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Thailand · Asien

Tauchen Koh Phi Phi: Karstfelsen, Riffe und Inselwände

Steilwände, Korallengärten und Schwarzspitzen-Riffhaie prägen die Boots­tauchgänge rund um Koh Phi Phi, ergänzt durch Leopardenhaie auf sandigen Flächen.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Koh Bida mit Überhängen, Korallengärten und Schwarzspitzen-Riffhaien
  • Hin Bida mit Leopardenhaien über hellen Sandflächen
  • Maya Wall zwischen fünf und zwanzig Metern
  • Hin Klang: flaches Riff für entspannte Einsteigertauchgänge
  • Bida Islands mit Wänden, Höhlen und Pinakeln
  • Palong mit Karettschildkröten und abfallender Riffwand
  • Ruhigere Bootsbedingungen von Oktober bis April

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Überblick

Koh Phi Phi ist eine Inselbasis für Tauchtage mit dem Boot. Unter Wasser wechseln sich Korallengärten, Felswände, Überhänge und flachere Riffdächer ab. Koh Bida und die Bida Islands verbinden geschützte Bereiche mit steileren Strukturen, während Maya Wall und Palong an der Küste von Koh Phi Phi Leh entlangführen. Dazu kommen Strände, Aussichtspunkte und Ausflüge an Land. Das macht die Insel für gemischte Gruppen und kurze Tauchaufenthalte geeignet, ohne sie als reine Tauchdestination planen zu müssen.

Tauchen vor Ort

Getaucht wird überwiegend von Tagesbooten aus; die Plätze liegen an Riffen, Felsen, Inselwänden und einzelnen künstlichen Strukturen. Hin Klang fällt von drei bis etwa fünfzehn Metern sanft ab und eignet sich für ein ruhiges Profil. An Koh Bida und den Bida Islands führen die Tauchgänge dagegen an Überhängen, Wänden und Korallengärten entlang, teils bis knapp dreißig Meter. Die Strömung ist nicht grundsätzlich stark, bleibt aber gezeiten- und lageabhängig: Geschützte Buchten können leicht sein, exponierte Wände deutlich anspruchsvoller. Hin Bida kann zwischen leichtem Zug und kräftiger Strömung wechseln. Die Sicht schwankt erheblich; genannt werden je nach Platz etwa zwei bis fünfundzwanzig Meter. Regen, Dünung und Planktonblüten drücken sie eher als die Tiefe. Früh gestartete Boote bieten meist ruhigere Bedingungen und weniger Verkehr an stark besuchten Plätzen.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Die auffälligsten Begegnungen liegen an den Fels- und Riffstrukturen, nicht in einer garantierten Großfischschau. An Koh Bida, Palong und den Bida Islands können Schwarzspitzen-Riffhaie durch flachere Bereiche ziehen; an Hin Bida ruhen Leopardenhaie häufig auf Sandflächen. Karettschildkröten werden besonders an Palong und Maya Wall genannt, Meeresschildkröten auch an anderen Riffen der Inselgruppe. In den Korallengärten stehen Füsilierfische, Schnapper und Muränen, während Weichkorallen und Nacktkiemer den Blick in Spalten und Überhänge lohnen. Großaugen-Stachelmakrelen und Große Barrakudas ergänzen das Bild. Walhaie und Mantarochen sind gelegentliche Begegnungen, nicht der verlässliche Grund für die Reise. Die regelmäßiger zu erwartenden Schildkröten und Riffbewohner machen die Tauchgänge auch dann interessant, wenn Großfische ausbleiben.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die gemessene ruhigere und trockenere Reisezeit reicht von Oktober bis April. In diesen Monaten sind die Bootsbedingungen im Regelfall verlässlicher; von Dezember bis April fällt zudem der geringste Regen. Die westliche Monsunzeit von Mai bis Oktober bringt häufiger Dünung, wechselnde See und Ausfallrisiken für Bootstauchgänge. Wer mehrere Tauchtage plant, sollte deshalb nicht jeden Tag ohne Reserve verplanen. In der trockeneren Hauptsaison nimmt der Andrang an bekannten Plätzen zu, besonders bei den berühmten Inselkulissen und Riffen. Frühboote und ein Aufenthalt außerhalb des dichtesten Saisontrubels schaffen eher Ruhe als eine Reise zur Mittagszeit. Ein dünner Ganzkörperanzug oder ein 3-Millimeter-Shorty passt meist zur warmen Wasserplanung.

Erforderliches Niveau

Viele Tauchgänge eignen sich für Open-Water-Taucher und Einsteiger, besonders in geschützten Buchten und an flach abfallenden Riffen wie Hin Klang oder dem Laem Thong House Reef. Für tiefere Profile bis dreißig Meter und für wechselnde Strömung an Hin Bida oder den Bida Islands sind Advanced Open Water und praktische Erfahrung sinnvoll. Ein sicherer Umgang mit Strömungsbriefings und Bootsabläufen zählt mehr als die reine Brevetstufe. Nitrox ist bei mehreren aufeinanderfolgenden Tagesbooten nützlich. Deutschsprachige Basen werden im Dossier nicht ausgewiesen.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise zunächst per Flug nach Südthailand oder über eine regionale Umsteigeverbindung weiter. Danach folgen ein Straßentransfer zu einem Fähranleger und die Überfahrt nach Koh Phi Phi; einen Flughafen besitzt die Insel nicht, der Seeweg ist daher fester Bestandteil der Anreise. Mindestens eine weitere Verbindung innerhalb Thailands oder der Region sollte eingeplant werden. Fähren und Boote richten sich nach Fahrplan und Wetter, weshalb enge Anschlüsse unnötig riskant sind. Auf Koh Phi Phi liegen viele Tauchbasen und Unterkünfte in fußläufigen Bereichen. Wer weiter außerhalb wohnt, nutzt kurze lokale Wege sowie gelegentlich Taxi- oder Longtail-Transfers. Für den Rückweg sollte ausreichend Puffer zwischen dem Inselboot und einem Weiterflug bleiben.

Tipps von Ortskundigen

Die Insel funktioniert am reibungslosesten, wenn Unterkunft, Tauchbüro und Anleger zu Fuß erreichbar sind. Das spart gerade bei frühen Bootsstarts unnötige Transfers. Für die bekannten Phi-Phi-Plätze lohnt sich die erste Ausfahrt des Tages: Dann sind Wasser und Verkehrsaufkommen meist günstiger als später. Hin Bida und die exponierten Wände sollten nicht als automatisch entspannte Rifftauchgänge eingeplant werden; dort entscheidet die Gezeitenlage über den Charakter des Tauchgangs. Ein freier Wettertag gehört in den Kalender, weil die Anreise per Fähre und die Ausfahrten vom Seegang abhängen. Wer mehrere Bootstage hintereinander plant, kann Nitrox sinnvoll einsetzen. Beim Anzug ist eigene Passform wichtiger als eine bestimmte Marke, denn die Auswahl auf einer kleinen Insel ist begrenzter als in großen Tauchzentren. Das Parkgebiet verlangt außerdem, Korallen und Tiere nicht zu berühren, nichts zu sammeln oder zu füttern und die örtlichen Regeln für Boote und Festmacher einzuhalten.

Den Aufenthalt planen

Für einen kurzen Tauchstopp reichen drei bis fünf Tage, wenn die Ausfahrten eng aufeinanderfolgen. Sieben bis zehn Tage lassen mehr Raum für mehrere Bootstage, Inselzeit und einen wetterbedingten Reservetag. Ein Tauchtag kann mit Strand oder Aussichtspunkt ausklingen; für Nichttaucher bieten sich Kajaktouren, Bootsausflüge und Schnorcheln in geschützten Buchten an. Vor dem Weiterflug passt ein tauchfreier, körperlich ruhiger Inseltag besser als ein knapp kalkulierter Übergang.

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