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Tauchsafaris · Indonesien

Seamore Papua – traditionelle Phinisi für Raja Ampat und die Gewässer Ostindonesiens

Was dieses Schiff einzigartig macht

  • Klassisches Holzschiff mit vier Decks, neun klimatisierten Kabinen und eigenem Bad.
  • Das Tauchprogramm umfasst zwei bis drei Tauchgänge pro Tag, am letzten Tag zwei.
  • Raja Ampat bringt Mantarochen, dichte Fischschwärme, Wobbegong-Haie und außergewöhnlich vielfältige Korallenriffe zusammen.
  • Getaucht wird mit 12-Liter-Flaschen, zwei Bauer-Kompressoren und Beibooten; Nitrox ist nicht verfügbar.

Die Einladung

Die Seamore Papua passt zu Tauchern, die Raja Ampat nicht aus einem Hotel heraus, sondern von einem traditionellen Holzschiff aus erleben wollen. Der Rumpf ist kein schwimmendes Boutique-Hotel, sondern eine Phinisi mit Platz für Tauchen, Essen, Schlafen und lange Blicke über Inseln, Kanäle und offene See. Ihr Ziel sind Plätze wie Cape Kri, Blue Magic, Manta Sandy und Melissa’s Garden: Namen, die unter Wasser mehr versprechen als ein hübsches Riff vor der Haustür. Wer große Fischschwärme, Putzerstationen, Weichkorallen und gute Makrobeobachtungen sucht, findet hier eine Route mit deutlichem Schwerpunkt auf der Unterwasserwelt. Dazu kommt ein überschaubares Schiff, auf dem die Wege kurz bleiben und die Tauchgruppe nicht in einer anonymen Hotelanlage verschwindet. Die Seamore Papua ist die richtige Wahl für Taucher, die Tradition, einfache Abläufe und die Nähe zum Wasser höher bewerten als moderne Bordtechnik.

An Bord gehen

Beim Ankommen fällt zuerst das Holz auf: Die Seamore Papua wirkt wie ein Arbeitsboot mit klassischer Phinisi-Silhouette, nicht wie ein glatter Neubau aus Kunststoff und Glas. Sie wurde 2015 gebaut und 2024 renoviert; dadurch bleibt der traditionelle Charakter erhalten, während die Bereiche für Gäste und Taucher zeitgemäß genutzt werden können. Auf dem Hauptdeck liegen Kabinen und Tauchbereich nah beieinander, darüber folgen Restaurant und geschützter Aufenthaltsbereich, ganz oben ein offenes Sonnendeck. Man bewegt sich nicht durch lange Hotelflure, sondern über kurze Wege zwischen Kabine, Esstisch und Wasser. Im Schatten lässt sich die Fahrt beobachten, auf dem Oberdeck liegen Sitzsäcke für eine Pause oder den Blick in den Nachthimmel. Das Holz gibt dem Schiff Wärme und Geräusche, die zu einer Phinisi gehören. Wer an Bord kommt, merkt schnell: Der Mittelpunkt ist nicht die Rezeption, sondern das Deck, von dem aus die nächste Ausfahrt beginnt.

Die Stimmung an Bord

Auf der Seamore Papua trifft eine überschaubare Zahl von Gästen auf eine Crew, die den Tag praktisch organisiert: Kabine, Mahlzeiten, Briefing, Beiboot und Rückkehr greifen ineinander. Nach den ersten Ausfahrten kennt man die Gesichter auf dem Deck, weiß, wer früh Kaffee braucht, wer nach dem Tauchgang direkt duscht und wer noch lange über einen kleinen Fisch spricht. Abends geht es nicht um Animation. Man sitzt zusammen, tauscht Fotos und Sichtungen aus oder zieht sich mit einem Buch zurück. Die offene Phinisi-Bauweise hält die Gruppe in Kontakt, ohne jeden Gast zum gemeinsamen Abendprogramm zu verpflichten. Gesprochen wird auf Englisch und Indonesisch. Die Crew bleibt dabei Teil des Tagesablaufs und nicht bloß Personal im Hintergrund: Sie hilft beim Ein- und Aussteigen, hält die Abläufe in Bewegung und schafft den Rahmen, in dem eine Tauchgruppe über mehrere Tage zusammenwächst.

Die Tauchplätze

Die Raja-Ampat-Route verbindet Plätze, die sehr unterschiedliche Tauchgänge liefern. Manta Sandy ist eine Putzerstation, an der sich Mantarochen zum Reinigen versammeln. Blue Magic verbindet Strömung, ozeanische Mantarochen, Wobbegong-Haie und große Fische. Cape Kri steht für dichte Schwärme und außergewöhnliche Artenvielfalt; dort wurde auch der Riesen-Zackenbarsch dieser Route erfasst. Mike’s Point reicht bis 40 m und bringt flache Korallen, Fischschwärme und Überhänge zusammen. Melissa’s Garden reicht bis 35 m und lebt von Weich- und Hirschhornkorallen. Sardines ist für Fischdichte, jagende Räuber und Makroleben bekannt. An der Sorido Wall treffen Makrotiere auf Barrakudas und Riffhaie. Friwenbonda verbindet Weichkorallen mit Nacktschnecken, Plattwürmern und Zwergseepferdchen. South Kri führt mit der Strömung über Korallen und Fischschwärme. Ransiwor fällt sanft ab, erreicht 30 m und bietet Schildkröten, Füsiliere und Putzerstationen. Cape Mansuar, Cross Over und Yenbuba Jetty ergänzen das Bild mit Mobulas, dichtem Korallenleben, Pfeilern und Makroplätzen; Yenbuba Jetty reicht bis 30 m. Das House Reef in Halmahera liegt nur einen Katzensprung vom Ufer entfernt, reicht bis 600 m Riffleben und kann nachts Halmahera-Gehfische zeigen. Die verzeichneten Fahrten reichen von Sorong–Raja Ampat–Sorong mit 6 Tagen und 5 Nächten über Raja Ampat–Halmahera mit 10 Tagen und 9 Nächten bis zu Ternate–South Halmahera–Ternate mit 7 oder 8 Tagen und 6 oder 7 Nächten. Dazu kommen 7- oder 8-tägige Fahrten zwischen Gorontalo und den Togean-Inseln.

Was man unter Wasser trifft

Auf dieser Route begegnen einem vor allem Riffhaie, Barrakudas, Schwarzspitzen-Riffhaie, Meeresschildkröten, Napoleon-Lippfische, Zackenbarsche, Füsiliere, Makrelen, Nacktschnecken, große Papageifische und Stachelmakrelen. Viele dieser Tiere tauchen an mehreren Plätzen auf, aber selten zweimal auf dieselbe Weise: Ein Schwarm steht über dem Riff, während darunter ein Wobbegong ruht oder eine Schildkröte an einer Putzerstation wartet. Die besonderen Gründe für einzelne Ausfahrten liegen an bestimmten Plätzen. Blue Magic kann ozeanische Riffhaie und Thunfische bringen, weil die Strömung große pelagische Tiere an die Putzerstationen und das Riff führt. Cape Kri ist der Platz für den Riesen-Zackenbarsch. House Reef ist der einzige verzeichnete Platz für Gartenaale, Harlekin-Garnelen, Grundeln und den Hippocampus kuda. An Yenbuba Jetty sind Zwergseepferdchen, Seenadeln und eine dichte Fischwelt unter den Pfeilern zu suchen. Ransiwor bietet neben Schildkröten und Schwärmen auch den Titan-Drückerfisch und die Mauritius-Idol-Fahnenfischart. Begegnungen bleiben Begegnungen, keine Garantie.

Die, die euch ins Wasser bringen

Die Tauchgruppen werden von drei zertifizierten Dive Guides und einem Cruise Director begleitet; das Verhältnis liegt bei höchstens vier Tauchern pro Guide. Die Crew spricht Englisch und Indonesisch. Voraussetzung sind mindestens 30 geloggte Tauchgänge und eine OWD-Zertifizierung oder ein gleichwertiger Abschluss. Das passt zu Raja Ampat, wo Strömung, Tiefe und wechselnde Bedingungen eine sichere Selbsteinschätzung verlangen. Die Guides teilen die Gruppen für die jeweiligen Ausfahrten ein und briefen vor dem Einstieg zu Platz, Ablauf und Bedingungen. An Bord befinden sich 100 Prozent Sauerstoff und ein AED; außerdem gehören Funk- und Sicherheitsausrüstung zur Bordausstattung. Ein eigenes Tauchcomputer- und Bojenset sollte selbstverständlich mitreisen. Ausbildungen an Bord werden nicht angeboten. Wer bei einer anspruchsvollen Ausfahrt nicht sicher tauchen kann, sollte das vor dem Einstieg offen ansprechen.

Das Tauchdeck und die Ausrüstung

Getaucht wird mit 12-Liter-Flaschen und Gewichten; DIN- und INT-Anschlüsse sind vorhanden. Zwei Bauer-Kompressoren versorgen die Füllstation, Nitrox gibt es nicht. 15-Liter-Flaschen können auf Anfrage verfügbar sein und werden separat berechnet; auch Leihausrüstung ist eine Zusatzleistung. Die Tauchgänge beginnen am Dive Deck und führen mit Beibooten zu den Plätzen, wo die Taucher ins Wasser gebracht und nach dem Auftauchen wieder aufgenommen werden. Die Zahl der Beiboote und Einzelheiten zu einer warmen Dusche, einem Spülbecken oder einem eigenen Kameratisch sind nicht beschrieben. Das ist für Fotografen relevant: Wer mit mehreren Kameras reist, sollte den Platzbedarf vorab klären. Die technische Ausstattung ist auf normales Sporttauchen ausgelegt, nicht auf technisches Tauchen. Wer sein eigenes Setup kennt und mit einer Standardflasche taucht, findet die wichtigen Grundlagen an Bord.

Zwischen zwei Tauchgängen

Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben über die offenen und geschützten Bereiche der oberen Decks. Im Schatten lässt sich essen, dösen oder die Landschaft an sich vorbeiziehen sehen; auf dem Sonnendeck warten Sitzsäcke für ein Nickerchen oder den Blick in den Himmel. Wer nicht schlafen möchte, findet im Innenbereich einen ruhigeren Platz oder kann die Kameras und Erinnerungen des letzten Tauchgangs sortieren. Während das Schiff den nächsten Platz anfährt, verändert sich die Aussicht schneller als der Tagesablauf: Inselkanten, geschützte Buchten und offene Wasserflächen kommen und gehen. Ein Nachmittag ohne weiteren Tauchgang lässt sich an Bord verbringen, ohne dass man ständig irgendwohin muss. Die Wege sind kurz, und genau das zählt nach mehreren Tauchgängen mehr als eine lange Liste von Freizeitangeboten.

Ein Tag an Bord

Ein Tauchtag beginnt mit dem Briefing und dem ersten Einstieg, nicht mit einem starren Stundenplan. Nach dem Tauchgang geht es zurück zum Schiff, wo Frühstück oder eine weitere Mahlzeit, Getränke und eine Pause warten. Dann folgt die nächste Ausfahrt mit dem Beiboot; je nach Route stehen zwei bis drei Tauchgänge am Tag auf dem Programm. Zwischen den Einstiegen bleibt Zeit zum Trocknen, Essen, Schlafen oder für die Aussicht während der Fahrt zum nächsten Platz. Nach dem letzten Tagesgang wird das Deck ruhiger. Auf geeigneten Routen kann ein Nachttauchgang am House Reef oder an einem anderen dafür vorgesehenen Platz stattfinden; der genaue Ablauf hängt von Route und Bedingungen ab. Am letzten Tag sind zwei Tauchgänge vorgesehen. Danach werden die Sachen aus dem Tauchbereich genommen, gegessen wird ein letztes Mal an Bord, und die Rückkehr zum Hafen beginnt. Der Rhythmus ist dicht, aber nicht auf vier Tauchgänge pro Tag ausgelegt.

Was man an Bord isst

Die Küche verbindet westliche Gerichte mit indonesischer Hausmannskost. Gegessen wird in Buffetform, dazu gibt es Kaffee, Tee, Mineralwasser, alkoholfreie Getränke und Snacks über den Tag. Auch Ernährungswünsche können berücksichtigt werden, wenn sie vor der Reise mitgeteilt werden. Der Esstisch ist auf einer Tauchsafari kein Ort für lange Menüs, sondern die Stelle, an der man zwischen zwei Ausfahrten schnell wieder zu Kräften kommt und nebenbei den Tauchgang bespricht. Nach dem ersten Wasser wartet etwas Warmes, später steht wieder eine Mahlzeit bereit, und am Abend wird aus dem gleichen Tisch der Treffpunkt für die Geschichten des Tages. Die Küche muss dabei nicht spektakulär sein. Entscheidend ist, dass sie verlässlich arbeitet, wenn mehrere Taucher nach Strömung, Sonne und Flossenschlägen hungrig zurückkommen.

Die Nächte auf See

Die neun Kabinen liegen auf Haupt- und Unterdeck. Es gibt Twin-Kabinen, Kabinen mit Doppelbett und Master-Kabinen; alle haben Klimaanlage, eigenes Bad, Stauraum und eine Süßwasserdusche. Die Nächte fühlen sich deshalb eher nach Rückzug auf einem Expeditionsschiff als nach Resort an: Tür zu, Ausrüstung für den nächsten Tauchgang bereit, draußen das gedämpfte Leben an Bord. Wer empfindlich auf Bewegung reagiert, sollte die Kabinenlage bei der Buchung besprechen. Auf dem Sonnendeck bleibt nach dem Abendessen Platz für einen Liegestuhl, ein Buch oder den Blick auf die Inseln, solange die Fahrt noch Licht am Horizont lässt. Die Innenräume sind klimatisiert, die offenen Bereiche geben der Nacht Luft. Mehr braucht eine Tauchkabine nicht, wenn der Tag ohnehin unter Wasser stattfindet.

Zweibettkabine

Doppelkabine

Master-Kabine

Was man vor dem Einsteigen wissen sollte

Die verzeichneten Abfahrten starten je nach Route in Sorong, Ternate oder Gorontalo und enden am jeweils angegebenen Rückkehrhafen: Sorong, Ternate oder Gorontalo. Ein geplanter Gruppentransfer zwischen Flughafen und Boot ist eingeschlossen. Für Raja Ampat ist Sorong der Ankunfts- und Abfahrtsort; die Übergabe am Flughafen wird von den Vertretern vor Ort organisiert. Bei den anderen Routen sollte der Transferort vor der Buchung genau zur gewählten Fahrt geprüft werden. Eine Anreise am Vortag ist sinnvoll, damit ein verspäteter Anschlussflug nicht direkt den Einstieg gefährdet.

Baujahr
2015
Jahr der Renovierung
2024
Länge
32 m
Breite
7,5 m
Maximale Passagierzahl
18
Anzahl Kabinen
9
Motoren
Mitshubishi 8M21-145 PS
Eine Frage zu dieser Tauchsafari?

Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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