Tauchsafaris · Indonesien
Queenesia – Holz, kleine Gruppe, große Tauchwoche
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Queenesia ist eine 2014 gebaute Phinisi aus Naturholz und wurde 2022 renoviert.
- Mit drei Kabinen für höchstens acht Gäste bleibt die Reise persönlich und überschaubar.
- Das Schiff ist auf Tauchen ausgelegt: schattiges Tauchdeck, zwei Beiboote, 24 Aluminiumflaschen und getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras.
- An Bord gibt es Vollpension, lokale und westliche Küche, Snacks über den Tag sowie inkludierte Nachttauchgänge.
- Die Crew spricht Englisch und Indonesisch; Transfers vom Flughafen und Hotel sind eingeschlossen.
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Die Einladung
Die Queenesia ist für Taucher gebaut, die kein großes Schiff und keinen anonymen Ablauf suchen. Drei Kabinen, ein überschaubares Achterdeck und höchstens acht Gäste verändern eine Tauchwoche: Man kennt die Gesichter, die Ausrüstung bleibt nicht namenlos, und Wünsche lassen sich direkt ansprechen. Das Schiff verbindet die handwerkliche Anmutung einer Phinisi mit einem klaren Zweck. Es geht nicht darum, möglichst viel Wohnraum zu zeigen, sondern morgens schnell ins Wasser zu kommen und danach wieder einen Platz im Schatten zu finden. Die Route führt in Tauchgebiete rund um Nord-Sulawesi mit Steilwänden, Muck-Plätzen, Korallengärten und Wracks. Wer selten verreist und diese Tage unter Wasser verbringen möchte, findet hier eher eine kleine Expedition als ein schwimmendes Hotel.
An Bord gehen
Beim Ankommen fällt zuerst das Holz auf. Die Queenesia wurde aus sorgfältig ausgewähltem Naturholz gebaut; das gibt ihr mehr Wärme als ein Schiff mit glatten Kunststoffflächen und macht die Phinisi als Arbeitsboot sichtbar. Innen liegen Salon, Küche und Essbereich dicht beieinander, draußen öffnet sich das Deck zum Wasser. Man bewegt sich nicht durch endlose Gänge, sondern begegnet sich schnell. Der Motor gehört zu diesem Eindruck dazu: Auf einem kleinen Holzschiff bleibt der Bordbetrieb näher am Körper als auf einem großen Stahlrumpf. Die Renovierung von 2022 hält die Queenesia in Form, ohne ihren Charakter zu glätten. Wer viel Platz und völlige Abgeschiedenheit sucht, sollte das wissen. Wer nach dem Tauchgang lieber mit wenigen Menschen zusammensitzt, bekommt genau diesen Maßstab.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht schnell eine Gruppe, weil es nur wenige Plätze und keinen anonymen Rückzugsbereich gibt. Die Crew ist nicht nur für Mahlzeiten und Kabinen zuständig, sondern bleibt im Tauchablauf präsent: beim Vorbereiten, beim Umsteigen ins Beiboot und nach dem Auftauchen. Das enge Verhältnis von Crew zu Gästen macht direkte Absprachen möglich, ohne dass daraus ein förmlicher Servicebetrieb werden muss. Englisch und Indonesisch sind die Bordsprachen. Abends sitzt man im Salon oder draußen zusammen, spricht über die Tiere des Tages und schaut zu, wie die Inseln dunkler werden. Die Crew wird mit 8,1 bewertet, die Verpflegung mit 9,6 und das Tauchen mit 9,4. Das Schiff selbst liegt mit 7,8 darunter. Wer makellose Neubau-Atmosphäre sucht, findet bessere Optionen; wer gute Leute und starke Tauchtage höher bewertet, versteht den Reiz der Queenesia.
Die Tauchplätze
Die Tauchplatz-Steckbriefe führen durch Nord-Sulawesi: Im Bunaken Marine Park fallen vertikale Korallenwände bis 40 Meter ab, während Bunaken Timur eine 40 Meter tiefe Wand und ein flaches Saumriff verbindet; der angegebene Maximalwert dort ist 25 Meter. Lekuan reicht bis 25 Meter und lebt von Schwämmen und Korallenwänden, Sachiko’s bis 25 Meter von Gorgonien und mäßiger Strömung. Siladen Wall und Nudifalls führen ebenfalls bis 25 Meter an Wänden entlang, wobei Nudifalls in Weichkorallen übergeht. Batu Mandi reicht bis 30 Meter und zeigt Unterwasser-Pinakeln. Bethlehem, City Extra und Murex Manado House Reef bleiben mit 20 Metern flach und eignen sich für Seegras, Sand und Muck. The Molas Shipwreck und Circus gehen bis 40 Meter; das Wrack liegt als ehemaliges Frachtschiff des Zweiten Weltkriegs auf einem sandigen Hang. In der Lembeh Strait, am Lembeh Resort House Reef und an Nudifalls liegt der Schwerpunkt auf Makro. Die verzeichneten Abfahrten führen außerdem von Labuan Bajo durch den Komodo National Park und dauern 6 Tage und 5 Nächte.

Bunaken Marine Park →
Max. Tiefe · 40 m

Bunaken Timur →
Max. Tiefe · 25 m

Lekuan →
Max. Tiefe · 25 m

Sachiko’s →
Max. Tiefe · 25 m

Siladen Wall →
Max. Tiefe · 25 m

Nudifalls →
Max. Tiefe · 25 m

Batu Mandi →
Max. Tiefe · 30 m

Bethlehem →
Max. Tiefe · 20 m

City Extra →
Max. Tiefe · 20 m

Murex Manado House Reef →
Max. Tiefe · 20 m

The Molas Shipwreck →
Max. Tiefe · 40 m

Circus →
Max. Tiefe · 40 m

Lembeh Strait →

Lembeh Resort House Reef →
Max. Tiefe · 25 m
Was man unter Wasser trifft
Über mehrere Plätze hinweg begegnen einem Riffbarsche, Napoleons, Riffhaie, Meeresschildkröten, Nacktschnecken, Sepien, Muraenen, Fledermausfische, Anglerfische und Fangschreckenkrebse. Nacktschnecken sind dabei besonders breit vertreten; sie wurden an acht der beschriebenen Plätze erfasst. Die Gründe für einzelne Tauchgänge liegen in den Spezialisten: In der Lembeh Strait kann man nach Kraken suchen, während die flachen Muck-Plätze Bethlehem und City Extra Seepferdchen, Geisterpfeifenfische, Mimik-Kraken und farbige Sepien versprechen. Für Großtiere führen die Steckbriefe zu Bunaken Marine Park, wo Delfine, Dugongs, Zackenbarsche, Großaugen-Makrelen und Kaiserfische genannt werden. Lekuan ist der Platz für Weißspitzen-Riffhaie und Feilenfische; Sachiko’s für Schwarzspitzen-Riffhaie. In Bunaken Timur stehen Hartkorallen und Einhornfische im Mittelpunkt, an Nudifalls kann ein Clownfisch auftauchen. Keine dieser Begegnungen ist garantiert. Genau deshalb bleibt der Blick des Guides auf dem kleinen Detail ebenso wichtig wie der Blick ins Blau.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch und Indonesisch. Ein Guide und ein Naturguide gehören zum eingeschlossenen Angebot; wie viele Tauchlehrer an Bord arbeiten, welche Verbandsqualifikationen sie besitzen und wie die Tauchgruppen eingeteilt werden, ist nicht ausgewiesen. Auch eine vorgeschriebene Mindestzahl an Tauchgängen oder ein festes Ausbildungsprogramm wird nicht genannt. Die Briefings führen in die jeweiligen Plätze ein, bevor die Gruppen über Plattform und Beiboote ins Wasser gehen. Für Notfälle sind medizinischer Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kästen, Funk, Satellitentelefon, Rettungsinseln, EPIRB, Feuerlöscher und Seenotsignale an Bord. Ein Taucher sollte seine Erfahrung deshalb ehrlich einschätzen und beim Briefing klar sagen, was er unter Wasser braucht. Die kleine Gruppe erleichtert individuelle Absprachen, ersetzt aber nicht die eigene Selbstständigkeit im Wasser.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist überdacht und endet an einer Tauchplattform. Zur Ausrüstung gehören 24 Aluminiumflaschen mit 12 Litern, ein Alkin-Kompressor W32 und DIN-Adapter. Ob Nitrox angeboten wird, ist nicht angegeben; auch Marken der Leihausrüstung sind nicht ausgewiesen. Ausrüstung kann gemietet werden, und Unterwasserlampen sind vorhanden. Es gibt Spülbecken für die Tauchausrüstung sowie einen getrennten Spülbereich für Kameras, dazu Duschen an Deck und warmes Wasser. Zwei Beiboote bringen die Taucher zum Platz und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf. Das ist bei Strömung und verstreuten Gruppen entscheidend: Man muss nicht zum Schiff zurückschwimmen, sondern wird dort aufgenommen, wo der Tauchgang endet. Für die eigene Kamera ist der separate Spülbereich ein kleiner, aber wichtiger Unterschied nach mehreren Tauchgängen am Tag.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich die kleine Gruppe auf Salon, Hauptdeck und Sonnendeck. Das schattige Tauchdeck ist der praktische Mittelpunkt: Dort wird die Ausrüstung vorbereitet, gespült und wieder für den nächsten Sprung zusammengestellt. Wer Abstand braucht, zieht sich nach oben zurück und schaut während der Fahrt auf die Inseln. Der klimatisierte Salon bietet den Gegenpol zu Sonne, Salz und nassem Neopren. Für Fotografen gibt es einen eigenen Bereich und eine separate Spülmöglichkeit für Kameras, damit Gehäuse und Ausrüstung nicht zwischen Flossen und Masken landen. Wenn ein Nachmittag ohne Tauchgang ansteht, bleiben Landgänge, Schnorcheln und Ausflüge. Die Queenesia muss dafür kein Freizeitpark sein. Ihr Vorteil liegt darin, dass jede Pause kurz bleibt, wenn das Wasser wieder ruft.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Tauchgang mit Briefing und Vorbereitung. Am ersten Tag geht es nach dem Einschiffen zum Check-Tauchgang bei Bidadari; später folgt bei Wanilu der Nachttauchgang. An den folgenden Tagen wechseln sich mehrere Tauchgänge mit Fahrten und Landaktivitäten ab: Sonnenaufgang und kurze Wanderung auf Padar, Schnorcheln am Pink Beach, ein Komodo-Ausflug, danach Plätze wie Crystal Rock, Castle Rock und Gili Lawa. Weitere Tauchgänge führen zu Manta Point, Takamakassar, Batu Bolong sowie Siaba Besar und Siaba Kecil. Der Nachttauchgang liegt nicht in jeder Nacht am selben Ort, sondern folgt dem jeweiligen Tagesplan. Mahlzeiten und Snacks schieben sich zwischen die Tauchgänge, während das Schiff den nächsten Platz anläuft. Am sechsten Tag stehen noch Mawan und Siaba Kecil auf dem Programm, bevor die Queenesia nach Labuan Bajo zurückkehrt.
Was man an Bord isst
Die Küche arbeitet mit lokalen Zutaten und serviert sowohl indonesische als auch westliche Gerichte. Vollpension, Buffet, vegetarische Optionen und Snacks über den Tag sind eingeschlossen; Wasser, Tee und Kaffee stehen ebenfalls bereit. Bier und Wein gibt es an Bord, alkoholische Getränke gehören jedoch nicht zur Verpflegung. Gegessen wird auch draußen, wenn es die Bedingungen erlauben. Das ist auf einer Tauchreise wichtiger, als es klingt: Zwischen mehreren Tauchgängen braucht der Teller keine Show, sondern verlässliches Essen, das schnell verfügbar ist und nicht schwer im Magen liegt. Die sehr gute Bewertung der Verpflegung passt zu diesem Ansatz. Der Esstisch wird zum Treffpunkt, an dem man den gerade gefundenen Anglerfisch beschreibt, bevor die nächste Flasche bereitsteht.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in einer klimatisierten Kabine auf dem Unterdeck, mit Bullauge und eigenem Bad. Zur Wahl stehen Doppel- und Zweibettkabinen; die Familienkabine hat vier Einzelkojen und zwei Bäder, die gemeinsam genutzt werden. Das ist zweckmäßig und privat, aber nicht großzügig im Hotel-Sinn. Auf einem kleinen Schiff zählt deshalb, was außerhalb der Kabine passiert: Die Koje ist der Rückzugsort, nicht das Wohnzimmer. Durch die Bullaugen bleibt das Meer nah, während die Klimaanlage die feuchte Tropennacht erträglicher macht. Wer einen leichten Schlaf hat, sollte sich bewusst sein, dass Maschinenraum und Bordbetrieb auf einer kompakten Phinisi weniger weit entfernt liegen als auf einem großen Schiff. Dafür beginnt der Morgen ohne langen Weg zum Tauchdeck.
Doppelkabine
Zweibettkabine
Vierbettkabine mit Etagenbetten
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die verzeichneten Fahrten starten und enden in Labuan Bajo. Der Transfer vom Flughafen sowie der Transfer vom Hotel zum Schiff sind eingeschlossen; am ersten Tag ist die Abholung am Flughafen vorgesehen. Für die Rückkehr geht es nach dem letzten Tauchgang zurück nach Labuan Bajo. Eine Anreise am Vortag ist sinnvoll, damit eine verspätete Flugverbindung nicht den Check-in gefährdet.
- Baujahr
- 2014
- Jahr der Renovierung
- 2022
- Länge
- 22 m
- Breite
- 6 m
- Maximale Passagierzahl
- 8
- Anzahl Kabinen
- 3
- Anzahl Badezimmer
- 4
- Motoren
- 2 Mitsubishi-Einheiten mit 6 Zylindern 6D16
- Reisegeschwindigkeit
- 8 Knoten
- Beiboote
- 2
- Webseite
- queenesiafleet.com ↗
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