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Frankreich · Mittelmeer

Tauchen Bormes les Mimosas : Bormes-les-Mimosas: Inseln, Felsen und Wracks im Nationalpark

Vor Bormes-les-Mimosas liegen das gut erhaltene U-Boot Le Rubis auf 40 Metern, die Felswände von Port-Cros und Großer Roter Drachenkopf.

Was dieses Reiseziel besonders macht

  • Le Rubis: gut erhaltenes U-Boot-Wrack auf 40 Metern
  • La pointe de la Galère mit Höhlen und bewachsenen Wänden
  • Port-Cros und geschützte Tauchplätze im Nationalpark
  • Großer Roter Drachenkopf an Felsreliefs und Wracks
  • Gorgonien, Muränen und Fahnenbarsche im Mittelmeer
  • Ruhigere Seebedingungen von April bis September
  • Bootstauchgänge zu Inseln, Felsen und Tiefen bis 40 Meter

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Überblick

Bormes-les-Mimosas ist vor allem ein Landquartier für Bootstauchgänge rund um Port-Cros und die Hyères-Inseln. Das Unterseeboot Le Rubis liegt auf 40 Metern und verbindet historische Substanz mit dem Bewuchs eines künstlichen Riffs. An der Pointe de la Galère führen Höhlen und bewachsene Wände bis auf 35 Meter. Der Zugang erfolgt meist über den Hafen von Le Lavandou; an Land bleibt genügend Raum für Strand, Küstenwege und den Ort selbst.

Tauchen vor Ort

Unter Wasser prägen Felsreliefs, Inselkanten, Höhlen und Wracks den Charakter des Gebiets. Die Pointe de la Galère an der Nordostspitze von Port-Cros führt durch abwechslungsreiche Topografie bis 35 Meter; gelegentlich setzt dort eine leichte Strömung von Ost nach West ein. Das Wrack Le Rubis liegt auf 40 Metern und kann deutlich stärkere Strömung bieten, weshalb der Tauchgang nicht wie ein gewöhnlicher flacher Ausflug behandelt werden sollte. Die Sicht richtet sich nach den lokalen Bedingungen und kann wechseln. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus, als Tagesausfahrt ab der Küste. Wer die Insel- und Riffstrukturen gezielt erkunden möchte, sollte sich auf Ein- und Ausstieg vom Boot, Tiefenstaffelung und wechselnde Strömungsverhältnisse einstellen.

Zwei unverzichtbare Tauchgänge

Die Unterwasserwelt

An den bewachsenen Wänden und im Wrackbereich ziehen Fischschwärme vorbei. Zwischen Fels, Überhängen und sessilen Lebewesen lassen sich Muräne, Meeraal, Geißbrasse und Fahnenbarsch beobachten. Gorgonien geben den tieferen Abschnitten Struktur; auch Zackenbarsch, Adlerrochen und der Große Rote Drachenkopf gehören zum erwartbaren Artenspektrum. Die Pointe de la Galère bietet dafür mit ihren Unterwassergrotten und Wänden einen besonders passenden Rahmen, während Le Rubis als künstliches Riff zusätzlichen Bewuchs und Rückzugsräume schafft. Die Tauchgänge von April bis September verbinden dabei meist ruhigere Bootsbedingungen mit der für das Gebiet typischen Mittelmeerfauna.

Mögliche Begegnungen unter Wasser

Beste Reisezeit

Für die Planung eignet sich der Zeitraum von April bis September. In diesen Monaten ist das Meer im Gebiet am ruhigsten, was die Bootsausfahrten zu Port-Cros, den Inseln und den weiter außen liegenden Wracks erleichtert. Die regenärmste Zeit reicht von April bis August. Das ist besonders für einen Aufenthalt sinnvoll, bei dem mehrere Tagesfahrten mit Landtagen verbunden werden sollen. Weil Strömung und Sicht lokal wechseln, bleibt die konkrete Auswahl des Tauchplatzes dennoch eine Entscheidung für den jeweiligen Ausfahrtstag.

Erforderliches Niveau

Das Gebiet richtet sich an alle Erfahrungsstufen, sofern der Umgang mit Bootstauchgängen sicher beherrscht wird. Für flachere oder weniger anspruchsvolle Abschnitte genügt eine passende Grundausbildung. Für La pointe de la Galère sind CMAS/VDST-Niveau 2 oder eine vergleichbare Advanced-Ausbildung sinnvoll. Le Rubis auf 40 Metern verlangt mindestens PE40, Niveau 2 oder Advanced Open Water mit Deep-Dive-Qualifikation; zusätzliche Tieferfahrung ist dort ein wichtiger Sicherheitsfaktor.

Vor Ort

Von Frankfurt, München oder Düsseldorf aus führt die Anreise zunächst nach Südfrankreich und anschließend auf der Straße nach Bormes-les-Mimosas. Für die Tauchgänge ist jedoch nicht der Ortskern, sondern meist der Hafen von Le Lavandou der entscheidende Ausgangspunkt. Die letzte Etappe zur Ausfahrt muss deshalb bis zum richtigen Hafen organisiert werden. Je nach Unterkunft lässt sich dieser Weg zu Fuß bewältigen, mit dem Taxi zurücklegen oder mit dem eigenen Wagen fahren. Wer in Bormes wohnt, sollte die morgendliche Fahrt nach Le Lavandou und die Abfahrtszeit des Bootes fest in die Tagesplanung einbauen. Eine eigens ausgewiesene Tauch-Shuttleverbindung gehört nicht zur beschriebenen Logistik.

Tipps von Ortskundigen

Wer Le Rubis plant, sollte die Tiefe von 40 Metern und die mögliche starke Strömung nicht erst am Ausfahrtstag berücksichtigen. Ein Nachweis für PE40, VDST-Niveau 2 oder Advanced Open Water mit Deep-Dive-Qualifikation gehört in die Vorbereitung; zusätzliche Meerestauchgänge schaffen dort mehr Reserve als ein gerade erworbenes Brevet. Für die Pointe de la Galère ist Niveau 2 beziehungsweise eine vergleichbare Advanced-Ausbildung passend, besonders wegen der Wände, Höhlen und der möglichen Strömung von Ost nach West. Vor der Buchung sollte geklärt werden, ob die geplante Route in einem besonders reglementierten Bereich des Parc national de Port-Cros liegt und wo das Boot liegen darf. Im Park sind unerlaubtes Ankern, das Entnehmen mariner Bestandteile und jede Beschädigung von Grund oder Fauna tabu. Frühe Ausfahrten können an stark frequentierten Stellen angenehmer sein. Wer in Bormes übernachtet, sollte den Transfer zum Hafen von Le Lavandou morgens nicht knapp kalkulieren. Ein tauchfreier Tag an der Küste passt gut zwischen die Bootstage.

Den Aufenthalt planen

Ein Aufenthalt von drei bis fünf Tagen lässt sich als Folge von Tagesausfahrten organisieren. Bormes-les-Mimosas oder Le Lavandou dienen als feste Unterkunftsbasis, während die Tauchboote morgens zu Port-Cros, den Hyères-Inseln, Felsen und Wracks aufbrechen. Zwischen den Ausfahrten bleiben kurze Wege, Strände und Küstenlandschaften. Für Begleitpersonen bietet sich ein eigener Tag am Meer, im Dorf oder bei einer Bootsfahrt rund um den Nationalpark an.

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