

SK Divers Center
★ 5/5 (438 Bewertungen)
1,3 km entfernt Luftlinie
Malapascua · Philippinen · Asien
Max. Tiefe · 33 mTauche ein in die Überreste der Dona Marilyn, einem Fährschiff, das sich nach einem Taifun in ein lebendiges Unterwasserhabitat verwandelt hat.
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Das Wrack der Dona Marilyn, ein ehemaliges philippinisches Fährschiff, liegt heute auf seiner Steuerbordseite in den Tiefen der Visayas. Es sank im Oktober 1988 während des Taifuns Ruby/Unsang auf dem Weg von Manila nach Tacloban City. Mit einer Länge von etwa 98 Metern ist es weitgehend intakt und bietet dir eine beeindruckende Struktur, die sich über Jahrzehnte in ein künstliches Riff verwandelt hat. Schon beim Abstieg wird die schiere Größe des Wracks deutlich, und du erkennst die majestätischen Umrisse des Schiffes, das nun als Zuflucht für Meereslebewesen dient.
Die flachsten Teile des Wracks beginnen bei etwa 17 bis 18 Metern, während die tieferen Sektionen bis auf 32 bis 33 Meter reichen. Diese Tiefenstaffelung ermöglicht es dir, verschiedene Bereiche des Wracks zu erkunden, von den oberen Decks bis hin zu den tiefer liegenden Strukturen. Die natürliche Erosion und die ständigen Strömungen haben eine einzigartige Landschaft geschaffen, in der sich das Metall des Schiffes mit üppigem Korallenbewuchs und Schwämmen verbindet. Du wirst feststellen, dass das Wrack trotz seines Alters noch immer eine klare Orientierung bietet, was die Navigation erleichtert.
Beim Tauchgang entlang der Dona Marilyn wirst du auf eine Vielzahl von Meeresbewohnern treffen. Weißspitzen-Riffhaie (Triaenodon obesus) patrouillieren oft in der Nähe des Wracks, während du in den geschützteren Bereichen Blaupunktrochen (Taeniura lymma) und Blaupunkt-Stachelrochen (Neotrygon kuhlii) auf dem sandigen Grund oder zwischen den Wrackteilen entdecken kannst. Die Struktur des Wracks bietet ideale Verstecke für Glasfische (Ambassis), Süßlippen (Plectorhinchus) und Skorpionfische (Scorpaenidae), die sich perfekt an ihre Umgebung anpassen.
Die Dona Marilyn ist auch ein Paradies für Makroliebhaber. Halte Ausschau nach Nacktschnecken (Nudibranchia) in leuchtenden Farben, die sich auf den Korallen und Schwämmen tummeln, oder entdecke einen Anglerfisch (Antennariidae), der geduldig auf Beute wartet. Seeschlangen (Hydrophiinae) gleiten elegant durch das Wasser, und du kannst Tintenfische (Sepiida) beobachten, die ihre Farben wechseln, um sich zu tarnen. Auch Plattwürmer (Platyhelminthes) sind hier häufig zu finden und tragen zur Vielfalt des Lebens am Wrack bei.
Die Strömung an diesem Tauchplatz kann variabel sein, was die Erkundung zu einer anspruchsvollen, aber lohnenden Erfahrung macht. An manchen Tagen ist die Strömung moderat, während sie an anderen Tagen stark sein kann. Dies erfordert eine gute Tarierung und Erfahrung im Umgang mit wechselnden Bedingungen. Die Strömung trägt jedoch auch dazu bei, Nährstoffe heranzuführen, was das Wachstum der Weichkorallen und Schwämme fördert, die das Wrack in ein blühendes künstliches Riff verwandelt haben. Achte auf herabhängende Fischernetze, die sich im Laufe der Zeit am Wrack verfangen haben.
Die Dona Marilyn ist nicht nur ein Wrack, sondern ein lebendiges Ökosystem, das sich ständig weiterentwickelt. Die Korallen und Schwämme haben sich fest an den Metallstrukturen angesiedelt und bilden eine farbenprächtige Schicht, die das rohe Eisen bedeckt. Du wirst die Verwandlung eines tragischen Ereignisses in ein florierendes Unterwasserhabitat hautnah miterleben. Für qualifizierte Wracktaucher gibt es auch Bereiche, in denen eine Penetration möglich ist, um das Innere des Schiffes zu erkunden und die Geschichte dieses Ortes noch intensiver zu erleben.
Die Dona Marilyn ist ein anspruchsvoller Wracktauchgang, der eine Mindestzertifizierung als Advanced Open Water Diver oder gleichwertig erfordert. Die Tauchtiefe reicht von 17 Metern an den flachsten Stellen bis zu 33 Metern in den tieferen Bereichen. Die Strömung kann variabel und an manchen Tagen stark sein, was eine gute Taucherfahrung und Tarierung voraussetzt. Eine Penetration des Wracks ist ausschließlich qualifizierten Wracktauchern vorbehalten. Der Tauchplatz ist ganzjährig zugänglich und wird per Boot von Malapascua aus in etwa 1 bis 1,5 Stunden erreicht.

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