
Sub'Dive
★ 5/5 (919 Bewertungen)
123 km entfernt Luftlinie
Frankreich · Mittelmeer
Vor Korsika führen Granitnadeln, Steilwände und Grotten bis auf 55 Meter; dazu kommen das B17-Bomberwrack, Barrakudaschwärme und geschützte Küstenabschnitte.
Korsika ist eine mediterrane Insel für Taucher, die unter Wasser klare Formen statt tropischer Korallenlandschaften suchen. Granitnadeln, Steilwände, Bögen, Grotten und Posidoniafelder prägen die Tauchgänge; historische Wracks ergänzen das Naturprofil. An der Punta Muchillina reicht das Gelände vom flachen Plateau bis auf 55 Meter, während das B17-Bomberwrack vor Calvi in moderater Tiefe liegt. Die Insel eignet sich für einen festen Aufenthalt mit Bootsausfahrten oder für eine regionale Rundreise.
Getaucht wird überwiegend vom Boot aus, weil die markanten Felsen, Secs und exponierten Halbinseln vor den Küsten liegen. Die Topografie reicht von geschützten Ausbildungsplätzen wie Calvi plage über Felsnadeln an den Rocher-de-la-Vacca-Plätzen bis zu den Wänden und Durchbrüchen der Revellata. Punta Muchillina verbindet ein flaches Plateau mit einer bis 55 Meter abfallenden Wand; Le Sec des Belges bietet Felsnadeln, Höhlen und Passagen. Die Strömung bleibt nicht überall gleich: An geschützten Stellen ist sie leicht, an exponierten Secs und Wänden kann sie moderat bis stark werden. Wind, Seegang und Gezeiten beeinflussen den Tagesplan. Die Sicht ist häufig gut, an einzelnen beschriebenen Plätzen werden 20 bis 30 Meter erreicht, kann durch Brassage, Wind und Plankton aber nachlassen. Nitrox ist für mehrere mitteltiefe Bootstauchgänge hintereinander sinnvoll.

Calvi →
6 Tauchplätze

Porto-Vecchio →
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Bastia →
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Cargèse →
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Ajaccio →
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Bonifacio →
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L'Île-Rousse →
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Porticcio →
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Sari-Solenzara →
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Zwischen Fels und Posidoniafeldern stehen Meerbrassen, Goldstriemen, Meeräschen und dichte Fischschwärme. In Spalten, Überhängen und an den Wänden lassen sich Muränen, Mittelmeer-Muränen, Langusten, Kraken, Drachenköpfe und Nacktkiemer suchen. Zackenbarsche und Corbs gehören vom Frühjahr bis in den Herbst zu den regelmäßigeren Begegnungen; an der La vallée des mérous bestimmen sie sogar den Charakter des Tauchgangs. Großer Barrakuda und größere Schwärme treten besonders im Sommer und Herbst auf, bleiben aber von Sektor und Strömung abhängig. Fahnenbarsche und Mönchsfische ergänzen das Bild an geeigneten Felsformationen. Raies pastenagues sind eher im Frühjahr und Sommer zu erwarten, während pelagische Mittelmeerarten selten und nicht planbar bleiben.
Mai, Juni, September und Oktober verbinden meist besser handhabbare See mit weniger Andrang als die Hochsaison. Im Frühjahr und Frühsommer nehmen die regelmäßigen Begegnungen mit Zackenbarschen und Corbs zu; im Sommer und Herbst steigen die Chancen auf Barrakudaschwärme. Juli und August können an beliebten Häfen und vor exponierten Küstenabschnitten durch Bootsverkehr und stärkere Nutzung unruhiger wirken. Von November bis März ist die touristische Tauchlogistik stärker vom Wetter und der Seelage abhängig. Für die Ausrüstung passt je nach persönlichem Kälteempfinden und Reisetermin ein 3- bis 5-Millimeter-Anzug.
Die Destination spricht alle Erfahrungsstufen an, aber nicht jeder Tauchplatz passt zu jedem Brevet. Calvi plage, Île de Forana Nord-Ouest und die Rocher-de-la-Vacca-Plätze erlauben flache Profile ab Open Water beziehungsweise für weniger erfahrene Taucher. Für Revellata, Alcione, Punta Muchillina oder die tieferen Bereiche des Sec des Belges sind Advanced Open Water, CMAS-Erfahrung auf vergleichbarem Niveau und Routine in der Tiefe sinnvoll. An La vallée des mérous und exponierten Secs braucht es zusätzlich sichere Strömungs- und Bootsabläufe. Nitrox erleichtert mehrere Tauchtage mit mittleren Tiefen.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf erreicht man Korsika entweder per Flug mit anschließendem Transfer oder per Fähre vom französischen beziehungsweise italienischen Festland. Wer mit dem eigenen Wagen anreist, muss die Fährpassage und die Weiterfahrt bis zur gewählten Küstenregion einplanen; bei einer Flugreise kommt der Transfer vom Flughafen zum Hafen hinzu. Eine einzige zentrale Anlaufstelle für die ganze Insel gibt es praktisch nicht: Die Tauchbasen arbeiten von ihren jeweiligen Häfen aus, und die Ausfahrten starten regional. Unterkunft am Hafen oder an der Uferfront erlaubt häufig den Weg zu Fuß. Liegt sie außerhalb, sind Mietwagen oder Taxi für Marina und Einschiffung zweckmäßig. Auf kurzen Reisen sollten Anreise, Unterkunft und Bootshafen deshalb auf denselben Küstenabschnitt abgestimmt sein.
Die wichtigste Entscheidung fällt vor der Buchung: Nicht nur den Ort, sondern den angefahrenen Küstenabschnitt festlegen. Wer von Calvi zu Zielen im Süden pendeln will, verliert auf korsischen Straßen schnell die Zeit, die für Bootstauchgänge gebraucht wird. Für mehrere Tauchtage ist eine Unterkunft am Einschiffungshafen sinnvoll; außerhalb des Hafens sollte ein Fahrzeug eingeplant werden. Exponierte Plätze wie Revellata, Danger Du Toro oder die Secs sollten möglichst früh am Tag stattfinden, bevor Wind, Seegang und sommerlicher Bootsverkehr den Ablauf erschweren. Ein wetteroffener Tag im Programm verhindert, dass eine einzelne abgesagte Ausfahrt die gesamte Reiseplanung kippt. In Scandola, Bonifacio, Cap Corse und am Golf von Porto gelten je nach Zone Regeln für Ankern, Navigation und Zugang; der genaue Status des geplanten Platzes gehört daher vorab geklärt. Wer tropische Korallenriffe erwartet, wird Korsika falsch einordnen: Hier liegen die Reize in Granit, Posidonia, mediterraner Fauna und Wracks. Ein leichter eigener Ausrüstungssatz hilft, wenn saisonal nicht jede Größe verfügbar ist.
Für fünf bis sieben Tage bietet sich eine feste Basis mit täglichen Bootsausfahrten in einem Küstenabschnitt an. So lassen sich flache Plätze, mitteltiefe Felsformationen und anspruchsvollere Wände sinnvoll kombinieren, ohne jeden Tag lange über Land zu fahren. Wer den Norden, Westen und Süden verbinden möchte, sollte sieben bis zehn Tage und einen Wechsel der Unterkunft vorsehen. Nicht tauchende Begleiter finden Strände, Dörfer, Wanderwege, Maquis, Bergtäler und Bootsausflüge entlang der Schutzgebiete.
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