Tauchsafaris · Indonesien
Mermaid I – Indonesiens Tauchgebiete ohne Umwege
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Mermaid I fährt das ganze Jahr zu Tauchgebieten von Bali, Komodo, der Banda Sea und Raja Ampat.
- Das Schiff ist speziell für Tauchsafaris gebaut und bietet schattige Tauchbereiche, eine Plattform und zwei Beiboote mit Leitern.
- Nitrox ist an Bord verfügbar; DIN-Adapter und getrennte Spülbecken für Kameras gehören zur Tauchausrüstung.
- An Bord gibt es thailändische, indonesische und westliche Küche sowie vegetarische und vegane Optionen.
- Die Bewertungen fallen besonders für Verpflegung, Crew und Tauchen stark aus.
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Die Einladung
Die Mermaid I passt zu Tauchern, die Indonesien nicht von einem einzigen Hausriff aus kennenlernen wollen. Ihre Routen verbinden Bali, Komodo, die Banda Sea, Alor, Maumere, Ambon und Raja Ampat; manche Reisen führen zehn Tage von Bali nach Komodo und weiter nach Maumere, andere sechzehn Tage durch mehrere Regionen des indonesischen Archipels. Das Entscheidende ist nicht der Aufenthalt an Bord, sondern die Abfolge der Tauchplätze: Putzerstationen für Mantas, Strömungskanten mit Großfisch, Korallengärten für Makroleben und Wände, die direkt ins Blau fallen. Die Mermaid I ist damit eine gute Wahl für Taucher, die verschiedene Unterwasserlandschaften in einer Reise sehen möchten und denen eine funktionierende Organisation wichtiger ist als ein schwimmendes Luxusresort. Wer vor allem Ruhe, kurze Wege zum Wasser und eine Crew sucht, die den Tauchtag im Blick behält, findet hier den passenden Rahmen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Mermaid I wie ein Arbeitsboot, das seine Aufgabe kennt: Taucher an Plätze bringen, sie wieder aufnehmen und dazwischen unkompliziert an Bord versorgen. Die Wege führen vom klimatisierten Salon nach draußen zur Terrasse und weiter zum Tauchbereich, ohne dass der Alltag unnötig kompliziert wird. Eine Panorama-Fensterfront bringt Licht in die Kabinen, während der Salon klimatisiert bleibt, wenn draußen die feuchte Hitze steht. Es gibt Internet, einen Beobachtungsbereich, Kajaks und Platz für Fotos, aber der Schwerpunkt bleibt klar beim Tauchen. Die überschaubare Größe hilft dabei: Nach kurzer Zeit sind die Gesichter bekannt, die Ausrüstung liegt nicht anonym in einer großen Anlage, und die Crew erkennt, wer noch eine Hand am Beiboot braucht. Die Mermaid I will kein Designhotel sein. Sie ist ein Tauchschiff mit Wohnräumen.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht die Gruppe weniger durch Animation als durch den gemeinsamen Tauchtag. Man sitzt nach dem Essen zusammen, vergleicht Sichtungen, zeigt ein Foto herum und kennt bald die Eigenheiten der anderen Tauchpartner. Die Crew bleibt dabei nah am Ablauf: Sie hilft beim Einstieg ins Beiboot, hält die Übergänge zwischen Briefing, Wasser und Mahlzeit kurz und sorgt dafür, dass der Tag nicht zerfasert. Das Verhältnis von Crew zu Passagieren liegt nahe bei eins zu eins. Passagiere beschreiben die Organisation, die Sauberkeit, das Essen und besonders die Hilfsbereitschaft der Mannschaft sehr positiv. Das ist an Bord mehr wert als ein aufgesetztes Abendprogramm. Abends kann der Salon zum Treffpunkt werden, während andere draußen sitzen und die nächste Route besprechen. Die Atmosphäre ist international, aber nicht anonym: Die Crew spricht Englisch, Französisch, Spanisch und Indonesisch.
Die Tauchplätze
Die Mermaid I verbindet auf ihren aufgeführten Reisen Bali, Komodo, Maumere, Alor, die Banda Sea, Ambon und Raja Ampat. Die längeren Biodiversity-Routen dauern 12 Tage und 11 Nächte oder 16 Tage und 15 Nächte; Raja-Ampat-Reisen sind mit 12 Tagen und 11 Nächten verzeichnet, Bali-Komodo-Maumere mit 10 Tagen und 9 Nächten. Unter Wasser reicht die Auswahl von Bias Tugel mit sanfter Korallenschräge bis -30 m und Zwergseepferdchen bis Batu Kelebit mit Pinakeln und Großfisch bis -60 m. Manta Point führt zu Putzerstationen vor Nusa Penida bis -40 m, Manta Sandy zu reinigenden Mantarochen in Raja Ampat. Mike’s Point bietet Fischschwärme und Überhänge bis -40 m. Gili Mimpang, Gili Biaha und Gili Tepekong liegen jeweils bis -40 m und bringen Strömung, Höhle oder Canyon. Tulamben ergänzt die Route mit Coral Garden bis -30 m, Tulamben Bay am USS-Liberty-Wrack bis -35 m und Tulamben Wall bis -40 m. Crystal Bay reicht bis -45 m, Blue Corner und Jangka Point bis -30 m.

Bias Tugel →
Max. Tiefe · 30 m

Batu Kelebit →
Max. Tiefe · 60 m

Manta Point →
Max. Tiefe · 40 m

Manta Sandy →

Gili Mimpang →
Max. Tiefe · 40 m

Gili Biaha →
Max. Tiefe · 40 m

Gili Tepekong →
Max. Tiefe · 40 m

Coral Garden →
Max. Tiefe · 28 m

Tulamben Bay →
Max. Tiefe · 35 m

Liberty →
Max. Tiefe · 30 m

Tulamben Wall →
Max. Tiefe · 40 m

Crystal Bay →
Max. Tiefe · 45 m

Blue Corner →
Max. Tiefe · 30 m

Jangka Point →
Max. Tiefe · 30 m
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem häufig Riffhaie, Meeresschildkröten, Nudibranchien, Mondfische, Barrakudas und Mantarochen; auch Weißspitzen-Riffhaie, Napoleons, Thunfische und große Makrelenschwärme gehören zum möglichen Bild. Die Begegnung hängt vom Platz, der Strömung und dem richtigen Moment ab. Manta Point und Manta Sandy lohnen den Blick an die Putzerstationen, wo sich Mantarochen zur Reinigung einfinden. An strömungsreichen Plätzen wie Blue Corner können pelagische Arten näher an die Riffkante kommen. Für Makrofans liegen die besonderen Gründe anderswo: Bei Bias Tugel kann man nach Wallys Hockerkrebs und Zwergseepferdchen suchen, während Coral Garden de Tulamben für Angeln, Anemonen und eine ungewöhnliche Vielfalt an Kleintieren steht. Crystal Bay ist der einzige verzeichnete Platz dieser Route für Grüne Meeresschildkröten, Gartenaale, Kofferfische, Igelfische, Fledermausfische und Seepferdchen. Gili Tepekong ist der einzige genannte Platz für die Carangue à gros yeux, Gili Biaha für Hummer.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Crew spricht Englisch, Französisch, Spanisch und Indonesisch. Ein Verhältnis nahe bei eins zu eins zwischen Crew und Passagieren schafft kurze Wege, sagt aber nichts über eine feste Zahl von Guides pro Tauchgruppe aus; diese Zahl ist nicht angegeben. Die Briefings und die Organisation der Tauchgänge gehören zu den Punkten, die Passagiere besonders positiv erleben. Ein privater Tauchguide kann optional gebucht werden. Sauerstoff ist an Bord vorhanden. Zu Defibrillator, Rückrufsystem, Guide-Qualifikationen, geforderter Mindestzahl an Tauchgängen und festen Ausbildungsprogrammen liegen keine Angaben vor. Das ist kein Mangel, den man mit Vermutungen füllen sollte. Für die Entscheidung zählt hier vor allem: Die Tauchorganisation wird als gut geführt beschrieben, die Mannschaft unterstützt die Abläufe eng, und Nitrox- sowie weitere Brevetangebote sind nicht automatisch in jeder Reise enthalten.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf wiederholte Einstiege ausgelegt: Es gibt einen schattigen Tauchbereich, eine Plattform, Spülbecken und Außenduschen. Zwei 4,2 Meter lange Beiboote bringen die Taucher zu den Plätzen und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf; Leitern erleichtern den Ausstieg. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox ist verfügbar, das Nitrox-Brevet gehört jedoch zu den optionalen Leistungen. Auch Leihausrüstung kann organisiert werden, ohne dass sie als Teil der Standardausstattung gelten sollte. Für Kameras gibt es einen getrennten Spülbereich, dazu Ladestationen und einen Fotobereich. Warme Duschen an Bord helfen nach dem Tauchgang, bevor man sich auf dem Deck oder im Salon niederlässt. Angaben zu Flaschengröße, Material, Ventiltyp, Kompressor und Mischverfahren fehlen und sollten deshalb nicht aus allgemeinen Liveaboard-Erfahrungen ergänzt werden.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf schattige Außenflächen, Terrasse, Salon und Beobachtungsdeck. Wer nicht sofort die Bilder sichtet, kann sich mit einem Buch zurückziehen, im klimatisierten Innenraum sitzen oder auf einem Kajak einen anderen Blick auf die Küste bekommen. Für Fotografen gibt es einen eigenen Bereich, getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras und Ladestationen. Die Fahrten gehören dabei nicht bloß zur Strecke: Sie schaffen die Stunden, in denen die Ausrüstung trocknet, die Beine zur Ruhe kommen und die nächste Region näher rückt. An einem tauchfreien Nachmittag muss niemand ein Programm abarbeiten. Die Mermaid I bietet Außenraum, Salon, Bibliothek sowie Audio- und Video-Unterhaltung. Das reicht, um zwischen zwei anspruchsvollen Tauchplätzen nicht noch eine weitere Aktivität erzwingen zu müssen.
Ein Tag an Bord
Ein Tag beginnt mit dem Briefing, bevor die erste Tauchgruppe ins Wasser geht. Danach folgen Frühstück, Oberflächenpause und der nächste Einstieg; Mahlzeiten und Snacks liegen zwischen den Tauchgängen, ohne dass dafür ein starrer Stundenplan behauptet werden muss. Nach der Rückkehr werden Ausrüstung und Kameras gespült, während andere im Schatten sitzen, Bilder prüfen oder im Salon verschwinden. Wenn das Schiff den nächsten Abschnitt anfährt, wird aus der Pause eine Fahrt: Die Küste zieht vorbei, und unter Deck kann der nächste Tauchgang vorbereitet werden. Die Route ist auf mehrere Tauchgänge am Tag ausgelegt, doch konkrete Uhrzeiten, eine feste Zahl der Tauchgänge und ein Nachttauchgang sind nicht angegeben. Sicher ist der Ablauf als Folge: Briefing, Wasser, Essen, Ruhe, Fahrt und der nächste Sprung. Genau daraus entsteht der Rhythmus der Safari.
Was man an Bord isst
Gegessen wird als Vollpension, mit Buffet, Snacks über den Tag und Mahlzeiten, die auch draußen eingenommen werden können. Die Küche verbindet thailändische, indonesische und westliche Gerichte. Dazu kommen lokale Speisen, vegetarische und vegane Optionen; alkoholfreie Getränke, Wasser, Tee und Kaffee sind an Bord vorgesehen, Bier und Wein gibt es ebenfalls. Das klingt zunächst nach einer langen Liste, wird aber beim Tauchen wichtig: Nach dem ersten Sprung ins Wasser braucht es etwas Einfaches, nach dem nächsten etwas Sättigendes, und abends darf eine Mahlzeit mehr sein als reine Kalorienzufuhr. Gerade auf einer Safari mit wiederholten Tauchgängen entscheidet die Bordküche mit darüber, ob der nächste Einstieg leichtfällt. Die Bewertungen zur Verpflegung gehören zu den stärksten des Schiffs. Der Esstisch ist deshalb nicht nur Versorgung, sondern der Ort, an dem die Tauchgänge des Tages zusammenlaufen.
Die Nächte auf See
Die Kabinen liegen auf dem Hauptdeck und sind klimatisiert; private Badezimmer, Meerblick und Panorama-Fenster machen die Nächte angenehmer, als es ein reines Schlafquartier wäre. Es gibt Lower-Deck-, Deluxe-, Single- und Master-Kabinen, doch der Wert einer Kabine zeigt sich nach einem langen Tauchtag vor allem darin, dass Dusche, Handtücher und ein eigener Rückzugsort direkt erreichbar sind. Wer die Tür schließt, kann sich aus dem Salon und vom Deck zurückziehen. Wer sie offen lässt, hört das Leben an Bord weiterlaufen. Die Mermaid I bietet außerdem einen klimatisierten Innenbereich und Außenflächen, sodass sich Schlafen und Wachbleiben je nach Wärme und Seegang verteilen lassen. Mehr lässt sich aus den Angaben nicht seriös über Motorgeräusche oder die genaue Lage jeder Kabine ableiten. Das Schiff verspricht keine stille Hotelnacht, sondern eine brauchbare Nacht zwischen zwei Tauchtagen.
Kabinen, Unterdeck
Deluxe-Kabinen
Einzelkabine
Master-Kabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die aufgeführten Reisen beginnen und enden je nach Route in Bali, Maumere, Sorong oder Ambon; bei einigen Fahrten liegen Abfahrts- und Rückkehrort nicht am selben Platz. Transfers vom Flughafen und vom Hotel sind eingeschlossen. Für die Anreise ist ein Tag früher sinnvoll, damit ein verspäteter Flug nicht den Einstieg in die Safari gefährdet. Die genauen Transferabläufe richten sich nach der gebuchten Route.
Decksplan
- Länge
- 28 m
- Breite
- 7 m
- Maximale Passagierzahl
- 15
- Anzahl Kabinen
- 8
- Anzahl Badezimmer
- 10
- Motoren
- Hino 2 × 450 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 9,5 Knoten
- Beiboote
- 2 × 4,2 m/Leitern
- Webseite
- mermaid-liveaboards.com ↗
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