
Aqaba Pro Divers
★ 4,9/5 (559 Bewertungen)
4,2 km entfernt Luftlinie
Aqaba · Jordanien · Rotes Meer
Max. Tiefe · 60 mErlebe an der Power Station Wall, wie sich das Rote Meer von einem flachen Riffdach in eine dramatische, korallenbewachsene Tiefe stürzt.
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Die Power Station Wall ist ein Tauchplatz, der sich durch seine ausgeprägte vertikale Topographie auszeichnet. Direkt vor der Küste Aqabas fällt das Riff von einem flachen Plateau auf etwa 5 bis 16 Metern Tiefe steil ab. Dieser erste Abfall führt dich zu einer Kante bei 30 bis 40 Metern, von wo aus die Wand noch tiefer in den blauen Abgrund reicht, weit jenseits der Grenzen des Sporttauchens. Du beginnst deinen Tauchgang meist per Boot, was dir den direkten Zugang zu den interessantesten Abschnitten dieser Unterwasserlandschaft ermöglicht.
Beim Abstieg entlang der Wand wirst du schnell feststellen, dass hier kein Boden in Sicht ist. Das Gefühl, durch eine unendliche Unterwasserwelt zu schweben, ist prägend für diesen Tauchgang. Die Wand ist durchzogen von kleinen Vorsprüngen, Überhängen und Plateaus, die sich wie Terrassen in die Tiefe staffeln. Diese Strukturen bieten nicht nur Schutz für zahlreiche Meeresbewohner, sondern auch eine abwechslungsreiche Kulisse, die sich mit jeder Tiefenstufe verändert.
Ein besonderes Merkmal der Power Station Wall ist ihr dichter Bewuchs mit Weichkorallen, der zu den üppigsten in der jordanischen Region zählt. Dies wird durch den lokalen Einfluss des warmen Wasserausflusses der angrenzenden Power Station begünstigt. Entlang dieser farbenprächtigen Wand triffst du auf eine Vielzahl von Rifffischen: Schmetterlingsfische (Chaetodontidae) und Angelfische (Pomacanthidae) gleiten elegant durch die Korallengärten, während Papageifische (Scaridae) unermüdlich an den Korallen nagen und so das Riff pflegen.
Die Wand ist auch ein idealer Ort, um größere Bewohner zu beobachten. Muränen (Muraenidae) lugen neugierig aus ihren Verstecken in Spalten und Höhlen, bereit, ihre Beute zu überraschen. Mit etwas Glück begegnest du einer Schildkröte (Cheloniidae), die gemächlich durch das azurblaue Wasser gleitet. Gelegentlich werden hier auch pelagische Fische wie Thunfische (Thunnus) gesichtet, die aus dem offenen Wasser an die Wand herankommen.
Die Strömung an der Power Station Wall ist meist leicht und führt dich sanft entlang der Wand, was Drift-Tauchgänge begünstigt. Diese konstante, aber milde Strömung trägt zur reichen Nährstoffversorgung bei und fördert das Wachstum der Weichkorallen. Das Lichtspiel variiert stark mit der Tiefe: Im oberen Bereich durchflutet die Sonne die Korallen, während in tieferen Zonen eine schattigere, mystischere Atmosphäre herrscht, die andere Lebensformen anzieht.
Die Power Station Wall ist auch für technische Taucher interessant, da die Wand weit über die Sporttauchgrenzen hinaus abfällt und Tiefen von 100 bis 200 Metern erreicht. Dies bietet die Möglichkeit, die tieferen, unerforschten Bereiche zu erkunden. Für Sporttaucher bleibt die obere und mittlere Wand jedoch der Hauptanziehungspunkt, wo die Vielfalt des Rifflebens am größten ist.
Die Sichtweite an diesem Platz ist konstant gut und liegt typischerweise zwischen 20 und 35 Metern, was dir eine klare Perspektive auf die ausgedehnte Wand und ihre Bewohner ermöglicht. Die Begegnung mit den verschiedenen Fischarten, von den kleinen Juwelenfischen (Anthias), die in Schwärmen die Korallen bevölkern, bis zu den größeren Zackenbarschen (Serranidae), die ihre Reviere verteidigen, macht jeden Tauchgang hier zu einem dynamischen Erlebnis.
Die Tauchtiefe an der Power Station Wall reicht von 5 Metern bis über 60 Meter, wobei die Wand weit darüber hinaus in die Tiefe abfällt. Aufgrund der Tiefe und des Wandprofils wird ein Advanced Open Water Diver Zertifikat oder höher empfohlen. Erfahrene Open Water Diver können jedoch die flacheren Bereiche des Plateaus erkunden. Die Strömung ist meist leicht und führt entlang der Wand, kann aber gelegentlich variieren. Die Sichtweite liegt konstant zwischen 20 und 35 Metern. Die Wassertemperatur im Roten Meer liegt ganzjährig zwischen 20 und 27 Grad Celsius, mit der besten Sicht von Mai bis Oktober.

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