
Go Shark Azores
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Azoren · Atlantik
Vor Faial reichen vulkanische Küstenfelsen bis zu offenen Seamounts, an denen Mobula-Rochen, Blauhaie und große Fischschwärme vorbeiziehen.
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Faial ist eine Basis für Tauchgänge, die vom vulkanischen Küstenrelief bis weit ins offene Wasser führen. Von Horta aus geht es zu Felsformationen an Faial und Pico, aber auch zur Princess Alice Bank, deren Gipfel aus rund 37 Metern Tiefe aufragt. Dort wird im Blau abgetaucht, während Mobula-Rochen, Haie und große Fischschwärme den eigentlichen Grund für die lange Bootsfahrt liefern. Die Insel eignet sich daher besonders für erfahrene Taucher, die Atlantikbedingungen nicht mit tropischer Routine verwechseln.
Die küstennahen Tauchgänge folgen Basaltreliefs, Felswänden und vulkanischen Abhängen. Je nach Lage und Wetter kann die Strömung spürbar wechseln; die Sicht liegt nahe der Insel meist bei zehn bis 20 Metern und ist deutlich unbeständiger als auf den Offshore-Plätzen. Auf der Princess Alice Bank wird in blauem Wasser über einem vulkanischen Unterwasserberg getaucht, häufig zwischen 30 und 40 Metern, mit möglicher mäßiger bis starker Strömung. Das verlangt eine zügige Abwärtsbewegung, sichere Orientierung am Ankerseil und die Bereitschaft, den Aufstieg driftend fortzusetzen. Die Ausfahrten zu den Seamounts sind lange Tagestouren im Speedboot oder kleinen Katamaran. Küstenplätze und Tauchgänge bei Pico bieten den sachlicheren Plan B, wenn Wind oder Welle die offene See nicht zulassen.
Die auffälligsten Begegnungen gehören dem freien Wasser: Mobula-Rochen versammeln sich von Juni bis Oktober, besonders regelmäßig von Juli bis September, über der Princess Alice Bank und anderen Seamounts. Im Sommer und frühen Herbst kommen dort auch Blauhaie vor; beim Shark Dive liegt die Begegnung in höchstens zehn Metern Tiefe und setzt einen Check-Tauchgang voraus. Makohaie erscheinen im Sommer sporadisch. Walhaie sind seltene Beobachtungen im Spätsommer und Herbst. Große Schwärme von Bonitos und Atlantischen Thunfischen, Pferdemakrelen, Bernsteinmakrelen sowie Große Barrakudas gehören ebenfalls zur pelagischen Kulisse. Im Kanal zwischen Faial und Pico sind Cachalots und Delfine ganzjährig anzutreffen, mit mehr Beobachtungsausfahrten von März bis Oktober.
Die verlässlichste Tauchperiode reicht von Juni bis Oktober. Die Messreihen weisen von Mai bis September die ruhigste See aus; zugleich nehmen Regen und unruhige Winterlagen ab Juni deutlich ab. Für die klarsten Bedingungen sprechen besonders August und September bis in den Oktober hinein: An der Küste sind dann etwa zehn bis 20 Meter möglich, auf Offshore-Seamounts auch 30 bis 40 Meter. Im Frühjahr trüben Planktonblüten und nährstoffreiches Wasser die Sicht. Dezember bis März bringen häufiger Wind, Welle und Ausfälle. Wer wegen Mobula-Rochen oder Blauhaien anreist, legt die Reise in den Sommer und frühen Herbst, lässt aber wetterbedingte Reservetage frei.
Faial richtet sich vor allem an Taucher mit sicherer Freiwasserpraxis und Erfahrung mit wechselnder Strömung. Für die küstennahen Plätze genügt ein solides mittleres Niveau mit lokaler Einweisung. Princess Alice Bank ist Advanced-Tauchern mit dokumentierter Erfahrung, mindestens etwa 25 Tauchgängen und Komfort bis in den Bereich von 37 bis 40 Metern vorbehalten; ein Check-Tauchgang oder eine Überprüfung kann verlangt werden. Nitrox, Deep Diver und Drift Diver sind für lange, tiefe oder driftende Ausfahrten sinnvoll.
Für deutsche Reisende beginnt die Anreise in Frankfurt, München oder Düsseldorf. Faial wird über den Flughafen von Horta erreicht, in der Regel direkt ab Lissabon oder mit einer Verbindung über eine andere Azoreninsel; dafür kommen je nach Flugplan TAP Air Portugal, Ryanair, EasyJet oder Azores Airlines infrage. Alternativ führt der Weg über Pico: Nach dem Flug nach Pico verbindet eine etwa 30-minütige Fährfahrt Madalena mit Horta. Die Fährverbindungen des Dreiecks Faial, Pico und São Jorge sind im Sommer häufig, im Winter jedoch stärker von Wetter und Fahrplan abhängig. In Horta liegen die Tauchbasen an der Marina oder in ihrer Nähe. Unterkünfte in diesem Bereich sind meist zu Fuß oder mit einem eigenen Fahrzeug erreichbar; lange organisierte Transfers sind nicht der Regelfall.
Die Princess Alice Bank sollte nicht als normale Küstenfahrt eingeplant werden. Drei Stunden Anfahrt, offene See, Tiefen bis etwa 37 Meter und wechselnde Strömung machen einen freien Tag vor und nach dem Termin wertvoll; die Ausfahrt gehört nicht ans Ende des Aufenthalts. Wer nur flache Küstentauchgänge kennt, sollte die Teilnahme nicht kurzfristig voraussetzen, sondern die eigene Erfahrung mit Blauwasser, Abstieg am Seil und Driftaufstieg ehrlich einordnen. Für die offene See sind eine klare Konfiguration für schnelle Ab- und Aufstiege sowie ein verlässlicher Computer wichtiger als zusätzliche Ausrüstung ohne Übung. Tiefe und anspruchsvolle Tauchgänge liegen möglichst früh am Tag, die küstennahen Plätze bleiben als Ausweichlösung bei Wind oder Welle. Im Hochsommer sind Plätze auf den kleinen Booten schnell vergeben; Princess Alice oder Shark Dive gehören deshalb früh in die Reiseplanung. Mobula-Rochen sind im Kernsommer wahrscheinlicher, aber auch dann nicht bei jedem Tauchgang garantiert. Nach einem Tauchgang sollte der Fährfahrplan nicht zu eng liegen.
Horta funktioniert am besten als feste Basis für sieben bis zehn Tage. So lassen sich die wetterabhängigen Offshore-Ausfahrten mit ruhigeren Küstentauchgängen bei Faial oder Pico verbinden, ohne häufiges Umziehen. Die übrigen Tage gehören der Insel: Caldeira und Capelinhos zeigen zwei sehr unterschiedliche Vulkanlandschaften, während Fähren nach Pico oder São Jorge den Aufenthalt erweitern. Nicht tauchende Begleitpersonen können an Wal- und Delfinbeobachtungen, Wanderungen oder Inselbesichtigungen teilnehmen.
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