
LJ Diving Tenerife
★ 5/5 (916 Bewertungen)
11 km entfernt Luftlinie
Kanarische Inseln · Atlantik
Vulkanische Bögen, Seegraswiesen, Grüne Meeresschildkröten und Rochen prägen Adejes Tauchgänge zwischen geschützten 15 Metern und offenen Bootstouren an den südwestlichen Steilküsten Teneriffas.
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El Puertito zeigt Adeje von seiner ruhigen Seite: Über sandigem Grund, Seegraswiesen und vulkanischen Riffen führt der Tauchgang bis auf 15 Meter. Daneben erschließt die Südwestküste Teneriffas vom Boot aus Felsbögen, Abhänge und weiter außen liegende vulkanische Strukturen. Adeje ist deshalb keine reine Landtauchbasis, sondern ein gut organisierter Ausgangspunkt für Tagesfahrten, bei denen die Wahl des Tauchplatzes von Wind und Seegang abhängt.
Das Unterwasserrelief besteht überwiegend aus vulkanischem Gestein. Felsbögen, Spalten, Riffe und abfallende Wände geben den Tauchgängen ihre Struktur; je nach Ausgangsort liegen die Plätze geschützt nahe der Küste oder weiter draußen. El Puertito eignet sich mit maximal 15 Metern Tiefe, sandigen Flächen und Seegras für einen langsamen, übersichtlichen Tauchgang. In der Bucht spielt Strömung meist eine geringe Rolle. Auf den Bootsrouten kann sie dagegen deutlich wechselhafter ausfallen, ebenso der Seegang. Wer Adeje besucht, sollte daher nicht mit einem unveränderlichen Tagesplan rechnen: Der geplante Platz kann zugunsten eines geschützteren Reliefs verlegt werden. Die Sicht ist häufig gut, ihre tatsächliche Qualität hängt jedoch von den Bedingungen des jeweiligen Tages ab. Ein Tauchschein für Nitrox oder weiterführende Erfahrung kann bei längeren oder strömungsreicheren Bootstauchgängen nützlich sein.
In El Puertito liegen sandige Bereiche neben Seegraswiesen und vulkanischen Riffen. Gerade dieser Wechsel macht den flachen Tauchplatz interessant: Der Blick geht nicht nur über Fels, sondern auch über offene Sandflächen und bewachsene Untergründe. Zu den auffälligen Begegnungen gehören Grüne Meeresschildkröten sowie verschiedene Rochenarten. Über dem Sand lohnt sich ein ruhiges Tempo, damit die Tiere nicht durch hektische Flossenschläge aufgescheucht werden. An den Riffen und in den Spalten richtet sich der Blick auf kleinere Meeresbewohner, ohne dass Adeje als reine Makrodestination verstanden werden sollte. Die vorhandenen Angaben nennen keine verlässliche jahreszeitliche Wanderung einzelner Arten. Die ruhigere Zeit von Mai bis November erleichtert jedoch die Ausfahrt und damit den Zugang zu den unterschiedlichen vulkanischen Lebensräumen.
Für Adeje bietet sich vor allem die Zeit von Mai bis November an. In diesem Zeitraum ist die See nach den vorliegenden Messungen meist am ruhigsten, was bei einer Destination mit überwiegend täglichen Bootsausfahrten entscheidend ist. Von Juli bis Oktober fallen zudem die wenigsten Niederschläge an. Das bedeutet nicht, dass jeder Ausfahrtstag gleich ausfällt: Wind und Seegang können weiterhin zu einer Verlegung oder Absage führen. Wer mehrere Tauchtage einplant, gleicht diese natürliche Schwankung besser aus als jemand mit nur einer einzelnen Ausfahrt. Für die Reiseplanung zählt daher weniger ein einzelner Idealmonat als ein ausreichend flexibles Zeitfenster.
Adeje spricht Taucher aller Ausbildungsstufen an. El Puertito ist mit maximal 15 Metern Tiefe, meist geringer Strömung und geschützter Lage auch für Open-Water-Taucher nachvollziehbar. Die Bootstauchgänge an offeneren vulkanischen Reliefs verlangen je nach Tagesziel mehr Sicherheit beim Einstieg, bei der Orientierung und im Umgang mit wechselnder Strömung. Ein Advanced Open Water Diver ist dafür hilfreich, aber nicht für jeden Tauchgang zwingend erforderlich. Nitrox kann bei mehreren Ausfahrten sinnvoll sein, sofern brevetiert und angeboten.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise zunächst nach Teneriffa; für Adeje ist der Flughafen im Süden der Insel der zweckmäßige Ankunftspunkt. Von dort geht es auf der Straße weiter in die Orte der Südwestküste. Eine Fährüberfahrt nach Adeje ist nicht erforderlich. Die Tauchbasen und Abfahrtsorte liegen vor allem an den Häfen der südwestlichen Küste. Wer im touristischen Kern von Adeje, Playa de las Américas oder Los Cristianos wohnt, kann manche Wege zu Fuß zurücklegen. Für Unterkünfte außerhalb dieses Bereichs sind Taxi oder Mietwagen meist die unkompliziertere Lösung. Da sich Abfahrtsort und Tauchplatz bei Wind und Wellen ändern können, sollte die tägliche Transferplanung nicht zu knapp kalkuliert werden.
Adeje belohnt einen flexiblen Reiseplan. Wer nur eine einzige Ausfahrt bucht, hat bei einer wetterbedingten Absage kaum Spielraum; ein ganzer Block von Tauchgängen fängt solche Verschiebungen besser auf. Die Erwartung an eine reine Shore-Tauchdestination führt hier in die falsche Richtung: Das eigentliche Gelände wird überwiegend vom Boot aus erreicht. Für El Puertito lohnt sich langsames Tauchen über Sand und Seegras, besonders im Blick auf Grüne Meeresschildkröten und Rochen. Eine kleine Tauchlampe ist für Spalten und vulkanische Kleinstreliefs nützlich, ersetzt aber keine besondere Makroausrüstung. Wer außerhalb des touristischen Zentrums wohnt, sollte den Weg zum Hafen mit Taxi oder Mietwagen einplanen, statt sich auf spontane Küstenzugänge zu verlassen. Bei wechselnder See kann der geplante Platz gegen ein geschützteres Profil getauscht werden. Ein Landtag vor dem Rückflug lässt sich außerdem sinnvoll für eine Küstenwanderung oder einen Ausflug in den Westen Teneriffas nutzen.
Für Adeje passen vier bis sieben Tage an Land mit täglichen Bootsausfahrten. Mehrere Tauchtage schaffen die nötige Reserve, falls Wind oder Seegang eine Änderung erzwingen. Ein ruhiger Beginn in El Puertito kann anschließend mit offeneren vulkanischen Reliefs verbunden werden, sofern die Bedingungen stimmen. Ein tauchfreier Tag lässt sich mit Strand, Küstenwegen oder einem Landausflug in den Westen und Süden Teneriffas füllen. Auch nicht tauchende Begleiter finden im dicht erschlossenen Küstenbereich eigenständige Aktivitäten.
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