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Pazifik

Palau: Mikronesiens maritime Schätze und klare Tauchplanung

Palau verbindet die geschützten Rock Islands mit der Kriegsgeschichte der Iro Maru und einer saisonal klaren Planung für April bis Juni.

Was dieses Land einzigartig macht

  • April bis Juni: Palau liegt in der ausgewiesenen Saison
  • Blue Corner und New Dropoff: zentrale Tauchanker
  • German Channel und Ulong Channel: Plätze der zentralen Rock Islands
  • Peleliu mit Iro Maru und Big Drop Off
  • Helmet Wreck als Zeugnis der Geschichte Palaus
  • Eine der größten marinen Schutzzonen der Welt

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Dieses Land für Taucher

Palau steht für geschützte marine Lebensräume, anspruchsvolle Strömungsplanung und eine ungewöhnlich greifbare Kriegsgeschichte unter Wasser. Die Reise konzentriert sich nicht auf eine einzelne Küste, sondern auf zentrale Rock Islands und das weiter südlich gelegene Peleliu. Gemeinsame Grundlage ist ein Tauchgebiet, in dem Strömungsmanagement und negative Einstiege ernst genommen werden müssen. Damit ist Palau kein Ziel für die ersten Tauchgänge im offenen Meer, sondern eine Reise für Taucher, die ihre Erfahrung sicher in wechselnden Abläufen einsetzen können.

Tauchen vor Ort

Unter Wasser dominieren senkrechte Wände, Abbruchkanten, Höhlen und strömungsgeprägte Kanäle. New Dropoff reicht bis 40 Meter und verlangt bei kräftiger Strömung besondere Aufmerksamkeit, denn Auf- und Abwärtsströmungen sind möglich. Am Blue Corner wird zwischen 15 und 40 Metern an der Strömung positioniert, um Haie und Fischschwärme zu beobachten. Der Ulong Channel ist ein klassischer Drift-Tauchgang zwischen fünf und 20 Metern. Blue Holes bietet bis 50 Meter Tiefe und Licht, das durch die kavernenartige Struktur fällt. Siaes Corner kann dagegen bei meist ruhiger Strömung von flachen Bereichen bis zur 53-Meter-Wand führen. Die Sicht wird an Siaes Corner als hervorragend beschrieben; an der Peleliu Wall liegen typische Werte bei 25 bis 50 Metern. Bootsfahrten können in der Zeit von Mai bis Oktober rauer ausfallen.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Palau lebt von Begegnungen mit größeren Fischen ebenso wie von den Details am Riff. An Blue Corner ziehen Riffhaie, große Barrakudas, Stachelmakrelen und Fischschwärme vorbei. Der German Channel ist für Mantarochen, Haie und weitere pelagische Tiere bekannt. Im Ulong Channel begleiten Haie, Barrakudas und Schwärme von Makrelen die Drift. An den Wänden und Plateaus stehen Pyramiden-Falterfische, quadratische Fahnenbarsche, Kaiser-Engelfische, Maurische Idole und Blatt-Skorpionfische. Meeresschildkröten und Anemonenfische gehören ebenfalls zur dokumentierten Fauna. Eine feste saisonale Zuordnung einzelner Arten liegt nicht vor; Blue Corner, German Channel und Ulong Channel werden als ganzjährig betauchbar beschrieben. Im Jellyfish Lake bewegen sich Millionen nicht stechender Quallen im Tagesrhythmus durch das Wasser.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wurde in den Messungen von April bis Juni festgestellt. Diese Monate sind deshalb besonders sinnvoll, wenn kurze bis längere Bootsfahrten und entspannteres Ein- und Aussteigen wichtig sind. Gleichzeitig gilt die Zeit von November bis April traditionell als bevorzugte Trockenzeit, wobei der German Channel auch dann nicht automatisch ruhige Fahrten garantiert. Von Mai bis Oktober können die Ausfahrten rauer werden. Für die Auswahl des Reisezeitraums sollte daher nicht nur die Trockenzeit zählen, sondern vor allem die Kombination aus ruhiger See, geplanter Ausfahrt und gewünschtem Tauchplatz. Die besten Bedingungen für fotografische Beobachtungen werden an Siaes Corner mit hervorragender Sicht beschrieben.

Erforderliches Niveau

Palau eignet sich für Taucher mit sicherer Tarierung und Erfahrung in Strömung. Blue Corner, New Dropoff und besonders Peleliu Wall verlangen, dass Strömungsverläufe, Abstieg und Ausstieg beherrscht werden. Für New Dropoff wird bei starken Strömungen ein Advanced Open Water Diver und Erfahrung im Strömungstauchen dringend empfohlen. Peleliu Wall ist wegen unvorhersehbarer Strömungen von über zwei Knoten und ihrer Tiefe erfahrenen Tauchern vorbehalten; mindestens 50 geloggte Tauchgänge werden empfohlen. Blue Holes ist für Anfänger bis Fortgeschrittene beschrieben, setzt aber sicheren Umgang mit Überhängen voraus.

Vor Ort

Die Anreise nach Palau beginnt für deutsche Reisende in Frankfurt, München oder Düsseldorf. Die konkrete Verbindung und die Abfolge der Umstiege sollten früh festgelegt werden, weil die Tauchplanung vor Ort von den gebuchten Ausfahrten und den jeweiligen Revierabschnitten abhängt. Für die Tage mit German Channel, Ulong Channel, Blue Corner oder Peleliu Wall ist ein klarer Zeitplan sinnvoll; spontane Verschiebungen können bei rauerer See von Mai bis Oktober problematisch werden. Nach der Ankunft sollte die lokale Organisation der Bootstage vor dem ersten Tauchgang geklärt sein. Die Angaben zu Flugfolge, Ankunftspunkt und Transfer zwischen Unterkunft und Ausgangsort gehören in die aktuelle Reiseplanung und sollten nicht erst vor Ort zusammengesucht werden.

Tipps von Ortskundigen

Palau sollte nicht als durchgehend ruhiges Riffrevier geplant werden. Bei New Dropoff sind Auf- und Abwärtsströmungen möglich; der Tauchgang verlangt deshalb eine besonders saubere Abstimmung von Abstieg, Position am Riff und Ausstieg. Peleliu Wall gehört wegen Strömungen von über zwei Knoten nicht in einen normalen Einsteigerplan. Für Blue Corner und Ulong Channel lohnt es sich, die Strömung als eigentlichen Tauchinhalt einzuplanen, statt dagegen anzukämpfen. Wer Blue Holes besucht, sollte sich mit Überhängen wohlfühlen und den Tauchgang bis 50 Meter sorgfältig planen. Der Jellyfish Lake ist ausschließlich für PMT vorgesehen: Gerätetauchen und tiefes Freitauchen sind dort verboten, weil unterhalb von etwa zwölf bis 15 Metern sauerstoffarme Schichten mit giftigem Schwefelwasserstoff liegen. Für German Channel sollten in der Zeit von Mai bis Oktober rauere Bootsfahrten einkalkuliert werden. April bis Juni bietet sich an, wenn eine ruhigere See entscheidend ist.

Den Aufenthalt planen

Ein Aufenthalt lässt sich sinnvoll um unterschiedliche Tauchcharaktere herum aufbauen: strömungsreiche Außenriffe wie Blue Corner und Ulong Channel, Wände wie Siaes Corner oder Peleliu Wall sowie die kavernenartige Struktur der Blue Holes. Der German Channel ergänzt das Programm mit der Möglichkeit auf Mantarochen. Ein eigener Tag für den Jellyfish Lake sollte als Schnorchelausflug verstanden werden, nicht als Gerätetauchgang. Zwischen anspruchsvollen Ausfahrten ist ein ruhigerer Tauchplatz wie Siaes Corner eine nachvollziehbare Abwechslung.

Maske abnehmen

Palau trägt seine Geschichte nicht nur in Museen oder an Land, sondern auch unter der Wasseroberfläche. Die Schiffe Iro Maru und Helmet Wreck stehen für die zahlreichen Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg, die zur historischen Prägung des Landes gehören. Peleliu erhält dadurch außerhalb des Wassers einen besonderen Zusammenhang: Die Insel ist nicht lediglich ein weiterer Reiseabschnitt, sondern Teil dieser Kriegsgeschichte. Zugleich gehört Palau zu Mikronesien, einer Region, deren besondere Bedeutung in der Bewahrung mariner Ökosysteme liegt. Das macht den Blick auf das Land zweigeteilt: Auf der einen Seite steht die Erinnerung an die Kämpfe und die Schiffe, auf der anderen die großräumige Bewahrung der Meereswelt. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein Ziel, dessen Identität eng mit den geschützten Meeresräumen und den Spuren des Zweiten Weltkriegs verbunden ist.

Was überall in diesem Land gilt

In ganz Palau sollten Sie die Tauchplanung an Strömung und Einstieg anpassen. Dazu gehört, im Briefing genau zu klären, wie der Tauchgang beginnt und welche Strömungsbewegungen zu erwarten sind. Negative Einstiege verlangen ausreichende Zertifizierungserfahrung und eine sichere Beherrschung des eigenen Ablaufs. Auch ein Strömungstauchgang darf nicht wie ein gewöhnlicher Einstieg ins offene Meer behandelt werden. Diese Anforderungen gelten als gemeinsamer Nenner des Landes, unabhängig davon, ob Ihre Route bei Palau bleibt oder Peleliu einschließt. Palau eignet sich deshalb besonders für Taucher, die ihre Erfahrung mit Strömungsmanagement kontrolliert einsetzen können.

Karte der Hotels, Tauchplätze und Tauchbasen in Palau

Tauchbasen in Palau

Hotels in Palau

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