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Kanarische Inseln · Atlantik

Tauchen Tenerife: Vulkanwände, Lavabögen und Wracks

Schwarze Vulkanwände, Lavabögen, versunkene Schlepper und Rochen prägen Tauchgänge zwischen flachen Küstenplätzen und Tiefen bis etwa vierzig Meter.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Las Eras mit Vulkanwänden, Tunnel und Barrakudaschwärmen
  • Montaña Amarilla mit gelben Lavabögen und Engelhaien
  • El Condesito als zugängliches Wrack auf Sandgrund
  • Abades mit Seegraswiesen und Meeresschildkröten
  • Radazul mit Lavabögen bis vierzig Meter Tiefe
  • Palm Mar Wall mit Fischschwärmen und Rochen
  • El Meridian als künstliches Riff vor Palm-Mar

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Überblick

Vor Las Eras führen Vulkanwände, Überhänge und ein kleiner Tunnel durch schwarzes Gestein; in einer Nische steht eine versunkene Buddha-Statue. Tenerife ist eine Insel für Tauchgänge von der Basis an Land, meist mit täglichen Bootsausfahrten und einzelnen Einstiegen vom Ufer. Zwischen Abades, Radazul und der Küste von Palm-Mar wechseln flache Übungsbereiche, Lavabögen, Wracks und tiefere Wände. Das passt zu kurzen bis mittleren Aufenthalten, bei denen die Insel selbst der feste Ausgangspunkt bleibt.

Tauchen vor Ort

Unter Wasser dominieren erkaltete Lavastrukturen: Wände, Überhänge, kleine Durchgänge, Tunnel und Bögen wechseln mit Sandflächen und Seegraswiesen. El Balito führt durch Lavabrücken und Passagen zwischen sechs und dreißig Metern; an der Palm Mar Wall fällt der Grund bis etwa zweiunddreißig Meter ab. Wracktaucher finden am Tabaiba-Wrack den Schlepper ab sechzehn Metern und am El Meridian ein Wrack zwischen etwa zwölf und zweiunddreißig Metern. Die Strömung reicht von ruhig bis mäßig, kann an exponierten Bereichen von Las Eras oder bei Punta Rasca aber deutlich zunehmen. Die Sicht ist je nach Platz unterschiedlich; an einzelnen Stellen werden fünfzehn bis vierzig Meter genannt. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus, ergänzt durch Ufergänge wie Alcalá oder Abades, darunter auch Nachttauchgänge.

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

An den Vulkanbögen und auf den Sandflächen sitzen Muränen, Krake, Sepia und Nacktkiemer; über dem Relief ziehen Fischschwärme, Trompetenfisch und Papageifisch vorbei. Las Eras ist für Große Barrakudas bekannt, während Abades mit Seegraswiesen Chancen auf Meeresschildkröten bietet. Rochen und Stechrochen gehören an mehreren Plätzen zur möglichen Begegnung, besonders dort, wo Fels in Sand übergeht. Engelhaie werden unter anderem bei Montaña Amarilla und El Balito genannt. Für El Balito liegen die besseren Chancen auf Engelhaie im Winter; an der Palm Mar Wall werden bestimmte Beobachtungen ebenfalls eher in den Wintermonaten erwartet. Pélagische Tiere bleiben jedoch Begegnungen nach Bedingungen und Zufall, nicht ein fest planbares Programm.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wird für Tenerife von Mai bis November angegeben, weshalb dieser Zeitraum die Planung von Bootsausfahrten erleichtert. Die niederschlagsärmsten Monate liegen zwischen Mai und Oktober; wer mehrere Tauchtage mit Ausflügen verbinden möchte, findet dann meist die unkompliziertere Kombination aus Land- und Meeresprogramm. Die eigentliche Sicht bleibt vom jeweiligen Küstenabschnitt und den Bedingungen am Tauchplatz abhängig. Für Engelhaie lohnt es sich dagegen, El Balito auch im Winter einzuplanen. In der touristischen Hochsaison und während der Ferien sind leicht erreichbare Plätze stärker nachgefragt; morgendliche Ausfahrten werden daher häufig bevorzugt.

Erforderliches Niveau

Tenerife eignet sich für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Taucher. Abades, Alcalá und Montaña Amarilla bieten überschaubare Tiefen und meist ruhige Bedingungen; flache Bereiche sind auch für Ausbildungs- und Auffrischungstauchgänge geeignet. Für die tieferen Abschnitte bis etwa vierzig Meter ist Advanced Open Water oder im CMAS/VDST-System eine vergleichbare weiterführende Qualifikation sinnvoll. Das gilt besonders für Palm Mar Cave, die tieferen Bereiche von Las Eras und die Wände. Wer in Wracks eindringen möchte, braucht zusätzlich eine passende Wrackausbildung; für Strömung und exponierte Plätze zählt praktische Erfahrung mehr als das bloße Brevet.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf geht es per Direktflug nach Tenerife. Nach der Ankunft wird die jeweilige Tauchregion auf der Straße erreicht; die Zentren liegen nicht an einem einzigen gemeinsamen Ausgangshafen. Für die Auswahl der Unterkunft ist deshalb entscheidend, an welcher Küste die geplanten Ausfahrten stattfinden. Vor Ort kommen Mietwagen, Taxi oder bei küstennaher Unterkunft auch kurze Wege zu Fuß infrage. Wer mehrere Regionen verbinden möchte, sollte die Fahrten zwischen den Küstenabschnitten vorab mit den Tauchzeiten abstimmen. Fähren spielen erst dann eine Rolle, wenn weitere Kanarische Inseln in dieselbe Reise aufgenommen werden. Die Kombination aus Inselstraße und lokalem Bootsbetrieb macht einen festen Standort mit Tagesausfahrten meist einfacher als häufige Unterkunftswechsel.

Tipps von Ortskundigen

Die schwarzen Vulkanreliefs verzeihen unruhiges Tarieren kaum: Früh im Tauchgang sollte die Position stimmen, damit Flossenschläge weder die Sicht zwischen den Bögen trüben noch den Grund aufwirbeln. An Las Eras und rund um Punta Rasca ist die Strömung nicht nur eine theoretische Möglichkeit; bei exponierten Abschnitten braucht die Gruppe eine klare Rückkehr- und Umkehrdisziplin. Für Palm Mar Cave, Palm Mar Wall und die tieferen Wrackbereiche sollte die Brevet- und Tiefenplanung vor der Ausfahrt feststehen, statt sie unter Wasser nachzuholen. Eine eigene, passende Wärmeschutzlösung ist sinnvoll, wenn mehrere Tauchgänge pro Tag geplant sind. Nitrox passt zur lokalen Abfolge von Tagesausfahrten, sofern die Ausbildung vorhanden ist. Einfache Tauchgänge am Beginn des Aufenthalts lassen Spielraum, falls sich die Bedingungen für die anspruchsvolleren Profile ändern. Auf dem dunklen Relief darf weder zur Fotografie aufgesetzt noch etwas berührt, bewegt oder mitgenommen werden; vorhandene Bojen sind dem Ankern auf dem Grund vorzuziehen. Wer große Gruppen vermeiden möchte, plant weniger frequentierte Zeiten und kleine Palanquées ein.

Den Aufenthalt planen

Fünf bis sieben Tage an Land geben genügend Raum für mehrere Küstenregionen, Bootsausfahrten und einen wetterbedingten Verschiebetag. Abades oder Alcalá können den Aufenthalt mit ruhigeren Einstiegen und einem Nachttauchgang beginnen; tiefere Wände, Höhlen und Wracks folgen, wenn die Bedingungen passen. Ein Tag ohne Tauchgang lässt sich für Vulkanlandschaften, Küstenorte oder Aussichtspunkte nutzen. Vor dem Rückflug bleibt ein ruhiger Landtag sinnvoll, statt am letzten Tag noch ein körperlich anspruchsvolles Programm zu planen.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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