
Petra Diving Center
★ 5/5 (315 Bewertungen)
Aqaba · Jordanien · Rotes Meer
Max. Tiefe · 58 mDas Taiyong Wrack bietet dir die Möglichkeit, eine große Kranbarge zu erkunden, die auf einem sandigen Hang liegt und ein komplexes Tauchprofil bis in den tiefen Bereich des Roten Meeres ermöglicht.
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Das Taiyong Wrack, auch bekannt als Taiyong Shipwreck oder Taiyong crane barge, ist eine imposante Stahlkranbarge, die seit 1999 vor der Küste Aqabas ruht. Sie liegt auf ihrer Steuerbordseite an einem sandigen Hang, der sich vom Riff der Japanese Gardens erstreckt. Die Bugsektion befindet sich in einer zugänglicheren Tiefe um die 35 Meter, während das Heck und die markante Kranstruktur bis in den Bereich von 58 Metern abfallen, was ein vielschichtiges Tauchprofil entlang des Rumpfes und der Aufbauten bietet.
Dein Tauchgang beginnt in der Regel per Boot, da das Wrack etwa 360 Meter vor der Küste liegt. Nach dem Abstieg triffst du auf die oberen Bereiche des Wracks, wo du die Konturen der Barge erkennen kannst. Die Sichtweiten sind hier oft ausgezeichnet und liegen zwischen 20 und 40 Metern, was dir erlaubt, die gesamte Struktur schon aus einiger Entfernung zu erfassen, bevor du dich den Details widmest. Die Strömung ist meist leicht, was eine entspannte Erkundung ermöglicht, auch wenn die übliche Variabilität des Roten Meeres immer zu berücksichtigen ist.
Beim Vordringen entlang des Wracks wirst du feststellen, wie die Natur dieses künstliche Riff angenommen hat. Weich- und Hartkorallen haben sich an den Metallstrukturen angesiedelt und bilden ein Zuhause für zahlreiche Meeresbewohner. Du begegnest Schwärmen von Füsilieren (Caesionidae), die um das Wrack kreisen, und triffst auf Zackenbarsche (Serranidae) und Makrelen (Carangidae), die hier Schutz und Nahrung finden. Die intakte Kranmaschinerie und die Frachträume bieten dabei ideale Verstecke.
Ein besonderes Merkmal des Taiyong Wracks ist die sichtbare Namensaufschrift 'TAIYONG C486B' am Bug, die eine direkte Verbindung zur Geschichte dieses Schiffes herstellt. Die Reifen-Fender entlang der Seite und der prominente Ausleger des Krans sind weitere Details, die diesen Tauchplatz einzigartig machen. Während du tiefer tauchst, wirst du auch auf Muränen (Muraenidae) und Rotfeuerfische (Pterois) treffen, die sich in den Spalten und Nischen des Wracks verstecken.
Die Erkundung des Taiyong ist eine Reise durch die Zeit und ein Beispiel dafür, wie ein versenktes Schiff zu einem blühenden Ökosystem wird. Es ist eines der tieferen Wracks in Aqaba und zieht aufgrund seiner Tiefe und Komplexität vor allem technische Taucher an. Die fehlende traditionelle permanente Ankerleine unterstreicht den Charakter dieses Platzes als ein Ziel für erfahrene Taucher, die eine echte Wrackerfahrung suchen.
Die Topographie des Wracks, das auf seiner Seite liegt, schafft eine Reihe von Überhängen und Hohlräumen, die du erkunden kannst. Diese Strukturen bieten nicht nur Lebensraum für die Fauna, sondern auch interessante Lichtspiele, wenn das Sonnenlicht durch die Öffnungen dringt. Die Möglichkeit, die Geschichte eines Schiffes zu ergründen und gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit der Natur zu beobachten, macht jeden Tauchgang hier zu einem persönlichen Erlebnis.
Obwohl die Strömung als leicht beschrieben wird, ist es wichtig, die Bedingungen genau zu beobachten, besonders wenn du dich in die tieferen Bereiche wagst. Die Nähe zu den Japanese Gardens, einem bekannten Riff, bedeutet, dass du auch hier eine reiche Vielfalt an Korallen und Fischen erwarten kannst, die das Wrack als Erweiterung ihres Lebensraums nutzen. Das Taiyong Wrack ist somit nicht nur ein Wracktauchgang, sondern auch ein Tauchgang in ein lebendiges, sich ständig entwickelndes Unterwasserökosystem.
Das Taiyong Wrack ist ein anspruchsvoller Tauchplatz, der eine Mindesttiefe von 35 Metern und eine maximale Tiefe von 58 Metern aufweist. Für die flacheren Bereiche sind fortgeschrittene und Tieftauchzertifizierungen erforderlich, während die Erkundung des gesamten Wracks technische Taucher mit entsprechenden Deep- und Dekompressions- oder Trimix-Qualifikationen voraussetzt. Die Strömung ist in der Regel leicht, was die Erkundung erleichtert, aber die übliche Variabilität des Roten Meeres ist zu beachten. Die Sichtweite liegt konstant zwischen 20 und 40 Metern, was hervorragende Bedingungen für die Navigation und Fotografie bietet. Der Zugang erfolgt ausschließlich per Boot.