Dauin Diving Center
★ 5/5 (170 Bewertungen)
weniger als 1 km entfernt Luftlinie
Philippinen · Asien
Schwarze Sandhänge, Anglerfische, Nacktkiemer und Korallenwände prägen Tauchgänge zwischen der Küste von Dauin und den geschützten Riffen vor der Küste.
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Dauin ist eine landgestützte Tauchbasis an der Küste von Negros Oriental, deren Charakter sich unter Wasser sofort zeigt: schwarzer Sand, Geröll, Seegrasbereiche und kleine künstliche Strukturen statt großer Steilwände. An der Dauin coastline und am Pura Vida Housereef geht es langsam über den Grund, auf der Suche nach Anglerfischen, Seepferdchen oder Nacktkiemern. Als Kontrast führt ein Tagesausflug nach Apo Island zu geschützten Korallenriffen und Meeresschildkröten.
Die Küstentauchplätze liegen überwiegend flach bis mitteltief; an der Dauin coastline reichen sie etwa von zwei bis 25 Metern, während Eva’s Point bis 32 Meter abfällt. Am House Reef führen fünf bis 30 Meter durch einfache Riffbereiche, die sich auch für Nacht- und Wiederholungstauchgänge eignen. Der Grund besteht häufig aus schwarzem Sand, Geröll und einzelnen Korallenstrukturen. Genau dort wird langsam getaucht, mit kurzer Flossenschlagfolge und genauer Beobachtung statt großer Strecke. Die Strömung ist meist leicht, kann an einzelnen Plätzen aber wechseln. Sunken Island bildet mit seinem strömungsreichen Plateau eine klare Ausnahme und verlangt Erfahrung. Die Sicht hängt stark von Küsten- und Regenbedingungen ab; am House Reef werden 15 bis 20 Meter genannt, an Eva’s Point kann sie deutlich schwanken. Apo Island ergänzt die Muck-Tauchgänge um Korallenwände und lebhafte Riffbereiche.
Dauin ist auf kleine, gut getarnte Tiere ausgerichtet. Zwischen schwarzem Sand, Geröll, Schwämmen und den Rändern seegrasähnlicher Lebensräume lassen sich Anglerfische, Seepferdchen, Seenadeln, Garnelen, Sepien und Nacktkiemer suchen. Am Pura Vida Housereef liegen die Schwerpunkte auf Anglerfischen, Nacktkiemern und Geisterfischen. An den Riffplätzen kommen Weichkorallen, Riffische, Rotfeuerfische, Drachenköpfe und Fledermausfische hinzu. Apo Island bringt regelmäßige Begegnungen mit Grünen Meeresschildkröten, gelegentlich auch mit Echten Karettschildkröten. Die genannten Makroarten sind ganzjährig zu erwarten, sofern geeignete Wirts- und Bodenstrukturen vorhanden sind. Thresherhaie treten in der weiteren Region nur gelegentlich auf, Walhaie sind selten und kein verlässlicher Bestandteil eines Aufenthalts.
Für Dauin bietet sich vor allem die trockenere Zeit von November bis Mai an. Die geringsten Niederschläge werden von Dezember bis Mai gemessen, während die See von April bis Juni im Mittel am ruhigsten ist. Damit überschneiden sich die angenehmsten Bedingungen teilweise, auch wenn der Juni bereits in die feuchtere Jahreshälfte fällt. Von Juni bis Oktober können Regen, Küstenabfluss und unruhigere Oberflächen die Sicht und die Bootsfahrten stärker beeinflussen. Wer Apo Island fest einplanen möchte, sollte die ruhigere Wetterphase bevorzugen. Die Makrofauna der Küste ist ganzjährig vorhanden; die Saisonwahl richtet sich deshalb eher nach Sicht, Seegang und der Wahrscheinlichkeit, den Bootstag nach Apo Island durchführen zu können.
Dauin eignet sich für alle Ausbildungsstufen. Viele Küstenplätze sind flach und ruhig genug für Open-Water-Taucher, etwa das House Reef oder die flacheren Bereiche von Eva’s Point. Entscheidend ist eine saubere Tarierung, weil ein unachtsamer Flossenschlag den schwarzen Sand aufwirbelt und das Motiv für die gesamte Gruppe verdecken kann. Nitrox ist für wiederholte, flache Tauchgänge nützlich. Sunken Island gehört dagegen in die Planung erfahrener Taucher, da dort starke Strömungen auftreten können.
Aus Deutschland führt der Weg von Frankfurt, München oder Düsseldorf zunächst per Flug nach Dumaguete. Von dort geht es auf der Straße südwärts nach Dauin. Dauin selbst liegt an der Küste und erfordert keine Fährfahrt; Boote werden erst für Ausfahrten wie nach Apo Island benötigt. Bei der Planung sollte die Verbindung bis Dumaguete als zusammenhängende Reisekette betrachtet werden, damit die Weiterfahrt auf der Straße nicht durch eine knapp kalkulierte Umsteigeplanung belastet wird. Vor Ort liegen viele Unterkünfte und Tauchbasen entlang des Küstenstreifens. Je nach Lage sind die Wege zu Fuß möglich, ansonsten reichen kurze Fahrten mit Tricycle oder Taxi. Für Apo Island wird der Bootstag über einen örtlichen Anbieter organisiert und sollte im Voraus abgestimmt werden.
Dauin sollte nicht als Ziel für dramatische Steilwände gebucht werden. Die unscheinbaren schwarzen Sand- und Geröllflächen sind der eigentliche Grund für die Reise; wer dort nur nach bunten Korallen sucht, verpasst Anglerfische und Nacktkiemer direkt vor den Augen. Eine Tauchlampe gehört deshalb auch bei flachen Tagestauchgängen ins Gepäck. Für Apo Island empfiehlt sich ein früher Bootstermin, bevor sich der Tagesausflugsrhythmus an den Ankerplätzen bemerkbar macht. Der Ausflug sollte vorab eingeplant werden, aber nicht den gesamten Aufenthalt bestimmen: Bei Wetteränderungen bleiben die Küstenplätze die tragende Säule. Ein Muck Pointer ist nur erlaubt, wenn die örtlichen Regeln ihn zulassen; Berührungen am Grund sind zu vermeiden. Besonders auf schwarzem Sand muss die Tarierung ruhig bleiben, weil schon ein einzelner falscher Flossenschlag die Sicht im Motivbereich zerstört. Für wiederholte, lange flache Tauchgänge passt ein 3-Millimeter-Anzug oder vergleichbarer Wärmeschutz.
Für fünf bis sieben Tage lässt sich Dauin sinnvoll aufbauen: mehrere Küstentage mit wiederholten Makrotauchgängen, dazu ein eigener Tag für Apo Island. Die lineare Küstenlage hält die Wege zwischen Unterkunft und Tauchbasis kurz. Ein tauchfreier Tag kann Dumaguete mit Uferpromenade, Märkten und städtischen Dienstleistungen verbinden. Vor dem Rückflug passt eher ruhige Zeit am Ufer, Schnorcheln oder ein flacher Tauchgang als ein langer Ausflug ins Gebirge.
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3 Tauchsafari-Boote starten ab Dauin eine weitere Art, die Region zu entdecken, über mehrere Tage auf See.