Tauchsafaris · Thailand
Deep Andaman Queen – viel Tauchdeck, weite Andamanen
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Deep Andaman Queen verbindet komfortable Kabinen mit einem ungewöhnlich großen, zweistöckigen Tauchdeck.
- Ihre Routen führen zu den Similan-Inseln, in den Süden der Andamanensee und bis zum Mergui-Archipel in Myanmar.
- An Bord werden täglich mehrere Tauchgänge organisiert, darunter auf längeren Routen bis zu vier am Tag.
- Die Crew wird für Briefings, Sicherheit, Verpflegung und den ruhigen Ablauf an Bord besonders gut bewertet.
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Die Einladung
Die Deep Andaman Queen ist für Taucher gebaut, die zwischen den Tauchgängen nicht auf Komfort verzichten wollen, aber vor allem möglichst viel Zeit unter Wasser suchen. Der große Vorteil liegt nicht in einem einzelnen spektakulären Detail, sondern darin, dass Schiff, Tauchbetrieb und Küche auf mehrere intensive Tage abgestimmt sind. Das zweistöckige Tauchdeck gibt auch bei voller Auslastung Raum zum Anrödeln, Spülen und Sortieren, während die Routen mehrere Schutzgebiete und abgelegene Plätze miteinander verbinden. Wer die Similan-Inseln, Koh Bon, Koh Tachai und die Surin-Inseln in einer Reise sehen möchte, findet hier eine klare Nord-Andaman-Route. Die längere Fahrt führt weiter bis nach Myanmar. Gesucht wird kein kleines, stilles Tauchboot, sondern eine gut organisierte Basis auf dem Wasser, von der aus jeden Tag neue Granitformationen, Riffe und Großfischplätze erreichbar sind.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Deep Andaman Queen eher wie ein schwimmendes Tauchschiff mit viel Platz als wie ein umgebautes Ausflugsboot. Die Renovierung von 2019 hat den praktischen Charakter nicht verdrängt: Das Schiff bietet einen klimatisierten Salon, eine Terrasse und oben Raum für Sonne, Gespräche und den Blick auf die nächste Insel. Der Weg zum Tauchbetrieb führt nach achtern, wo sich die Abläufe auf zwei Ebenen verteilen. Das ist der Punkt, an dem sich die Größe bemerkbar macht: Flaschen, Ausrüstung und mehrere Tauchgruppen müssen nicht durch einen engen Gang geschoben werden. Die Einrichtung ist auf Komfort ausgelegt, ohne den eigentlichen Zweck zu vergessen. Man kommt an Bord, findet seinen Platz, hört die Einweisung und merkt schnell, dass hier der Tag vom Tauchdeck aus gedacht ist.
Die Stimmung an Bord
Die Atmosphäre lebt von einer Crew, die ihren Ablauf kennt und trotzdem nicht steif wirkt. Die Tauchleiter geben ausführliche Briefings, die Bootscrew hilft beim Ein- und Ausstieg, und die Küche arbeitet so verlässlich, dass man sich um die wichtigen Dinge kümmern kann: Tauchgang, Essen, Schlaf. Rückkehrer beschreiben ein Team, das lange zusammenarbeitet, sich untereinander versteht und dadurch ruhig handelt, statt ständig Aufmerksamkeit zu verlangen. Das merkt man besonders bei einer vollen Woche. Niemand muss jeden Handgriff erklären, aber Hilfe ist da, wenn eine Flasche, eine Kamera oder ein müder Taucher sie braucht. Abends sitzen Gäste und Crew zusammen, erzählen von Kleintieren und Großfisch und sehen sich Bilder an. Wer eine anonyme Großgruppe vermeiden möchte, sollte dennoch wissen: Das Schiff kann bis zu 23 Gäste aufnehmen.
Die Tauchplätze
Die klassische Similan-Route dauert 5 Tage und 4 Nächte ab Thap Lamu und führt zu den Similan-Inseln, Koh Bon, Koh Tachai, den Surin-Inseln und zum Boonsung Wreck. Die Similans wechseln zwischen weißen Sandbuchten und gewaltigen Granitblöcken; North Point, West of Eden und Elephant Head Rock führen durch Kanäle, Canyons und ein Labyrinth aus Fels. Elephant Head Rock reicht bis -60m, North Point bis -35m und West of Eden bis -40m. Koh Tachai ist ein Unterwassergebirge mit bis zu -40m, Koh Bon verbindet Riffleben mit einer bekannten Putzerstation. Anita's Reef reicht bis -35m und liegt zwischen Korallengärten und abwechslungsreicher Topographie. Surin Islands bleiben mit maximal -25m etwas flacher. Das Boonsung Wreck liegt bis -18m und ist ein ehemaliges Zinnbaggerschiff, dessen Stahl heute dicht bewachsen ist. Die 10-Tage-Route mit 9 Nächten verbindet Similan und Burma; die reine Burma-Route dauert 7 Tage und 6 Nächte.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen dir an vielen Plätzen Barrakudas, Riffhaie, Weißspitzenriffhaie, Walhaie, Meeresschildkröten, Thunfische und große Schulen von Makrelen, Füsilieren und Stachelmakrelen. Dazu kommen Muränen und Nacktschnecken, die auch dann einen Tauchgang tragen, wenn der Großfisch ausbleibt. Mantas wurden an mehreren Plätzen der Route erfasst; Koh Bon ist dafür besonders interessant, weil dort eine Putzerstation liegt. Strömungen an den großen Granitblöcken können pelagische Tiere anziehen, doch jede Begegnung bleibt eine Frage des richtigen Moments. Wer wegen einzelner Arten fährt, findet zusätzliche Gründe: Den Balisto sucht man an Elephant Head Rock, die Gorgonie an Koh Tachai. Der Buckelpapageifisch gehört zu Surin Islands. Am Boonsung Wreck können Steinfisch und Igelfisch auftauchen. Dort schaut man langsam hin, denn das Leben sitzt nicht nur im offenen Wasser, sondern auch in jedem Spalt des Wracks.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Tauchgruppen werden von englisch- und thailändischsprachigen Guides und Tauchlehrern betreut; das Verhältnis von Crew zu Passagieren liegt nahe bei eins zu eins. Vor den Tauchgängen gibt es klare Briefings zu Ablauf, Platz und Sicherheit, danach organisiert die Crew Ein- und Ausstieg sowie die Rückkehr an Bord. Das Programm richtet sich an verschiedene Erfahrungsstufen, aber die Anforderungen der jeweiligen Route zählen: Open-Water-Taucher müssen an Bord auf Advanced Open Water aufsteigen oder einen privaten Guide buchen; wer seit über einem Jahr nicht getaucht ist und weniger als 20 Tauchgänge hat, sollte vorher einen Refresher absolvieren. Angeboten werden unter anderem Advanced Open Water, Nitrox, Deep Diver, Unterwasserfotografie und Divemaster. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Sets, Funk, GPS, Radar, Rettungsinseln und Schwimmwesten gehören zur Sicherheitsausstattung. Ein Defibrillator oder ein spezielles Rückrufsystem wird nicht genannt.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist der stärkste praktische Punkt der Deep Andaman Queen. Die Fläche zum Anrödeln ist auf zwei Ebenen verteilt, bleibt teilweise beschattet und führt direkt zur Tauchplattform mit zwei Ausstiegsleitern. Nach dem Tauchgang stehen zwei Süßwasserduschen und Spülbecken für die Ausrüstung bereit; getrennte Behälter nehmen Kameras, Computer und Lampen auf. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox ist verfügbar und wird über eine Membranfüllanlage an Bord erzeugt; dafür braucht es die entsprechende Nitrox-Berechtigung. Leihausrüstung kann gebucht werden, konkrete Marken und Flaschengrößen sind nicht angegeben. Zwei Beiboote unterstützen den Tauchbetrieb. Sie bringen Taucher zur Absetzstelle und nehmen sie nach dem Auftauchen wieder auf, sodass das Mutterschiff nicht jeden Einstieg direkt am Riff durchführen muss.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt man sich auf das Sonnendeck, die schattige Fläche am Tauchbereich, die Terrasse oder den klimatisierten Salon. Wer nicht schlafen will, kann Fotos sortieren, in der Bibliothek blättern oder sich mit einem Getränk in den Schatten setzen. Der Salon bietet Sitzplätze, Bildschirm und Raum für die Nachbesprechung, während draußen die Fahrt an den nächsten Platz vorbeizieht. Auf längeren Überfahrten wird aus der Pause ein eigener Teil des Tages: Ausrüstung trocknet, Speicherkarten werden geleert, und ein kurzer Land- oder Schnorchelausflug kann den Blick über die Wasserlinie hinausführen. Vieles an Bord ist darauf ausgelegt, dass die Ruhe nicht organisiert werden muss. Man findet eine Ecke und bleibt dort, bis das nächste Briefing ruft.
Ein Tag an Bord
Auf der 5-Tage-Similan-Reise beginnt der Tauchtag mit dem Sicherheits- und Regelbriefing am Morgen. Danach folgen rund um die Similan-Inseln drei Tagtauchgänge; eine Landpause auf Insel Nummer 4 unterbricht den ersten Block, bevor am Abend ein Nachttauchgang in der Honeymoon Bay möglich ist. Am nächsten Tag liegen zwei Tauchgänge bei den Similans und zwei weitere am Nachmittag bei Koh Tachai und Koh Bon. Der folgende Tag gehört mit vier Tauchgängen den Plätzen rund um Richelieu Rock und die Surin-Inseln. Zum Abschluss stehen noch zwei Tauchgänge bei Koh Bon und am Boonsung Wreck an, bevor das Schiff zum Pier zurückkehrt. Mahlzeiten und Snacks schieben sich zwischen die Tauchgänge, während die Fahrt zum nächsten Gebiet läuft. Der Rhythmus ist dicht, aber nicht rätselhaft: Briefing, Wasser, Essen, Pause, wieder Wasser.
Was man an Bord isst
Die Bordküche serviert drei volle Mahlzeiten, dazu Snacks über den Tag. Gegessen wird als Buffet mit westlichen Gerichten und lokaler thailändischer Küche; vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen. Nach dem ersten Tauchblock wartet etwas anderes als am Vortag, und genau diese Abwechslung wird von Rückkehrern besonders gelobt. Nichtalkoholische Getränke, Wasser, Tee und Kaffee gehören zum Bordangebot, Bier ist erhältlich. Der Esstisch ist auf einer Safari kein Nebenschauplatz: Nach vier Tauchgängen entscheidet eine verlässliche Mahlzeit mit darüber, ob man am Abend noch Lust auf Gespräche und Fotos hat oder nur noch ins Bett möchte. Hier liegt eine der klaren Stärken des Schiffs.
Die Nächte auf See
Die Nächte verbringt man in klimatisierten Kabinen mit eigenem Bad. Es gibt Master- und Ocean-Front-Kabinen auf dem Hauptdeck sowie Twin-, Triple- und Quad-Kabinen auf dem unteren Deck; die vorderen Kabinen bringen Meerblick, die Standardkabinen mehr Abstand zum offenen Deck. Leselampen, Steckdosen zum Laden und Stauraum helfen dabei, Kamerasachen und persönliche Dinge aus dem Weg zu halten. Nach mehreren Tauchgängen ist genau das wichtig: eine Tür schließen, duschen, nasse Handtücher aufhängen und nicht über Ausrüstung stolpern. Der Salon bleibt eine Alternative, wenn die Kabine nur zum Schlafen dienen soll. Die Kabinen sind kein Rückzugsort für eine ganze Wohnung, aber sie geben einer Tauchwoche die nötige Ordnung.
Vierbettkabine Andaman
Dreibettkabine Andaman
Zweibettkabine Andaman B
Zweibettkabinen direkt am Meer
Deluxe-Kabinen direkt am Meer
Master-Kabinen Ozean
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die Similan-Reisen starten in Thap Lamu bei Khao Lak und enden dort wieder; der Transfer zum Hotel in Phuket oder Khao Lak ist eingeschlossen. Ab Phuket werden Abholungen vom Flughafen oder Hotel angeboten, Gäste in Khao Lak können ebenfalls abgeholt werden. Die Myanmar-Route startet in Thap Lamu und endet nach der Rückkehr in Ranong, einschließlich Transfer zu einem Hotel im Raum Ranong. Für die Anreise ist ein zusätzlicher Tag vorher sinnvoll, damit Flugverspätungen nicht direkt den Einstieg gefährden. Die genaue Abholorganisation wird vor der Reise mitgeteilt.
Decksplan
- Baujahr
- 2008
- Jahr der Renovierung
- 2019
- Länge
- 30,5 m
- Breite
- 7 m
- Maximale Passagierzahl
- 23
- Anzahl Kabinen
- 10
- Anzahl Badezimmer
- 12
- Motoren
- 2 × 420 PS
- Reisegeschwindigkeit
- 9,5 Knoten
- Beiboote
- 2
- Webseite
- deepandamanqueen.com ↗
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