Tauchsafaris · Indonesien
Anne Bonny – private Phinisi für Raja Ampat
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Eine handgebaute Phinisi für private Gruppen, Familien und kleine Tauchteams.
- Die Raja-Ampat-Reisen führen ab Sorong je nach Abfahrt acht, zehn oder elf Nächte durch die Korallensee.
- Getaucht wird in kleinen Gruppen mit zwei Guides, eigenen Beibooten und getrennten Spülbecken für Kameras.
- An Bord gibt es frisch zubereitete lokale und internationale Küche, Kayaks, Sonnendeck und Starlink-WLAN.
Die Einladung
Die Anne Bonny ist kein Schiff für eine zufällig zusammengewürfelte Großgruppe. Sie wird exklusiv von einer privaten Gruppe gebucht, die Raja Ampat nach ihren Interessen erleben möchte: ernsthaft tauchen, mit Kindern reisen, fotografieren, schnorcheln oder zwischendurch in eine Lagune paddeln. Genau darin liegt ihr Charakter. Die Reise beginnt nicht mit einem festen Programm, das für alle gleich abläuft, sondern mit einer kleinen Mannschaft, die Route und Tagesplan an Gruppe, Strömung und Wetter anpasst. Unter Wasser warten Manta Sandy, Cape Kri, Blue Magic und die Riffe von Kri; über Wasser liegen Kalksteininseln, Dörfer und stille Buchten. Wer an Bord geht, sucht keine anonyme Hotelwoche mit Tauchbetrieb, sondern ein eigenes kleines Schiff, auf dem die Menschen, die Tauchgruppen und die Abende schnell vertraut werden.
An Bord gehen
Am Kai fällt zuerst die traditionelle Form auf: eine handgebaute Phinisi aus Sulawesi, deren Linien noch nach Schiff und nicht nach schwimmendem Resort aussehen. Anne Bonny wurde 2015 zu Wasser gelassen und verbindet die Arbeit der Bugis-Bootsbauer mit moderner Technik. Das Holz gibt dem Schiff Wärme, während Klimaanlage, Ladeplätze und ein offener Salon den Alltag leicht machen. Beim Einsteigen verteilt sich die Gruppe nicht auf lange Gänge, sondern findet rasch zwischen Innenraum, Außenbereich und Sonnendeck ihren Weg. Die Crew übernimmt Gepäck und Einweisung, danach beginnt das praktische Leben an Bord: Ausrüstung richten, Kameras laden, den ersten Briefingplatz kennenlernen. Es ist ein Schiff für eine Gruppe, die zusammen unterwegs sein will. Nicht für jemanden, der sich an Bord unsichtbar machen möchte.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord wird von einer Crew getragen, die nicht erst gerufen werden muss, wenn jemand Hilfe braucht. Reisende beschreiben saubere Kabinen, gutes Essen und vor allem die Art, wie die Mannschaft mit Familien, Kindern und gemischten Gruppen umgeht: freundlich, aufmerksam und ohne großes Aufheben. Abends kann aus einem abgelegenen Strand ein langer gemeinsamer Abend werden, mit Essen unter freiem Himmel, Musik der Crew und einem Feuer. Auch kleine persönliche Gesten bleiben hängen, etwa ein Kuchen zu einem besonderen Anlass. Das Schiff wirkt dabei nicht steif. Nach dem Tauchen sitzt man zusammen, spricht über den letzten Riffhang und plant den nächsten Morgen. Wer mit einer privaten Gruppe kommt, behält seine Vertrautheit; wer als kleine Gemeinschaft reist, findet schnell einen gemeinsamen Rhythmus. Die Crew macht daraus keinen Serviceablauf, sondern ein Miteinander.
Die Tauchplätze
Diese Raja-Ampat-Route verbindet Plätze, die sehr unterschiedliche Tauchgänge verlangen. Manta Sandy lebt von der Putzerstation: Dort können sich Mantarochen sammeln, während Taucher und Schnorchler beobachten. Bei Mike’s Point ziehen Fischschwärme über flachen Korallen, und Überhänge geben dem Riff Tiefe; der Platz reicht bis 40 m. Cape Kri ist für seine Artenvielfalt bekannt, mit großen Schulen, Napoleon-Lippfischen und Riffhaien. Melissa’s Garden ist ein dichter Korallengarten aus Weich- und Hirschhornkorallen bis 35 m. Blue Magic bringt Strömung, ozeanische Mantarochen an Putzerstationen und Wobbegong-Haie am Grund zusammen. Sardines konzentriert Fisch und jagende Räuber, während Sorido Wall Makroleben neben Barrakudas und Riffhaien zeigt. Friwenbonda, South Kri, Ransiwor bis 30 m, Cape Mansuar, Cross Over, Yenbuba Jetty bis 30 m und Sawandarek ergänzen die Route mit Weichkorallen, Makro, Schildkröten, Schwärmen und ruhigerem Riff. Die aufgeführten Abfahrten dauern acht, zehn oder elf Nächte und starten in Sorong, bevor sie dorthin zurückkehren.
Was man unter Wasser trifft
Auf fast jedem Tauchgang dieser Route kann die Kulisse von Barrakudas, Riffhaien, Napoleon-Lippfischen, schwarzen Riffhaien, Schildkröten, Nacktschnecken, Makrelen und Füsilieren geprägt sein. Große Fischschwärme ziehen über die Riffe, während Weichkorallen und kleine Riffbewohner den Blick immer wieder nach unten holen. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen dazwischen: Den Riesen-Zackenbarsch gibt es in dieser Zusammenstellung nur am Cape Kri. Blue Magic ist der Platz für den ozeanischen Weißspitzenhai und Thunfisch, weil die Strömung Großes an die Putzerstationen und Riffkanten bringt. South Kri lohnt die Suche nach Großaugen-Stachelmakrelen, Krabben und Garnelen im Makrobereich. In Ransiwor können Titan-Drückerfisch, Oktopus und die Idole der Meere auftauchen. Yenbuba Jetty bietet unter den Pfeilern Anthias und Riffleben, Sorido Wall den Chirurgenfisch neben pelagischen Jägern. Keine Begegnung ist bestellt. Genau deshalb bleibt man länger im Wasser.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchorganisation ist auf kleine Gruppen ausgelegt: zwei Guides teilen sich höchstens fünf Taucher. Die Guides sprechen Englisch; zusätzlich begleitet ein Tauchlehrer die Operationen und kann Ausbildungen an Bord durchführen. Vor jedem Tauchgang werden Platz, Strömung, Einstieg, Ausstieg, Tiefe, Profil und Notfallablauf besprochen. Unter Wasser bleiben die Gruppen getrennt und werden nach Erfahrung und Interessen zusammengestellt. Für Anfänger sind Discover Scuba Diving und Open Water möglich, außerdem Advanced Open Water und Nitrox für zertifizierte Taucher. Das Schiff nennt keine Mindestzahl an Tauchgängen und akzeptiert grundsätzlich auch Gäste ohne vorherige Taucherfahrung; bei anspruchsvolleren Raja-Ampat-Plätzen entscheiden Können, Bedingungen und Briefing. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung und Kommunikationsmittel sind an Bord, die Crew ist für Sauerstoffgabe und Erste Hilfe geschult. Die Verantwortung bleibt geteilt: Wer innerhalb seiner Grenzen taucht und die Anweisungen befolgt, bekommt die nötige Ruhe unter Wasser.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf regelmäßige Einsätze ausgelegt: zwei Bauer-Kompressoren, persönliche Arbeitsplätze, Ladepunkte, eine Kamerastation und getrennte Spülbecken für Unterwasserkameras. An Bord stehen Aluminiumflaschen mit 12 Litern sowie DIN- und Yoke-Ventilen bereit. Nitrox ist verfügbar und wird separat berechnet; eine genaue Mischung oder ein Mischverfahren ist nicht angegeben. Leihausrüstung umfasst unter anderem Atemregler, Tarierweste, Anzug, Flossen, Tauchcomputer und Lampe. Verwendet werden Marken wie Scubapro, Aqualung und Mares. Zwei schnelle Beiboote vom Typ Zodiac/Dhoni bringen die Tauchgruppen zu den Riffen und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. Das spart lange Rückwege zum Schiff und hält die Gruppen auseinander, wenn Strömung oder Erfahrung unterschiedliche Pläne verlangen. Nach dem Tauchgang geht es direkt zurück an die eigene Station und zum Spülbecken.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben über das Schiff. Wer Sonne braucht, nimmt das Sonnendeck; wer Schatten sucht, bleibt im offenen Salon oder im klimatisierten Innenraum. Die Kayaks und SUP-Boards bringen die Gruppe in flache Buchten, durch Lagunen oder an einen Strand, ohne dass daraus gleich ein weiterer Programmpunkt werden muss. Während der Fahrt werden Kameras geladen, Logbücher ergänzt und nasse Sachen zum Trocknen aufgehängt. An einem Nachmittag kann auch einfach nur das Deck reichen: ein Getränk, Wind über dem Wasser und der Blick auf Kalksteininseln. Dazu kommen Landgänge, Dorfbesuche, kurze Wege zu Aussichtspunkten und Beach-BBQ-Abende. Die Pausen sind deshalb keine Wartezeit auf den nächsten Tauchgang, sondern der Teil der Reise, der über Wasser stattfindet.
Ein Tag an Bord
Ein Tauchtag beginnt mit Kaffee und dem ersten Briefing, bevor um 7:00 Uhr der erste Tauchgang folgt. Danach kommt das Frühstück, während das Schiff zum nächsten Platz verlegt. Gegen 11:30 Uhr geht es wieder ins Wasser; das Mittagessen liegt zwischen den weiteren Einsätzen. Der dritte Tauchgang folgt typischerweise um 14:30 Uhr. Dazwischen werden Flaschen gewechselt, Kameras gespült, Logbücher ergänzt oder die Insel vom Sonnendeck aus beobachtet. Wenn Wetter, Strömung und Route es zulassen, liegt um 19:00 Uhr ein Nachttauchgang an, an wechselnden Abenden. Danach wird gegessen, besprochen, was unter den Riffen passiert ist, und irgendwann wird es stiller an Bord. Die genaue Reihenfolge kann sich ändern, wenn das Schiff fährt oder die Bedingungen einen anderen Platz verlangen. Der Tag besteht nicht aus vier identischen Sprüngen, sondern aus dem Wechsel von Wasser, Deck, Mahlzeit und Fahrt.
Was man an Bord isst
Die Bordküche verbindet indonesische und internationale Gerichte. Serviert werden lokale Speisen ebenso wie westliche Küche, frisch zubereitet und als Buffet oder am Tisch angerichtet. Dazu kommen Snacks; Ernährungswünsche können berücksichtigt werden, wenn sie vor der Reise bekannt sind. Gegessen wird nicht nur zu festen Mahlzeiten, sondern passend zum Tauchtag: erst etwas Leichtes vor dem ersten Sprung, danach eine richtige Mahlzeit, wenn alle wieder an Bord sind, und abends ein gemeinsames Essen nach dem letzten Tauchgang. Das ist bei mehreren Tauchgängen wichtiger, als es auf einer Speisekarte aussieht. Ein guter Teller, der ohne langes Warten auf dem Tisch steht, hält die Gruppe zusammen und gibt dem Körper Zeit, bevor es wieder ins Wasser geht. An manchen Abenden wird der Tisch an den Strand verlegt.
Die Nächte auf See
Die drei Kabinen sind klimatisiert und haben ein eigenes Bad mit heißer Dusche. Das klingt zunächst nach Komfort, entscheidend ist aber, wie sich die Räume nach einem langen Tauchtag anfühlen: Tür zu, nasse Sachen draußen, eine kühle Koje und Ruhe vom Salon. Im offenen Bereich bleibt abends Luft und Bewegung, während der Innen-Salon Schutz vor Sonne und Wetter bietet. Auf dem Sonnendeck liegen Plätze zum Lesen, Trocknen und Einschlafen zwischen zwei Tauchgängen. Nachts liegt die Anne Bonny vor einer Insel oder läuft zum nächsten Gebiet weiter; dann gehört das gleichmäßige Geräusch des Schiffs zur Reise. Wer absolute Stille erwartet, sollte wissen, dass ein Boot arbeitet. Wer dagegen gern mit dem Meer aufwacht und nicht neben einer Hotelstraße schläft, wird diese Nächte verstehen.
Kabine #1
Kabine #2
Kabine #3
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Raja-Ampat-Abfahrten starten im Port of Sorong und enden wieder in Sorong. Ein Transfer vom Flughafen oder Hotel zum Schiff ist eingeschlossen; wer bereits am Vorabend ankommt, wird am Abfahrtstag vom Hotel abgeholt. Die genaue Abholung wird über die Buchungs- und Transferinformationen mitgeteilt. Für eine entspannte Anreise empfiehlt sich ein zusätzlicher Tag in Sorong, statt die Einschiffung an einen knappen Fluganschluss zu hängen.
- Länge
- 30 m
- Breite
- 6,5 m
- Maximale Passagierzahl
- 9
- Anzahl Kabinen
- 3
- Motoren
- Yanmar 250 PS
- Beiboote
- Zodiac/Dhoni
- Webseite
- calicojackcharters.com ↗
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