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Philippinen · Asien

Tauchen Coron: Wracks, Kalkstein und geschützte Buchten

Japanische Weltkriegswracks, Thermoklinen im Barracuda Lake und Kalksteininseln prägen Corons Tauchgänge zwischen flachen Riffen und 45 Metern Tiefe.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Historische Wracks bis 45 Meter Tiefe in der Coron Bay
  • Barracuda Lake mit Thermoklinen und bis zu 38 Grad
  • Akitsushima mit Fledermausfischen und Barrakudas am Wrack
  • Lusong Gunboat zwischen Korallenriff und Schnorcheltiefe
  • Cathedral Cave mit Lichtspielen und Seeschlangen
  • Twin Peaks mit Korallen und wechselnden Gezeitenströmungen
  • Meeresschildkröten, Nacktschnecken und gelegentliche Mantarochen

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Überblick

Vor Coron liegen japanische Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Meeresgrund der geschützten Bucht von Coron. Die Okikawa Maru reicht bis 26 Meter, die Irako bis 45 Meter, während die Lusong Gunboat schon beim Schnorcheln sichtbar ist. Dazwischen liegen Korallenriffe, Kalksteininseln und ungewöhnliche Tauchplätze wie der Barracuda Lake. Coron eignet sich deshalb weniger für einen einzelnen Höhepunkt als für mehrere Tage mit wechselnden Wrack-, Riff- und Makrotauchgängen.

Tauchen vor Ort

Das Tauchen ist überwiegend bootsbasiert und spielt sich in der Coron Bay sowie zwischen den geschützten Inseln der Calamianes ab. Die Wracks bestimmen den Charakter: An der Okikawa Maru führen bewachsene Decks von neun bis 26 Metern, an der Akitsushima reichen die Strukturen von 22 bis 36 Metern. Die Kogyo Maru liegt auf der Steuerbordseite in 22 bis 34 Metern und kann bei stärkerer Strömung anspruchsvoll werden. An der Lusong Gunboat geht es dagegen flach über ein Korallenriff, Twin Peaks führt zwischen fünf und 25 Metern durch korallenbewachsene Riffnadeln. Meist bleibt die Strömung leicht, an exponierten Stellen und bei Gezeitenwechseln kann sie jedoch deutlich zunehmen. Die Sicht wird durch Plankton, aufgewirbeltes Sediment und Wind beeinflusst; eine feste Meterangabe wäre daher unseriös. Eine Tauchlampe lohnt sich an den Wracks und in Spalten.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Coron lebt unter Wasser vor allem von der Verbindung aus Wrackstruktur und Kleintierbeobachtung. An der Akitsushima ziehen Fledermausfische und Barrakudas vorbei; an bewachsenen Decks wie denen der Okikawa Maru findet sich bewegtes Leben zwischen Stahlträgern und Aufbauten. Meeresschildkröten sind ganzjährig regelmäßig anzutreffen. Nacktschnecken und andere kleine Makro-Motive lassen sich ebenfalls das ganze Jahr über suchen, besonders an Riffabschnitten, Wrackdetails und in geschützten Bereichen. Mantarochen können in der Trockenzeit an äußeren Inselplätzen erscheinen, bleiben dort aber eine gelegentliche Begegnung und kein verlässlicher Reisegrund. Wer große Fischschwärme und offene Weite erwartet, sollte seine Aufmerksamkeit auf die Silhouetten der Schiffe, Relikte, Spalten und bewachsenen Metallflächen richten.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Für die Reiseplanung ist die Zeit von November bis Mai am verlässlichsten, weil die trockenere Jahreszeit meist ruhigere Bootsabläufe und bessere Bedingungen an den äußeren Plätzen ermöglicht. Die Messungen zeigen zugleich die ruhigste See von April bis Oktober; diese Angabe überschneidet sich mit dem Ende der bevorzugten Tauchperiode. Juli bis September sind wegen des Südwestmonsuns ungünstiger: Wind, Regen und unruhigere Überfahrten können den Tagesplan verändern. November bis Mai bietet außerdem die beste Aussicht auf brauchbare Sicht, während die Monate der wechselhafteren Wetterlage eher durch Plankton, Sediment und Wellenschlag beeinträchtigt werden können.

Erforderliches Niveau

Viele Buchten und flache Wracks sind für Open-Water-Taucher geeignet, etwa die Lusong Gunboat oder die äußeren Bereiche der Okikawa Maru. Für Akitsushima, Kogyo Maru und Kyokuzan Maru sind Advanced Open Water und Erfahrung in größerer Tiefe sinnvoll; Irako verlangt wegen des 45-Meter-Grundes entsprechende Tieftaucherfahrung. Wrackpenetrationen gehören nicht automatisch zum normalen Tauchgang: Dafür sind Wrackausbildung, Übung und eine konservative Einschätzung der Struktur nötig. Nitrox ist bei mehreren Wracktagen besonders nützlich.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Reise zunächst mit mindestens einem Langstreckenflug und anschließend mit einer Inlandsverbindung auf den Busuanga Airport. Einen Flughafen in Coron selbst gibt es nicht. Nach der Landung geht es über Land nach Coron Town; die eigentlichen Tauchgebiete werden anschließend per Boot erreicht. Für die Anreise sollten Reisende deshalb nicht nur die Fluganschlüsse, sondern auch den zeitlichen Puffer zwischen Inlandsflug, Transfer und geplanter Bootsausfahrt einplanen. Wetter und Seegang können die Überfahrt zu ausgesetzteren Plätzen verändern. Unterkünfte liegen meist in oder nahe Coron Town. Von dort sind Tauchbasen je nach Lage zu Fuß, mit einem kurzen Tricycle-Fahrzeug oder per Shuttle erreichbar.

Tipps von Ortskundigen

Coron sollte nicht als reines Korallenriffziel geplant werden. Die stärksten Tauchgänge entstehen an Stahl, Decks, Laderäumen und Relikten; wer vor allem dichte tropische Korallenfarben sucht, setzt die falsche Erwartung. Für einen Wracktag lohnt es sich, vorab zu klären, welche Außenbereiche und welche Penetrationen tatsächlich vorgesehen sind. Die interessanteren Strukturen liegen nicht automatisch innerhalb der eigenen Ausbildung. Eine Lampe gehört ins Gepäck, weil sie an der Akitsushima, der Kogyo Maru oder der Olympia Maru erst die Details im Inneren und in den Spalten sichtbar macht. Die tieferen Wracks sollten früh im Aufenthalt liegen, wenn mehrere Wiederholungstauchgänge geplant sind. Danach lassen sich flachere Riffe, die Lusong Gunboat oder der Barracuda Lake als weniger belastende Tage einbauen. Ein zusätzlicher Reservetag ist sinnvoll, da Wind und Bootsverhältnisse die Reihenfolge der Ausfahrten verändern können. An geschützten Riffen und Wracks gelten klare Grenzen: nichts berühren oder mitnehmen und dort nicht ankern, wo Moorings vorhanden sind.

Den Aufenthalt planen

Vier bis sieben Tage geben ausreichend Raum, um tiefe und flache Wracks mit Riff- und Makrotauchgängen zu verbinden. Ein landgestützter Aufenthalt in Coron Town funktioniert gut, weil die Boote die Tauchgebiete täglich anfahren. Wer den Aufenthalt als mehrtägige, liveaboard-ähnliche Abfolge plant, sollte zwischen intensiven Wracktagen und ruhigeren Buchttauchgängen wechseln. Für Nichttaucher bleiben Bootsausflüge zu Lagunen, Seen und Stränden, Aussichtspunkte über Coron Town und entspannte Tage zwischen den Ausfahrten.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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