Tauchsafaris · Indonesien
Akomo Isseki – Raja Ampat im kleinen Kreis
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Akomo Isseki nimmt höchstens acht Gäste mit und ist für kleine Tauchgruppen gebaut.
- Die Raja-Ampat-Reisen dauern elf Tage und zehn Nächte ab Waisai.
- Die handgebaute Phinisi verbindet traditionelle Holzbauweise mit Solarstrom und moderner Navigation.
- Die Crew führt die Tauchgänge in kleinen Gruppen und spricht Englisch.
- Raja Ampat bedeutet hier vor allem Weichkorallen, Fischschwärme, Mantas, Wobbegongs und viel Makroleben.
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Die Einladung
Die Akomo Isseki passt zu Tauchern, die Raja Ampat nicht aus einem großen schwimmenden Hotel heraus erleben wollen. Das Schiff bleibt klein, die Gruppe überschaubar, und die Tauchpläne können auf Strömung, Wetter und Können reagieren. Gesucht wird hier kein glatter Luxus, sondern ein Boot mit eigener Handschrift: handgebaut in Sulawesi, von einer lokalen Crew geführt und nah genug am Wasser, dass die Reise nicht zwischen Kabine und Buffet endet. Die Route führt zu Riffen, Buchten und Inseln, die mit großen Schiffen schwerer erreichbar sind. Unter Wasser reicht das Spektrum von Mantas an Putzerstationen bis zu winzigen Seepferdchen und Nacktschnecken. Wer nach dem Tauchgang lieber mit der Crew und den anderen Gästen am Tisch sitzt, statt sich in einer anonymen Lounge zu verlieren, wird den Charakter dieses Schiffs schnell verstehen.
An Bord gehen
Am Kai fällt zuerst die traditionelle Holzform der Phinisi auf: ein langgestreckter Rumpf, niedrige Aufbauten und die markanten Lattentakel, die über dem Deck stehen. Das Holz stammt aus der Bau traditioneller Boote in Sulawesi; Rumpf, Spanten und Deck sind nicht als Dekoration gedacht, sondern als Teil eines Arbeitsbootes, das seine Zeit auf See verbringt. An Bord bewegt man sich ohne lange Wege zwischen Salon, Außendeck und Tauchbereich. Es gibt keine Hotelkulisse und keine abgetrennten Welten. Man hört Wasser am Rumpf, Schritte auf dem Deck und je nach Ablauf des Tages den Kompressor. Die Akomo Isseki wirkt dadurch eher wie ein gepflegtes Expeditionsboot als wie ein anonymes Kreuzfahrtschiff. Genau das ist ihr Vorteil: Die Tauchgruppe bleibt zusammen, die Crew ist greifbar, und nach kurzer Zeit weiß jeder, wo Flossen, Kamera und Kaffee hingehören.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord entsteht aus der kleinen Gruppe, nicht aus einem Animationsprogramm. Mit wenigen Gästen wird der Tauchplan persönlich: Briefings bleiben überschaubar, auf dem Deck herrscht weniger Gedränge, und nach dem Tauchgang kann man tatsächlich über denselben Fisch sprechen, statt nur höflich nebeneinander zu sitzen. Die Crew ist nicht nur für das Tragen von Flaschen da. Sie kocht, fährt das Beiboot, hält das Schiff in Ordnung und bleibt ansprechbar, wenn die Bedingungen unter Wasser anspruchsvoller werden. Abends sitzen Gäste und Crew beim Essen zusammen, spielen Karten, erzählen von den Tauchgängen oder lassen den Tag bei einem Bier ausklingen. Die Kabinen sind komfortabel, aber einfach. Dafür bekommt man ein Schiff, auf dem Menschen nicht wie Buchungsnummern behandelt werden. Viele Reisende erinnern sich später weniger an eine Armatur als an die Crew, die sie nach jedem Tauchgang lächelnd wieder an Bord nahm.
Die Tauchplätze
Die Akomo Isseki fährt Raja-Ampat-Routen ab Waisai und zurück nach Waisai; die Reise dauert elf Tage und zehn Nächte. Eine weitere lange Route führt von Ambon über Banda Neira und Misool nach Waisai. Am Manta Sandy versammeln sich Mantas an einer Putzerstation, während Schnorchler und Taucher das Geschehen von oben beobachten können. Mike’s Point verbindet flache Korallen mit großen Fischschwärmen und markanten Überhängen; die maximale Tiefe liegt bei 40 Metern. Cape Kri ist für seine außergewöhnliche Artenvielfalt, Schwärme und Riffhaie bekannt. Melissa’s Garden ist ein dichter Garten aus Weich- und Hirschhornkorallen und reicht bis 35 Meter. Blue Magic bringt Strömung, ozeanische Mantas und Wobbegong-Haie zusammen. Sardines lebt von Fischdichte und Jagdszenen großer Räuber. Sorido Wall verbindet Makroleben mit Barrakudas und Riffhaien. Friwenbonda, South Kri, Ransiwor, Cape Mansuar, Cross Over, Yenbuba Jetty und Sawandarek ergänzen die Route mit Weichkorallen, Makrotieren, Schildkröten, Schwärmen und ruhigerem Rifftauchen. Ransiwor und Yenbuba Jetty erreichen maximal 30 Meter.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnet man vielen Tieren nicht nur an einem einzelnen Punkt: Barrakudas, Riffhaie, Napoleon-Lippfische, Meeresschildkröten, Makrelenartige, Füsiliere, Gaterinen, Buckelpapageifische und Nacktschnecken gehören zum wiederkehrenden Bild. Weichkorallen und Zwergseepferdchen machen den Blick nach unten genauso lohnend wie der Blick ins Blau. Cape Kri ist der Platz für den riesigen Zackenbarsch und den Weißspitzen-Riffhai. Blue Magic ist der Grund, nach ozeanischen Weißspitzenhaien und Thunfischen Ausschau zu halten; die Strömung bringt dort auch große Fischschwärme und Jäger zusammen. Wer Kleines sucht, findet in South Kri Krabben, Garnelen und Großaugen-Makrelen, in Yenbuba Jetty Anthias und Riffbarsche. Ransiwor kann mit einer Krake und einem Clownfisch überraschen. An Sorido Wall lohnt der Blick auf Doktorfische zwischen Barrakudas und Riffhaien. Mantas sucht man an Manta Sandy und Blue Magic dort, wo Putzerstationen und Strömung sie zusammenführen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Guides und Tauchlehrer sind nach SSI- und PADI-Standards ausgebildet; zur Crew gehören auch Erste-Hilfe-Ausgebildete. Die Guides sprechen Englisch, und die Gruppen werden klein gehalten, mit einem Verhältnis von etwa einem Guide zu vier Tauchern. Verlangt wird mindestens Advanced Open Water oder eine vergleichbare Qualifikation; alternativ wird eine Deep-Specialty genannt. Das ist kein Schiff für den allerersten Tauchkurs, sondern für Taucher, die mit Strömung und selbstständigem Verhalten im Wasser vertraut sind. Vor jedem Tauchgang gibt es ein ausführliches Briefing zu Riffprofil, erwarteter Strömung, Gezeiten und möglicher Tierwelt. Die Tauchleitung kann eine ruhigere Route wählen oder einen anderen Platz anfahren, wenn die Bedingungen nicht zur Gruppe passen. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kits, Funk, GPS, Sonar und eine Notfallausrüstung sind an Bord. Ein Defibrillator und ein eigenes Rückrufsystem werden nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und direkt auf das Arbeiten im Wasser ausgerichtet. Es gibt eine feste Tauchplattform, DIN-Adapter und ein Beiboot, das die Taucher zum Platz bringt und sie nach dem Auftauchen wieder aufnimmt. Der Transfer ins Wasser erfolgt damit nicht zwingend direkt an der Plattform; gerade bei Strömung kann das Beiboot die Gruppe dort abholen, wo sie tatsächlich auftaucht. Flaschen, Gewichte und Gewichtsgurte gehören zum Tauchpaket. Ein Kompressor und gewartete Tauchausrüstung sind an Bord, Mietausrüstung kann vorab organisiert werden. Nitrox wird nicht ausgewiesen und sollte deshalb nicht eingeplant werden. Für Fotografen gibt es einen eigenen Kameraspülbereich sowie Ladestationen; Kameraausrüstung bleibt damit getrennt vom normalen Spülvorgang. Über Volumen und Material der Flaschen sowie über einzelne Mietmarken gibt es keine verlässliche Angabe. Das ist weniger bequem für die Planung, als eine Fantasieliste zu lesen, aber ehrlicher.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf die überdachten Bereiche, die Sonnendecks und den Salon. Wer Schatten braucht, bleibt in der Nähe des Tauchdecks oder zieht sich mit einem Buch in den Innenraum zurück; wer noch Wärme im Körper hat, sucht sich einen Platz in der Sonne und schaut den Inseln beim Vorüberziehen zu. Der Salon bietet Raum für Gespräche, Musik, Filme und die kleine Bibliothek, ohne dass man sich dem ganzen Boot entziehen muss. Für die Pausen über Wasser liegen Kajaks bereit, besonders passend in den stillen Buchten und zwischen den Karstinseln Raja Ampats. Auch eine Landexkursion oder ein Strand-Barbecue kann in den Ablauf passen. Die Fahrzeit ist dabei kein bloßes Warten: Sie bringt das Schiff in die nächste Bucht, während die Tauchgruppe Ausrüstung trocknet, Fotos sichtet oder einfach auf das Wasser schaut.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem Briefing, sobald die Bedingungen und der Ablauf für den ersten Tauchgang feststehen. Danach geht es vom Tauchdeck oder mit dem Beiboot ins Wasser. Nach der Rückkehr warten Frühstück oder ein Snack, Zeit zum Spülen der Kamera, Duschen, Trocknen und Erzählen, bevor der nächste Tauchgang vorbereitet wird. Die Mahlzeiten schieben sich in diesen Rhythmus, nicht umgekehrt: Man isst, wenn die Gruppe wieder an Bord ist, und findet danach meist einen Platz im Schatten oder im Salon. Während einer Passage bleibt die Ausrüstung liegen, und das Schiff bringt die Gäste zur nächsten Bucht oder zum nächsten Riff. Je nach Wetter, Strömung und Tiden können weitere Tauchgänge oder ein Nachttauchgang dazukommen. Ein fester Stundenplan wäre in Raja Ampat ohnehin die falsche Vorstellung. Der Kapitän und die Tauchleitung wählen den Ablauf so, dass die Bedingungen für die Gruppe passen. Dazwischen bleibt genug Zeit für Kajak, Landgang, Fotos oder Schlaf.
Was man an Bord isst
Gegessen wird frisch gekocht, mit indonesischen Gerichten und westlichen Speisen, je nach Mahlzeit auch als Buffet oder à la carte. Auf den Tisch kommen drei Hauptmahlzeiten und Snacks über den Tag verteilt; Tee, Kaffee und Trinkwasser stehen bereit. Vegetarische und vegane Wünsche können berücksichtigt werden. Besonders passend ist das Essen draußen: Nach dem Tauchgang sitzt die Gruppe nicht lange mit leerem Magen herum, sondern findet bald etwas Warmes, Einfaches und Sättigendes vor. Bei einer Raja-Ampat-Woche mit mehreren Tauchgängen täglich ist das keine Nebensache. Die Küche hält den Tag zusammen. Dazu kommen gelegentlich ein Strand-Barbecue und frisches Brot oder kleine Leckereien. Die Bewertungen zur Verpflegung gehören zu den stärksten des Schiffs, und das passt zu dem, was an Bord gebraucht wird: Abwechslung, ordentliche Portionen und Essen, das nach einem langen Tauchgang wirklich trägt.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Akomo Isseki sind ruhig, schlicht und näher am Meer als an einem Hotelzimmer. Die Standardkabinen haben Bullaugen, durch die am Morgen das Wasser und die Inseln zu sehen sind, und natürliche Belüftung. Betten, Stauraum für Taschen und Tauchsachen, ein Kleiderschrank sowie Ablagen für Kamera, Laptop oder Buch machen die Kabinen praktisch, ohne sie größer erscheinen zu lassen, als sie sind. Die drei Bäder werden geteilt. Nach einem langen Tauchtag zählt weniger die Oberfläche der Möbel als ein trockener Platz für die Sachen und eine Koje, in der man ungestört schläft. Handtücher gehören zur Kabine; Reinigung und Wechsel von Handtüchern und Bettwäsche können nach Wunsch erfolgen. Wer nachts das Schiff arbeiten hört, erlebt eben kein Resort an Land, sondern ein Holzboot, das in einer Bucht liegt und die Reise fortsetzt.
Standard-Kabinen
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Raja-Ampat-Reise beginnt und endet in Waisai. Wer über Sorong anreist, fährt mit der Schnellfähre nach Waisai; die Fährzeiten können sich ändern und müssen vor der Reise geprüft werden. Flughafentransfers und Hoteltransfers sind nicht automatisch enthalten, können aber organisiert werden. Für die Anreise empfiehlt sich ein zusätzlicher Tag, damit eine Flug- oder Fährverspätung nicht direkt den Einstieg gefährdet.
Was das Schiff für den Ozean tut
Die Akomo Isseki nutzt Solarstrom für die elektrischen Systeme an Bord und reduziert dadurch Generatorbetrieb, Treibstoffverbrauch und Betriebsgeräusche. Einwegplastik wird begrenzt, Lebensmittel werden möglichst lokal eingekauft, und die Fahrten folgen den Regeln der indonesischen Meeresschutzgebiete. Die Crew trägt diese Abläufe im Alltag mit, statt Nachhaltigkeit nur als Programmpunkt zu erwähnen. Weitere konkrete Angaben zu Abwasser, Ankersystemen oder eigener Naturschutzarbeit liegen nicht vor.
- Baujahr
- 2018
- Länge
- 27 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 8
- Anzahl Kabinen
- 4
- Anzahl Badezimmer
- 3
- Motoren
- Mitsubishi
- Reisegeschwindigkeit
- 6 Knoten
- Beiboote
- 1
- Webseite
- liquidadventuresindonesia.com ↗
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