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Thailand · Asien

Tauchen Phuket: Riffe, Steilwände und Tauchfahrten zu Inseln

Kalksteinwände bis 32 Meter, flache Korallengärten, ein Wrack und strömungsreiche Plateaus verbinden sich auf Phuket mit Ausfahrten zu Mantarochen.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Koh Doc Mai: Kalksteinwände bis 32 Meter und Höhlen
  • Koh Waeo: Korallengärten und flaches Wrack bis 15 Meter
  • South Tip: Plateaus, Steilwände und Strömungen bis 70 Meter
  • Racha Noi: mögliche Begegnungen mit Mantarochen und Schwarmfischen
  • November bis April: ruhigere See und bessere Sichtbedingungen
  • Makrofauna an Koh Doc Mai zwischen steilen Felswänden
  • Walhai und Mantarochen auf Andaman-Ausfahrten, saisonal wechselnd

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Überblick

An den Kalksteinwänden von Koh Doc Mai führt der Tauchgang durch enge Höhlen und entlang senkrechter Felsflächen bis 32 Meter. Phuket selbst ist dabei vor allem Ausgangspunkt: Die eigentlichen Tauchplätze liegen rund um die Insel sowie an vorgelagerten Inseln und in geschützten Meeresgebieten. Riffe, Pinakel, Makrofauna, Schwarmfische und einige Wracks lassen sich in einem Landaufenthalt verbinden. Die ausgebaute Infrastruktur erleichtert auch eine Reise mit nicht tauchenden Begleitpersonen.

Tauchen vor Ort

Die Unterwasserlandschaft reicht von flachen Korallengärten bis zu Steilwänden und strömungsgeprägten Plateaus. Koh Waeo bleibt mit Korallenbereichen und einem Wrack bis etwa 15 Meter vergleichsweise übersichtlich. Koh Doc Mai verlangt an den senkrechten Wänden mehr Aufmerksamkeit: Moderate bis starke Strömungen sind möglich, während die Sicht zwischen etwa fünf und 20 Metern schwanken kann. Am South Tip von Racha Noi fällt das Gelände von Plateaus auf neun Metern bis zu tiefen Steilwänden ab; die meisten Tauchgänge bleiben dort zwischen zehn und 30 Metern, obwohl das Relief bis 70 Meter reicht. Die Strömung kann konstant stark und unberechenbar sein. Phuket eignet sich daher sowohl für kurze, flache Rifftauchgänge als auch für lange Bootstage zu weiter entfernten Inseln. Früh gestartete Fahrten nutzen häufig die ruhigere See vor dem Nachmittagswind.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

An den Riffen und Felswänden sind Riffische, Füsilierfische, Nacktkiemer und Korallenband-Seeschlangen zu erwarten. Koh Doc Mai ist besonders interessant, wenn der Blick in Felsspalten und Höhlen der Makrofauna gilt; dort können neben kleinen Tieren auch Große Barrakudas und andere Großfische auftauchen. An den strömungsreichen Außenpositionen kommen Großaugen-Stachelmakrelen, Stachelmakrelen und Schwarmfische hinzu. Leopardenhaie, Bambushaie und Marmorrochen gehören zu den möglichen Begegnungen. Mantarochen werden auf bestimmten Ausfahrten der Andaman-Region während der trockeneren Monate gemeldet, bleiben aber selten. Auch Walhaie sind saisonal und von Jahr zu Jahr wechselnd, vor allem auf weiter entfernten Fahrten in der Trockenzeit. Racha Noi und sein South Tip verbinden diese Großfischchancen mit Weichkorallen und offenem Felsrelief.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die gemessene ruhigste See liegt von Oktober bis April, während die Regenmengen besonders von Dezember bis April niedriger sind. Für einen planbaren Tauchurlaub ist November bis April dennoch die verlässlichere Hauptsaison: Dann beeinträchtigen Südwestmonsun, Wind und aufgewühlte Oberfläche die Bootsfahrten deutlich weniger. Von Mai bis Oktober können Sicht und Zugang zu einzelnen Plätzen schwanken, Ausfahrten ausfallen oder auf andere Bereiche ausweichen. Die hohe Saison bringt allerdings mehr Boote und Taucher an den beliebten Plätzen. Wer Großfische sucht, sollte die wechselhafte, nicht garantierte Saisonbeobachtung in die Planung einrechnen, statt die Reise allein darauf aufzubauen. Ein 3-mm-Anzug oder Shorty passt je nach persönlicher Kälteempfindlichkeit.

Erforderliches Niveau

Phuket spricht Anfänger ebenso an wie erfahrene Taucher, sofern die Platzwahl zum Ausbildungsstand passt. Flache Abschnitte bei Koh Waeo eignen sich für Open-Water-Niveau und entspannte Tauchgänge. Koh Doc Mai ist wegen der möglichen Strömung und der Tiefe bis 32 Meter eher für erfahrene Taucher sinnvoll; für South Tip und tiefere Bereiche von Racha Noi wird Advanced Open Water Diver oder ein vergleichbares Niveau empfohlen. Strömungserfahrung und eine sichere Tarierung sind dort wichtiger als die reine Tiefenfreigabe. Nitrox ist bei mehreren flachen Tauchgängen an aufeinanderfolgenden Tagen nützlich.

Vor Ort

Von Frankfurt, München und Düsseldorf führt die Anreise mit Flugverbindungen zum Flughafen Phuket. Von dort geht es auf der Straße weiter zu den Küstenbereichen, Unterkünften und Abfahrtsstellen im Südwesten der Insel. Dafür werden je nach Lage Taxi, Minibus oder eine organisierte Navette genutzt. Die Tauchgänge beginnen nicht einfach am Strand, sondern an Häfen, Marinas und Anlegestellen; anschließend folgt die eigentliche Bootsfahrt zu den Inseln und Meeresparks. Bei weiter entfernten Zielen ist deshalb mehr Zeit für den Transfer einzuplanen als bei einem reinen Küstentauchgebiet. Abfahrten hängen von Seegang und Saison ab. Wer verschiedene Sektoren ansteuern möchte, sollte die tägliche Straßenfahrt zur Marina und die Rückfahrt nach dem Bootstag von Anfang an mitdenken.

Tipps von Ortskundigen

Phuket belohnt eine Planung nach Sektoren. Wer mehrere Tage hintereinander dieselben nahe gelegenen Riffe anfährt, erlebt eher die starke örtliche Besucherbelastung als die Unterschiede zwischen den Tauchplätzen. Bei Fahrten in die begehrten Meeresparks sollte die Reservierung früh erfolgen, weil neben dem Boot auch Parkzugang und zugelassene Fahrtrouten eine Rolle spielen. Ein freier Reservetag gehört in den Reiseplan: In der Monsunzeit können Fahrten wegen des Seegangs entfallen oder umgestellt werden, und auch in der Hauptsaison ist die See nicht jeden Nachmittag gleich ruhig. Frühmorgendliche Abfahrten sind für exponierte Inselstrecken meist angenehmer. Wer beim Leihmaterial empfindlich ist, nimmt die persönliche Grundausrüstung mit, da die Qualität vor Ort schwanken kann. Die Regeln der Schutzgebiete sind verbindlich: Korallen und Tiere bleiben unberührt, außerhalb vorgesehener Plätze wird nicht geankert, und Anfüttern ist tabu. Für einen Aufenthalt mit Landprogramm liegt eine Unterkunft im Südwesten nahe an den Marina-Verbindungen.

Den Aufenthalt planen

Fünf bis sieben Tage eignen sich, um flache Riffe, Makroplätze und anspruchsvollere Ausfahrten zu verbinden, ohne jeden Seetag unter Zeitdruck zu planen. Phuket wird überwiegend als Landstandort mit Tagesbooten genutzt; für weiter entfernte Bereiche kommen Andaman-Kreuzfahrten infrage. Ein Aufenthaltstag ohne Tauchen lässt sich für die Altstadt, Strände oder eine Inselrundfahrt nutzen. Vor dem Rückflug ist ein Tag an Land sinnvoller als eine lange Navigation. Begleitpersonen finden an der Küste genügend Ausflugs- und Erholungsmöglichkeiten.

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