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Thailand · Asien

Tauchen Koh Tao: Pinakel, Buchten und versenkte Wracks

Granitpinakel, Korallengärten, ein 50-Meter-Wrack und geschützte Buchten prägen Tauchgänge zwischen flachen Ausbildungsplätzen und Tiefen bis 40 Meter.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Southwest Pinnacle mit Granitstrukturen bis 40 Meter
  • HTMS Sattakut, ein 50-Meter-Wrack bis 31 Meter
  • Japanese Garden mit Korallen und 10 bis 20 Metern Sicht
  • White Rock für Tages- und Nachttauchgänge
  • Walhaie als gelegentliche Besucher im Golf von Thailand
  • Mango Bay und Aow Leuk für ruhige Ausbildungstauchgänge
  • Februar bis Juni mit meist ruhiger See
  • Green Rock und Hin Wong Pinnacle mit wechselnden Strömungen

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Überblick

An White Rock liegen zwei große Felsformationen neben einem Korallengarten; an anderer Stelle ruht die HTMS Sattakut als künstliches Riff im Sand. Koh Tao verbindet solche markanten Unterwasserstrukturen mit geschützten Buchten und kurzen Bootsfahrten von der Insel. Das macht die Insel vor allem für Kurse, Auffrischungstauchgänge und entspannte Tauchtage interessant. Wer eine landgestützte Reise mit vielen Wiederholungstauchgängen sucht, findet hier eine unkomplizierte Basis, nicht aber eine abgelegene Expedition.

Tauchen vor Ort

Unter Wasser wechseln flache Buchten, Korallengärten, Granitfelsen und künstliche Riffe miteinander ab. Japanese Garden, Mango Bay, Tanote Bay und Aow Leuk liegen in geschützten Bereichen und bieten meist ruhige Profile zwischen zwei und 20 Metern. An Green Rock, Hin Wong Pinnacle und Southwest Pinnacle wird das Gelände tiefer und die Strömung kann deutlich zunehmen. Southwest Pinnacle reicht bis 40 Meter, während die HTMS Sattakut bis 31 Meter abfällt. Die Strömung ist an vielen Plätzen leicht, an exponierten Felsen und Wracks jedoch gezeitenabhängig wechselhaft. Die Sicht liegt an den beschriebenen Plätzen häufig um zehn Meter, in geschützten Bereichen oft bei 10 bis 20 Metern, kann aber schwanken. Getaucht wird überwiegend von Tagesbooten aus; White Rock eignet sich zusätzlich für Nachttauchgänge.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

Zwischen den Felsblöcken und Korallenköpfen zeigen sich Muränen, Falterfische, Füsilierfische, Kaiserfische und Zackenbarsche. Blaupunktrochen und Stechrochen liegen auf sandigen Partien, während Nacktkiemer und kleinere Riffbewohner genaueres Hinsehen verlangen. An Twins werden Clownfische, Muränen und Rochen genannt; Tanote Bay ist für Fischschwärme und häufige Meeresschildkröten bekannt. Auch Grüne Meeresschildkröten, Fledermausfische, Lotsenfische und Große Barrakudas gehören zum möglichen Begegnungsbild. Walhaie besuchen Plätze im Golf von Thailand nur gelegentlich, ohne verlässlich planbare Zeit. Bambushaie werden ganzjährig als regelmäßige Begegnung beschrieben. Nachttauchgänge an White Rock verschieben den Schwerpunkt auf nachtaktive Kleintiere und die Makrowelt.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wird von Februar bis Juni gemessen; zugleich fallen die Regenmengen besonders von Januar bis April geringer aus. Für eine Reise mit mehreren Bootstagen spricht deshalb vor allem das Zeitfenster von Februar bis Juni: kurze Überfahrten zu den Buchten und Pinnakeln lassen sich dann leichter mit stabilen Bedingungen verbinden. Die Tauchplätze bleiben dennoch unterschiedlich exponiert. Geschützte Buchten können auch außerhalb dieses Zeitraums angenehm sein, während offene Pinnakel stärker auf Wind, Gezeiten und Seegang reagieren. Wer den Walhai als Schwerpunkt plant, sollte ihn als gelegentliche Begegnung verstehen und nicht als festes Saisonversprechen.

Erforderliches Niveau

Koh Tao richtet sich an alle Ausbildungsstufen. Open-Water-Taucher finden an Japanese Garden, Mango Bay, Tanote Bay und Aow Leuk flache, meist ruhige Bereiche. Für Green Rock, Hin Wong Pinnacle und Southwest Pinnacle sind Erfahrung, gute Tarierung und der Umgang mit wechselnder Strömung wichtiger. Die HTMS Sattakut und HTMS Suphairin passen zum Advanced Open Water Diver oder zu vergleichbarer Erfahrung; für die Sattakut wird zusätzlich eine Wrackqualifikation genannt. Nitrox ist bei mehreren Tauchgängen an aufeinanderfolgenden Tagen sinnvoll.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Reise zunächst mit Flugverbindungen nach Südthailand oder zu einem nahe gelegenen Drehkreuz am Golf von Thailand. Danach geht es auf dem Landweg zu einem Pier und zwingend mit Fähre oder Schnellboot weiter, denn Koh Tao hat keinen eigenen Flughafen. Einschließlich der Anschlüsse sind meist etwa 16 bis 24 Stunden bis zur Insel einzuplanen. Die Fährzeiten sollten vor der Reise mit den Flug- und Landtransfers abgestimmt werden; Seegang kann die letzte Etappe verlängern oder unangenehmer machen. Auf Koh Tao liegen viele Tauchbasen in Strand- oder Piernähe. Wege lassen sich häufig zu Fuß bewältigen, ansonsten helfen kurze Taxi- oder Motorrollerfahrten zwischen Unterkunft, Zentrum und Abfahrtsstelle.

Tipps von Ortskundigen

Der wichtigste organisatorische Punkt ist die Seestrecke: Für die Rückreise sollte zwischen Fährankunft und internationalem Abflug ausreichend Abstand liegen, statt die letzte Verbindung knapp zu kalkulieren. Auch der erste Tauchtag muss nicht unmittelbar nach der Ankunft beginnen. Wer empfindlich auf Bootsfahrten reagiert, hält den ersten halben Tag frei und legt intensive Kursblöcke nicht direkt vor die lange Rückreise. Eine gut sitzende eigene Maske lohnt sich besonders auf einer Insel, auf der viele Tauchgänge hintereinander stattfinden. Koh Tao sollte außerdem nicht mit einer Strömungsdestination oder einem Liveaboard verwechselt werden; der Reiz liegt in kurzen Tagesbootfahrten und geschützten Alternativen. Bei der Planung hilft eine Mischung aus Buchten und offeneren Plätzen, damit ein weniger komfortabler Abschnitt nicht gleich den ganzen Tauchtag bestimmt. Für Nichttauchtage passen Aussichtspunkte, Strand, PMT und kurze Bootsausflüge besser als ein dichtes Besichtigungsprogramm im Inselinneren.

Den Aufenthalt planen

Für Koh Tao passen fünf bis sieben Tage an Land. Mehrere Bootsmorgen lassen sich mit Kurs- oder Auffrischungstauchgängen verbinden; ein freier Tag schafft Spielraum, falls Seegang oder Transferpläne eine Verschiebung verlangen. Die Insel ist klein genug für kurze Wege zwischen Unterkunft, Tauchbasis und Pier. Nichttaucher können Strandtage, Aussichtspunkte, Schnorchelausflüge und Bootstouren einplanen. Vor der Abreise empfiehlt sich ein ruhiger Tag mit wenig körperlicher Belastung.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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