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Ägypten · Rotes Meer

Tauchen Sahl Hasheesh: Riffe und Steilwände vor Hurghada

Korallenplateaus, Steilwände bis über 50 Meter, Spinnerdelfine am Dolphin House und Meeresschildkröten prägen die Tagesausfahrten im zentralen Roten Meer.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Hamda: Korallenplateau und Steilwände bis über 50 Meter
  • Ras Disha: geschützte Bucht mit Plateau von drei bis 20 Metern
  • Abu Hashish: sandiges Plateau, Drop-off und Höhlen bis 40 Meter
  • Dolphin House mit regelmäßigen Begegnungen mit Spinnerdelfinen
  • Sichtweiten bei Hamda von 20 bis 25 Metern
  • Meeresschildkröten, Barrakudas und große Fischschwärme am Riff
  • Tagesausfahrten von der Hotelbasis statt isolierter Liveaboard-Reise

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Überblick

Am Hamda führen die Tauchgänge vom Korallenplateau an Steilwände, die bis über 50 Meter abfallen. Ras Disha bietet dagegen eine geschützte Bucht mit flachem Plateau und Tiefen von drei bis 20 Metern. Sahl Hasheesh ist vor allem eine ruhige Hotelbasis für Bootsausfahrten zu Riffen im Raum Hurghada. Nach dem Tauchtag kehren die Boote an die Küste zurück; dadurch lässt sich die Unterwasserzeit mit einem komfortablen Badeaufenthalt verbinden.

Tauchen vor Ort

Getaucht wird überwiegend vom Boot aus an Korallenriffen, Plateaus und Abbruchkanten. Hamda verbindet ein Plateau ab etwa 15 Metern mit Wänden bis über 50 Meter; dort ist eine sichere Tarierung jenseits von 35 Metern besonders wichtig. Abu Hashish reicht von sechs bis 40 Metern und führt von sandigen Flachbereichen zu tieferen Höhlen. Ras Disha bleibt mit drei bis 20 Metern deutlich entspannter. Die Strömung ist je nach Ausfahrt unterschiedlich und kann an offenen Bereichen und Steilwänden zunehmen. Bei Hamda werden gute Sichtweiten von etwa 20 bis 25 Metern beschrieben; diese Angabe lässt sich nicht pauschal auf jeden Tauchplatz übertragen. Das Programm besteht aus wiederholten Tagesfahrten, gelegentlich mit leichter bis wechselnder Drift, nicht aus langen Expeditionen zu abgelegenen Riffen.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Am Riff begegnen dem Taucher Meeresschildkröten, Riffische, Stachelmakrelen, große Fische und Große Barrakudas. Hamda wird als Putzerstation für Großfische beschrieben; dort sind unter passenden Bedingungen auch Walhaie, Haie und Thunfische möglich. Am Dolphin House stehen Spinnerdelfine im Mittelpunkt, begleitet von farbenprächtigen Korallen und dichtem Riffleben. Die Standortangaben nennen für diese Begegnungen besonders November bis April. Für die übrige Fauna gibt es keine belastbare, eigene Monatsregel: Sie gehört zum normalen Rifferlebnis der Region und hängt stärker von Tauchplatz, Tagesbedingungen und Ausfahrt ab als von einer fest planbaren Sichtung. Wer wegen einer einzelnen seltenen Großtierart anreist, setzt die Erwartungen daher zu eng; die Stärke liegt im Wechsel von Riffstruktur und typischer Rotmeerfauna.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die gemessene günstige Reisezeit reicht von Juni bis November. In diesen Monaten lassen sich die wiederholten Bootstage gut mit einem Aufenthalt an der Küste verbinden; zugleich bleibt Spielraum, wenn Wind, Seegang oder die Tagesplanung eine Ausfahrt verändern. Die geringsten Niederschläge werden von April bis September verzeichnet, was den Badeanteil des Aufenthalts unterstützt. Für das Dolphin House nennen die Standortangaben November bis April als besonders klare Phase mit aktiveren Delfinen. Diese Angabe beschreibt den einzelnen Platz und nicht automatisch die beste Zeit für jede Ausfahrt ab Sahl Hasheesh. Wer mehrere Rifftage plant, sollte deshalb nicht nur einem einzelnen Monatsversprechen folgen, sondern eine flexible Woche einplanen.

Erforderliches Niveau

Ras Disha ist mit drei bis 20 Metern für alle Erfahrungsstufen geeignet. Auch Dolphin House wird als anfängerfreundlich beschrieben. Hamda verlangt wegen der Steilwände und der Tiefe eine gute Tarierung; für Bereiche jenseits von 35 Metern ist entsprechende Erfahrung nötig. Abu Hashish bleibt bis 40 Meter zugänglich, die tieferen Höhlen um 30 Meter setzen jedoch passende Ausbildung und Routine voraus. Für VDST- und CMAS-Taucher sind Advanced-Erfahrung und Nitrox besonders nützlich, wenn mehrere Bootstage aufeinanderfolgen.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise zunächst zum Flughafen Hurghada. Von dort geht es auf der Straße weiter bis zur Küste von Sahl Hasheesh; eine verpflichtende lange Seepassage oder ein zusätzlicher Inlandsflug gehört nicht zur Anreise. Die eigentliche Tauchlogistik läuft anschließend über die Marinas im Raum Hurghada. Wer in Sahl Hasheesh wohnt, sollte deshalb den täglichen Transfer zum Abfahrtsort bereits bei der Buchung mitdenken. Je nach Unterkunft und Organisation erfolgt er per Taxi, Hotelshuttle oder gebuchtem Transfer. Eine Unterkunft auf der Buchtseite oder nahe den Verkehrsachsen kann die morgendliche Fahrt verkürzen. Entscheidend ist weniger die Entfernung zum Wasser als die verlässliche Verbindung zur Marina, an der das Tagesboot ablegt.

Tipps von Ortskundigen

Die Unterkunft sollte nicht nur nach Strandlage ausgesucht werden: Für Sahl Hasheesh zählt, wie unkompliziert die Marina im Raum Hurghada am Morgen erreichbar ist. Ein Zimmer auf der Buchtseite oder nahe den Transferachsen spart nach mehreren Bootstagen spürbar Kraft. Vorab sollte geklärt werden, ob die Ausfahrten überwiegend küstennahe Riffe ansteuern oder sehr weit entfernte Routen planen; der Charakter des Ortes liegt in der einfachen Tageslogistik. Nitrox ist sinnvoll, wenn mehrere Tauchtage hintereinander vorgesehen sind. Wer die Flottillenwirkung reduzieren möchte, legt die Tauchtage möglichst auf Werktage und meidet regionale Ferienzeiten. Eine kompakte Lampe passt gut zu den Riffprofilen und Höhlenbereichen von Abu Hashish. Nicht passend ist die Erwartung einer Liveaboard-Destination oder einer Reise, die ausschließlich auf seltene Großtiere zielt. Bei jeder Ausfahrt lohnt außerdem die Nachfrage nach Briefing, Riffschutz und dem Umgang mit festen Moorings, damit nicht am Korallenrelief geankert wird.

Den Aufenthalt planen

Für Sahl Hasheesh passen fünf bis sieben Tage: So bleiben mehrere Tagesausfahrten möglich, ohne den Aufenthalt auf eine einzelne wetterabhängige Tour zu verkürzen. Die Basis ist ein Hotel an der Küste, von dem aus die Taucher morgens zur Marina fahren und am Nachmittag zurückkehren. Ein tauchfreier Tag lässt sich am Strand, beim Schnorcheln oder mit einem kurzen Ausflug nach Hurghada verbringen. Für nicht tauchende Begleiter ist diese Mischung aus Bootstagen und Badeaufenthalt gut geeignet.

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Karte der Hotels, Tauchplätze und Tauchbasen in Sahl Hasheesh

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