
Loloata Dive Resort
★ 4,4/5 (513 Bewertungen)
1,4 km entfernt Luftlinie
Papua-Neuguinea · Pazifik
Vor Port Moresby liegen ein intakter A-20-Havoc-Bomber, steile Wände bis 50 Meter und Korallengärten mit Zwergseepferdchen.
Die A-20 Havoc liegt vor Port Moresby auf einem Sandgrund und verbindet ein gut zugängliches Weltkriegswrack mit lebendigen Korallengärten. Die Hauptstadt dient dabei als Festlandbasis für Ausfahrten zu Riffen, Passagen, Wänden und weiteren Wracks. Wer Papua-Neuguinea erleben möchte, ohne in ein abgelegenes Inselarchipel oder auf ein ausschließliches Safarischiff umzuziehen, findet hier eine ungewöhnliche Kombination aus Stadtaufenthalt und Tagesboot-Tauchen.
Unter Wasser wechseln sich flache Riffe, steile Abbruchkanten, Passagen und künstlich versenkte Wracks ab. Nadine’s Passage fällt von etwa 5 bis 50 Metern ab und zeigt Gorgonien sowie ausgedehnte Weichkorallenfelder. The End Bommie reicht bis rund 30 Meter; an der Kante können Gezeitenwechsel und ablaufende Springfluten deutlich mehr Strömung bringen. An Sandy Passage und anderen Passagen ist die Strömung variabel und kann Erfahrung im Strömungstauchen verlangen. Für ruhigere, flachere Profile eignen sich etwa Quayles Reef oder Lion Island. Die Sicht ist nicht für das gesamte Gebiet einheitlich festzulegen; an Lion Island werden typischerweise 15 bis 20 Meter genannt, an Quayles Reef 10 bis 25 Meter. Die Tauchgänge starten überwiegend vom Boot aus und führen zu lokalen sowie weiter außen liegenden Riffen.
Port Moresby verbindet auffällige Riffbewohner mit guter Makrobeobachtung. In den Weichkorallen und Gorgonien von Nadine’s Passage, The End Bommie und Suzies Bommie lohnt sich der langsame Blick nach Zwergseepferdchen. Quayles Reef und Lilians Patch bieten flache Korallenlandschaften, in denen Blatt-Skorpionfische, Geisterpfeifenfische und andere Riffische leicht zu übersehen sind. An der MV Pal 2 lebt zwischen den Korallen am Wrackmast unter anderem der seltene Harlekin-Geisterpfeifenfisch. Pacific Gas zieht größere Fischmengen an; an Passagen und Wänden sind außerdem Haie, Rochen und pelagische Fische möglich. Rotfeuerfische, Kaiserfische, Falterfische, Schnapper, Fahnenbarsche, Steinkorallen, Weichkorallen, Gorgonien-Fächer und Tubastraea-Koralle gehören zum beobachtbaren Spektrum.
Die gemessene ruhigere See liegt von November bis April; diese Zeit ist deshalb für Bootsausfahrten zu exponierten Riffen und Wänden besonders sinnvoll. Für Nadine’s Passage, A-20 Havoc, Sandy Passage und mehrere Außenriffe wird vor allem die Zeit von Ende Oktober bis Anfang Dezember mit ruhiger See und guter Sicht verbunden. Von Ende Dezember bis Anfang April kann die Regenzeit die Sicht regional beeinträchtigen. Die geringeren Niederschläge von Juni bis September machen diese Monate nicht automatisch zur besten Tauchperiode, weil für die Ausfahrten die Seebedingungen stärker ins Gewicht fallen. Wer flexibel bleibt, kann Wetter- und Bootsänderungen besser auffangen.
Die Region richtet sich an Taucher aller Niveaus, sofern der jeweilige Tauchplatz passend ausgewählt wird. Lion Island und Quayles Reef bieten flachere Profile mit leichterer Strömung. Für Passagen, Wände und tiefere Wracks sind Erfahrung, gute Tarierung und ein sicherer Umgang mit wechselnder Strömung wichtiger. Das Advanced-Brevet ist besonders nützlich; an der MV Pal 2 empfiehlt sich Erfahrung mit tieferen Profilen und begrenztem Wrackeinstieg. Pacific Gas kann flach begonnen werden, reicht aber bis etwa 45 Meter.
Von Frankfurt, München oder Düsseldorf führt die Anreise mit internationalen Umsteigeverbindungen nach Port Moresby; Direktflüge aus Westeuropa gibt es nicht. Üblicherweise liegen dabei asiatische oder Golf-Drehkreuze auf der Strecke, weshalb Anschlusszeiten und mögliche Verspätungen nicht zu knapp geplant werden sollten. Vom Stadtstandort geht es auf der Straße zu den jeweiligen Küstenabfahrten, anschließend mit dem Boot zu den Außenriffen und Wänden. Eine Fähre oder eine Gebirgsüberquerung gehört nicht zur Tauchlogistik. Port Moresby ist daher keine kompakte Resortinsel, auf der alle Tauchgänge zu Fuß beginnen. Für die Tagesplanung müssen Transfers zum Boot, Abfahrtszeiten und wetterbedingte Änderungen zusammen gedacht werden.
Port Moresby sollte als logistisch geprägte Tauchreise geplant werden, nicht als Aufenthalt an einer einzigen Resortbucht. Vor der Buchung der Tauchtage ist zu klären, welche Küsten- und Außenplätze tatsächlich angefahren werden. Die ersten beiden Tauchtage eignen sich für exponierte oder weiter entfernte Ziele, weil Wetter und Bootslogistik später Änderungen erzwingen können. Ein flexibler Tag ist sinnvoller als ein vollständig verplantes Programm. Wer empfindlich auf wechselnde Leihausrüstung reagiert, nimmt Anzug und kleine Ersatzteile selbst mit. Für tiefe Wracks wie MV Pal 2 oder Pacific Gas sollte die vorhandene Erfahrung mit Tiefe und begrenztem Wrackeinstieg realistisch eingeschätzt werden. An The End Bommie und anderen Passagen ist der Gezeitenstand entscheidend: Bei ablaufender Springflut kann die Strömung deutlich zunehmen. Die Erwartung sollte außerdem nicht auf einem einzelnen berühmten Tauchplatz liegen, sondern auf einer Folge unterschiedlicher Tagesausfahrten.
Für Port Moresby sind fünf bis sieben Tage sinnvoll. So bleiben genügend Bootstage, um bei Wetteränderungen auf geschütztere Riffe auszuweichen und dennoch Außenplätze oder Wracks einzuplanen. Die Stadt eignet sich besser als gemischter Ausgangspunkt für Tauchen und Landprogramm als ein isoliertes Tauchcamp. Nichttauchende Begleiter können den Aufenthalt mit Stadtbesichtigungen, Küstenblicken oder allgemeiner Küstennutzung verbinden. Ein Puffer vor dem Weiterflug verhindert, dass eine verspätete Rückkehr vom Boot den gesamten Reiseplan belastet.
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Der letzte Tag bleibt trocken: In den 18-24 Stunden vor dem Flug wird nicht getaucht der ideale Moment, das Reiseziel von einer anderen Seite zu entdecken.
Bewertungen erhoben von Viator und Tripadvisor.