
Atoll Divers Seychelles
★ 5/5 (599 Bewertungen)
7,9 km entfernt Luftlinie
Mahe · Seychellen · Indischer Ozean
Max. Tiefe · 24 mGranitstrukturen und starke Strömungen ziehen große Pelagics wie Walhaie und Rochen in diesen Tiefwasserkanal.
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Cap Matoopa liegt an der äußersten Westspitze von Mahé und markiert den Übergang zum Baie Ternay Marine Park. Das Gebiet ist geprägt von einem tiefen Wasserkanal, der direkt an der Westküste entlangläuft und für einen stetigen Austausch von Wassermassen sorgt. Diese geografische Lage macht den Platz zu einer wichtigen Anlaufstelle für große Meeresbewohner, die den Durchfluss nutzen. Die Topographie setzt sich aus massiven Granitblöcken und steilen Wänden zusammen, die den Charakter der Seychellen perfekt widerspiegeln.
Das Tauchprofil beginnt meist im flacheren Bereich und führt über steile Hänge in eine Tiefe von etwa 20 bis 24 Metern. Dort trifft man auf ein Gelände aus Sand- und Geröllfeldern, die durch die markante Granitstruktur unterbrochen werden. Die Wände bieten eine Vielzahl an Überhängen, Spalten und Kanälen, die für die lokale Fauna ideale Versteckmöglichkeiten schaffen. Wer die Struktur genau beobachtet, findet immer wieder spannende Durchlässe und kleine Höhlen unter den massiven Gesteinsformationen.
Die Strömung ist ein entscheidendes Element an diesem Standort und variiert je nach Gezeiten, Wellengang und der aktuellen Saison. Da der Platz direkt an einem Tiefwasserkanal liegt, ist mit regelmäßigem Wasserfluss zu rechnen, der besonders während der Monsunzeiten an Intensität gewinnt. In den Übergangszeiten zwischen den Monsunen finden Taucher meist ruhigere Bedingungen mit einer Sichtweite von bis zu 25 Metern vor. Die Beherrschung der Tarirobilität im wechselnden Wasserfluss ist hier eine Grundvoraussetzung für ein entspanntes Erlebnis.
Die Fauna wird durch die Strömung massiv beeinflusst, die regelmäßig größere Pelagics an den Riff heranführt. Es ist kein seltener Anblick, große Gruppen von Eagle Rays oder saisonale Besucher wie Mantarochen oder sogar Walhaie zu beobachten. Die Tiere nutzen die Strömung, um Nahrungspartikel zu finden, die durch den Kanal transportiert werden. Man sollte daher ruhig bleiben und die Tiere in ihrem natürlichen Umfluss beobachten, anstatt sie durch unnötige Bewegungen aufzuschrecken.
Neben den großen Beutebildern ist das Riff selbst mit einer hohen Dichte an standorttreuen Arten besiedelt. Man begegnet häufig Hammerhaifischen (Euhire) und Weißspitzen-Riffhaien, die oft in der Nähe der Strukturen patrouillieren. Auch Arten wie der Napoleon-Lippenfisch oder große Zackenbarsche sind hier regelmäßig in den Felsspalten oder über dem Boden anzutreffen. Die Vielfalt der Korallen, von harten bis zu weichen Formen, bedeckt die Granitflächen und verleiht dem Riff eine komplexe Textur.
Das Leben an der Wand ist geprägt von einer Mischung aus farbenfrohen Weichkorallen und harten Korallenstrukturen. In den geschützteren Nischen findet man oft spezialisierte Bewohner wie Steinfische oder Roten Roten. Auch Papageienfische und verschiedene Arten von Jackfish ziehen in Schwärmen an den Wänden entlang. Die Kombination aus dramatischer Granit-Topographie und der biologischen Vielfalt macht diesen Platz zu einem der belebtesten Gebiete an der Nordwestküste von Mahé.
Die Tiefe reicht von 0 bis 24 Metern. Der Platz ist ab Open Water Diver zugänglich, erfordert jedoch eine gute Tarirobilität im Umgang mit wechselnden Strömungen und der komplexen Granitstruktur. Die Sichtweite liegt zwischen 10 und 25 Metern. Die besten Bedingungen bieten die Übergangszeiten (April–Mai und Oktober–November) für ruhigeres Meer.