküste von Tahiti Iti kann die Strömung jedoch deutlich zunehmen und anspruchsvoller werden. Daher ist eine saubere Bewegungssteuerung am Riff wichtig, um die Orientierung an der Wand nicht zu verlieren, während man dem Drift entlang des Abfalls folgt.

Tauchen in La Marado: die Unterwasserwelt

Tauchbedingungen

Tiefe zwischen 18 und 43 Metern. Erforderliches Niveau ist fortgeschritten (Advanced), da Erfahrung an Außenwänden und bei mäßiger Strömung notwendig ist. Die Sichtweite liegt zwischen 20 und 30 Metern. Die beste Zeit ist von Mai bis Oktober.

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