
Porquerolles Plongée
★ 4,7/5 (141 Bewertungen)
weniger als 1 km entfernt Luftlinie
Frankreich · Mittelmeer
Vor Porquerolles führen Felsblöcke am Cap des Mèdes bis 25 Meter hinab, während Le Donator auf 51 Metern als großes Wrack im Sand liegt.
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Porquerolles ist eine Inselbasis für Tagestouren zu Wracks, Felsformationen und Steilwänden vor der Küste von Hyères. Unter Wasser reicht das Spektrum vom Cap des Mèdes mit seinen großen Schieferblöcken bis zu tief liegenden Wracks wie Le Donator und Ville de Grasse. Über Wasser bleibt die Insel autofrei und überschaubar: Strände, Wege und das Dorf gehören ebenso zum Aufenthalt wie die Ausfahrten mit dem Tauchboot.
Die Tauchgänge rund um Porquerolles leben vom Wechsel zwischen felsigem Untergrund und historischen Schiffswracks. Am Cap des Mèdes führen große Schieferblöcke von 10 bis 25 Metern durch ein gut zugängliches Gelände, während der Sec du Langoustier von 16 bis 32 Metern abfällt und Felsrelief mit mediterraner Fauna verbindet. Le Marcel liegt zwischen 28 und 31 Metern; die Strömung ist dort meist moderat, kann aber wechseln. Für die tieferen Wracks steigt der Anspruch deutlich: Ville de Grasse liegt zwischen 44 und 50 Metern, Le Donator zwischen 42 und 51 Metern auf sandigem Grund. Dort sind Strömung, Dekompressionsplanung und Gasmanagement entscheidende Teile des Tauchgangs. Die Tauchplätze werden mit dem Boot als Tagestouren angefahren; welcher Platz möglich ist, richtet sich nach Wetter, Seegang und der lokalen Fahrtenplanung.
An den Felsen und Wracks zeigt sich typische Mittelmeerfauna. Am Sec du Langoustier führen die Felsstrukturen zu Begegnungen mit Muränen, Meeraalen und Zackenbarschen; auch der Große Rote Drachenkopf gehört zum beschriebenen Artenspektrum. Zwischen den Steinen und an den Wrackstrukturen lassen sich außerdem Dunkle Gabeldorsche, Kraken und Geißbrassen beobachten. Le Marcel verbindet die historische Schiffsform mit einer vielfältigen Unterwasserwelt, während die großen Wracks Le Donator und Ville de Grasse vor allem durch ihre erhaltenen Strukturen wirken. Eine besondere Artenliste für einzelne Monate ist nicht angegeben. Die genannten Tiere sind daher als typische Beobachtungen des Tauchgebiets zu verstehen, nicht als saisonale Garantie. Der Zeitraum mit den ruhigeren Bedingungen erleichtert vor allem die Anfahrt und die ruhige Erkundung dieser Lebensräume.
Die gemessene günstige Zeit reicht von April bis September; in diesem Zeitraum ist das Meer am ruhigsten. Die geringsten Niederschläge werden von April bis August verzeichnet. Das ist für Porquerolles besonders relevant, weil die Tauchgänge überwiegend mit dem Boot stattfinden und die Auswahl der Ausfahrten von Wetter und Seegang abhängt. Wer zusätzlich mehrere Tage für Inselwege und Strände einplant, profitiert ebenfalls von diesem längeren Zeitraum. Für die Planung zählen weniger feste Monatsprogramme als ein passendes Wetterfenster und eine Tauchbasis, die die Route am jeweiligen Tag sinnvoll festlegt.
Porquerolles eignet sich für unterschiedliche Erfahrungsstufen, sofern der Tauchplatz zum Ausbildungsstand passt. Das Cap des Mèdes ist mit Open Water Diver, CMAS- oder vergleichbarem Brevet erreichbar; auch der Sec du Langoustier ist grundsätzlich für alle Stufen geeignet. Le Marcel verlangt mindestens N2 oder eine vergleichbare Qualifikation und Erfahrung in ähnlicher Tiefe. Für Ville de Grasse und Le Donator sind Level 3 beziehungsweise Rescue Diver oder vergleichbare Brevetierung, Tieftaucherfahrung und bei Le Donator etwa 50 geloggte Tauchgänge sinnvoll.
Die Anreise aus Frankfurt, München oder Düsseldorf muss bis zur Presqu’île de Giens beziehungsweise nach Hyères organisiert werden; von dort ist die Überfahrt mit dem Schiff nach Porquerolles obligatorisch. Die Insel ist nicht über eine Straße direkt erreichbar. Bei einer individuellen Anreise sollte deshalb nicht nur die Verbindung zum Festland, sondern auch der passende Fähranschluss eingeplant werden. Nach der Überfahrt erfolgt die weitere Organisation ohne eigenes Auto. Je nach Ausgangspunkt liegen Unterkunft, Dorf, Hafen und Abfahrtsstelle in Fußweite oder werden mit Taxi, Navette beziehungsweise einer weiteren maritimen Verbindung verbunden. Wer auf dem Kontinent wohnt und von dort zu den Booten fährt, sollte die Abfahrtszeiten und die Rückfahrt zur Insel oder zum Festland als zusammenhängende Strecke betrachten. Einige Ausfahrten können auch von La Londe-les-Maures aus starten.
Porquerolles sollte nicht als Ziel für spontane Küsten-Schnorchelgänge geplant werden: Der eigentliche Tauchwert liegt in den Bootsausfahrten zu den Wracks und Felsplätzen rund um die Insel. Die Tagesplanung bleibt wetterabhängig; deshalb ist es sinnvoll, die Tauchgänge nicht unabhängig von den lokalen Abfahrten zu organisieren. Wer auf Le Marcel zielt, bringt bereits Erfahrung in vergleichbarer Tiefe mit; für Le Donator und Ville de Grasse gehören die erforderliche Brevetstufe, Dekompressionsplanung und ein belastbares Luftmanagement zur Vorbereitung, nicht erst zum Briefing vor Ort. Auf dem Sec du Langoustier kann der Weststandort bei östlichen Winden ein praktischer Vorteil sein. Am Cap des Mèdes erleichtern die geschützte Lage und die schwache Strömung die Ausbildung. Im Nationalpark werden weder Tiere gefüttert noch berührt oder gesammelt; auch der Untergrund bleibt unbeschädigt. Beim Ankern und bei der Navigation sind die örtlichen Parkregeln einzuhalten. Wer auf der Insel wohnt, sollte Wege zu Fuß und die maritimen Verbindungen zwischen Unterkunft und Abfahrtsort einplanen.
Für Porquerolles passen drei bis fünf Tage besser als ein eng getakteter Kurzaufenthalt. So lassen sich mehrere Bootsausfahrten mit einem Inselprogramm verbinden, ohne jeden Tag ausschließlich nach dem Tauchplan auszurichten. Unterkünfte sind auf der Insel oder am Festland möglich. Auf Porquerolles selbst liegen Dorf, Hafen, Strände und Wanderwege in einer autofreien Umgebung; der Aufenthalt funktioniert daher vor allem zu Fuß, ergänzt durch Taxi, Navette oder maritime Verbindungen. Nicht tauchende Begleiter finden Strände, Wege und das Dorf als eigenständiges Tagesprogramm.
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