Tauchsafaris · Indonesien
Tiare Cruise – Raja Ampat auf traditionellem Holz
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Tiare ist eine traditionelle indonesische Phinisi mit Teakholz aus alten Joglos und einem eigenen Tauchdeck am Heck.
- In Raja Ampat führen die Reisen ab Sorong zu Mantas, großen Fischschwärmen, Wobbegong-Haien und ungewöhnlich dicht bewachsenen Riffen.
- Vier Taucher bilden jeweils eine Tauchgruppe; jeder Taucher trägt ein ENOS-Ortungssystem am BCD.
- Eine separate Fotostation mit Kameraraum, Ladestationen und Spülbereich richtet sich an Unterwasserfotografen.
- Auch Nichttaucher können schnorcheln, Kajak fahren, paddeln oder an Land gehen.
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Die Einladung
Die Tiare ist für Taucher, die Raja Ampat nicht aus einem Resort heraus ansehen wollen. Das Schiff bringt dich zu einer Route, auf der Putzerstationen, Fischschwärme und farbige Korallen nicht nur Kulisse für einen einzelnen Ausflug sind, sondern den Tagesablauf bestimmen. Dazu kommt der Charakter einer traditionellen Phinisi: altes Teakholz, offene Decks und ein gemeinsames Leben auf See statt einer anonymen Kabinenanlage. Wer mit einer Kamera reist, findet ungewöhnlich viel dafür vor. Wer mit einem nichttauchenden Partner kommt, muss die Reise ebenfalls nicht aufgeben. Die Tiare verbindet ernsthaft organisierte Tauchgänge mit genug Platz für Menschen, die lieber schnorcheln, paddeln oder eine Insel besuchen. Das ist ihr eigentlicher Reiz: ein Tauchschiff, das den Tauchern dient, ohne alle anderen an Bord zu Statisten zu machen.
An Bord gehen
Beim Ankommen fällt zuerst das Holz auf. Innen und außen besteht die Tiare aus antikem Teak, das aus alten Joglos stammt; es wirkt nicht wie eine aufgesetzte Dekoration, sondern gibt dem Schiff seinen indonesischen Charakter. Die offene Gestaltung macht den ersten Schritt an Bord leicht: Man bewegt sich zwischen Salon, Außendeck und dem großen vorderen Bereich, ohne sich ständig durch enge Durchgänge zu schieben. Die Tiare wurde 2013 gebaut und 2016 renoviert. Das erklärt den Eindruck eines Schiffs mit Geschichte, dessen Bereiche aber für heutige Tauchreisen eingerichtet sind. Im Salon läuft die Klimaanlage, draußen bleibt Platz für Essen, Gespräche und den Blick auf die Inseln. Die Crew spricht Englisch, Deutsch, Japanisch und Indonesisch. Nach kurzer Zeit weiß man, wer morgens die Flaschen vorbereitet und wer später den Kaffee bringt.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht die Gruppe nicht erst beim Abendessen, sondern schon beim ersten gemeinsamen Flaschencheck. Die Tauchgruppen bleiben klein, die Crew ist im Tagesablauf sichtbar und die Aufgaben sind verteilt: Guides kümmern sich um die Tauchgänge, die Dinghy-Fahrer um den Transfer, Küche und Service darum, dass zwischen den Wasserzeiten nichts fehlt. Abends sitzt man auf dem Vorderdeck oder beim Essen zusammen, ohne dass daraus ein festes Unterhaltungsprogramm werden muss. Musik und Video sind vorhanden, wichtiger ist aber meist das Gespräch über den Tauchgang davor. Die Crew verbindet lokale und internationale Erfahrung und spricht mehrere Sprachen. Das erklärt, warum sich auch Nichttaucher an Bord wohlfühlen, während Taucher nicht das Gefühl bekommen, ihre Reise müsse sich nach einem Landprogramm richten. Die Bewertungen zeigen ein Schiff, dessen Verpflegung besonders stark wahrgenommen wird und dessen Crew den hohen Bordkomfort trägt.
Die Tauchplätze
Die Raja-Ampat-Reisen starten und enden in Sorong und dauern je nach Route acht Tage und sieben Nächte oder zwölf Tage und elf Nächte. Manta Sandy führt zu einer Putzerstation, an der sich Mantarochen versammeln. Mike’s Point reicht bis maximal 40 m und verbindet flache Korallen mit Fischschwärmen und Überhängen. Cape Kri steht für große Artenvielfalt, Schwärme und die Möglichkeit auf Riffhaie oder Wobbegongs. Melissa’s Garden reicht bis maximal 35 m; Weich- und Hirschhornkorallen bilden dort einen dichten Unterwassergarten. Blue Magic lebt von Strömung, ozeanischen Mantas und Wobbegong-Haien am Riffgrund. Sardines zeigt Fischdichte und Jagdszenen großer Räuber. Sorido Wall bringt Makroleben und pelagische Jäger zusammen, während Friwenbonda mit Weichkorallen und Pygmäenseepferdchen arbeitet. South Kri, Ransiwor mit maximal 30 m, Cape Mansuar, Cross Over, Yenbuba Jetty mit maximal 30 m und Sawandarek ergänzen die Route mit Schwärmen, Schildkröten, Makrodetails und korallenreichen Hängen.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen dir an vielen Plätzen Barrakudas, Riffhaie, Napoleon-Lippfische, Meeresschildkröten, Stachelmakrelen, Füsiliere, Süßlippen, Buckel-Papageifische und Nacktschnecken. Das sind keine Tauchgänge, bei denen man nach einem einzigen Großtier wieder auftaucht; der Blick springt zwischen Schwarm, Riffkante und kleinem Leben im Korallenaufbau. Pygmäenseepferdchen gehören ebenfalls zu den wiederkehrenden Motiven. Einige Begegnungen geben den einzelnen Plätzen ihren Grund. Cape Kri ist der Ort für den riesigen Zackenbarsch und den Weißspitzen-Riffhai. Blue Magic kann ozeanische Weißspitzenhaie und Thunfische bringen, wenn die Strömung die großen Tiere an den Riffbereich führt. In Yenbuba Jetty liegen Anthias und Riffleben unter den Pfeilern, South Kri hält Ausschau nach Großaugenmakrelen, Krabben und Garnelen. Ransiwor ist der Platz für Oktopus und Clownfisch, Sorido Wall für Doktorfische. Begegnungen bleiben Begegnungen, keine Garantie.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen bestehen aus höchstens vier Gästen pro Guide. Je nach Reise sind drei bis vier Tauchguides an Bord; im Crewplan sind außerdem zwei Cruise Manager beziehungsweise Tauchlehrer und zwei Dive Master oder Guides vorgesehen. Alle internationalen Zertifizierungen werden akzeptiert, und die Gruppen werden nach Erfahrung eingeteilt. Das macht die Reise für Einsteiger ebenso möglich wie für Taucher mit vielen Wiederholungstauchgängen, ohne beide zwangsläufig unter dasselbe Tempo zu zwingen. Vor jedem Tauchgang gibt es ein Briefing; Tiefe, Zeit und besondere Bedingungen legt die Tauchleitung fest. In Raja Ampat können Strömungen auftreten, deshalb entscheidet die Gruppe nicht nach Ehrgeiz, sondern nach Erfahrung und Tagesbedingungen. Jeder Taucher trägt ein ENOS-GPS-System am BCD sowie eine wasserdichte Tasche mit Mobiltelefon und Pfeife. Sauerstoff liegt auf dem Hauptschiff und auf einem Tauchboot bereit, dazu kommen Notfallausrüstung, Rettungsinseln und Schwimmwesten.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck liegt am Heck und ist für den Ablauf einer Safari gebaut: eigene Stationen, Boxen für Kleinteile, Spülbecken und zwei warme Duschen direkt nach dem Tauchgang. Es stehen Aluminiumflaschen mit 12 oder 15 Litern sowie 7-Liter-Flaschen für weniger Gewicht zur Verfügung; die Ventile sind für INT und DIN geeignet. Getaucht wird mit Luft oder Nitrox 32. Nitrox ist eine optionale Leistung. Zwei sechs Meter lange Tauchboote mit je 90 PS und sechs Tauchplätzen bringen die Gruppen zu den Spots und nehmen sie wieder auf, während ein separates Schlauchboot für Schnorchler eingesetzt wird. Sidemount ist möglich. Für Kameras gibt es einen eigenen Raum, mehrere Ladestationen, Arbeitsflächen, Datensicherung und einen getrennten Spülbereich. Leihmaterial ist vorhanden, darunter Atemregler, BCD, Computer, Lampe, Anzug und 15-Liter-Flasche; die Verfügbarkeit sollte vor der Reise geklärt werden.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf die offenen Bereiche des Schiffs. Das große vordere Deck bietet Sonne, Schatten und genug Raum, um nicht jede Pause auf demselben Sitzplatz zu verbringen. Der klimatisierte Salon ist der Rückzugsort, wenn die Hitze draußen zu viel wird oder die Bilder von der Kamera gesichtet werden wollen. Auf der Fahrt bleibt Zeit für ein Buch, ein Gespräch oder einfach den Blick auf die Inseln. Kajaks und Stand-up-Paddleboards liegen für die ruhigen Stunden bereit; Schnorchler können mit eigener Ausrüstung ins Wasser. An Land stehen Ausflüge auf dem Programm, in Raja Ampat etwa der Besuch von Piaynemo. Die Tiare verlangt dabei nicht, dass jede Pause verplant wird. Nach einem Tauchgang ist es völlig legitim, nur das Handtuch zu nehmen und auf dem Deck zu bleiben.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem ersten Tauchgang, nicht mit einem langen Frühstück. Danach geht es zurück aufs Tauchdeck: Flasche abstellen, Ausrüstung sichern, duschen, essen, ausruhen. Je nach Reiseplan sind bis zu vier Tauchgänge am Tag möglich; die Mahlzeiten schieben sich zwischen die Wasserzeiten, ohne den Ablauf unnötig aufzuhalten. Während das Schiff zum nächsten Platz fährt, wird geschlafen, gegessen, fotografiert oder einfach auf das Wasser geschaut. Der nächste Einstieg folgt, sobald Position, Bedingungen und Tauchgruppe zusammenpassen. Wenn ein Nachttauchgang angesetzt ist, wird es auf dem Heckdeck ruhiger und konzentrierter: Licht prüfen, Briefing hören, ins Beiboot steigen oder direkt von der Plattform ins Dunkel gehen. Danach bleibt meist nur noch warm duschen, etwas essen und die nassen Sachen für den nächsten Morgen ordnen. Mehr braucht dieser Tag nicht.
Was man an Bord isst
Gegessen wird als Vollpension mit Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Snacks über den Tag verteilt. Die Küche verbindet lokale indonesische Gerichte mit westlicher Küche und bietet Buffet, Gerichte à la carte sowie vegetarische und vegane Optionen. Dazu kommen frisches Obst, alkoholfreie Getränke, Tee und Kaffee; Bier und Wein sind an Bord erhältlich. Ein Abendessen unter freiem Himmel oder ein Barbecue am Strand verändert den Rhythmus einer Tauchwoche: Nicht jede Mahlzeit muss zwischen zwei Briefings im Salon verschwinden. Nach dem Tauchgang ist der Teller Teil der Erholung. Die sehr gute Bewertung der Verpflegung passt dazu, weil eine Küche bei vier möglichen Tauchgängen täglich nicht nur abwechslungsreich, sondern vor allem verlässlich arbeiten muss. Niemand möchte nach dem zweiten Tauchgang auf eine lange Zeremonie warten. Hier zählt, dass Essen bereitsteht, wenn die Gruppe aus dem Wasser kommt.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem unteren Deck und haben Bullaugen, Klimaanlage sowie ein eigenes Bad mit warmem Wasser. Die Rückmeldungen beschreiben sie als hell und luftig, mit großzügigen Bädern – ein Unterschied, den man nach mehreren Tauchgängen am Tag nicht kleinreden sollte. Das Teakholz setzt sich in den Innenräumen fort, ohne dass daraus eine schwere, dunkle Atmosphäre entsteht. Es gibt Doppel-, Twin- und Dreibettkabinen; Familienkabinen sind ebenfalls vorgesehen. Von der Koje aus bleibt das Schiff ein Schiff: Die Kabinen liegen nicht über dem Wasser, und nachts ist man näher am Bordleben als in einem Hotelzimmer an Land. Wer absolute Stille sucht, sollte sich auf die Geräusche eines fahrenden Holzschiffs einstellen. Wer nach dem letzten Tauchgang duschen, die Klimaanlage einschalten und mit offenem Bullauge den Tag beenden möchte, bekommt genau diesen einfachen Komfort.
Doppelkabinen
Zweibettkabinen
Dreibettkabinen
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Raja-Ampat-Reisen beginnen und enden in Sorong. Transfers vom Flughafen oder von einem dafür vorgesehenen Hotel am Ein- und Ausschiffungstag sind eingeschlossen; bei früher Ankunft holt die Crew Gäste direkt ab und bringt sie zum Schiff. Der Check-in ist um 12:00 Uhr, der Check-out um 09:00 Uhr. Für die Anreise nach Sorong ist ein zusätzlicher Tag vorher vernünftig, besonders bei internationalen und innerindonesischen Anschlussflügen.
Decksplan
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Innen- und Außenbereiche der Tiare bestehen aus antikem Teakholz, das aus alten Joglos geborgen wurde. Damit wird der Einsatz von Holz aus Indonesiens schrumpfenden Regenwäldern reduziert.
- Baujahr
- 2013
- Jahr der Renovierung
- 2016
- Länge
- 45,6 m
- Breite
- 9 m
- Maximale Passagierzahl
- 14
- Anzahl Kabinen
- 6
- Anzahl Badezimmer
- 6
- Motoren
- Yanmar Turbo Diesel 500 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Webseite
- tiarecruise.com ↗
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