Tauchsafaris · Indonesien
Mola Mola 2 – Holz unter Segeln, Raja Ampat im Blick
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Mola Mola 2 ist eine 2022 gebaute Holz-Phinisi mit acht Kabinen und Platz für 16 Gäste.
- An Bord gibt es drei bis vier Tauchgänge täglich, am letzten Tag zwei.
- Zwei Beiboote bringen die Tauchgruppen zu den Plätzen und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen.
- Die Reisen führen unter anderem durch Raja Ampat, Komodo und die Banda-See.
- Für die Teilnahme werden mindestens 40 Tauchgänge sowie AOWD oder eine gleichwertige Ausbildung verlangt.
Die Einladung
Die Mola Mola 2 passt zu Tauchern, die nicht wegen einer Hotelkulisse an Bord gehen, sondern wegen vieler Tauchgänge in abgelegenen indonesischen Revieren. Ihr Charakter liegt in der Verbindung aus traditionellem Holzschiff, überschaubarer Gästezahl und einer Route, die den Tag unter Wasser verbringt. Raja Ampat ist dabei die stärkste Visitenkarte: Putzerstationen für Mantarochen, dichte Fischschwärme, Weichkorallen und Plätze, an denen Makro und Großfisch dicht beieinander liegen. Wer ein Schiff für eine stille Woche mit langen Fahrten, warmem Wasser und konsequentem Tauchfokus sucht, findet hier den richtigen Ansatz. Wer dagegen große Kabinen, WLAN oder technische Tauchgänge erwartet, sollte anders wählen. Die Mola Mola 2 richtet sich an brevetierte Taucher, die mit einer festen Gruppe ins Wasser gehen und den Komfort eines Holzschiffs nicht mit dem eines schwimmenden Resorts verwechseln.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Mola Mola 2 wie das, was sie ist: eine traditionelle indonesische Phinisi aus Holz, nicht ein glatter Neubau aus Metall und Glas. Das Holz gibt den Innenräumen Wärme, während der klimatisierte Salon einen kühlen Rückzugsort zwischen zwei Tauchgängen bietet. Man bewegt sich zwischen Kabinen, Salon, Tauchdeck und Sonnendeck; die Wege bleiben auf einem Schiff dieser Größe überschaubar, und nach kurzer Zeit kennt man die Abläufe. Der Bau von 2022 bedeutet, dass hier nicht der Charme eines alten, abgewohnten Kähns im Vordergrund steht, sondern ein traditionelles Schiff mit zeitgemäßer Nutzung. Innen gibt es einen Salon mit Audio- und Videoausstattung, draußen Liegen für die Stunden nach dem Tauchgang. Die Mola Mola 2 will nicht durch Prunk beeindrucken. Ihr Reiz liegt darin, dass alles auf das Leben zwischen Kabine, Deck und Wasser ausgerichtet ist.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt von der kleinen Gruppe und vom gemeinsamen Tauchplan. Nach wenigen Tagen weiß man, wer zuerst nach Makro sucht, wer bei jedem Briefing nach der Strömung fragt und wer beim Essen die Sichtung des Tages rekonstruiert. Die Crew hält den Betrieb im Hintergrund am Laufen und wird dort sichtbar, wo es zählt: beim Tragen, Servieren, Sichern und bei der Vorbereitung der nächsten Ausfahrt. Reisende erleben die Mannschaft als freundlich, aufmerksam und lösungsorientiert; genau das macht auf einer Woche mit vielen Tauchgängen einen Unterschied. Abends bleibt der Salon ein Ort für Gespräche, während auf dem Deck die Ausrüstung für den nächsten Morgen wartet. Die Atmosphäre ist eher gemeinschaftlich als formell. Wer sich auf eine Tauchgruppe einlässt, wird schnell Teil des Bordlebens. Wer jeden Abend für sich bleiben möchte, findet trotzdem Rückzugsmöglichkeiten.
Die Tauchplätze
Die aufgeführten Raja-Ampat-Plätze zeigen, weshalb diese Route gewählt wird. Manta Sandy lebt von der Putzerstation, an der sich Mantarochen versammeln. Mike’s Point verbindet flache Korallen, Fischschwärme und Überhänge; die maximale Tiefe beträgt 40 m. Cape Kri steht für außergewöhnliche Artenvielfalt mit großen Schulen, Napoleons und Riffhaien. Melissa’s Garden ist ein dichter Garten aus Weich- und Hirschhornkorallen und reicht bis 35 m. Blue Magic bringt Strömung, ozeanische Mantarochen, Wobbegong-Haie und große Räuber zusammen. Sardines und Sorido Wall setzen auf Fischdichte und Strömung, Friwenbonda auf Weichkorallen und Makroleben. South Kri ist ein Strömungstauchgang mit Schulen und Kleintieren. Ransiwor fällt sanft ab und reicht bis 30 m; dort stehen Schildkröten und Putzerstationen im Mittelpunkt. Cape Mansuar, Cross Over, Yenbuba Jetty und Sawandarek ergänzen die Route mit Mobulas, Korallen, Makro und geringer Strömung. Die verzeichneten Reisen dauern in Raja Ampat 7 Tage und 6 Nächte oder 11 Tage und 10 Nächte, in Komodo 6 oder 7 Tage und in der Banda-See 10 Tage und 9 Nächte.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem immer wieder die großen Formen des Riffs: Barrakudas, Riffhaie, Napoleon-Lippfische, Schwarzspitzenhaie, Meeresschildkröten, Makrelen, Füsiliere, Süßlippen und Buckel-Papageifische. Dazu kommen Weichkorallen und Nacktschnecken, während Zwergseepferdchen Geduld und ein gutes Auge verlangen. Der Reiz liegt aber in den Plätzen, an denen sich etwas Bestimmtes konzentriert. Cape Kri ist der Ort für den riesigen Zackenbarsch. Blue Magic kann ozeanische Weißspitzenhaie und Thunfische bringen, weil Strömung und Putzerstationen Großfisch anziehen. In Yenbuba Jetty sucht man nach Anthias und Riffbewohnern zwischen Pfeilern und abfallendem Grund. Ransiwor ist der Platz für Titan-Drückerfisch, Oktopus und die Idole der Mohren. South Kri verbindet Großaugen-Makrelen mit Krabben und Garnelen. Sorido Wall hält neben Barrakudas und Riffhaien auch den markanten Doktorfisch bereit. Keine Begegnung ist garantiert. Genau deshalb bleibt der Blick unter Wasser offen.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchguides sprechen Englisch und Indonesisch und begleiten die Gäste durch die Tauchgänge und Briefings. Gefordert werden mindestens 40 absolvierte Tauchgänge sowie AOWD oder eine gleichwertige Zertifizierung. Das setzt voraus, dass jeder Taucher seine Ausrüstung beherrscht, sich in einer Gruppe orientieren kann und mit Strömung nicht zum ersten Mal ins Wasser geht. Die Organisation folgt dem klassischen Safarimodell: Briefing, Fahrt mit dem Beiboot zum Tauchplatz, gemeinsamer Einstieg und Rückkehr zum Beiboot nach dem Auftauchen. Angaben zu festen Gruppengrößen, einzelnen Guide-Qualifikationen, Kursangeboten, Sauerstoff, Defibrillator oder einem persönlichen Rückrufsystem sind nicht genannt. Die Navigation und Sicherheitsausstattung des Schiffs umfasst Radar, Echolot, GPS, Funk, Kompass, Rettungsinseln, Schwimmwesten und Feuerlöscher. Wer mehr Betreuung braucht als ein Guide im üblichen Tauchgruppenbetrieb leisten kann, sollte das vor der Buchung klären.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf regelmäßige Ausfahrten mit mehreren Gruppen ausgelegt. Zur Verfügung stehen 12-Liter-Flaschen und Gewichte; 15-Liter-Flaschen sowie Leihausrüstung können zusätzlich organisiert werden. Gefüllt wird mit zwei Coltri-315-Kompressoren. Nitrox ist über eine Coltri-Membrananlage verfügbar und wird separat angeboten. Für Kameras gibt es einen eigenen Tisch, für Akkus Ladestationen. Zwei Beiboote bringen die Taucher von der Mola Mola 2 zum Platz und holen sie nach dem Auftauchen wieder ab, sodass das Hauptschiff nicht direkt über dem Riff liegen muss. Das ist bei Strömung und wechselnden Einstiegsstellen der entscheidende praktische Punkt. Angaben zu Flaschenmaterial, Ventilstandard, Marken der Leihausrüstung oder einer warmen Dusche direkt am Tauchdeck liegen nicht vor. Technisches Tauchen gehört nicht zum vorgesehenen Profil des Schiffs.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf das Sonnendeck, die Liegen und den klimatisierten Salon. Wer Sonne möchte, bleibt draußen; wer nach dem Auftauchen Schatten und Ruhe braucht, zieht sich nach drinnen zurück. Die Fahrten zwischen den Inseln geben dem Tag Raum, ohne dass daraus ein Landprogramm gemacht werden muss. Eine Tasse Kaffee, ein Blick auf die Inseln oder ein Gespräch über den letzten Tauchgang reichen oft aus. Wer nicht taucht, kann die Schnorchelausrüstung nutzen oder sich mit Paddleboard und Banana Board ins Wasser bringen lassen. Das Sonnendeck ist dabei kein bloßer Aussichtspunkt. Es ist der Platz, an dem die nassen Sachen trocknen, die Kameras wieder bereitgemacht werden und man merkt, wie wenig man an Land vermisst, solange der nächste Tauchgang nicht weit ist.
Ein Tag an Bord
Ein Tauchtag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Gang ins Wasser, sobald die Gruppe und das Beiboot bereit sind. Danach folgen Frühstück und die kurze Pause, in der Flaschen gewechselt, Kameras gespült und die ersten Sichtungen verglichen werden. Je nach Tagesplan stehen drei bis vier Tauchgänge an; am letzten Tag sind zwei vorgesehen. Zwischen den Ausfahrten fährt das Schiff zum nächsten Platz oder liegt geschützt, während die Gäste auf dem Sonnendeck oder im Salon warten. Mittag- und Abendessen schieben sich in diesen Ablauf, nicht umgekehrt. Wenn die Bedingungen es erlauben, kann ein Sonnenuntergangs- oder Nachttauchgang den Tag verlängern. Feste Uhrzeiten für Wecken, Mahlzeiten oder einzelne Tauchgänge sind nicht angegeben, und auf einer Route mit Strömung und Wetter wäre ein starrer Stundenplan ohnehin wenig glaubwürdig. Der verlässliche Rhythmus lautet: Briefing, Beiboot, Tauchgang, Essen, nächste Ausfahrt.
Was man an Bord isst
Die Küche verbindet westliche und lokale Gerichte und serviert sie überwiegend als Buffet. Das passt zum Tauchbetrieb: Man nimmt sich, was nach dem Tauchgang gut tut, statt auf einen langen Restaurantablauf zu warten. Frische Mahlzeiten werden an Bord zubereitet; auch besondere Ernährungswünsche können berücksichtigt werden. Dazu gibt es Tee, Kaffee, Trinkwasser sowie kalte und warme alkoholfreie Getränke. Der Esstisch ist auf einer Tauchsafari mehr als eine Versorgung zwischen den Sprüngen ins Wasser. Hier werden Sichtungen verglichen, Strömungen besprochen und die nächste Runde geplant, während die Teller wieder gefüllt werden. Bei drei bis vier Tauchgängen am Tag muss das Essen verlässlich, zugänglich und unkompliziert sein. Genau darauf ist die Bordküche ausgelegt. Alkoholische Getränke gehören nicht zur Grundversorgung.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Twin- oder Double-Kabinen mit eigenem Bad und Waschbecken. Die Räume sind kompakt geplant; das ist auf einem Tauchsafarischiff kein Mangel, sondern die klare Aufteilung des verfügbaren Platzes. Die Koje ist Rückzugsort, nicht Wohnzimmer. Nach mehreren Tauchgängen zählt, dass das Bad direkt dabei ist, heißes Wasser zur Verfügung steht und die Klimaanlage den Körper wieder auf eine angenehme Temperatur bringt. Für mehr Platz geht man nach draußen: ins Sonnendeck, in den Salon oder an die Reling, wenn die Fahrt ruhig ist. Nachts bleibt das Schiff ein Arbeitsort mit Motoren, Pumpen und den Geräuschen des Wassers am Rumpf. Wer absolute Stille erwartet, wird auf keinem Liveaboard glücklich. Wer das gleichmäßige Leben an Bord mag, findet hier eine einfache, zweckmäßige Nacht zwischen zwei Tauchtagen.
Zweibettkabine
Doppelkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Raja-Ampat-Reisen starten und enden im Hafen von Sorong. Komodo-Routen beginnen und schließen in Labuan Bajo; die Banda-See verbindet Sorong mit Ambon Island. Ein geplanter Gruppentransfer vom Flughafen zum Schiff und zurück ist vorgesehen. Private Transfers sind davon getrennt. Für die Anreise ist ein Tag Puffer vor dem Einschiffen sinnvoll, besonders bei internationalen oder mehreren Inlandsflügen. Die genauen Transferabläufe werden mit den Reiseunterlagen mitgeteilt.
- Baujahr
- 2022
- Länge
- 44 m
- Breite
- 35 m
- Maximale Passagierzahl
- 16
- Anzahl Kabinen
- 8
- Motoren
- Mitsubishi 10m21 Turbo, Mitsubishi 6d22 Turbo
- Beiboote
- × 2
- Webseite
- molaliveaboard.com ↗
Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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