Santa Cruz · Azoren · Atlantik
Max. Tiefe · 40 mMonte da Guia, Azoren: Küstentauchen im Naturreservat von Faial
Tauche ein in die geschützte Unterwasserwelt des Monte da Guia, wo vulkanische Strukturen und reiches Meeresleben auf dich warten.
Was diesen Tauchplatz besonders macht
- Küstentauchen in einem geschützten Meeresschutzgebiet
- Vielfältige vulkanische Unterwasserlandschaft mit Kavernen und Wänden
- Begegnungen mit Adlerrochen und Zackenbarschen
- Kleines Metallwrack zwischen zwei Höhlen
- Gute Sichtweiten und angenehme Wassertemperaturen in der Saison
- Reiche Vielfalt an wirbellosen Tieren und Riffbewohnern
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Monte da Guia der Tauchplatz im Überblick
Der Monte da Guia, südlich von Horta auf der Insel Faial gelegen, ist mehr als nur ein Tauchplatz; er ist ein ausgewiesenes Meeresschutzgebiet. Diese besondere Klassifizierung garantiert eine ungestörte Unterwasserwelt mit einer bemerkenswerten Biodiversität. Du tauchst hier in ein Ökosystem ein, das durch den Schutzstatus eine erhöhte Stabilität und Artenvielfalt aufweist, was jeden Tauchgang zu einer Begegnung mit intakter Natur macht. Die vulkanische Entstehung der Azoren prägt auch hier die Topographie, mit zerklüfteten Felsformationen, die zahlreiche Verstecke und Lebensräume bieten.
Die Unterwasserlandschaft des Monte da Guia ist vielseitig und anspruchsvoll. Du findest hier steile Wände, die in die Tiefe abfallen, und terrassenförmige Riffplateaus, die in unterschiedlichen Tiefen liegen. Charakteristisch sind auch mehrere große Kavernen, die in den Hang des Monte da Guia geschnitten sind. Diese Höhlen und Überhänge bieten nicht nur Schutz, sondern auch faszinierende Lichtspiele und sind oft dicht mit wirbellosen Tieren besiedelt, was eine genaue Erkundung lohnt.
Ein besonderes Highlight sind die Furnas do Monte da Guia und die Gruta dos Camarões, tiefe und enge Kavernen, die in größere Kammern münden. Hier kannst du die einzigartigen Lichteffekte erleben, wenn das Sonnenlicht durch die Öffnungen fällt und die Unterwasserwelt in ein besonderes Licht taucht. Zwischen zwei dieser Kavernen liegt zudem ein kleines Metallwrack auf sandigem Grund, das eine zusätzliche Attraktion darstellt und Lebensraum für verschiedene Meeresbewohner bietet. Diese Strukturen machen den Tauchgang abwechslungsreich und bieten immer wieder neue Entdeckungen.
Die Fauna am Monte da Guia ist vielfältig und spiegelt den Schutzstatus des Gebiets wider. Du kannst hier auf Adlerrochen (Myliobatis aquila) und Stachelrochen (Dasyatis pastinaca) treffen, die majestätisch über den Sandflächen gleiten. Dunkle Zackenbarsche (Epinephelus marginatus) sind oft in den Felsspalten und unter Überhängen zu finden, während Muränen (Muraena helena) aus ihren Verstecken hervorlugen. Auch Kraken (Octopus vulgaris) und verschiedene Nacktschnecken (Nudibranchia) sind hier heimisch und bereichern das Taucherlebnis.
Neben den größeren Bewohnern beherbergt der Monte da Guia auch eine Fülle kleinerer Lebewesen. Achte auf Europäische Röhrenwürmer (Sabella spallanzanii), die ihre farbenprächtigen Tentakelkränze ausfahren, und Narwal-Garnelen (Plesionika narval), die sich in den Spalten verstecken. Azoren-Chromis (Chromis limbata) schwimmen in Schwärmen über den Riffen, während Mittelmeer-Regenbogenlippfische (Coris julis) und Ornate Lippfische (Thalassoma pavo) die flacheren Bereiche bevölkern. Auch die seltenen Mystery-Schleimfische (Parablennius incognitus) sind hier zu finden.
Die vulkanische Unterwasserlandschaft ist zudem reich an sessilen Organismen. Gelbe Cluster-Anemonen (Parazoanthus axinellae) bedecken oft große Flächen der Felsen, und an tieferen, geschützten Stellen kannst du sogar Schwarze Korallen (Antipatharia) entdecken. Eidechsenfische (Synodus saurus) lauern auf dem Sandboden, während Seepocken (Balanus) die Felsen besiedeln. Diese Vielfalt an Lebensformen macht jeden Tauchgang zu einer Entdeckungsreise, bei der es immer etwas Neues zu sehen gibt.
Die Strömungsverhältnisse am Monte da Guia können variabel sein, sind aber innerhalb des Schutzgebiets in der Regel gut beherrschbar. Dennoch solltest du dich auf wechselnde Bedingungen einstellen, die durch Atlantikwetter und die exponierte Lage beeinflusst werden können. Die klaren Gewässer der Azoren, gespeist von nährstoffreichen Strömungen, tragen zur Lebendigkeit des Platzes bei und ermöglichen dir, die Strukturen und die vielfältige Fauna in ihrer ganzen Pracht zu erleben. Die beste Zeit für Tauchgänge ist von Juni bis September oder Oktober, wenn die Bedingungen am stabilsten sind.
Tauchen in Monte da Guia: die Unterwasserwelt
Tauchbedingungen
Der Monte da Guia ist ein Tauchplatz mit einer maximalen Tiefe von 40 Metern und einer minimalen Tiefe von 3 Metern. Für die allgemeinen Küstentauchgänge ist eine Open Water Zertifizierung ausreichend. Die Erkundung der Kavernen und Höhlen, wie Furnas do Monte da Guia oder Gruta dos Camarões, erfordert jedoch eine spezielle Höhlentauch-Ausbildung und Erfahrung, wobei lokale Tauchbasen oft einen Check-Tauchgang verlangen. Die Strömung ist variabel, aber im Allgemeinen beherrschbar, kann jedoch bei Atlantikwetter und exponierter Lage stärker werden. Die Sichtweite liegt typischerweise zwischen 15 und 30 Metern. Die beste Tauchsaison ist von April bis Oktober, mit Wassertemperaturen zwischen 16°C und 25°C, wobei die Monate Juni bis September oder Oktober die stabilsten Bedingungen bieten.







