Tauchsafaris · Indonesien
Fenides – Raja Ampat mit Raum für Entdeckungen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die 2019 gebaute Phinisi verbindet traditionelle Ironwood- und Teakholzbauweise mit einer zeitgemäßen Ausstattung.
- Die Raja-Ampat-Reise startet und endet in Sorong und dauert 8 Tage und 7 Nächte.
- An Bord gibt es bis zu vier begleitete Tauchgänge täglich, darunter bei passenden Bedingungen einen frühen oder nächtlichen Tauchgang.
- Nitrox ist ohne Aufpreis verfügbar; die Reise setzt mindestens 25 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Qualifikation voraus.
Die Einladung
Die Fenides passt zu Tauchern, die Raja Ampat nicht vom Hotel aus kennenlernen wollen, sondern dort schlafen möchten, wo der nächste Tauchgang beginnt. Ihr Reiz liegt in der Verbindung aus klassischer Phinisi und moderner Tauchlogistik: Holz und Segelschiff-Charakter an der Oberfläche, Bauer-Kompressor, Nitrox und schnelle Beiboote für die Riffe. Die Route führt zu Putzerstationen, Fischschwärmen, Strömungsplätzen und Korallengärten rund um Raja Ampat. Dazu kommen frühe Tauchgänge, Nachttauchgänge bei geeigneten Bedingungen und die Bereitschaft, weniger bekannte Plätze anzusteuern. Wer ein schwimmendes Resort mit festen Abläufen sucht, findet andere Schiffe. Wer morgens vor dem Frühstück im Wasser sein und am Nachmittag zwischen Weichkorallen, Mantas und Makroleben wählen möchte, findet hier den passenderen Rahmen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Fenides nicht wie ein umgebauter Arbeitskahn, sondern wie eine bewusst gestaltete Phinisi. Der Rumpf und die Aufbauten aus Ironwood und Teak geben dem Schiff den warmen, handwerklichen Charakter traditioneller indonesischer Boote; Saloon, Bar, Außenspeisebereich und Sonnendecks setzen dagegen auf offene, moderne Räume. Der Weg vom Aufenthaltsbereich zum Tauchdeck bleibt kurz genug, dass zwischen Briefing, Anrödeln und Rückkehr keine Expedition entsteht. Nach der Übernahme geht es nicht sofort um Etikette, sondern um eine kurze Orientierung, Sicherheit und den Ablauf der Tauchgänge. Dann beginnt der Teil, für den man hier einsteigt: Das Schiff läuft aus Sorong aus, während die Crew erklärt, wie Beiboote, Gruppen und Tagesplan zusammenpassen.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt weniger von Animation als vom gemeinsamen Tauchplan. Die Crew führt in Sicherheit, Tauchbetrieb und Leben an Bord ein, begleitet die Tauchgänge und bleibt auch danach im Gespräch. Am Abend werden Tauchgänge mit den Buddys nachbesprochen und geloggt; Bücher zur Bestimmung und die Bilder des Tages helfen dabei, aus einem kurzen Blick unter Wasser eine sichere Identifikation zu machen. Die Passagiere berichten außerdem von frühen Tauchgängen, bevor andere Boote an den Plätzen auftauchen, und von Erkundungstauchgängen an wenig bekannten Riffen. Das prägt eine Woche: Die Gruppe kennt nach kurzer Zeit nicht nur die Namen, sondern auch die Luftverbraucher, Fotografen und Strömungsleser. Die Bordsprache ist Englisch.
Die Tauchplätze
Die 8-tägige Raja-Ampat-Runde mit 7 Nächten startet und endet in Sorong. Manta Sandy ist eine Putzerstation, an der sich Mantarochen unter den Augen von Tauchern und Schnorchlern sammeln können. Mike’s Point reicht bis -40 m und verbindet flache Korallen mit Fischschwärmen und Überhängen. Cape Kri steht für extreme Artenvielfalt, Schwärme und Riffhaie; dort kann auch der Riesen-Zackenbarsch auftauchen. Melissa’s Garden fällt bis -35 m ab und ist für Weich- und Hirschhornkorallen bekannt. Blue Magic bringt Strömung, ozeanische Mantarochen, Wobbegong-Haie und große Jäger zusammen. Sardines lebt von Fischdichte und Jagdszenen, während Sorido Wall Makroleben, Barrakudas und Riffhaie verbindet. Friwenbonda mischt Weichkorallen mit Zwergseepferdchen. South Kri bietet Drift, Schwärme und Makrotiere. Ransiwor reicht bis -30 m und führt an Schildkröten, Füsilieren und Putzerstationen vorbei. Cape Mansuar, Cross Over, Yenbuba Jetty, Sawandarek und die übrigen Plätze ergänzen die Route mit Mobulas, Korallen, Pfeilern, Fischschwärmen und ruhigerem Riffleben.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem an vielen Plätzen Barrakudas, Riffhaie, Napoleon-Lippfische, Schwarzspitzen-Riffhaie, Meeresschildkröten, Füsiliere, Stachelmakrelen, Gaterins, Buckel-Papageifische und Nacktschnecken. Weichkorallen und Zwergseepferdchen gehören ebenfalls zum wiederkehrenden Bild, besonders dort, wo Riffstruktur und Strömung viel Leben bündeln. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen in den Details: Am Cape Kri wird der Riesen-Zackenbarsch genannt, an Blue Magic der ozeanische Weißspitzenhai und Thunfisch. Yenbuba Jetty ist der Platz für Anthias und Riffbarsche; bei Ransiwor können Titan-Drückerfisch, Kaiserfisch, Krake und die Idole der Meere auftauchen. South Kri verbindet Großaugenmakrele, Krabben und Garnelen mit Makro und Schwärmen. Sorido Wall ist der Ort für den Doktorfisch. Ob eine Begegnung gelingt, hängt von Sicht, Strömung, Verhalten der Tiere und dem richtigen Blick ins Riff ab.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchcrew spricht Englisch und begleitet bis zu vier Tauchgänge pro Tag, darunter bei geeigneten Bedingungen einen Tauchgang bei Tagesanbruch oder in der Nacht. Voraussetzung sind mindestens 25 geloggte Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Zertifizierung. Das passt zu Raja Ampat: Strömung, Sicht und Fischverhalten verlangen keine Rekorde, aber solide Tarierung, selbstständiges Verhalten und Aufmerksamkeit im Briefing. Die Gruppen werden vor den Tauchgängen eingewiesen; die Crew erklärt die Abläufe und bespricht die Tauchgänge anschließend. Welche Qualifikationen die einzelnen Guides besitzen, wie viele Taucher in einer Gruppe sind und welche Erste-Hilfe-Ausrüstung über die allgemeine Angabe „Full safety“ hinaus an Bord liegt, ist nicht angegeben. Tauchkurse sind möglich, aber keine Selbstverständlichkeit der Reise.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf regelmäßige Tauchgänge ausgelegt und wird durch zwei RIBs mit Konsolensteuerung und jeweils 50-PS-Motor unterstützt. Die Beiboote bringen die Gruppen zu den Plätzen und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf; ein festes Einstiegssystem oder eine bestimmte Abfolge beim Rückholen ist nicht beschrieben. Für die Flaschenfüllung stehen Bauer-Kompressoren bereit, Nitrox wird über eine CompAir-Membrananlage hergestellt und ist eingeschlossen. Angaben zu Flaschenvolumen, Material, DIN- oder Schraubventilen sowie zu Bojen, Spülbecken und einer Warmwasserdusche am Tauchdeck fehlen. Leihausrüstung ist gegen Aufpreis erhältlich; als Marken werden APEX und SCUBAPRO genannt. Technisches Tauchen ist nicht vorgesehen. Der Kameraraum mit sechs Arbeitsplätzen ist für Fotografen ein klarer Vorteil.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf mehrere Außenbereiche. Auf den Sonnendecks liegen Plätze zum Lesen, Schlafen oder einfach zum Schauen, während der offene Saloon Schatten und Gesellschaft bietet. Wer nicht stillsitzen möchte, kann mit SUP-Boards oder Kajaks zu nahen Stränden fahren; an passenden Tagen kommen Wakeboarden, Wasserski oder Landausflüge dazu. Für Unterwasserfotografen gibt es einen klimatisierten Kameraraum mit sechs Arbeitsplätzen, sodass die Kamera nicht auf dem Esstisch zwischen Tellern und Logbüchern auseinandergebaut werden muss. Auch Fahrstrecken gehören dazu: Dann wird aus der Tauchpause eine Zeit auf See, mit Inseln am Horizont und dem nächsten Platz noch vor dem Mittag. Eine Massage ist an Bord möglich, aber keine selbstverständliche Leistung.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit Kaffee, Tee und etwas Gebäck. Danach geht es zum Briefing und ins Wasser, solange das Licht noch flach steht und andere Taucher möglicherweise noch in ihren Kabinen sind. Nach dem Auftauchen folgt das Frühstück, später liegen Mittagessen und eine weitere Tauchpause zwischen den nächsten Sprüngen ins Wasser. Ein typischer Ablauf sieht drei Tagtauchgänge vor; je nach Platz und Bedingungen kann ein vierter begleiteter Tauchgang dazukommen, einschließlich eines Dämmerungs- oder Nachttauchgangs. Zwischen den Tauchgängen wird gegessen, gefahren, fotografiert oder mit SUP und Kajak ein Strand angesteuert. Am Abend geht es nach dem letzten Tauchgang nicht sofort ins Bett: Die Crew und die Buddys besprechen die Beobachtungen, tragen die Tauchgänge ein und lassen den Tag mit Bildern und Bestimmungsbüchern auslaufen.
Was man an Bord isst
Gegessen wird im Buffetstil mit westlichen und lokalen Gerichten. Die Küche berücksichtigt angegebene Ernährungsanforderungen, was auf einer Tauchsafari mehr bedeutet als eine nette Ergänzung: Nach mehreren Tauchgängen braucht es verlässliches, unkompliziertes Essen, das schnell verfügbar ist und nicht jedes Mal zur langen Bestellung wird. Die Mahlzeiten werden an Bord serviert, dazu gehören Bordgetränke im Rahmen der eingeschlossenen Leistungen; Dosen-, Flaschen- und bestimmte alkoholische Getränke sind davon ausgenommen. Der offene Essbereich passt zum Charakter der Reise: Man sitzt nicht lange geschniegelt am Tisch, sondern kommt mit noch feuchten Haaren, trocknet nebenbei Ausrüstung und erzählt, was unter dem Riffüberhang oder am Putzerplatz passiert ist.
Die Nächte auf See
Die Kabinen sind klimatisiert und haben jeweils ein eigenes Bad mit Warmwasserdusche und Toilette. Zur Auswahl stehen Doppel-, Twin- und Master-Suite; in den Kabinen gibt es außerdem Fernseher und Mediensysteme. Das ist angenehm, wenn nach mehreren Tauchgängen nur noch Ruhe bleibt und die Tür geschlossen werden soll. Gleichzeitig spielt sich ein guter Teil des Lebens draußen ab: im offenen Saloon, an der Bar, auf den Sonnendecks oder im Lounge-Bereich mit Blick über das Wasser. Die Nächte fühlen sich deshalb weniger wie ein Rückzug in ein Hotelzimmer an als wie ein Wechsel zwischen privater Kabine und offenem Schiff. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte die Kabinenlage vor der Buchung klären; dazu lässt sich aus den Angaben kein verlässlicher Unterschied ableiten.
Doppel Standard
Zweibett Standard
Master-Suite
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Raja-Ampat-Reisen starten und enden in Sorong. Transfers vom Flughafen oder Hotel zum Einschiffungshafen und zurück sind eingeschlossen. Da Flugverspätungen oder Änderungen den Einschiffungstag unnötig eng machen können, ist eine Anreise nach Sorong am Vortag die vernünftige Wahl; die genauen Transferdetails werden mit der Reiseorganisation abgestimmt.
- Länge
- 41 m
- Breite
- 7,7 m
- Maximale Passagierzahl
- 11
- Anzahl Kabinen
- 5
- Motoren
- Yanmar 6HA2 m WDT (298kw/405 PS)
- Beiboote
- 2 × RIB, mit Steuerkonsole, 50 PS
- Webseite
- fenidesliveaboard.com ↗
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