Deutsch
DivingDeal.com

Atlantik

Kanaren: Inseln zwischen Lava und Atlantik

Zwischen den Vulkanlandschaften von Lanzarote, dem Museo Atlantico und den Märkten von Gran Canaria verbinden die Kanaren Tauchreisen mit eigenständigen Inselkulturen.

Was dieses Land einzigartig macht

  • Mai bis November verbindet die wichtigsten Tauchregionen
  • Lanzarote mit Museo Atlantico und Vulkanlandschaften
  • El Hierro und die stille Identität von La Restinga
  • Papas arrugadas con mojo in kanarischen Restaurants
  • Vegueta und die historische Seite von Gran Canaria
  • Teide-Landschaften als Kontrast zum Atlantiklitoral
  • Reiseplanung zwischen Inselhäfen, Märkten und Tauchbasen

Für Untertitel auf Deutsch: starten Sie zuerst das Videoklicken Sie dann auf das Zahnradoben rechts im Video, wählen Sie „Untertitel“, dann „Automatisch übersetzen“ und schließlich „Deutsch“.

Dieses Land für Taucher

Die Kanaren sind für Taucher kein einzelnes Revier, sondern ein Archipel mit klar unterscheidbaren Inselprofilen. Vulkanische Küsten, Häfen, geschützte Buchten und unterschiedliche Basen prägen die Reise stärker als ein einheitlicher Tauchstil. Adeje, Tenerife, Gran Canaria, Lanzarote, Puerto Del Carmen und El Hierro verbinden sich durch ganzjährig inseltypische Landschaften, während die planbare Hauptsaison von Mai bis November reicht. Gemeinsame Grundlage sind vielseitige Küstentauchgänge für alle Niveaus, wechselnde Bedingungen und eine gemischte Riffgesundheit. Eine Tauchsafari ist nicht vorgesehen; die Reise bleibt landgestützt und inselbezogen.

Wie sich das Land gliedert

Die Kanaren teilen sich für die Reiseplanung in zwei sinnvolle Räume. Zum westlichen und zentralen Verbund gehören Adeje und Tenerife auf derselben Insel, dazu Gran Canaria und das eigenständige El Hierro. Diese Auswahl passt, wenn Sie verschiedene vulkanische Küsten, Städte und Inselrhythmen verbinden möchten. Adeje ist stärker bootsorientiert, während Tenerife und Gran Canaria gemischte Tauchprofile bieten; El Hierro steht für die ruhigere Umgebung von La Restinga. Der östliche Verbund konzentriert sich auf Lanzarote und Puerto Del Carmen. Hier liegen Küstenplätze und lokale Ausfahrten näher beieinander, ergänzt durch die besondere Verbindung von Vulkanlandschaft und Museo Atlantico. Beide Räume sind von Mai bis November saisonal gut planbar. Puerto Del Carmen ist touristisch stärker geprägt, Lanzarote insgesamt moderater. Wer kurze Wege und eine klar abgegrenzte Inselreise bevorzugt, findet dort den übersichtlicheren Zuschnitt; wer kulturelle Wechsel und mehrere Inselcharaktere sucht, orientiert sich am westlichen Verbund.

Die Tauchgebiete

Tauchbasen

Hotels

Wann und wohin, Monat für Monat

Die verlässlich gemeinsame Reisezeit der wichtigsten Regionen liegt von Mai bis November. Im Mai beginnt das Zeitfenster für Adeje, Gran Canaria, Lanzarote, Puerto Del Carmen und Tenerife; im Juni, Juli und August bleibt diese Auswahl bestehen. Auch September und Oktober halten alle diese Regionen offen, bevor die gemeinsame Saison im November endet. Dezember bis April bilden dagegen kein gemeinsames Saisonfenster für diese Tauchgebiete. Gegenläufige Saisons gibt es auf den Kanaren nicht: Sie müssen Ihre Route also nicht zwischen zwei entgegengesetzten Küstenzeiten ausbalancieren. El Hierro steht im Kalender außerhalb dieser gemeinsamen Klammer und sollte deshalb als eigenständiger Baustein der Reiseplanung behandelt werden. Für eine Inselkombination ist Mai bis November organisatorisch am einfachsten, weil mehrere Regionen gleichzeitig in Frage kommen. Die atlantische Lage bleibt dennoch wichtig: Houle und Strömung können die tägliche Auswahl verändern, weshalb ein eingeplanter Puffertag sinnvoll ist.

Unterwasserwelt, Küste für Küste

Über den gesamten Archipel hinweg begegnen Ihnen typische Atlantikbewohner wie Muränen, Zackenbarsche, Barrakudas, Rochen, Seepferdchen, Tintenfische, Trompetenfische und Engelhaie. Auch Garten­aale, Sardinen, Sepien und Schmetterlingsrochen gehören zum wiederkehrenden Bild. Der westliche und zentrale Inselverbund erweitert dieses Spektrum um Delfine, Thunfische, Meeresschildkröten, grüne Schildkröten, Adlerrochen, Mantas, Drückerfische, Papageienfische und große Bernsteinmakrelen. Auf Lanzarote und bei Puerto Del Carmen liegen besondere Akzente bei Meeresengeln, orangefarbenen Korallen, Meeresspinnen und Narwal-Garnelen. Diese Verteilung beeinflusst die Routenwahl: Für Schildkröten, Mantas oder Delfine spricht der westliche Verbund, während Lanzarote und Puerto Del Carmen ihren eigenen vulkanischen und künstlichen Unterwassercharakter besitzen.

Zwischen den Gebieten reisen

Die sinnvollsten Kombinationen liegen im westlichen und zentralen Inselraum. Gran Canaria und Tenerife trennen rund 107 Kilometer, Adeje und Gran Canaria rund 108 Kilometer; auch El Hierro lässt sich mit Adeje oder Tenerife verbinden, jeweils über etwa 132 bis 133 Kilometer. Solche Distanzen wirken auf der Karte überschaubar, verlangen aber einen echten Inselwechsel mit Hafen- oder Flughafentransfer. Gran Canaria und Lanzarote liegen bereits rund 234 Kilometer auseinander, Puerto Del Carmen rund 235 Kilometer; von Tenerife nach Lanzarote sind es etwa 312 Kilometer. Zwischen El Hierro und Lanzarote liegen rund 445 Kilometer. Eine Kombination aus Tenerife und El Hierro bleibt in zwei Wochen realistisch, ebenso Tenerife und Lanzarote. Wer alle wichtigen Inselräume tief erleben möchte, verliert durch Umstiege, Transfers und neue Basen rasch mehrere wertvolle Tage.

Maske abnehmen

Außerhalb des Wassers wechseln die Kanaren ihre Gestalt von Insel zu Insel. Auf Tenerife führen San Cristóbal de La Laguna mit seinem UNESCO-Altstadtkern und der Parque Nacional del Teide in zwei sehr unterschiedliche Landschaften. In Santa Cruz de Tenerife vermittelt der Mercado de Nuestra Señora de África den Alltag über Produkte und Stände. Gran Canaria verbindet die Catedral-Basilica de Las Palmas de Gran Canaria mit dem historischen Viertel Vegueta und den Märkten im Inselinneren. Auf El Hierro erzählen der El Julan Cultural Park und Charco Azul von Bimbaches und vulkanischem Küstenleben. Lanzarote setzt mit Teguise und dem Castillo de Santa Bárbara eigene Akzente. Kulinarisch gehören papas arrugadas con mojo, gofio escaldado, ropa vieja, bienmesabe und vieja sancochada auf die Speisekarte. In Tenerife finden Sie traditionelle Küche auch in Guachinches, Gran Canaria eignet sich für Märkte, Lanzarote und El Hierro für Fischgerichte in Hafen- und Dorflokalen. Dazu passen Malvasía, kanarische Weine, barraquito oder ron miel.

Was überall in diesem Land gilt

Auf den Kanaren bestimmen Atlantiklage, Lavaboden und die tägliche Auswahl der geschützten Küste den Ablauf. Strömung und Wellengang bleiben variabel; ein geplanter Platz kann ausfallen und durch ein geschützteres Profil ersetzt werden. Das gilt besonders an exponierten Südwestküsten und erklärt, warum flexible Tagesplanung wichtiger ist als ein starrer Platzkalender. Lavaformationen, Höhlen und enge Einstiege verlangen saubere Tarierung und kontrollierte Wasserlage, damit der Kontakt zum Untergrund vermieden wird. Für wiederholte Ausfahrten ist Nitrox eine praktische Option, weil die Inselbasen auf mehrere Tauchgänge am Tag ausgelegt sind. Wer mehrere Regionen verbindet, sollte außerdem die Überfahrten nicht zu knapp ansetzen.

Setzen Sie Ihre Erkundung fort