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Azoren · Atlantik

Tauchen Pico: Vulkanwände und pelagische Begegnungen

Vulkanbögen bei S. João, schwarze Korallen an der Parede de São Caetano, Mobula-Rochen und Haie im offenen Blau

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • S. João mit Lavabögen zwischen 20 und 40 Metern
  • Parede de São Caetano mit schwarzer Koralle
  • Banc Princesa Alice mit Mobula-Rochen und Schwärmen
  • Blauhaie über Offshore-Bänken und unterseeischen Bergen
  • Vulkanische Wände statt tropischer Korallenriffe
  • Atlantische Bootsfahrten mit wechselnden Strömungen
  • Beste Seebedingungen von Mai bis September

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Überblick

Pico ist eine atlantische Inselbasis für Bootstauchgänge an vulkanischen Unterwasserlandschaften. Bei S. João führen senkrechte Felsabbrüche und natürliche Lavabögen durch 20 bis 40 Meter Tiefe; an der Parede de São Caetano stehen schwarze Korallen an einer Wand. Weiter draußen liegen Offshore-Bänke wie Banc Princesa Alice, wo Begegnungen mit pelagischen Fischen, Mobula-Rochen und verschiedenen Haiarten möglich sind. Das Tauchprogramm bleibt ein Aufenthalt an Land, dessen Ablauf von Wetter und Seegang mitbestimmt wird.

Tauchen vor Ort

Die Tauchplätze rund um Pico liegen überwiegend an isolierten vulkanischen Strukturen: senkrechte Wände, Felsabhänge, Lavabögen und unterseeische Berge bestimmen das Bild. S. João verbindet 20 bis 40 Meter Tiefe mit gut sichtbaren Formationen, während die Parede de São Caetano zwischen 30 und 40 Metern an einer Wand entlangführt. Die Strömung ist wechselnd; auf exponierten Plätzen im offenen Atlantik können die Bedingungen deutlich dynamischer sein. Banc Princesa Alice liegt weit vor den Inseln und verlangt deshalb eine sorgfältige Planung. Beim Shark Diving fehlt der feste Bezugspunkt des Felsens: Im freien Blau sind Tarierung, Orientierung und eine saubere Oberflächenorganisation besonders wichtig. Die Sicht kann durch Wellengang, bewegte See oder planktonreiche Phasen beeinträchtigt werden. Pico ist damit vor allem eine Bootsdestination, bei der die Qualität des Tages nicht nur vom Tauchplatz, sondern ebenso von der Seelage abhängt.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

An den vulkanischen Wänden zeigen sich schwarze Korallen und die typische Meeresfauna der makaronesischen Gewässer. An der Parede de São Caetano sind große Zackenbarsche möglich; Mobula-Rochen und Haie gehören ebenfalls zu den Begegnungen, die diesen Platzcharakter prägen können. Beim Shark Diving stehen Blauhaie im offenen Blau im Mittelpunkt. Auf Banc Princesa Alice sind pelagische Fischschwärme, Manta-Rochen und verschiedene Haiarten möglich. Mobula-Rochen beziehungsweise Teufelsrochen werden vor allem im Sommer und frühen Herbst gesichtet, allerdings nicht bei jedem Tauchgang. Beobachtungen von Riesenhaien bleiben seltene Sommerereignisse. Wale und andere große Pelagier können vom Frühjahr bis in den Sommer durch den Archipel ziehen, sind unter Wasser jedoch ebenfalls seltene Begegnungen. Wer nach Pico reist, sollte deshalb mit markanten Chancen rechnen, nicht mit fest planbaren Tierkontakten.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wird von Mai bis September erwartet; zugleich liegt die saisonale Messung für die besten Tauchbedingungen in diesem Zeitraum. Die örtlichen Anbieter führen Tauchfahrten vor allem von Mai bis November durch. Juni bis September, teils auch Oktober, bieten für exponierte Plätze die verlässlichere Wetterlage und bessere Chancen auf ruhige Ausfahrten. Im Hochsommer ist die Insel stärker nachgefragt, während Frühjahr und später Herbst meist weniger dicht belegt sind. Für Banc Princesa Alice und andere weit vorgelagerte Plätze ist diese Wahl besonders wichtig, weil Seegang und Wind die Ausfahrt stärker beeinflussen als bei küstennahen Formationen. Die saisonalen Begegnungen mit Mobula-Rochen liegen im Sommer und frühen Herbst.

Erforderliches Niveau

S. João kann auch für weniger erfahrene Taucher infrage kommen, sofern die Tarierung sicher beherrscht wird und die betreffende Ausfahrt zum Ausbildungsstand passt. Für 30 bis 40 Meter an der Parede de São Caetano ist eine passende Tiefenqualifikation erforderlich. Advanced Open Water oder eine entsprechende CMAS-/VDST-Einstufung ist besonders für tiefere Profile und das Tauchen mit Haien sinnvoll. Für Shark Diving werden zudem mindestens 50 geloggte Tauchgänge und sehr gute Tarierung empfohlen. Nitrox ist für wiederholte Bootstauchgänge nützlich, ersetzt aber keine Erfahrung mit Strömung, Tiefe und offenem Wasser.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Reise in der Regel mit mindestens einer Umsteigeverbindung auf die Azoren. Ziel kann der Flughafen von Pico sein. Alternativ lässt sich eine andere Azoreninsel anfliegen und die Weiterreise mit der zwischen den Inseln verkehrenden Fähre organisieren. Gerade diese Kombination braucht zeitliche Reserve, weil der Fährabschnitt eine dauerhafte Abhängigkeit von der Seelage in die Anreise bringt. Auf Pico selbst bewegen sich Taucher überwiegend mit dem Mietwagen über die Insel oder mit einem örtlichen Transfer zu den jeweiligen Basen und Bootsanlegern. Die Unterkünfte liegen nicht an einem einzigen zentralen Abfahrtsort; deshalb sollte die tägliche Straßenfahrt bei der Reiseplanung berücksichtigt werden. Bei einer Weiterfahrt per Fähre empfiehlt sich ein tauchfreier Puffertag, statt die Ausfahrt unmittelbar an die Überfahrt zu koppeln.

Tipps von Ortskundigen

Pico verzeiht keinen dicht gepackten Zwei- oder Dreitagetrip. Eine einzelne durch Seegang ausgefallene Ausfahrt lässt sich dann kaum auffangen; fünf bis sieben Tage geben dem Programm die nötige Beweglichkeit. Ein Tauchgang zu Beginn des Aufenthalts schafft zusätzlich Spielraum für eine spätere Verschiebung. Wer Banc Princesa Alice oder Shark Diving einplant, sollte nicht nur auf die Tiererwartung schauen, sondern die Belastung durch offene See, fehlenden Felsbezug und wechselnde Strömung realistisch einschätzen. Eine persönliche Signal- oder Navigationsausrüstung kann für Taucher sinnvoll sein, die sie aus solchen Bedingungen gewohnt sind. Pico ist kein tropisches Korallenriff und auch keine klassische Shore-Dive-Destination: Wer mit diesen Erwartungen anreist, plant Unterkunft und Tagesablauf leicht am eigentlichen Charakter der Insel vorbei. Vor einer Fährfahrt bleibt besser ein ganzer Tag ohne Tauchgang frei. Die Vulkanlandschaft unter Wasser belohnt ruhige Tarierung; unkontrolliertes Flossenschlagen fällt an den Felsreliefs besonders schnell auf.

Den Aufenthalt planen

Ein sinnvoller Aufenthalt dauert fünf bis sieben Tage und verbindet mehrere Bootstage mit einer Wetterreserve. Die Tauchgänge werden an Land organisiert, während die Unterkünfte über die Insel verteilt liegen und per Straße oder Transfer erreicht werden. Zwischen Ausfahrten bleibt Zeit für die vulkanischen Küsten und Dörfer. Für Begleitpersonen bietet Pico Natur, Landschaft und Walbeobachtung, jedoch keine dicht bebaute Badestation. Ein tauchfreier Tag vor einer Interisland-Fähre oder dem Rückflug hält den Ablauf entspannt.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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