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Philippinen · Asien

Tauchen Malapascua: Fuchshaie, Pinakeln und Makroleben rund um die Insel

Vor Monad Shoal ziehen Fuchshaie an der Putzerstation vorbei, während flache Riffe, Unterwasser-Pinakeln und Blauringelkraken die übrigen Tauchgänge prägen.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Fuchshaie bei Sonnenaufgang an Monad Shoal
  • Kimud Shoal mit Fuchshaien in zwölf bis zweiundzwanzig Metern
  • Deep Rock: Pinakel, Anglerfische und wechselnde Strömung
  • Lighthouse mit Mandarinfischen im Dämmerlicht
  • Chocolate Island mit Blauringelkraken und Pracht-Sepien
  • Pantaw-Pantaw mit Sanddüne, Wänden und Pygmäen-Seepferdchen
  • Gato Island Marine Reserve mit geschützten Riffen

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Überblick

Vor Monad Shoal beginnt der Tauchtag im Morgengrauen: Fuchshaie ziehen an der Putzerstation vorbei, während die Boote später zu Riffen, Pinakeln und Makroplätzen weiterfahren. Malapascua ist keine Küstenanlage mit einzelnen Ausfahrten, sondern eine kleine Insel, auf der sich mehrere Tauchtage sinnvoll verbinden lassen. Neben den pelagischen Begegnungen gehören Mandarinfische am Lighthouse, Blauringelkraken bei Chocolate Island und Anglerfische an Deep Rock zum Charakter des Gebiets.

Tauchen vor Ort

Die Tauchgänge führen überwiegend per Tagesboot zu einem Wechsel aus flachen Riffen, Wänden, Sandflächen und einzelnen Unterwasser-Pinakeln. Lighthouse bleibt mit flachen Riffbereichen und wenig spürbarer Strömung auch für ruhigere Tauchgänge geeignet. Chocolate Island liegt meist zwischen acht und siebzehn Metern, kann bei Gezeitenwechsel oder Wetter jedoch stärker bewegt sein. Deep Rock fällt von vierzehn bis dreißig Meter ab; dort können kräftige, wechselnde Strömungen auftreten. Pantaw-Pantaw verbindet Riff, Wand und Sanddüne bis 25 Meter und verlangt an den tieferen, strömungsbeeinflussten Bereichen mehr Erfahrung. Monad Shoal reicht deutlich tiefer, wird aber für die Fuchshaie in der Regel im flacheren Bereich angefahren. Die charakteristischen Ausfahrten starten früh am Morgen, danach folgen oft Riff-, Makro- oder weitere Bootstauchgänge.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Die Fuchshaie sind das ganze Jahr über an den bekannten Putzerstationen anzutreffen; die frühen Ausfahrten zu Monad Shoal und Kimud Shoal richten sich deshalb nach dem Verhalten dieser Tiere. An Monad Shoal bestehen außerdem Chancen auf Hammerhaie und weitere pelagische Arten. Die Makroplätze zeigen eine andere Seite der Insel: Nacktschnecken, Seepferdchen, Garnelen, Sepien, Flammende Sepien, Anglerfische, Muränen und Schmuck-Geisterpfeifenfische verlangen langsames Absuchen von Riff und Sand. Bei Chocolate Island kommen Blaugeringelte Kraken und Spanische Tänzer hinzu. Das Lighthouse eignet sich im Dämmerlicht für Mandarinfische. Froschfische sind an den lokalen Makroplätzen ganzjährig möglich; Mantas werden an strömungsexponierten Außenplätzen gelegentlich gesichtet.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See ist von April bis Oktober zu erwarten, während von Februar bis Mai die regenärmere Zeit liegt. Für die Anreise- und Bootsplanung ist die Überschneidung beider Zeiträume besonders praktisch: Weniger Regen erleichtert die Inselüberfahrt und die frühen Ausfahrten, ruhigere Bedingungen machen die wiederholten Bootstauchgänge angenehmer. Die Fuchshaie selbst sind nicht an ein enges Saisonfenster gebunden, sondern ganzjährig regelmäßig an den Hauptplätzen anzutreffen. Wer vor allem Makrofauna sucht, kann Lighthouse, Chocolate Island und die örtlichen Riffe ebenfalls ganzjährig einplanen. Die genauen Bedingungen bleiben dabei von See und Wetter abhängig.

Erforderliches Niveau

Malapascua spricht Taucher aller Ausbildungsstufen an. Lighthouse und die flacheren Bereiche von Chocolate Island sind für Open-Water-Taucher geeignet; auch Kimud Shoal wird in moderaten Tiefen betaucht. Für Deep Rock und die tieferen oder strömungsbeeinflussten Bereiche von Pantaw-Pantaw ist ein Advanced-Open-Water-Niveau sinnvoll. Im CMAS/VDST-System entspricht das einer entsprechenden weiterführenden Ausbildung. Nitrox erleichtert mehrere Tauchtage mit frühen Starts und wiederholten Bootstauchgängen.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Reise zunächst nach Cebu. Da Malapascua keinen eigenen Flughafen besitzt, folgt nach der internationalen Ankunft die Weiterreise über Cebu und per Straße in den nördlichen Hafenbereich. Von dort ist die Überfahrt mit Fähre oder Boot unvermeidbar; Fahrplan und Seegang können den Ablauf beeinflussen. Für Umstiege sollte deshalb ausreichend Zeit eingeplant werden, besonders wenn am selben Tag noch eine frühe Tauchausfahrt vorgesehen ist. Auf Malapascua liegen viele Unterkünfte in Gehweite der Tauchbasen. Für längere Wege stehen kurze lokale Transfers zu Fuß oder mit dem Motorradtaxi-Dreirad zur Verfügung. Bei der Rückreise zum Weiterflug ist ein Puffer sinnvoll: Die Bootsfahrt zur Hauptinsel und der anschließende Straßentransfer gehören weiterhin zur Strecke.

Tipps von Ortskundigen

Die Fuchshai-Ausfahrt sollte auf die früheste Abfahrt gelegt werden, denn der Tagesrhythmus an Monad Shoal und Kimud Shoal beginnt im Morgengrauen. Wer die berühmten Tiere nur einmal einplant, verpasst leicht den eigentlichen Vorteil der Insel: mehrere frühe Tauchgänge mit späteren Riff- und Makroausfahrten zu verbinden. Lighthouse im Dämmerlicht, Chocolate Island und die Sanddüne von Pantaw-Pantaw bringen dabei andere Motive als die Pelagialplätze. Nitrox ist für diese Abfolge praktisch. Die berühmte Haistelle sollte nicht als selbstständig improvisierter Tauchgang behandelt werden; Briefing und festgelegte Abläufe sind dort Teil des Konzepts. Für weniger Gedränge lohnt es sich, ausdrücklich weniger beworbene Riff- und Makroplätze einzuplanen. Bei wiederholten Bootseinstiegen zahlt sich eine passende Wärmeschutz- und Oberflächenbekleidung aus. Wer weiterfliegt, sollte Malapascua am Vortag verlassen, damit die Überfahrt und der Straßentransfer nicht den Abflug gefährden. Im Gato Island Marine Reserve gelten No-Take-Regeln: Riff und Tiere bleiben unberührt, und es wird nicht dort geankert, wo geschützte Moorings vorgesehen sind.

Den Aufenthalt planen

Für Malapascua sind fünf bis sieben Tage sinnvoll. So lassen sich mehrere frühe Fuchshai-Tauchgänge mit Riffen, Makroplätzen und nahe gelegenen Außenplätzen verbinden, ohne jeden Tag dasselbe Profil zu wiederholen. Die Insel selbst bietet zwischen den Ausfahrten Strandzeit und kurze Spaziergänge. Ein Ruhetag eignet sich für Schnorcheln, Dorfleben oder eine ruhige Inselrunde. Nicht tauchende Begleiter finden vor allem am Strand und bei entspanntem Inselleben Beschäftigung; das Programm bleibt jedoch klar auf das Tauchen ausgerichtet.

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