Tauchsafaris · Ägypten
Aphrodite – für lange Tage unter Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Aphrodite wurde von Tauchern für die abgelegenen Riffe des Roten Meeres gebaut und 2025 renoviert.
- Auf dem Tauchdeck stehen Membran-Nitrox, zwei Kompressoren, Aluminiumflaschen, Stageflaschen und Twinsets zur Verfügung.
- Je nach Route sind meist drei bis vier Tauchgänge täglich möglich, darunter Nachttauchgänge an geeigneten Plätzen.
- Die Crew verbindet lokale Erfahrung mit technischen Tauchkenntnissen, ENOS und einer klaren Organisation auf dem Wasser.
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Die Einladung
Die Aphrodite ist kein Schiff, das Tauchen nur als Ausflug nebenbei anbietet. Ihr Grundgedanke liegt im tiefen Süden des Roten Meeres: lange Anfahrten, abgelegene Riffe, Strömung und große Fische. Die Gründer kannten die Schwächen vieler Safariboote aus dem täglichen Tauchbetrieb und ließen deshalb ein Schiff bauen, auf dem das Tauchdeck nicht nachträglich irgendwo untergebracht wurde. Das merkt man an den individuellen Ausrüstungsstationen, den zwei Kompressoren und dem Membran-Nitrox, das zum normalen Betrieb gehört. Wer an Bord geht, sucht keine künstliche Luxuswelt, sondern eine Woche mit möglichst viel Zeit unter Wasser und einer Crew, die diesen Rhythmus kennt. Technische Taucher, Rebreather-Taucher und Sidemount-Taucher finden dafür die passende Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt die Aphrodite offen für Taucher, die einfach gute Riffe, Haie, Delfine und viel Platz zwischen den Tauchgängen suchen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Aphrodite wie ein Arbeitsschiff mit klarer Aufgabe: nicht geschniegelt, sondern auf den Betrieb im Roten Meer ausgerichtet. Die renovierten Bereiche nehmen dem Schiff nichts von seiner Geschichte, sondern geben ihm einen gepflegten Rahmen für lange Tage auf See. Vom Kai aus fällt zuerst auf, dass hier ein richtiges Safarischiff liegt und kein Tagesboot mit ein paar Liegen. An Bord führen die Wege schnell dorthin, wo sie für Taucher hingehören: zum Tauchdeck, zum Salon und weiter nach oben auf die offene Terrasse. Im Maschinenbereich arbeitet die Technik hörbar, besonders während der Fahrt. Dafür erreicht das Schiff auch entlegene Riffe, die sich nicht in einen kurzen Ausflug pressen lassen. Die Aphrodite fühlt sich praktisch an. Das ist ihr Charakter.
Die Stimmung an Bord
Die Aphrodite lebt von einer Crew, die im Tagesablauf sichtbar bleibt, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Ausrüstung wird vorbereitet, Flaschen stehen bereit, das Beiboot holt die Taucher dort ab, wo sie auftauchen, und nach dem Tauchgang beginnt alles wieder von vorn. Die Crew bleibt als Team zusammen; das schafft auf einer Woche mit vielen Tauchgängen einen Unterschied, weil Abläufe nicht jeden Tag neu erklärt werden müssen. An Bord mischen sich Einzelreisende, private Gruppen und komplette Charters. Nach den ersten Tauchgängen kennt man die Gesichter, die Flaschen und die kleinen Eigenheiten der anderen. Abends geht es nicht um Animation, sondern um Gespräche im Salon, ein Getränk an der Bar oder den Blick vom Sonnendeck. Die Stimmung ist gesellig, aber sie muss nicht laut sein.
Die Tauchplätze
Die Aphrodite fährt im Roten Meer nördliche und südliche Routen von sieben Nächten ebenso wie die Verbindung Brothers–Daedalus–Elphinstone. Bei Elphinstone fällt die Wand bis -60 m ab; dort sucht man im Blau nach ozeanischen Weißspitzenhaien, Hammerhaien, grauen Haien und anderen Pelagiern. Die Brothers Islands reichen bis -85 m und verbinden steile Topographie, Korallen, Gorgonien und die Chance auf Silberspitzen, Weißspitzen und Hammerhaie. Daedalus geht bis -40 m und steht für isoliertes Riff, Korallen und pelagische Begegnungen. In den Straits of Gubal reichen die Tauchgänge bis -50 m; historische Wracks liegen dort neben lebendigen Riffen. Shaab Ruhr Umm Gamar geht bis -40 m und bietet drei Wracks am ovalen Riff. El Fanadir reicht bis -40 m, Fanadir North bis -30 m. Shaab Sataya geht bis -40 m und verbindet Delfine mit Riff. Flacher sind Shaab Sabina bis -14 m, El Fanous East bis -18 m und Gotha Abu Nugar North bis -9 m. Fury Shoals und Tiran ergänzen das Programm mit komplexen Riffsystemen, Korallen und Großfischpotenzial. Die genaue Auswahl hängt von Route, Wetter, Seegang und Genehmigungen ab.

Daedalus →
Max. Tiefe · 40 m

Elphinstone →
Max. Tiefe · 60 m

Brothers Islands →
Max. Tiefe · 85 m

Straits of Gubal →
Max. Tiefe · 50 m

Shaab Ruhr Umm Gamar →
Max. Tiefe · 40 m

El Fanadir →
Max. Tiefe · 40 m

Fanadir North →
Max. Tiefe · 30 m

Shaab Sataya →
Max. Tiefe · 40 m

Shaab Sabina →
Max. Tiefe · 14 m

El Fanous →
Max. Tiefe · 27 m

Gotha Abu Nugar North →
Max. Tiefe · 9 m

Fury Shoals →
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man immer wieder Meeresschildkröten, Muränen, Skorpionfischen, Riffhaien, Delfinen, Barrakudas, Napoleons, Rochen, Carangiden und farbigen Schwärmen aus Anthias, Schnappern und Füsilieren. Das Rote Meer zeigt dabei nicht überall dasselbe Bild: Weich- und Hartkorallen wechseln mit Wänden, Plateaus, Korallengärten und Wracks. Für besondere Sichtungen lohnt der Blick auf den einzelnen Platz. Elphinstone ist der Ort für den Schwarzspitzenhai, den Tigerhai, Gorgonien und den dort erfassten Labres; Begegnungen im Blau bleiben Begegnungen, keine Zusage. Brothers Islands bringt Anemonen, starke Korallenlandschaften und pelagische Haie zusammen. In Fury Shoals sind Balisten und Kaiserfische verzeichnet. Shaab Ruhr Umm Gamar ist der einzige Platz dieser Route, an dem der Riesen-Zackenbarsch genannt wird. Daedalus steht für die Großaugen-Carangide. Delfine gehören besonders zu Shaab Sataya, Shaab El Erg und El Fanous East. El Fanadir ist der Platz für Gaterine, El Sabina für Demoisellen und El Fanous East für Doktorfische. Gerade diese Unterschiede machen die langen Fahrten sinnvoll.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchguides arbeiten mit internationalen und lokalen Crewmitgliedern zusammen. An Bord wird Englisch, Deutsch, Französisch, Russisch, Arabisch und Tschechisch gesprochen. Als Head Dive Guide ist ein PADI- und SSI-zertifizierter Guide mit mehr als fünfzehn Jahren Erfahrung genannt; für den Kapitän stehen mehr als dreißig Jahre auf dem Roten Meer. Das Verhältnis von Guide zu Tauchgruppe wird nicht festgelegt, deshalb sollte man keine kleine Gruppengröße erwarten, die nicht zugesagt ist. Die Briefings richten sich nach Route, Strömung, Einstieg und Ausstieg; die Tauchgruppen werden entsprechend organisiert. Open Water genügt für die meisten nördlichen Routen. Für anspruchsvollere Süd-Routen wird Advanced Open Water mit dreißig geloggten Tauchgängen verlangt, für die Brothers Islands Advanced Open Water mit mindestens fünfzig geloggten Tauchgängen. Kurse, Nitrox-Ausbildung und technische Unterstützung sind an Bord möglich. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets und ENOS gehören zur Sicherheitsausstattung.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der stärkste praktische Teil der Aphrodite. Es gibt individuelle Ausrüstungsstationen, einen schattigen Arbeitsbereich, Spülbecken und eine Plattform mit direktem Zugang zum Wasser. An Bord stehen Aluminiumflaschen mit zwölf und fünfzehn Litern, Stageflaschen mit acht bis zehn Litern sowie Twinsets mit V-Weights bereit. DIN-Adapter sind vorhanden. Zwei Kompressoren versorgen die Füllstation; zusätzlich erzeugt eine Membrananlage Nitrox mit zweiunddreißig Prozent kontinuierlich. Nitrox ist für zertifizierte Nitrox-Taucher ohne Aufpreis eingeschlossen. Leihausrüstung wie Tarierjacket, Atemregler, Anzug und Flossen kann gegen Aufpreis genutzt werden. Sidemount, technisches Tauchen und Rebreather werden unterstützt. Für die Rückholung stehen Beiboote bereit; sie bringen Taucher zum Riff und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf. Ein ENOS-System ist an Bord. Persönlicher Tauchcomputer und Boje gehören zur eigenen Ausrüstung.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt sich die Gruppe über das Schiff. Das schattige Tauchdeck bleibt der praktische Mittelpunkt, oben bietet das Sonnendeck Platz für die Oberflächenpause und den Blick über das Riff. Wer nicht schlafen möchte, kann im klimatisierten Salon bleiben, Musik hören, lesen oder die Unterwasserbilder sortieren. Dafür gibt es einen eigenen Fotobereich und einen Kameraraum. Während der Fahrt verändert sich die Perspektive: Das Riff verschwindet, der Wind nimmt zu, und aus dem kurzen Rückweg vom Beiboot wird eine längere Passage auf offenem Wasser. Ein Nachmittag ohne Tauchgang lässt sich auf der Terrasse, im Salon oder bei einer Massage verbringen. Die Aphrodite zwingt niemanden zur Beschäftigung. Nach vier Tauchgängen ist Ruhe oft das beste Programm.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit dem Briefing und dem Gang aufs Tauchdeck. Die Ausrüstung steht an der eigenen Station, die Flaschen sind gefüllt, und das Beiboot bringt die Tauchgruppe zum Einstieg. Nach dem ersten Tauchgang folgen Frühstück, Flüssigkeit und eine Pause, bevor die nächste Runde vorbereitet wird. Meist kommen drei bis vier Tauchgänge am Tag zusammen. Dazwischen wird gegessen, geschlafen, fotografiert oder oben auf dem Sonnendeck gesessen, während die Aphrodite zum nächsten Riff fährt. Am Nachmittag verschiebt sich der Rhythmus etwas: Die Gruppe wird ruhiger, die Gespräche länger, und manche bleiben einfach im Schatten liegen. Wenn Route und Bedingungen es erlauben, folgt ein Nachttauchgang. An Brothers Islands, Daedalus, Rocky Island, Ras-Mohamed-Nationalpark und Tiran sind Nachttauchgänge nicht erlaubt; auf Routen über Sataya, Shaab El Erg und andere geeignete Plätze können sie stattfinden. Danach wird es stiller. Am nächsten Tag beginnt alles wieder mit dem Briefing.
Was man an Bord isst
Die Küche ist ein wichtiger Teil des Tages, weil zwischen mehreren Tauchgängen niemand lange auf eine Mahlzeit warten möchte. Gegessen wird als Buffet mit westlichen und lokalen Gerichten; dazu kommen Snacks über den Tag. Auch vegetarische und vegane Wünsche werden berücksichtigt. Der Koch bereitet Vollpension zu und kann unterschiedliche Ernährungsweisen an Bord abbilden. Nichtalkoholische Getränke, Wasser, Tee und Kaffee gehören dazu, Bier und andere alkoholische Getränke sind erhältlich. Je nach Reise steht auch ein Barbecue am Strand auf dem Ablauf. Der Esstisch ist dabei mehr als Versorgung: Nach dem Tauchgang werden dort Sichtungen verglichen, Karten studiert und die nächste Abfahrt besprochen. Gute Bordküche zeigt sich nicht in komplizierten Tellern, sondern darin, dass die Energie für den nächsten Sprung ins Wasser wieder da ist.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Aphrodite gehören eher dem Meer als einer Hotelkulisse. Die Kabinen sind klimatisiert, haben ein eigenes Bad und je nach Kategorie Fenster oder Meerblick. Es gibt Standardkabinen, Kabinen auf dem Haupt- und Oberdeck sowie Suiten und Familienkabinen. Entscheidend ist weniger der Name der Kategorie als ihre Lage: Wer empfindlich auf Motorgeräusche reagiert, sollte die Kabinenwahl vor der Buchung genau ansehen. Nach einem langen Tauchtag wird die Kabine zum Rückzugsort, während draußen Licht und Geräusche des Schiffs weiterlaufen. Im Salon bleibt es klimatisiert, oben liegt das Sonnendeck offen über dem Wasser. Die Nächte sind nicht völlig still. Das Schiff arbeitet, die See bewegt sich, und am Morgen wartet das Tauchdeck schon wieder.
Standard-Kabine, Unterdeck
Royal Meerblick, Oberdeck
Standard-Kabine Meerblick, Hauptdeck
Suite, Unterdeck
Standard Meerblick, Oberdeck
Familienkabine, Hauptdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Nördliche Routen starten an der Hurghada Marriott Marina, südliche Routen an der Port Ghalib Marina; einige südliche Fahrten beginnen in Hamata. Der Transfer ist vom jeweiligen Flughafen zur Marina eingeschlossen: von Hurghada Airport zur nördlichen Abfahrt, von Marsa Alam Airport zur südlichen. Der genaue Hafen steht bei der gebuchten Route fest. Eine Anreise am Vortag lässt mehr Luft, falls ein Flug verspätet ist oder Gepäck nicht sofort ankommt.
Decksplan
- Baujahr
- 2008
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 35 m
- Breite
- 8,3 m
- Maximale Passagierzahl
- 23
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 11
- Motoren
- 2 × Mann TD 1200 PS
- Webseite
- aphroditeliveaboard.com ↗
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