Tauchsafaris · Norwegen
Sula, mit Orcas durch die arktischen Fjorde
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Eine kleine Stahlyacht für Orca-Expeditionen ab Alta, mit zwölf Gästen in Twin-Kabinen.
- Die Reise führt in die Fjorde Nordnorwegens, wo Orcas und Buckelwale den Heringsschwärmen folgen.
- Wenn die Bedingungen stimmen, geht es mit dem Beiboot und im Trockentauchanzug ins Wasser.
- An Bord gibt es Vollverpflegung, einen Indoor-Salon, WLAN und einen holzbefeuerten Hot Tub.
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Die Einladung
Sula ist kein Schiff für klassische Tauchgänge an Riffen oder Wracks. Man geht an Bord, um Orcas in den Fjorden Nordnorwegens zu suchen, sie vom Boot aus zu beobachten und, wenn sie es zulassen, mit ihnen ins Wasser zu gehen. Die Reise folgt den Tieren, nicht einem festen Tauchplatzplan. Mal wird die Gruppe nach kurzer Fahrt fündig, mal vergehen Stunden, bis am Horizont die ersten Rücken auftauchen. Dann wird aus dem Expeditionstag eine Folge kurzer, intensiver Wasserbegegnungen. Die Tiere bestimmen, wie nah man kommt und wie lange man bleibt. Wer lieber trocken bleibt, erlebt die Orcas aus dem Beiboot oder vom Hauptschiff aus, oft nur wenige Meter entfernt. Sula passt zu Reisenden, die kein schwimmendes Hotel suchen, sondern eine bewegliche Basis für die Beobachtung wilder Tiere. Die Reise dauert je nach Abfahrt drei oder sechs Tage und beginnt sowie endet in Alta.
An Bord gehen
Beim Einsteigen geht es nicht in ein poliertes Kreuzfahrtschiff, sondern in eine zweckmäßige arktische Arbeitswelt aus Stahl, Salon und Beiboot. Sula ist auf eine kleine Gruppe ausgelegt, dadurch bleibt der Weg vom Salon zum Wasser kurz und die Abläufe werden schnell vertraut. Die Twin-Kabinen haben übereinanderliegende Betten und Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser. Zwei Duschen und drei Toiletten werden gemeinsam genutzt. Wer allein reist, teilt die Kabine mit einem gleichgeschlechtlichen Mitreisenden. Im Salon wird gegessen, gewartet und auf den Fjord hinausgeschaut, während draußen das Beiboot für den nächsten Einsatz bereitsteht. Die Atmosphäre ist eher Expedition als Hotelbetrieb. Das merkt man spätestens dann, wenn die Suche nach den Orcas den Tagesplan verschiebt und die Crew den Kurs an die Tiere und das Wetter anpasst.
Die Stimmung an Bord
Auf Sula verbringt eine kleine Gruppe mehrere Tage eng miteinander. Alle warten gemeinsam im Steuerhaus auf den ersten Rücken am Horizont, ziehen sich für den Einsatz um und steigen auf dasselbe Beiboot um. Viele Gäste reisen allein und teilen ihre Twin-Kabine mit einem anderen Alleinreisenden. Daraus entsteht schnell eine praktische Gemeinschaft, in der man sich beim Anziehen hilft, die Sichtungen bespricht und am Abend dieselben Bilder im Kopf noch einmal durchgeht. Die Crew spricht Englisch, Französisch und skandinavische Sprachen. Sie hält die Gruppe über Wetter, Sichtungschancen und die besten Stellen für Beobachtung und Fotografie auf dem Laufenden. Abends wird nicht nur gegessen. Die Vorträge bringen Verhalten und Schutzabstände näher, danach kann man im Salon bleiben, an Land gehen oder den Tag im Hot Tub beenden.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Wasseraktivitäten werden von einem erfahrenen Orca-Guide und den Bootsfahrern begleitet. Das Verhältnis von Tauchguides zu Teilnehmern liegt bei 5:1. Eine Tauchlizenz ist nicht erforderlich, ebenso wenig eine festgelegte Zahl früherer Tauchgänge. Wer teilnehmen möchte, muss schwimmen können, mit dem kleinen Boot zurechtkommen und Kälte aushalten. Vor den Begegnungen erklären die Guides, wie man sich im Wasser ruhig verhält, Abstand hält und die Tiere nicht verfolgt. Die Orcas sollen selbst entscheiden, ob sie näher kommen. Die USEA-Vorträge an Bord vermitteln zusätzlich Wissen über ihr Verhalten und die ethische Form des Schnorchelns; dafür ist eine USEA-Zertifizierung vorgesehen. Wer sich im Wasser unwohl fühlt, kann Unterstützung anfordern oder jederzeit ins Beiboot zurückkehren.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Herz des Einsatzes ist das Beiboot, nicht ein klassisches Tauchdeck für Flaschen und Unterwasserfotografie. Sobald Orcas gefunden sind, wechseln die Gäste in den Trockentauchanzug und fahren mit dem Beiboot näher an die Tiere heran. Die Boote werden von einem Fahrer geführt und bleiben in der Nähe des Hauptschiffs. Eine Leiter erleichtert den Ein- und Ausstieg aus dem Wasser. Für das Schnorcheln können Trockentauchanzug, Haube, Maske, Schnorchel, Flossen, Handschuhe, Gewichtsgurt und eine isolierende Aquafloat-Ausrüstung gemietet werden. Die persönliche Schnorchelausrüstung ist nicht automatisch Teil der Reise. Sula ist für diese Begegnungen ausgelegt, nicht für technisches Tauchen oder Nitroxbetrieb. Der entscheidende Moment kommt nicht auf einer Plattform am Heck, sondern im Beiboot, wenn der Fahrer das Signal gibt und die Gruppe ins kalte Wasser geht.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Einsätzen sitzt man im Indoor-Salon, wärmt Hände und Füße auf und beobachtet durch die Fenster den Fjord. Die Pausen entstehen nicht nach einem starren Programm, sondern dann, wenn die Gruppe vom Beiboot auf das Hauptschiff zurückkehrt oder die Tiere weiterziehen. Heiße Suppe und Kaffee markieren den Wechsel vom Wasser zur nächsten Suche. Abends bleibt Zeit für die USEA-Vorträge, einen Gang durch den Hafen oder einen Blick in den dunklen Himmel. Bei klarer Sicht kann die Umgebung selbst zum Programm werden, besonders wenn Nordlichter erscheinen. Der Hot Tub ist für den Abend gedacht, nicht als ständige Wellnessstation. Bei starkem Wind bleibt er aus. Sula lässt außerdem Raum für Gäste, die einen Einsatz aussetzen und die Orcas lieber vom Boot aus verfolgen.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt um 07:30 Uhr. Nach dem Frühstück zwischen 08:00 und 08:30 Uhr verlässt Sula ungefähr um 09:00 Uhr den Hafen und sucht in den Fjorden nach Orcas. Die Tiere können gleich auftauchen, manchmal dauert die Suche mehrere Stunden. Sobald eine Gruppe gefunden ist, geht es im Trockentauchanzug ins Beiboot und von dort, wenn die Bedingungen passen, ins Wasser. Ein Einsatz kann aus mehreren Wasserzugängen bestehen und dauert je nach Verhalten der Orcas nur wenige Sekunden oder bis zu 20 Minuten. Nach zwei bis drei Stunden im Beiboot kehrt die Gruppe für heiße Suppe, Kaffee und Mittagessen zum Hauptschiff zurück. Bei guten Bedingungen geht die Suche danach weiter, bis das schwindende Tageslicht die Aktivität beendet. Dann fährt Sula zur nächsten Bucht oder in den nächsten Hafen. Das Abendessen folgt gegen 18:00 Uhr, danach kommen Vortrag, Nordlichtsuche oder Hot Tub.
Was man an Bord isst
Das Essen folgt dem Expeditionstag und nicht einer langen Restaurantzeremonie. Nach dem Aufstehen gibt es Frühstück zwischen 08:00 und 08:30 Uhr, bevor Sula gegen 09:00 Uhr den Hafen verlässt. Wenn die Gruppe nach mehreren Stunden Suche aus dem Beiboot zurückkommt, stehen heiße Suppe, Kaffee und anschließend das Mittagessen bereit. Abends wird gegen 18:00 Uhr gegessen, meist nachdem das Schiff den nächsten geschützten Liegeplatz erreicht hat. Auf dem Teller landen westliche und lokale Gerichte, dazu Kaffee, Tee, kalte und warme alkoholfreie Getränke, Snacks und Obst. Die Küche ist bei dieser Reise kein Nebenschauplatz. Nach Kälte, Trockenanzug und langen Stunden auf dem Wasser ist eine warme Mahlzeit der Moment, in dem alle wieder auftauen und die Erlebnisse des Tages austauschen.
Die Nächte auf See
Die Nacht beginnt meist in einer geschützten Bucht oder in einem Hafen. Die Twin-Kabine ist schlicht organisiert, mit zwei übereinanderliegenden Betten und einem eigenen Waschbecken, während Duschen und Toiletten im Schiff geteilt werden. Nach einem kalten Tag draußen ist der Indoor-Salon der Ort für trockene Kleidung, heiße Getränke und die USEA-Vorträge über Orcas. Der Hot Tub wird gewöhnlich an einem Abend der Expedition beheizt, sofern Wind und Sicherheit es zulassen. WLAN funktioniert vor allem, wenn Sula abends oder nachts festmacht, nicht zuverlässig während der Suche draußen im Fjord. Wer noch Energie hat, geht an Land, sucht nach Nordlichtern oder macht einen kurzen Winterspaziergang. Wer keine mehr hat, hört das Schiff im Hafen und lässt den Tag in der Wärme ausklingen.
Zweibettkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Expedition beginnt und endet in Alta. Von Alta City geht ein Gruppentransfer zum Liegeplatz des Schiffs, am Ende bringt der Transfer die Gäste zurück in die Stadt und bei Bedarf weiter zum Flughafen. Die Abholung erfolgt am vereinbarten Treffpunkt in Alta, die genauen Informationen werden vor der Abreise mitgeteilt. Wegen möglicher Wetterverzögerungen in Nordnorwegen ist es sinnvoll, einen Tag früher anzureisen.
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Termine und Preise von Divebooker, aktualisiert am 21. Oktober 2026
- Länge
- 27 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 12
- Anzahl Kabinen
- 7
- Webseite
- orcanorway.info ↗
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