Tauchsafaris · Thailand
Merdeka 1 – Eisenholz, Similan und kurze Wege ins Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Merdeka 1 verbindet die Similan-Tauchplätze mit dem Charakter eines älteren Schiffs aus Eisenholz.
- An Bord gibt es Bunk-Bed-Kabinen sowie zwei Deluxe-King-Kabinen mit eigenem Bad.
- Getaucht wird vom Dive Deck aus, mit Unterstützung eines 3,4-Meter-RIBs.
- Nitrox und technische Tauchgänge gehören nicht zum Angebot; Leihausrüstung ist gegen Aufpreis erhältlich.
Die Einladung
Die Merdeka 1 ist für Taucher, die keine schwimmende Hotelanlage suchen, sondern ein Schiff mit eigenem Charakter und direktem Zugang zu Thailands Similan-Tauchplätzen. Eisenholz gibt dem Rumpf eine andere Anmutung als glatte, neue Charterboote: weniger geschniegelt, näher an dem, was ein Tauchsafarischiff sein soll. Die Route führt unter anderem zu Elephant Head Rock und Koh Bon. Dort geht es um klare Sicht, markante Felsformationen und die Chance auf Leopardenhaie oder Mantarochen. Wer nach einem Schiff für Gruppen oder einen eigenen Charter sucht und mit Ventilator, fehlendem WLAN und einfacherem Bordkomfort gut zurechtkommt, findet hier eine sachliche Basis für viele Stunden im Wasser.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Merdeka 1 wie ein Arbeitsboot, das seine Aufgabe kennt. Das Eisenholz ist kein Dekor für eine Hochglanzbroschüre, sondern prägt den ganzen Eindruck an Bord. Man bewegt sich zwischen Innen-Salon, Sonnendeck und Tauchbereich, ohne dass das Schiff versucht, seine Herkunft zu verleugnen. Der Innenraum bietet einen geschützten Platz für die Stunden, in denen Fahrtwind oder Sonne zu viel werden; draußen stehen Liegen für die Pausen zwischen den Tauchgängen. Mit englischsprachiger Crew und der Möglichkeit, Gruppen oder einen Charter an Bord zu nehmen, richtet sich das Schiff an Menschen, die gemeinsam unterwegs sein wollen. Der Reiz liegt weniger in Luxus als in der Nähe zum Tauchbetrieb.
Die Stimmung an Bord
Die Atmosphäre passt zu einer begrenzten Gruppe, in der man sich nicht lange aus dem Weg geht. Nach den ersten Tauchgängen kennt man die Gesichter, die auf dem Sonnendeck trocknen, im Salon essen oder am Dive Deck noch über eine Sichtung sprechen. Die englischsprachige Crew bleibt nah am Ablauf des Schiffes, ohne dass daraus ein formelles Hotelgefühl entsteht. Abends gibt es keinen beschriebenen Unterhaltungsplan, und genau das ist hier kein Mangel: Der Tag liefert mit Tauchgängen, Essen und der Fahrt genug Gesprächsstoff. Wer Gesellschaft sucht, findet sie schnell; wer Ruhe möchte, kann sich auf dem Sonnendeck zurückziehen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Dive Deck ist der Mittelpunkt des Schiffs. Für die Tauchgänge steht ein 3,4-Meter-RIB als Beiboot bereit, das die Taucher vom Schiff zu den Tauchplätzen und zurück bringt. Die Merdeka 1 bietet Leihausrüstung gegen Aufpreis an. Nitrox ist nicht verfügbar, und technische Tauchgänge sind nicht vorgesehen. Angaben zu Flaschengrößen, Material, Ventilen, Kompressor, Füllstation, Fototisch, Spülbecken oder einer warmen Dusche nach dem Tauchgang liegen nicht vor. Für die Planung bedeutet das: Wer mit eigener, vertrauter Ausrüstung taucht, sollte die Anforderungen an Flaschen und Anschlüsse vor der Abfahrt klären. Der praktische Schwerpunkt liegt klar auf klassischen Sporttauchgängen von einem eigentlichen Tauchdeck aus.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf zwei sehr unterschiedliche Plätze. Auf dem Sonnendeck liegen die Taucher in der Sonne oder suchen sich einen ruhigen Moment auf einer Liege. Der Indoor-Salon nimmt jene auf, die Schatten, Schutz vor Fahrtwind oder einfach einen Tisch bevorzugen. Viel braucht es in diesen Stunden nicht: Ausrüstung für den nächsten Tauchgang prüfen, etwas essen, trinken, die Sicht aufs Wasser verfolgen und den Körper wieder ruhig bekommen. Die Merdeka 1 macht aus den Pausen keinen Wellnessbereich. Sie gibt ihnen den nötigen Raum, damit der nächste Sprung ins Wasser nicht zu früh kommt.
Was man an Bord isst
Die Bordküche arbeitet mit einem Buffet und verbindet westliche Gerichte mit lokaler Küche. Das passt zu einer Reise, auf der nicht jedes Essen zum langen Abendessen werden muss: Man nimmt sich, was nach dem Tauchgang gerade richtig ist, und kommt ohne große Unterbrechung wieder zu Kräften. Ernährungsbeschränkungen können berücksichtigt werden. Mehr lässt sich über die genaue Zusammensetzung der Mahlzeiten nicht seriös sagen; die Stärke liegt hier in der flexiblen, unkomplizierten Versorgung statt in einer ausgearbeiteten Restaurantkarte.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Unterdeck und bleiben bewusst einfach. Vier Bunk-Bed-Kabinen nehmen jeweils zwei Personen auf; sie haben Einzelkojen übereinander, Kissen, Bettwäsche und Handtücher. Dazu kommen zwei Deluxe-King-Kabinen mit Doppelbett und eigenem Bad mit warmem Wasser. In allen Kabinen gibt es Ventilatoren. Wer eine King-Kabine wählt, gewinnt vor allem Privatsphäre und den kurzen Weg zum eigenen Bad, nicht den Charakter eines Hotelzimmers. Die Nacht spielt sich auf einem Tauchsafarischiff ohnehin nicht nur in der Koje ab: Geräusche aus dem Betrieb gehören dazu, während der Salon und das Sonnendeck die Orte für den letzten Blick nach draußen sind.
Kabine mit Etagenbetten
Deluxe-Kabine Kingsize-Bett
- Baujahr
- 1996
- Länge
- 27 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 12
- Anzahl Kabinen
- 6
- Motoren
- Nissan 350 PS
- Beiboote
- 3,4 RIB
- Webseite
- spaboat.com ↗
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