Tauchsafaris · Indonesien
Maria Seascape, Komodo im kleinen Kreis
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Maria Seascape ist ein 2025 gebautes und 2026 renoviertes Tauchsafarischiff für höchstens zehn Gäste.
- Die Reisen starten und enden in Labuan Bajo und führen je nach Saison durch Zentral-, Nord- oder Süd-Komodo.
- Es gibt 3- und 4-Tage-Routen mit bis zu 13 Tauchgängen, optional auch Nachttauchgänge, wenn Wetter und Sicherheit es erlauben.
- Mietausrüstung, Tauchpaket und Verpflegung an Bord sind eingeschlossen; Nitrox kann zusätzlich gebucht werden.
Die Einladung
Die Maria Seascape passt zu Tauchern, die Komodo nicht in einem Tagesausflug abhaken wollen. Drei oder vier Tage an Bord bringen die abgelegeneren Plätze in Reichweite und lassen Raum für mehrere Tauchgänge, statt jeden Nachmittag zum Hafen zurückzukehren. Das Schiff ist auf kleine Gruppen ausgelegt: höchstens zehn Gäste, dazu eine Tauchorganisation mit maximal vier Tauchern pro Guide. Gesucht wird hier kein schwimmendes Resort mit großem Unterhaltungsprogramm, sondern ein überschaubares Boot, auf dem die Wege kurz und die Tauchgänge der Mittelpunkt des Tages sind. Wer Strömung, Großfisch, Mantas und gesunde Riffe sucht und zwischen den Tauchgängen lieber auf dem Deck sitzt als an Land Termine abzuarbeiten, findet hier den richtigen Rahmen. Die Auswahl der Plätze richtet sich nach Gezeiten, Strömung und Saison. Das ist in Komodo wichtiger als ein starrer Fahrplan.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Maria Seascape wie ein neues, zweckmäßig geplantes Tauchboot und nicht wie ein altes Schiff, das nachträglich mit Flaschenhaltern ausgestattet wurde. Das Design ist auf wenige Gäste, kurze Wege und den Ablauf eines Tauchtages ausgerichtet. Vom Hafen geht es direkt in den Bordalltag: Sicherheitsbesprechung, Kabinen beziehen, Ausrüstung übernehmen, dann liegt der Fokus auf dem ersten Tauchgang. Die Höchstgeschwindigkeit ist dabei kein Argument für das Schiff. In Komodo zählt, dass die Crew die Fahrt an Tide und Wetter anpassen kann und die Tauchplätze nicht nach einer Broschüre abarbeitet. Innen gibt es einen Salon, außen eine Terrasse und einen schattigen Bereich am Tauchplatz. Die Maria Seascape will nicht größer wirken, als sie ist. Genau das ist ihr Vorteil, wenn zehn Menschen mehrere Tage gemeinsam tauchen.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord lebt von der kleinen Gruppe und davon, dass die Crew nicht nur die Flaschen bewegt. Die Briefings werden verständlich erklärt, die Guides achten auf unterschiedliche Erfahrungsstufen und die Bootscrew bleibt auch zwischen den Tauchgängen präsent. Nach wenigen Tagen kennt man die Gesichter, die bevorzugten Getränke und wer beim nächsten Drift lieber etwas mehr Abstand hält. Das passt zur Maria Seascape: kein anonymes Großboot, sondern ein gemeinsamer Tagesablauf, bei dem die Crew den Takt vorgibt, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Abends sitzt man zusammen, spricht über den letzten Tauchgang und schaut, was die Gezeiten am nächsten Tag zulassen. Viel mehr muss eine Tauchsafari nicht leisten.
Die Tauchplätze
Die Maria Seascape fährt ab Labuan Bajo auf 3-Tage- und 4-Tage-Routen, jeweils mit Rückkehr nach Labuan Bajo. Die 3-Tage-Fahrt umfasst neun Tauchgänge und verbindet Zentral-Komodo mit der Nordroute oder, je nach Saison, mit Süd-Komodo. Die 4-Tage-Fahrt bringt bis zu 13 Tauchgänge und reicht weiter in abgelegene Bereiche. In Zentral-Komodo gehören Batu Bolong, Manta Point, Tatawa Besar und Siaba zu den markanten Zielen: ein korallenreicher Pinnacle, eine Manta-Putzerstation, ein strömungsreicher Drift und ruhigere Riffe mit Schildkröten und Makroleben. Im Norden warten Crystal Rock und Castle Rock mit Pinnacles, starken Strömungen und großen Fischschwärmen; Shotgun ist ein schneller Drift durch einen Kanal. Die Südroute führt zu Manta Alley, Three Sisters und Pilarsteen, mit Putzerstationen, Felsformationen, Kanälen und pelagischem Leben. April bis September liegt der Schwerpunkt auf Zentral- und Nord-Komodo, Oktober bis März auf Zentral- und Süd-Komodo.
Routen, Termine und Preise
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November 2026
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Was man unter Wasser trifft
Auf fast jeder Route kann man mit dichtem Riffleben rechnen: Schildkröten, Mantas, Riffhaie, Schwarmfische und gelegentlich Adlerrochen gehören zu den Begegnungen, die aus einem guten Tauchgang einen langen Abend am Tisch machen. Dazu kommt die kleine Welt im Riff, mit Nacktschnecken, Anglerfischen, Geisterpfeifenfischen und Zwergseepferdchen, wenn der Blick langsam genug wird. Manta Point ist der Platz für die großen Tiere an den Putzerstationen. Dort bleiben die Mantas in der Strömung und können, wenn die Bedingungen stimmen, in mehreren Tieren gleichzeitig über der Gruppe kreisen. Crystal Rock und Castle Rock ziehen durch Gezeitenströmung Barrakudas, Trevallies und Riffhaie an. In Manta Alley kommt im Süden die Kombination aus Kanal, Putzerstationen und kühlerem Auftrieb hinzu. Sichtungen bleiben Begegnungen, keine Garantie. Genau deshalb werden die Plätze nach Tide, Wetter und Saison ausgewählt.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen bleiben klein und werden nach Ausbildungsstand und Erfahrung zusammengestellt, mit höchstens vier Tauchern pro Guide. Die Guides und Tauchlehrer sprechen Englisch und Indonesisch. Amare Divers arbeitet als SSI-Zentrum und bietet an Bord beziehungsweise im Rahmen der mehrtägigen Fahrten Ausbildungen vom Einstieg bis zum Advanced-Niveau an. Für die nördlichen Strömungsplätze werden Advanced Open Water und mindestens 30 geloggte Tauchgänge verlangt, außerdem aktuelle Taucherfahrung. Süd-Komodo richtet sich ebenfalls überwiegend an erfahrene Taucher mit sicherer Drifttechnik. Vor jedem Tauchgang erklärt die Crew den Ablauf, die Strömung, den Einstieg und die Abholung. Das Schiff führt Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funk, GPS, Rettungsmittel und Leuchtraketen mit. Die Tauchplatzwahl bleibt tide- und wetterabhängig, was in Komodo Teil der Sicherheitsplanung ist und kein Mangel an Planung.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck hat einen schattigen Arbeitsbereich, eine eigene Tauchplattform und ein Beiboot für die Taucher. Die Maria Seascape stellt die komplette Mietausrüstung mit BCD, Atemregler, Anzug, Maske, Flossen, Flaschen und Blei bereit. Nitrox ist verfügbar und wird zusätzlich berechnet. Ein getrennter Spülbereich für Kameras schützt empfindliche Ausrüstung vor dem üblichen Gedränge am allgemeinen Waschplatz. Nach dem Tauchgang geht es über die Plattform zurück an Bord oder mit dem Beiboot dorthin, wo die Gruppe auftaucht. Die Navigation und Sicherheit stützen sich unter anderem auf GPS, Radar, Sonar, UKW-, DSC- und SSB-Funk, Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Rettungswesten und Feuerlöschmittel. Für die Ausrüstung gibt es Ladepunkte und tägliche Reinigung der Kabinen.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen zwei Tauchgängen verteilt man sich auf die schattige Tauchfläche, die Terrasse oder den Innen-Salon. Wer nach dem Auftauchen erst einmal Ruhe braucht, kann sich mit einem Getränk zurückziehen; wer noch Bilder sichtet, nutzt den getrennten Spülbereich für Kameras. Die Außenduschen sind für das Salz und die Ausrüstung da, nicht als Wellnessversprechen. Während der Fahrt bleibt Zeit, die Inseln vorbeiziehen zu sehen, ein Buch aufzuschlagen oder einfach die nächste Strömung im Kopf durchzugehen. Das Schiff bietet mehrere Plätze zum Sitzen, ohne dass daraus ein großes Freizeitprogramm gemacht wird. An einem tauchintensiven Tag ist genau diese unaufgeregte Pause wertvoll. Und wenn ein Nachmittag ohne weiteren Tauchgang ansteht, liegt der Reiz darin, dass man nicht sofort wieder an Land muss.
Ein Tag an Bord
Ein Tag beginnt mit dem ersten Briefing, oft bevor der Park richtig wach ist, und führt direkt zum ersten Tauchgang. Danach kommen Oberflächenpause, Frühstück oder Snacks und der nächste Einstieg, bevor das Mittagessen aus der offenen Küche auf den Tisch kommt. Je nach Route folgen bis zu vier Tauchgänge am Tag, mit Fahrten zwischen den Plätzen und Pausen auf dem schattigen Deck. Ein Beispieltag verbindet drei zentrale Tauchgänge mit einer Weiterfahrt in Richtung Nord- oder Südroute; am letzten Tag bleiben meist zwei ruhigere Morgentauchgänge, bevor das Schiff nach Labuan Bajo zurückkehrt. Wenn Wetter und Sicherheitslage passen, kann nach dem Abendessen noch ein Nachttauchgang stattfinden. Dazwischen läuft das Schiff, die Crew füllt Flaschen, die Guides besprechen den nächsten Einstieg und die Gäste entscheiden, ob sie schlafen, essen, fotografieren oder einfach auf das Wasser schauen. Der Rhythmus ist dicht, aber nicht geheimnisvoll: Briefing, Wasser, Pause, Essen, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Bordküche kocht frisch und serviert die Mahlzeiten an Bord, bei längeren Fahrten als Vollpension. Auf dem Tisch stehen lokale Gerichte, Buffetmahlzeiten, Obst, Snacks sowie Tee, Kaffee und Trinkwasser. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen. Die Küche arbeitet an Bord, und nach dem Tauchgang liegt nicht nur irgendetwas auf dem Teller, sondern eine richtige warme Mahlzeit. Das ist bei drei oder vier Tauchgängen kein Nebenthema. Ein gutes Mittagessen gibt Kraft für den nächsten Sprung ins Wasser, während Obst und Snacks die Lücke zwischen Briefing, Oberflächenpause und Fahrt schließen. Bier sowie alkoholische und alkoholfreie Getränke sind zusätzlich erhältlich.
Die Nächte auf See
Die vier klimatisierten Kabinen liegen auf dem Hauptdeck und haben private Badezimmer, Panoramafenster, Ladepunkte sowie frische Bettwäsche und Handtücher. Es gibt Doppel- und Dreibettkabinen, darunter auch Möglichkeiten für Familien. Die Nächte sind deshalb eher praktisch als luxuriös: Tür zu, Klimaanlage an, das Geräusch des Schiffs im Hintergrund und das Meer direkt vor dem Fenster. Nach einem Tag mit mehreren Tauchgängen zählt vor allem, dass die Kabine nicht weit vom Deck entfernt liegt und man seine Sachen nicht durch ein großes Schiff tragen muss. Wer absolute Stille erwartet, sollte sich bewusst sein, dass eine Tauchsafari ein Arbeitsboot bleibt. Dafür beginnt der nächste Tag nicht mit einer langen Anfahrt zum Hafen, sondern mit dem Schritt aus der Kabine auf das eigene Tauchdeck.
Doppelkabine
Dreibettkabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Maria Seascape startet und endet in Labuan Bajo. Ein Flughafentransfer oder Hoteltransfer kann zusätzlich organisiert werden und ist nicht automatisch eingeschlossen. Die genaue Abholung und der Treffpunkt werden vor der Reise bestätigt. Wer kann, reist einen Tag vorher an, damit Flugverspätungen nicht den Einstieg in die Tauchsafari gefährden.
Decksplan
- Baujahr
- 2025
- Jahr der Renovierung
- 2026
- Länge
- 26 m
- Breite
- 4 m
- Maximale Passagierzahl
- 10
- Anzahl Kabinen
- 4
- Anzahl Badezimmer
- 5
- Motoren
- Mitsubishi 6D15-170 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 5 Knoten
- Beiboote
- 1 × Yamaha 40 PS
- Webseite
- amaredivers.com ↗
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