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Kanarische Inseln · Atlantik

Tauchen Lanzarote: Lavagrotten, Wände und Fische des Atlantiks

Auf Lanzarote führen Lavawände, Grotten, Wrackreste und Engelhaie durch Tauchgänge zwischen geschützten Buchten und Tiefen bis 50 Meter im Atlantik.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Museo Atlántico mit Skulpturen in zehn bis fünfzehn Metern
  • Cathedral: Lavahöhlen, Canyons und Zackenbarsch Felix
  • Blue Hole mit Tunnel, Sandflächen und Steilwand
  • Charco del Palo mit Höhlen und Tiefen bis 50 Meter
  • Engelhaie, Rochen, Muränen und Große Barrakudas
  • Veril de Playa Chica mit Wrackstelle und Gedenkplatte
  • Lanzarote-Tauchgänge von Mai bis November bei ruhigerer See

Überblick

Lanzarote ist eine vulkanische Tauchinsel für Landaufenthalte mit kurzen Anfahrten und kurzen Bootsfahrten. Unter Wasser bestimmen erkaltete Lavaströme, Überhänge, Tunnel, Grotten, Wände und Wrackreste das Bild, nicht tropische Korallengärten. Playa Blanca bietet mit dem Museo Atlántico ein künstliches Riff in zehn bis fünfzehn Metern Tiefe; rund um Puerto del Carmen und an anderen Küsten wechseln sich flache Einstiege mit anspruchsvolleren Tiefenprofilen ab.

Tauchen vor Ort

Die Tauchgänge folgen meist dem Lavagestein: Am Blue Hole geht es vom flachen Sand durch einen natürlichen Tunnel zur offenen Wand, an der Cathedral durch Kavernen, Canyons und ein kleines Wrack. Charco del Palo fällt an Steilwänden bis auf 50 Meter ab, während Punta Berrugo bei maximal 20 Metern auch entspanntere Profile erlaubt. Veril de Playa Chica verbindet Felsformationen mit einer kleinen Wrackstelle. Die Strömung reicht von kaum spürbar bis mäßig und kann an offenen Wänden oder bei Driftprofilen zunehmen. Wind und Atlantikschwell entscheiden deshalb, welche Küste und welcher Einstieg an einem Tag sinnvoll sind. Die Sicht kann sehr gut sein, schwankt aber mit Schwell und Plankton. Shoredives und kurze Bootsfahrten ergänzen sich, statt dass die Reise auf eine einzige Küste angewiesen ist.

Die Tauchgebiete

Drei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

An den Lavareefs sitzen Muränen in Felsspalten, während Zackenbarsche an Wänden und Überhängen stehen. In den Sandbereichen von Black Beach und am Blue Hole lohnt der langsame Blick nach Rochen, Stechrochen, Garnelen und Seepferdchen. Engelhaie gehören zu den auffälligen Begegnungen; dazu kommen Kraken, Große Barrakudas und Sardinenschwärme. Nacktschnecken und Schwämme belohnen die genaue Suche an Fels, Wrackresten und künstlichen Strukturen. Das Museo Atlántico verbindet die Skulpturen mit einem Lebensraum für lokale Fauna. Seltene atlantische Großfische sind kein verlässlicher Reisegrund, während die ansässige Rifffauna die Tauchgänge unabhängig von einer einzelnen Saison interessant hält.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Die ruhigste See wird von Mai bis November gemessen; für besonders wenige Regentage eignen sich Mai bis Oktober. Diese Zeit ist deshalb praktisch, weil weniger Wind und Schwell den Zugang zu exponierten Küsten und offenen Wänden erschweren. Auch März und April können für Tauchreisen gut passen, wenn die Planung Spielraum für Wetterwechsel lässt. Lanzarote hat keine Monsunpause: Entscheidend ist die atlantische Exposition. Für eine Reise im Herbst spricht die Kombination aus ruhigerer See und der Möglichkeit, mehrere Küstenabschnitte flexibel zu nutzen. Die Sicht hängt dennoch stärker von Schwell und Plankton ab als von einem starren Monatskalender.

Erforderliches Niveau

Die Insel eignet sich für alle Erfahrungsstufen, besonders für Taucher, die vulkanisches Gelände statt tropischer Korallen sehen möchten. Open Water Diver erreichen viele flache Plätze wie Las Coloradas, Flamingo Wall oder Punta Berrugo. Advanced Open Water und Sicherheit in der Tiefe sind für Blue Hole, Cathedral, Punta Tiñosa und die tieferen Bereiche von Charco del Palo sinnvoll. Gute Tarierung ist hier wichtiger als bloße Tiefenerfahrung, weil Tunnel, Überhänge und enge Lavastrukturen wenig Raum für unkontrollierten Kontakt lassen. Nitrox kann für passende Profile nützlich sein.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf geht es per Direktflug nach Lanzarote, sofern eine passende Verbindung verfügbar ist; alternativ lässt sich die Insel per Fähre von anderen Kanarischen Inseln erreichen. Vom Flughafen oder Fährhafen führen kurze Straßentransfers zu den Küsten und Tauchbasen. Je nach Ausgangsort und Verbindung sollte vom europäischen Abflug bis zum Tauchgebiet grob mit vier bis sieben Stunden gerechnet werden. Ein Inlandsflug ist nicht erforderlich. Vor Ort erleichtern Mietwagen und Taxi die Kombination verschiedener Küsten; bei günstiger Lage ist der Weg zur Basis oder zum Einstieg auch zu Fuß möglich. Wer mehrere Küsten einplanen möchte, sollte die täglichen Fahrten bereits bei der Unterkunftswahl berücksichtigen.

Tipps von Ortskundigen

Lanzarote belohnt einen beweglichen Plan. Ein Tag, der ausschließlich für einen exponierten Einstieg reserviert ist, kann bei Wind oder Schwell ungenutzt bleiben; deshalb Shoredives und kurze Bootsfahrten miteinander verbinden. Nicht jeder als leicht beschriebene Platz ist bei jeder Wetterlage ein ruhiger Strandeinstieg. Für die Lavabögen, Tunnel und Grotten zählen saubere Tarierung und kontrolliertes Flossenschlagen: Wer zu nah an den Fels kommt, beschädigt nicht nur den Lebensraum, sondern verliert auch den Blick für Kraken, Nacktschnecken und Garnelen. Ein 3- bis 5-Millimeter-Anzug passt eher zu den Bedingungen als tropische Leichtausrüstung. Die Erwartung sollte auf schwarzem Vulkangestein, Wänden und Wrackresten liegen, nicht auf Korallenfarben. Eine Unterkunft mit kurzen Straßenwegen macht den Wechsel zwischen Küsten und Landprogramm einfacher. Nach mehreren Tagen mit festem Tauchplan sollte ein flexibler Reservetag bleiben, falls die Atlantikseite die Auswahl der Einstiege bestimmt.

Den Aufenthalt planen

Für Lanzarote passen fünf bis sieben Tage an Land: So lassen sich flache Buchten, anspruchsvollere Lavaprofile und ein oder mehrere Boots- oder Küstentage verbinden. Playa Blanca eignet sich für Museo Atlántico, Las Coloradas und Flamingo Wall; Puerto del Carmen erschließt unter anderem Black Beach und Veril de Playa Chica. Ein Mietwagen oder kurze Taxifahrten halten die Tagesplanung flexibel. Nichttauchende begleiten den Aufenthalt bei Vulkanlandschaften, Strandtagen, Schnorcheln, Bootsausflügen oder Küstenwanderungen.

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Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.

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