Tauchsafaris · Ägypten
Discovery II – Holz, kurze Wege, lange TauchTage
Was dieses Schiff einzigartig macht
- Die Discovery II ist ein hölzernes Tauchsafari-Schiff für bis zu 22 Gäste und wurde zuletzt umfassend überarbeitet.
- Alle Kabinen haben Klimaanlage und ein eigenes Bad; ausgewählte Honeymoon-Suiten bieten zusätzlich Minibar und Unterhaltungssystem.
- Nitrox bis 32 Prozent ist in den mitgeführten Aluminiumflaschen inklusive.
- Die Route reicht von den nördlichen Wracks und Tiran bis zu Brothers, Daedalus und Elphinstone.
Die Einladung
Die Discovery II passt zu Tauchern, die kein schwimmendes Hotel suchen, sondern ein Schiff, auf dem die Wege kurz und die Tauchgänge der Mittelpunkt der Reise sind. Der hölzerne Rumpf, die überschaubare Größe und die Aufteilung mit getrenntem Salon und Essbereich geben ihr mehr Safari- als Resortcharakter. Dazu kommt eine Crew, deren Bewertung deutlich stärker ausfällt als die des Schiffs selbst: Die Discovery II ist nicht die jüngste Yacht im Roten Meer, aber sie wird für ihre Leute, das Essen und die Tauchorganisation geschätzt. Wer morgens direkt am Riff aufstehen, zwischen den Tauchgängen ohne lange Wege vom Deck in den Schatten wechseln und abends mit derselben Gruppe am Tisch sitzen möchte, findet hier den richtigen Rahmen. Der besondere Reiz liegt in der Mischung aus klassischer ägyptischer Holz-Liveaboard, verlässlicher Tauchausrüstung und Routen zu den großen Außenriffen.
An Bord gehen
Beim Ankommen wirkt die Discovery II wie ein Arbeitsboot, das seine Aufgabe kennt. Der hölzerne Rumpf trägt Spuren des Lebens auf See, ohne den Eindruck zu machen, dass hier etwas nur für den Prospekt poliert wurde. An Bord geht es direkt zum Salon, auf das Tauchdeck oder nach oben in den Wind; die Räume sind klar voneinander getrennt, und man verliert keine Zeit mit langen Wegen. Im Inneren laufen Klimaanlage, Musik und Gespräche zusammen, während draußen der Geruch von Salz, Diesel und nassem Neopren zum eigentlichen Empfang gehört. Die Maschine bleibt Teil der Reise und ist nicht so weit weg, dass man das Schiff vergisst. Dafür erkennt man schnell, wer mit an Bord ist. Bei einer überschaubaren Gruppe kennt man nach kurzer Zeit die Flaschen, die Kameras und die bevorzugten Plätze im Schatten.
Die Stimmung an Bord
Die Stimmung an Bord entsteht weniger durch Luxus als durch Nähe. Die Gruppe begegnet sich ständig: beim Anrödeln, auf dem Zodiac, am Buffet und später bei der Frage, wer welchen Hai gesehen hat. Die Crew bleibt im Tagesablauf sichtbar und praktisch. Sie hilft dort, wo schwere Flaschen, Kameras und nasse Ausrüstung sonst unnötig Zeit kosten, und hält den Betrieb in Bewegung, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Englisch ist die Bordsprache. Abends geht es eher um die Erlebnisse unter Wasser als um ein festes Unterhaltungsprogramm; Salon, Bar und Außendeck reichen für lange Gespräche. Das Schiff selbst wird nicht überall denselben Eindruck hinterlassen wie seine Crew. Genau darin liegt die ehrliche Einordnung: Die Discovery II wirkt gebraucht, doch die Menschen an Bord machen aus dem hölzernen Rumpf einen vertrauten Ort, an den man sich erinnert.
Die Tauchplätze
Die Discovery II fährt vor allem achttägige Safaris mit sieben Nächten ab und bis Hurghada. Die Route North Wrecks, Ras Mohamed, Tiran, Brothers und Safaga verbindet Wracks mit den Wänden von Tiran, Ras Mohamed und den Brother Islands. Auf Big Brother und Small Brother geht es um Weichkorallen, Gorgonien, Strömung und pelagische Begegnungen; die Steckbriefe führen die Brothers bis auf 85 Meter. Die Route Brothers, Daedalus und Elphinstone konzentriert die Woche auf Außenriffe: Daedalus fällt als isoliertes Riff mit tiefen Wänden und Hammerhaien auf und ist bis 40 Meter angegeben, Elphinstone mit seinen Steilwänden und Pelagiern bis 60 Meter. Für Safaga und Hurghada kommen Middle Reef, Abu Kafan, Shaab Hamdallah und Shaab Ruhr Umm Gamar hinzu. Dort wechseln Hartkorallenblöcke, Drift-Tauchgänge, Gorgonien und Wracks. Shaab Claude bleibt mit seinen Passagen und Porites-Korallen bis 22 Meter zugänglich.
Was man unter Wasser trifft
Auf dieser Route begegnen dir häufig Muränen, Riffhaie und Meeresschildkröten; auch Barrakudas, graue Riffhaie, Napoleons, Thunfische, Anthias, Makrelen und Weichkorallen gehören zum Bild vieler Riffe. Das ist kein Aquarium mit festem Ablauf: An Außenriffen zieht die Strömung große Fische ins Blau, an Putzerstationen lohnt sich ruhiges Beobachten, und an Steilwänden entscheidet die Sichtung oft erst nach einigen Minuten. Die besonderen Gründe für einzelne Stopps liegen verstreut. Elphinstone ist der Platz für Schwarzspitzen-Riffhai, Tigerhai und den dort genannten Lippfisch. Daedalus kann die Großaugen-Makrele bringen. Shaab Ruhr Umm Gamar ist der einzige Steckbrief mit Zackenbarsch und Riesenzackenbarsch. Shaab Sabina steht für Demoisellen, El Fanadir für Gaterine. In Shaab El Erg können Willans Nacktschnecke, Oktopus und Glasfische auftauchen; Gamul Soraya ist der besondere Platz für den Fledermausfisch.
Die, die euch ins Wasser bringen
Die Discovery II fährt mit Dive Guide und einer englischsprachigen Crew. Welche Qualifikationen einzelne Guides haben, wie viele Taucher jeweils eine Gruppe bilden und welche Mindestzahl an Tauchgängen verlangt wird, ist nicht festgelegt. Klar ist der praktische Rahmen: Es gibt tägliche Briefings, die Tauchgänge werden von den Guides organisiert, und die Zodiacs übernehmen die Wege zwischen Schiff und Riff. Die Route richtet sich an Taucher, die mit Strömung, Außenriffen, Steilwänden und wiederholten Tauchgängen umgehen können; für technische Tauchgänge, Sidemount und Rebreather muss die passende Erfahrung vorhanden sein. Für Anfänger ist die Reise nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber die anspruchsvollen Routen zu Brothers, Daedalus und Elphinstone verlangen eine realistische Selbsteinschätzung. Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Feueralarm, Rettungsinseln und Funk gehören zur Sicherheitsausstattung. Ein Defibrillator oder ein separates Rückrufsystem ist nicht ausgewiesen.
Das Tauchdeck und die Ausrüstung
Das Tauchdeck ist auf wiederholte Tauchgänge ausgelegt: Es gibt eine schattige Arbeitsfläche, eine Tauchplattform, Flaschenspülbecken und getrennte Spülmöglichkeiten für Kameras. Gefüllt werden Aluminiumflaschen mit zwölf Litern; größere Flaschen können gemietet werden. DIN-Adapter sind vorhanden. Nitrox kommt aus einer Membrananlage und ist bis zu 32 Prozent in den Standardflaschen inklusive. Die Ausrüstung kann an Bord geliehen werden, konkrete Marken werden nicht genannt. Technisches Tauchen, Sidemount und Rebreather-Tauchen sind vorgesehen, sollten aber vor der Reise abgestimmt werden. Ins Wasser geht es über die Plattform und die Beiboote: Zwei Zodiacs bringen die Tauchgruppen zum Riff und holen sie dort wieder ab, wo sie auftauchen. Nach dem Tauchgang stehen Süßwasserduschen und warme Duschen bereit. Für Unterwasserfotografen zählen der eigene Kamerabereich und das getrennte Spülbecken mehr als dekorative Details.
Zwischen zwei Tauchgängen
Zwischen den Tauchgängen verteilt sich das Leben auf die schattigen Bereiche der Sonnendecks, den Salon und die offene Terrasse. Wer den Kopf frei bekommen will, legt sich mit einem Handtuch in den Wind; wer die Kamera sortiert, nutzt den vorgesehenen Fotobereich und die getrennte Spülmöglichkeit. Im klimatisierten Salon gibt es Sofas, Bar, Fernseher, Musik und eine kleine Bibliothek, falls die Sonne zu stark steht oder die See unruhig wird. Während der Fahrt verschwindet das Riff unter dem Kiel, und aus dem Tauchgespräch wird für eine Weile bloßes Schauen über die Reling. Ein Nachmittag ohne Tauchgang bleibt möglich, ohne dass das Schiff dafür ein eigenes Programm braucht. Die Discovery II gibt Raum für Ruhe, aber sie drängt niemanden zur Animation.
Ein Tag an Bord
Der Tag beginnt vor dem ersten Licht, auch wenn eine feste Weckzeit nicht angegeben ist. Zuerst kommen Kaffee, Anzug und Briefing, dann geht es vom Tauchdeck ins Zodiac oder direkt ins Wasser. Je nach Route stehen drei bis vier Tauchgänge am Tag auf dem Programm; am letzten Tauchtag sind zwei Tauchgänge vorgesehen. Zwischen den Sprüngen folgen Buffet, Snacks, Duschen, Kamerapflege und kurze Pausen im Schatten. Wenn das Schiff den Platz wechselt, wird aus dem Tauchdeck für eine Weile ein Fahrdeck: Ausrüstung wird gesichert, die nächste Karte besprochen, und über der Reling zieht das Rote Meer vorbei. Nach dem letzten Tagesgang bleibt Zeit für Essen und Ruhe, bevor ein Nachttauchgang den Tag noch einmal verändert. Danach ist der Salon gedämpfter, die Decks werden leerer, und nur die Lichter an Bord bleiben sichtbar.
Was man an Bord isst
Die Küche hält den Tag zwischen den Tauchgängen zusammen. Gegessen wird als Buffet, mit westlichen Gerichten ebenso wie mit lokalen Speisen, und über den Tag stehen Snacks bereit. Frühstück, Hauptmahlzeiten und die kleinen Teller dazwischen müssen nicht aufwendig erklärt werden: Nach dem ersten Tauchgang zählt vor allem, dass etwas Warmes und Sättigendes bereitsteht, bevor die nächste Flasche auf den Rücken kommt. Vegetarische und vegane Optionen sind vorgesehen. Dazu gibt es kostenlos alkoholfreie Getränke sowie Tee und Kaffee; Bier, Wein und Cocktails gehören zum Angebot an Bord, aber nicht automatisch zu jeder Mahlzeit. Der getrennte Essbereich schafft Platz für Gespräche, ohne dass der Salon zum Speisesaal umgebaut werden muss. Nach vier Tauchgängen am Tag wird der Tisch zum Treffpunkt: Hier werden Sichtungen verglichen, Strömungen nachbesprochen und die nächste Karte studiert.
Die Nächte auf See
Die Nächte auf der Discovery II sind sachlich und ruhig eingerichtet. Die Kabinen liegen überwiegend auf dem Unterdeck und haben Bullaugen, Klimaanlage sowie ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Wer mehr Platz und eine besondere Unterkunft möchte, kann eine Honeymoon-Suite wählen; dort kommen größere Betten, getrennte Duschen, Minibar und ein Unterhaltungssystem hinzu. Vieles spielt sich trotzdem nicht in der Kabine ab. Nach dem letzten Tauchgang trocknen Handtücher und Badezeug an Deck, im Salon bleibt die Tür zur Nachtluft offen, und unter dem Rumpf arbeitet das Wasser. Je nach Liegeplatz hört man mehr oder weniger vom Schiff, doch die Geräusche gehören dazu: Generator, Leinen, Schritte auf dem Deck. Die Kabine ist Rückzugsort, nicht Mittelpunkt. Wer mit Bullauge und Motorengeräusch leben kann, bekommt dafür kurze Wege zum Schlafen nach einem langen Tauchtag.
Zweibett, Oberdeck
Master-Suite
Zweibett, Unterdeck
Suite, Unterdeck
Was man vor dem Einsteigen wissen sollte
Die meisten dokumentierten Abfahrten starten in Hurghada und enden dort; die Route Brothers, Daedalus und Elphinstone ist auch von Port Ghalib nach Hurghada ausgeschrieben. Transfers von und zu den Flughäfen Hurghada und Marsa Alam sind an den Samstagen am Anfang und Ende der Safari inklusive. Die Anreise sollte möglichst am Vortag erfolgen, damit der Transfer und das Einschiffen nicht vom letzten Flug abhängen.
Decksplan
- Länge
- 35 m
- Breite
- 8 m
- Maximale Passagierzahl
- 22
- Anzahl Kabinen
- 11
- Anzahl Badezimmer
- 11
- Motoren
- 2 × 580 PS CAT
- Beiboote
- 2 × 6 m zodiacs mit 40-PS-Außenbordmotoren
- Webseite
- discovery-divers.com ↗
Hallo, ich bin Marina, die KI-Assistentin von DivingDeal.com. Ich beantworte alles zu Hotels, Tauchschulen und Tauchsafaris.

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