
Funny Divers
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Ägypten · Rotes Meer
Korallengärten bei El Fanous, sandige Plateaus an den Giftun-Inseln, Schildkröten und Delfine: Hurghada verbindet flache Rifftauchgänge mit Außenriffen und Wracks.
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El Fanous East führt durch ausgedehnte Korallengärten in neun bis 18 Metern Tiefe, während El Fanous West eine flache Lagune mit Sandplateaus bis 15 Meter bietet. Hurghada ist die große Tauchbasis an der ägyptischen Küste für Tagesfahrten zu den Giftun-Inseln, Außenriffen und Küstenwracks. Die Stadt eignet sich deshalb sowohl für entspannte Rifftage als auch als Ausgangspunkt zu anspruchsvolleren Wracktouren oder einer längeren Tauchsafari.
Die Tauchgänge beginnen meist vom Tagesboot aus und führen über Korallengärten, sandige Plateaus und exponierte Riffkanten. El Fanous East und West bleiben mit ihren flachen, ruhigen Bereichen auch dann angenehm, wenn eine Gruppe unterschiedliche Erfahrungsstufen zusammenbringt. An den Giftun-Plateaus, bei Carless Reef oder an weiter außen liegenden Riffen kann die Strömung deutlich spürbarer werden; dort ist kontrolliertes Abtauchen und ein sauberer Driftablauf gefragt. Die Sicht liegt typischerweise bei 20 bis 40 Metern und ist an den Außenriffen oft klarer als in Hafennähe. Pro Bootstag stehen meist zwei, gelegentlich drei Tauchgänge auf dem Programm. Für tiefere Riffabschnitte, Strömungstauchgänge und Wracks sind Advanced Open Water, Nitrox, Wreck Diver oder Drift Diver je nach Ausfahrt sinnvoll.
An den Korallengärten ziehen Riffische, Falterfische, Papageifische, Fahnenbarsche und Doktorfische durch die Hartkorallen. Zwischen Spalten liegen Blaupunktrochen, Drachenköpfe und Muränen; an flacheren Sandflächen kommen Meeresschildkröten hinzu. Grüne Meeresschildkröten und Karettschildkröten werden von Mai bis September besonders regelmäßig beobachtet. Delfine sind ganzjährig möglich und werden häufig an Riffen vom Typ Shaab El Erg angetroffen, wobei die Oberfläche dort durch viele Schnorchelboote belebt sein kann. Riffhaie mit weißer oder schwarzer Spitze erscheinen vor allem im Winter und Frühjahr an weiter außen liegenden Riffen. Adlerrochen sind dann ebenfalls gelegentliche Gäste. Walhaie bleiben selten, mit einzelnen Chancen im späten Frühjahr und Sommer.
März bis Mai sowie September bis November verbinden angenehme Bedingungen über und unter Wasser: Das Meer ist meist ruhig, die Sicht sehr gut und die Boote sind weniger dicht belegt als in den europäischen Ferienmonaten. Von Mai bis November ist die Sicht häufig besonders klar und kann an den Giftun-Riffen 20 bis 40 Meter erreichen. Juli und August sind wegen der intensiven Hitze an Land und der hohen touristischen Auslastung weniger angenehm. Im Winter wird das Wasser spürbar frischer; dafür können sich an Außenriffen eher Riffhaie und Adlerrochen zeigen. Im Frühjahr und Herbst passt eine lange 3- bis 5-Millimeter-Kombination meist besser als ein sehr dünner Anzug.
Die flachen Bereiche von El Fanous sind für Einsteiger und frisch brevetierte Taucher gut geeignet, weil die Strömung dort meist schwach bleibt und die Sicht die Orientierung erleichtert. CMAS- beziehungsweise VDST-Taucher sollten für Außenriffe, tiefere Profile und Wracks passende Erfahrungsnachweise mitbringen. Advanced Open Water hilft bei tieferen und reliefreicheren Tauchgängen; Wreck Diver und Drift Diver sind für entsprechende Ausfahrten sinnvoll. Nitrox erleichtert die langen Bootstage mit mehreren Tauchgängen, ersetzt aber keine Erfahrung mit Strömung oder Tiefe.
Von Frankfurt, München und Düsseldorf führt die Reise zum Flughafen Hurghada, von dem aus die Hotels und die Marina mit Taxi oder organisierter Navette erreicht werden. Je nach Saison bestehen direkte europäische Verbindungen; manche Strecken werden nur während der Hauptreisezeit angeboten, weshalb die Flugplanung frühzeitig geprüft werden sollte. Der reine Flug dauert für Reisende aus Westeuropa typischerweise vier bis sechs Stunden, die gesamte Anreise verlängert sich durch Umstiege und den Transfer vor Ort. Wer nahe der Marina wohnt, kann den morgendlichen Weg teilweise zu Fuß erledigen. Von weiter entfernten Hotels bringen die Tauchbasen ihre Gäste meist mit Navetten zum jeweiligen Boot; ein lokales Taxi bleibt eine zusätzliche Möglichkeit.
Mehrere aufeinanderfolgende Bootstage geben den Basen eher Spielraum, auch Carless Reef, Umm Gamar oder weiter außen liegende Giftun-Plateaus einzuplanen, statt nur die nächstgelegenen Riffe anzusteuern. Für Fotografen lohnen sich diese Außenriffe besonders, weil dort weniger Hafensedimente und oft bessere Sicht zu erwarten sind. Im Sommer sind die frühesten Abfahrten angenehmer: Die erste Begegnung mit dem Riff liegt dann vor der größten Hitze und häufig vor dem stärksten Andrang. Wer Delfine sehen möchte, sollte bedenken, dass Shaab El Erg und ähnliche Dolphin-House-Ausfahrten oft viele Schnorchelboote anziehen. Eine ausdrücklich auf Tauchen ausgerichtete Tour kann deshalb ruhiger ablaufen als eine gemischte Ausfahrt. Für den Winter gehört eine 5-Millimeter-Kombination mit Kopfhaube ins Gepäck. Eigene Erfahrung mit Drift- oder Wracktauchen sollte bereits bei der Buchung genannt werden. Eine Puffertag zu Beginn verhindert, dass Flugmüdigkeit und Dehydrierung die erste Bootstour bestimmen; eine geplante Wrackfahrt liegt besser in der Mitte des Aufenthalts als am letzten Tauchtag.
Für Hurghada sind sieben bis zehn Tage sinnvoll. In dieser Zeit lassen sich mehrere Tagesfahrten zu El Fanous, den Giftun-Riffen und weiter außen liegenden Plateaus mit einer oder zwei längeren Wrackausfahrten verbinden. Eine zusätzliche Land- oder Kulturtour hält den Aufenthalt auch für Nichttaucher abwechslungsreich. Wer Abu Nuhas, die Thistlegorm oder die Salem Express gezielt besuchen möchte, kann stattdessen eine Tauchsafari ab Hurghada einplanen; sie reduziert die täglichen Anfahrten zu den weiter entfernten Zielen.
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