Tauchsafaris · Britische Jungferninseln
Cuan Law, Segeln und Tauchen zwischen den BVI-Inseln
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Cuan Law verbindet Tauchsafari, Segeltörn und Inselerkundung in den British Virgin Islands.
- An Bord gibt es zehn umwandelbare Twin/Double-Kabinen mit eigenem Bad, großen Fenstern und individueller Klimaanlage.
- Getaucht wird zwei- bis dreimal täglich, am letzten Tag zweimal, mit 12-Liter-Flaschen, zwei Mako-Kompressoren und zwei Beibooten.
- Die Reise dauert sieben Tage und sechs Nächte, beginnt und endet in Tortola.
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Die Einladung
Die Cuan Law ist für Taucher gedacht, die ihre Woche nicht ausschließlich unter Wasser verbringen wollen. Zwischen den Tauchplätzen liegen Buchten, Strände und Inseln der British Virgin Islands, dazu kommen Kajaks, Schnorchelausflüge und Landgänge. Der eigentliche Unterschied liegt im Wechsel zwischen Tauchsafari und Segelreise: Der Kapitän setzt die Segel, wenn Wind und Strecke es erlauben, und plötzlich wird aus der Fahrt zum nächsten Tauchplatz ein stiller Abschnitt über offenem Wasser. Wer ein Schiff sucht, auf dem morgens getaucht und nachmittags eine Insel erkundet wird, findet hier mehr als eine reine Tauchplattform. Wer dagegen möglichst viele Tauchgänge an abgelegenen Plätzen sammeln möchte, sollte die entspanntere Ausrichtung kennen. Die Cuan Law passt zu Reisenden, die unter Wasser Wracks und Riffe sehen wollen, aber ebenso gern barfuß an einer Bucht an Land gehen.
An Bord gehen
Beim Ankommen fällt zuerst auf, dass die Cuan Law kein schwimmendes Hotel mit schmalen Laufwegen ist. Der Trimaran öffnet sich mit viel Platz auf dem Achterdeck, einem geschützten Außenbereich, dem Salon und dem Sonnendeck darüber. Das Schiff ist auf Bewegung ausgelegt: Ausrüstung wird zum Tauchdeck gebracht, Gäste verteilen sich nach dem Tauchgang in den Schatten oder nach oben in die Sonne, und bei der Weiterfahrt verändert sich der Blick ständig. Die Segel gehören zum Charakter des Schiffs, nicht nur zur Dekoration. Wenn sie gesetzt werden, wird die Fahrt leiser und bekommt einen anderen Rhythmus als unter Motor. Innen geht es praktisch und gemeinschaftlich zu, mit Salon, Bar und Bereichen zum Essen oder für einen Film. Die Cuan Law wirkt dadurch eher wie ein großes Segelhaus für eine gemischte Gruppe als wie ein anonymes Kreuzfahrtschiff.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt von einer überschaubaren Gruppe und davon, dass die Crew viele Übergänge übernimmt: Sie bereitet das Essen vor, hält den Ablauf zwischen Deck, Beibooten und Salon zusammen und bleibt ansprechbar, wenn aus einem ruhigen Nachmittag ein Ausflug werden soll. Die Atmosphäre ist eher ungezwungen als formell. Nach dem Tauchen sitzen die Gäste im Salon oder draußen, spielen ein Brettspiel, schauen einen Film oder bleiben noch bei einem Getränk zusammen. Eine Woche auf engem Raum macht aus den Namen schnell Gesichter, besonders wenn dieselben Menschen morgens beim Briefing und später wieder am Esstisch sitzen. Gleichzeitig gibt es genug Fläche, um sich zurückzuziehen. Die Cuan Law eignet sich deshalb auch für Familien, Gruppen und Nichttaucher, ohne den Tauchbetrieb zum Nebenschauplatz zu machen. Abends muss nichts inszeniert werden. Der Tag liefert bereits genug Gesprächsstoff.
Die Tauchplätze
Die Route führt sieben Tage und sechs Nächte von Tortola zurück nach Tortola und bewegt sich zwischen den Inseln der British Virgin Islands. Genannt werden unter anderem Cooper Island, Ginger Island, Peter Island, Salt Island, Virgin Gorda, die Dog Islands, Guana Island, Round Rock, Long Bay, Muskmellon Bay und The Blinders. Die Wege zwischen den Tauchplätzen sind kurz. Riffe und Felsformationen wechseln mit Wracks, sodass die Tauchwoche verschiedene Unterwasserlandschaften zeigt. Rund um Norman, Salt, Peter und Cooper liegen mehrere Wracks; bei den Dog Islands und bei Virgin Gorda kommen weitere Wracktauchgänge hinzu. Die RMS Rhone bei Salt Island zählt zu den bekannten Wracks der Region, die Kodiak Queen vor Norman Island ist ein jüngerer künstlicher Tauchplatz. Die Chikuzen kann ebenfalls auf der Route liegen, wenn das Wetter es zulässt.
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Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen werden von Guides betreut, mit einem Verhältnis von höchstens zehn Tauchern pro Guide. Die Bordsprache ist Englisch. Vorausgesetzt werden mindestens 30 Tauchgänge und AOWD oder eine gleichwertige Qualifikation. Das richtet die Reise an Taucher, die ihre Ausrüstung und den Ablauf im Wasser sicher beherrschen, auch wenn die einzelnen Plätze nicht als extreme Expeditionstauchgänge angelegt sind. Zwei Tauchlehrer und weitere Dive Master gehören zur Crew; an Bord können auch Einführungen ins Tauchen und Kurse stattfinden. Die Organisation bleibt dabei auf Freizeittauchen ausgerichtet, nicht auf technische Profile. Zur Sicherheitsausstattung gehören Schwimmwesten, Erste-Hilfe-Material und Rettungsinseln, außerdem ist die Cuan Law mit einer vollständigen Sicherheitsausrüstung ausgestattet. Vor jedem Tauchgang zählt deshalb nicht nur der Platz, sondern auch die klare Abstimmung zwischen Deck, Beiboot und Tauchgruppe.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist nicht besonders groß, aber zweckmäßig eingerichtet. Es gibt Sitzplätze zum Anrödeln, einen Bereich zum Aufhängen der Anzüge und warme Duschen nach dem Tauchgang. Gefüllt wird mit zwei elektrischen Mako-Kompressoren. Die Standardflaschen haben 12 Liter; Nitrox und Leihausrüstung sind gegen Aufpreis erhältlich. DIN-Adapter stehen bereit. Für Kameras gibt es einen eigenen Tisch, Ladestationen und getrennte Spülbecken für Unterwasserkameras. Ins Wasser geht es meist über zwei maßgefertigte Schlauchboote mit festem Rumpf. Sie bringen die Taucher zum Platz und holen sie nach dem Auftauchen dort wieder ab, statt das Schiff direkt über jedem Einstieg manövrieren zu müssen. Das entlastet das Deck und macht auch Tauchplätze möglich, an denen die Cuan Law selbst nicht dicht an den Einstieg fahren kann. Technisches Tauchen gehört nicht zum vorgesehenen Betrieb.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben über mehrere Außenbereiche. Das Achterdeck dient als Treffpunkt nach dem Wasser, der geschützte Außenbereich bringt Schatten, und auf dem Sonnendeck liegen die Hängematten und Sonnenliegen. Wer nicht einfach liegen möchte, kann mit dem Kajak hinaus, schnorcheln oder eine der Inselerkundungen mitmachen. Auch während der Fahrt bleibt genug zu sehen: Buchten, Felsen und die wechselnden Ankerplätze der British Virgin Islands ziehen näher und wieder vorbei. An einem tauchfreien Nachmittag kann daraus ein Landgang zu einem Strand oder einem historischen Ort werden. Der Vorteil dieses Aufbaus liegt darin, dass nicht alle Gäste dasselbe tun müssen. Einige bleiben mit einem Buch im Schatten, andere gehen paddeln, während das Schiff den nächsten Abschnitt unter Segel oder Motor zurücklegt.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt mit dem ersten Briefing und dem ersten Tauchgang, ohne dass die Reise daraus einen starren Stundenplan machen muss. Danach folgen Frühstück oder eine weitere Mahlzeit, die Rückkehr zum Schiff, die Oberflächenpause und der nächste Sprung ins Wasser. Insgesamt sind zwei bis drei Tauchgänge pro Tag vorgesehen, am letzten Tag zwei. Dazwischen bleibt Zeit für das Sonnendeck, den Schatten am Außenbereich, Gespräche im Salon oder eine kurze Fahrt zum nächsten Platz. Manche Etappen führen unter Segel weiter, wenn der Wind passt. Andere Stunden gehören einem Landgang, einem Kajak oder einfach der Pause mit trocknendem Anzug am Tauchdeck. Gegessen wird zwischen diesen Abschnitten, sodass niemand lange vom Wasser wegbleiben muss. Am Abend wird es ruhiger: Ein Film, ein Brettspiel oder ein Platz draußen ersetzt den nächsten Programmpunkt. Am folgenden Morgen beginnt derselbe Ablauf wieder.
Was man an Bord isst
Gegessen wird in Buffetform, mit westlichen und lokalen Gerichten. Dazu kommen Snacks über den Tag, warme und kalte alkoholfreie Getränke sowie alkoholische Getränke und Spirituosen. Die Mahlzeiten liegen zwischen den Tauchgängen und müssen deshalb nicht aus einem langen Restaurantbesuch werden. Man nimmt sich, was nach dem ersten Sprung ins Wasser gebraucht wird, sitzt später wieder mit derselben Gruppe am Tisch und spricht über Sichtweiten, Tiere oder die nächste Bucht. Auch besondere Ernährungswünsche können berücksichtigt werden. Gerade auf einem Schiff mit zwei bis drei Tauchgängen am Tag ist das Essen weniger Kulisse als Teil der Logistik: Es muss erreichbar sein, satt machen und ohne großen Aufwand funktionieren. Der Buffetstil lässt dafür die nötige Freiheit, wenn die Rückkehr vom Tauchgang nicht bei allen zur gleichen Zeit erfolgt.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in einer Twin/Double-Kabine, deren Betten sich als zwei Einzelbetten oder als Doppelbett nutzen lassen. Große Fenster bringen Tageslicht in den Raum, ein eigenes Bad mit Dusche hält den Weg nach dem Tauchgang kurz, und die individuelle Klimaanlage lässt sich an die eigene Schlafweise anpassen. Die Kabinen sind schallgedämmt, was auf einem Schiff mehr bedeutet als ein hübsches Ausstattungsmerkmal: Nach einem langen Tauchtag zählt jede ruhige Stunde. Wer nicht in der Kabine bleiben möchte, findet oben Liegen und Hängematten. Dort liegt man unter freiem Himmel, während die Insellichter langsam verschwinden. Die Kabine ist kein Rückzugsort mit viel Überflüssigem, sondern ein sauberer, abgeschlossener Platz für Schlaf, Dusche und nasse Handtücher. Das passt zu einer Reise, deren beste Stunden ohnehin im Wasser oder draußen stattfinden.
Zweibettkabine Doppel
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Cuan Law startet und endet in Tortola auf den British Virgin Islands. Die Anreise kann über San Juan mit einem Weiterflug nach Tortola oder über St. Thomas mit der Fähre nach Road Town erfolgen. Transfers vom Flughafen oder Hotel zum Schiff werden organisiert, sind jedoch nicht im Reisepaket enthalten; bei der Abholung werden die Gäste über Treffpunkt und Zeitpunkt informiert. Für beide Anreisewege ist eine Übernachtung am Vortag sinnvoll, damit Flug, Einreise und Fährverbindung nicht auf den Einschiffungstag drücken.
- Baujahr
- 1988
- Länge
- 32 m
- Breite
- 12 m
- Maximale Passagierzahl
- 20
- Anzahl Kabinen
- 10
- Motoren
- Zwei Caterpillar-Diesel mit 210 PS für zwei Propeller mit Segelstellung
- Beiboote
- 2 maßgefertigte Festrumpfschlauchboote von 6,4 m mit Viertaktmotoren mit 115 PS
- Webseite
- cuanlaw.com ↗
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