Tauchsafaris · Indonesien
Panunee – modernisiert für lange Tage unter Wasser
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Panunee wurde 2001 gebaut und 2025 umfassend renoviert.
- Das Tauchdeck bietet persönliche Füllstationen, Stauraum unter den Sitzen und getrennte Spülbecken für Kameras und Ausrüstung.
- Zwei schnelle Beiboote bringen die Tauchgruppen zum Riff; ein drittes steht als Reserve bereit.
- Nitrox und DIN-Adapter sind an Bord verfügbar, Nitrox gegen Aufpreis.
- Die Raja-Ampat-Reise führt zu Strömungsriffen, Putzerstationen und Korallengärten rund um Cape Kri und Blue Magic.
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Die Einladung
Die Panunee ist für Taucher gebaut, nicht nur für Reisende, die zufällig auch ins Wasser gehen. Das zeigt sich weniger an großen Versprechen als an den Dingen, die nach dem dritten oder vierten Tauchgang zählen: ein klar zugeteilter Platz am Tauchdeck, Stauraum direkt unter der Sitzbank, persönliche Füllstationen und kurze Wege zur Plattform. Dazu kommen eine Küche, die an Bord einen sehr guten Ruf hat, und eine Crew, deren Stärke im täglichen Umgang liegt. Wer Raja Ampat nicht vom Hotel aus betrachten, sondern Strömungen, Fischschwärme und Putzerstationen in einer gut eingespielten Gruppe erleben will, findet hier ein Schiff mit praktischem Schwerpunkt. Die Panunee ist kein schwimmendes Designobjekt, sondern ein renoviertes Arbeitsgerät für eine intensive Tauchwoche. Genau das ist ihr Charakter.
An Bord gehen
Beim Betreten wirkt die Panunee wie ein Schiff, das sein früheres Leben nicht verleugnet, aber neu geordnet hat. Der Rumpf stammt aus dem Jahr 2001; die umfassende Renovierung von 2025 zeigt sich vor allem dort, wo man sie nach einem langen Tag wirklich braucht: in den Kabinen, den Bädern und den verbundenen Innen- und Außenbereichen. Aluminium und Stahl geben dem Schiff eine sachliche, robuste Grundlage. An Deck geht es nicht durch schmale Hotelgänge, sondern zu den Bereichen, in denen gegessen, vorbereitet und getaucht wird. Das Schiff ist überschaubar genug, dass die Abläufe schnell vertraut werden. Gleichzeitig verteilen sich Salon, Außensalon, Sonnendeck und Tauchplattform so, dass nicht jeder zwischen den Tauchgängen auf demselben Quadratmeter sitzt. Die eher nüchterne Schiffsbewertung liegt unter den Werten für Crew, Essen und Tauchen. Das passt zum Bild: Die Leute machen den Unterschied.
Die Stimmung an Bord
An Bord entsteht die Gruppe nicht durch Animation, sondern durch Wiederholung: dieselben Plätze am Tauchdeck, dieselben Gesichter beim Frühstück, dieselben kurzen Gespräche nach dem Auftauchen. Die lokale Crew hält die Abläufe in Bewegung, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Englisch ist die Bordsprache. Besonders deutlich wird die Stimmung an den Bewertungen: Die Crew liegt mit 8,9 vor dem Schiff, das Essen mit 9,7 ganz vorn; auch das Tauchen erreicht 8,7. Das ist ein Schiff, bei dem man den Komfort nicht mit einem neuen Boutique-Hotel verwechseln sollte. Dafür bekommt man Menschen, die den Alltag tragen, und eine Küche, über die nach der Reise eher gesprochen wird als über die Farbe der Polster. Abends sitzt man im Salon oder draußen, tauscht Tauchplatzgeschichten aus und bleibt oft länger, als der nächste frühe Einstieg eigentlich erlaubt.
Die Tauchplätze
Die Raja-Ampat-Route dauert sieben Tage und sechs Nächte; sie verbindet Riffe im Dampier-Kanal mit Plätzen rund um Cape Kri und Mansuar. South Kri ist ein Strömungstauchgang über farbigen Korallen, mit Füsilieren, Schwarmfischen und Makroleben. Manta Sandy lebt von der Putzerstation, an der sich Mantarochen unter den Augen von Tauchern und Schnorchlern sammeln. Mike’s Point führt über flache Korallen, große Fischschwärme und Überhänge bis maximal 40 Meter. Cape Kri gilt als Rekordplatz für Artenvielfalt; dort ziehen große Schwärme vorbei, während Napoleonfische und Riffhaie am Riff bleiben. Melissa’s Garden ist ein Korallengarten aus Weich- und Hirschhornkorallen, maximal 35 Meter tief. Blue Magic bringt Strömung, ozeanische Mantarochen und Wobbegong-Haie zusammen. Sardines, Sorido Wall, Friwenbonda, Ransiwor, Cape Mansuar, Cross Over, Yenbuba Jetty und Sawandarek ergänzen die Reise mit Makroplätzen, Fischschwärmen, Schildkröten, Mobulas und ruhigerem Riff.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen einem immer wieder die großen Linien des Korallendreiecks: Barrakudas, Riffhaie, Makrelenartige, Füsiliere, Süßlippen, Gaterine, Buckel-Papageifische, Meeresschildkröten und farbige Nacktschnecken. Dazu kommen Weichkorallen und Zwergseepferdchen, wenn man den Blick vom Schwarm in die Struktur des Riffs lenkt. Die Strömung sammelt an vielen Plätzen Fische und bringt größere Jäger ins Bild; an Putzerstationen verändert sich das Schauspiel, weil Mantarochen dort wiederholt vorbeikommen können. Bestimmte Begegnungen geben einzelnen Tauchplätzen ihren Sinn: Der Riesen-Zackenbarsch und der Weißspitzen-Riffhai sind für Cape Kri verzeichnet. Blue Magic ist der Platz für ozeanische Weißspitzenhaie und Thunfische. In Yenbuba Jetty stehen Anthias und Riffbewohner unter den Pfeilern, während Ransiwor mit Oktopus und Clownfisch auch die kleine, versteckte Seite zeigt. Sorido Wall ergänzt das Bild mit Doktorfischen neben pelagischen Jägern.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Panunee fährt mit einer lokalen Mannschaft aus Crew und Tauchguides; an Bord wird Englisch gesprochen. Die Guides organisieren die Tauchgänge über das Tauchdeck und die Beiboote, sodass die Taucher nicht mit kompletter Ausrüstung über lange Wege zum Wasser müssen. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Funk, GPS, Radar, Sonar, Seenotsender und Rettungsinseln gehören zur Sicherheitsausstattung. Ein Defibrillator wird nicht genannt. Angaben zu Guide-zu-Taucher-Verhältnis, Qualifikationen, Mindestanzahl an Tauchgängen und festen Ausbildungsangeboten liegen nicht vor. Wer Raja Ampat bucht, sollte sich deshalb vorab erklären lassen, wie die Gruppen eingeteilt werden und welches Niveau für die geplante Route erwartet wird. Unter Wasser bleibt die Grundregel dieselbe wie auf jedem Strömungsriff: Briefing verstehen, Gruppe halten und die Rückkehr zum Beiboot nicht dem Zufall überlassen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der überzeugendste Bereich der Panunee. Jeder Taucher hat eine eigene Füllstation für die Flasche, Stauraum unter dem Sitz, einen Platz für die Flossen und einen Hänger für den Anzug. Die Plattform erleichtert den Einstieg und das Herauskommen; danach stehen vier Außenduschen mit warmem Süßwasser bereit. Für Kameras und für Anzüge gibt es getrennte Aluminium-Spülbecken, dazu eine eigene Fotostation. Nitrox ist verfügbar und wird als optionale Leistung angeboten; DIN-Adapter liegen bereit. Angaben zu Flaschenvolumen, Material, Verleihmarken und Mischverfahren werden nicht gemacht. Die Tauchgruppen werden von zwei sechs Meter langen Beibooten mit je 100-PS-Motor zum Einstieg gebracht und dort wieder aufgenommen. Ein drittes Beiboot mit 40 PS dient als Reserve. Das ist bei Strömungstauchgängen wichtiger als ein besonders glänzender Salon.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf Sonnendeck, Außensalon und klimatisierten Innenbereich. Wer Schatten braucht, findet ihn am schattigen Tauchbereich oder zieht sich in den Salon zurück; wer die Fahrt sehen will, sitzt draußen und beobachtet, wie sich das Wasser hinter dem Schiff verändert. Die Panunee hat außerdem einen eigenen Fotobereich und getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras, sodass ein Gehäuse nicht zwischen Flossen und Masken liegen muss. Für die längere Pause gibt es eine Bibliothek sowie Audio- und Videoangebote. Ein Nachmittag ohne Tauchgang muss deshalb nicht mit organisierter Unterhaltung gefüllt werden. Kamera pflegen, duschen, essen, ein paar Seiten lesen oder einfach auf die nächste Insel schauen reicht völlig.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem eigentlichen Tageslicht mit dem ersten Briefing und der Vorbereitung am eigenen Platz. Danach folgen die Tauchgänge, unterbrochen von Frühstück, weiteren Mahlzeiten, Snacks und der Zeit, in der Flaschen gewechselt, Kameras gespült und Anzüge aufgehängt werden. Zwischen den Einsätzen fährt das Schiff zum nächsten Riff oder bleibt so liegen, dass die nächste Gruppe mit dem Beiboot direkt zum Einstieg kommt. Je nach Reiseplan liegen mehrere Tauchgänge am Tag, und auch Nachttauchgänge gehören zum eingeschlossenen Tauchpaket. Der Ablauf ist deshalb nicht leer, aber klar: briefing, Wasser, zurück an Bord, essen, ausruhen, wieder Wasser. Am Abend wird es ruhiger. Die Gespräche wandern vom Tauchdeck in den Salon oder nach draußen, während die Crew den nächsten Einsatz vorbereitet. Am folgenden Morgen beginnt alles wieder mit dem ersten Briefing.
Was man an Bord isst
Die Küche gehört zu den stärksten Seiten der Panunee. Ein erfahrener Koch bereitet asiatische Gerichte und westliche Küche zu; serviert wird unter anderem als Buffet, mit Snacks über den Tag verteilt. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen. Das passt zum Bordrhythmus: Nach dem ersten Tauchgang braucht es etwas Greifbares, nicht nur Kaffee, und nach dem nächsten Sprung ins Wasser wieder eine Mahlzeit, die satt macht, ohne lange Pause zu verlangen. Gegessen wird auch draußen. Alkoholfreie Getränke, Trinkwasser, Tee und Kaffee gehören dazu; Bier ist erhältlich. Der Esstisch wird bei vier Tauchgängen nicht zum Restaurantbesuch, sondern zum Treffpunkt zwischen zwei Einsätzen. Man kommt mit nassen Haaren, erzählt kurz, was unter dem Überhang lag, und ist beim nächsten Ruf schon wieder auf dem Weg zum Deck.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad und Bullauge. Die sieben Kabinen auf dem Hauptdeck liegen näher an den gemeinsamen Bereichen; darunter gibt es vier Single-Deluxe-Kabinen für Alleinreisende, jeweils mit Arbeitsfläche und privatem Bad. Nach der Renovierung sind die Bäder vollständig erneuert, was auf einem Schiff wichtiger ist als dekorative Details: Nach einem Tag mit nasser Ausrüstung, Salz auf der Haut und wenig Zeit zwischen den Tauchgängen soll morgens alles funktionieren. Die Kabinen sind Nichtraucherbereiche und bieten einen Haartrockner. Wer allein reist, kann eine eigene Single-Kabine buchen; die übrigen Kabinen werden grundsätzlich geteilt. Für eine private Nacht in einer geteilten oder einer Suite-Kabine gelten andere Buchungsbedingungen.
Suite
Einzel Deluxe
Grand-Deluxe-Kabine
Deluxe-Kabine
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Raja-Ampat-Reisen beginnen und enden in Sorong. Die Anreise zum Einschiffungshafen und die Transferdetails sollten vor der Flugbuchung mit dem Veranstalter abgestimmt werden. Eine Ankunft am Vortag gibt mehr Spielraum, falls ein Inlandsflug verspätet ist.
Decksplan
- Baujahr
- 2001
- Jahr der Renovierung
- 2025
- Länge
- 38 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 18
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 12
- Motoren
- MAN 1000 PS × 2
- Reisegeschwindigkeit
- 10 Knoten
- Beiboote
- 3 ( 2 × YAMAHA 100 PS 1 × 40 YAMAHA HP)
- Webseite
- panunee.com ↗
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